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Die leere Papierfabrik

Hier könnte man das gleiche schreiben wie einen Beitrag vorher. Schwer historisches zu recherchieren. Es war wohl auch eine Papierfabrik die vom Hochwasser zerstört  und nicht wieder aufgebaut wurde.
Nur ein kleiner Teil war zugänglich, auch weil noch Teile der Fabrik genutzt werden.
Aber der Verfall im verlassenen Teil ist schon beträchtlich und deshalb auch schon wieder schön.

Papierfabrik

Es ist schwierig historische Daten richtig zuzuordnen, wir versuchen noch mehr über die Fabrik heraus zu bekommen.
Jedenfalls gab es an diesem Fluss einige dieser Fabriken in denen Papier hergestellt wurde.

Die Hallen sind meistens leer, ein paar Sachen, wie Ketten und Maschinenteile liegen aber noch herum.
Im Heizhaus holt sich die Natur schon wieder vieles zurück. Das hat Spaß gemacht sich dort alles anzuschauen und den Verfall zu beobachten.

Villa der Papierfabrik

Eine der bedeutendsten Papierfabriken der Region hier, die gibt es nicht mehr, vor ein paar Jahren wurde sie abgerissen und hinterließ eine große leer Stelle am Fluss.
Der Denkmalschutz rettete aber diese Villa des Fabrikanten, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde.

Jetzt wird sie aber ihrem Schicksal überlassen, der neue Besitzer will hier nichts daran machen und will warten bis sich das Problem von selbst erledigt. Zu schlecht ist die Bausubstanz und der Aufwand zu hoch die Villa zu retten.

Haus Kinderglück

Diese alte Villa ist nicht mehr von der Straße zu erkennen. Die Natur hat das Grundstück erobert. Der sehr schön angelegte Treppenaufgang weist aber auf darauf hin, was da noch kommen könnte. Also steigen wir die Stufen hinauf und können langsam, im mittlerweile kleinen Wald die ehemals prunkvolle Villa erkennen.
Sie gehörte einmal einem Schuh Fabrikanten der Stadt.

Zuletzt war hier eine Kinderkrippe untergebracht, viele Ein- und Umbauten lassen das erkennen. Die Namen der Kinder sind noch an den Kleiderhaken verblieben.
Im Garten sind noch die Spielgeräte für die Kinder zu erkennen, Efeu und Sträucher haben aber alles überwuchert. Keiner scheint sich mehr dafür zu interessieren.

F60

In Lichterfeld steht ein Gigant der Technik, man nennt ihn auch den liegenden Eiffelturm, aber das ist ja fast untertrieben.

Denn der Riese ist 502 Meter lang, 204 Meter breit, 80 Meter hoch und 11.000 Tonnen schwer und ist die ehemalige Abraumförderbrücke F60.

Nur 1,5 Jahre in Betrieb wurde sie vor der Verschrottung gerettet und kann jetzt von Geschichte und Gegenwart des Braunkohlenbergbaus in der Lausitz erzählen.

Zur Webseite des F60

Ziegelei im Loch

Diese Gebäude hatten wir einmal bei der Auswertung von Satellitenbilder gesehen, aber jetzt konnten wir uns endlich mal vor selber von diesem Ort überzeugen.
Wir bestiegen das „Loch“ und sahen schon die verlassenen Gebäude. Aber was war das einmal hier? Kaum noch vorhandene Einbauten ließen wenige Rückschlüsse auf die Nutzung zu, aber irgendwie erinnerte immer mehr an eine Ziegelei. Dann fanden wir noch Kraftwerk und Brennofen. Auch die Recherche im Internet ergab nicht viel Informationen darüber. Aber es handelt sich wohl um eine Ziegelei, aber wie lange hier produziert wurde wissen wir nicht.

Die Gebäude sind aber sehr schön zugewachsen und wir fanden immer mehr Gefallen an diesem einsamen Ort.

Zum Weihnachtsstern

Wer hier in dieser Gegend Erholung sucht ist gut bedient, malerische Landschaften und viel Wasser. Aber wenn der Ausflügler sich stärken möchte ist hier Schluss mit Lustig.
Die meisten Gaststätten sind geschlossen, auch diese hier ist seit ein paar Jahren ohne Betreiber, als die alten in den Ruhestand gingen fand sich keiner der übernehmen wollte. Zu viel hätte wohl investiert werden müssen um wieder konkurrenzfähig zu sein.
So hilft auch die Lage nicht das hier wieder Leben einzieht. Hier gab es schon im 18. Jahrhundert eine Gastwirtschaft, mit diesem historischem Hintergrund ist es schade das es hier am Ende „nur Glühwein ausgeschenkt wurde“ und der falsche Weihnachtsstern als Deko diente.

Polizeischule

Dieses Haus wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut um Kriegsverletzte zu pflegen. Später wurde die Heilanstalt zur Erholung von Polizisten genutzt. Da die Anlage im 2. Weltkrieg unzerstört blieb, planten die Sowjets hier Polizisten zu schulen. Hier wurden aber zu Beginn noch DDR Funktionäre für den Sozialismus in Linie gebracht später dann die Volkspolizei.
Bis zum Ende der Einrichtung um 1990 waren hier obere Polizeiangehörige zu Gast und blieben hier auch mehrere Monate um dann zum Schutz des Sozialismus eingesetzt zu werden.

Jetzt liegt das architektonisch schöne Haus im Wald versteckt und wächst immer mehr zu. Wenn man nichts von der Existenz weiß, kann man es auch nicht sehen. Leider war es innen leergeräumt und es war irgendwie langweilig die langen Gänge abzulaufen. Einzig das sehr schöne Relief im Speisesaal und er Heizungskeller, sowie das Äußere begeisterte uns.

NVA Raketenabteilung

Diese Kaserne wurde Mitte der 1960er Jahre errichtet und eine Raketenabteilung zog hier ein. Auch Pioniere der NVA waren hier stationiert. Wir fanden Beschreibungen für die Rakete SM21 an den Garagenwänden.
Zurück gelassen wurde hier nach 1990 wenig, die Gebäude sind fast leer. Beeindruckend war der große Kinosaal und die Abteilung zur Tauchausbildung, so etwas hatten  wir in dieser Form noch nicht gesehen. Auch lagen noch viele Bauunterlagen in einem Raum.
Bisher war der Besuch alter NVA Anlagen immer recht enttäuschend gewesen, hier war es aber anders. Es gab viel zu entdecken.

FDGB Moosteppich

In den 1970er Jahren wurde dieses Ferienheim fertig gestellt und war fortan ein Urlaubsdomizil des FDGB.

Es war ein sehr beliebtes Ferienziel, denn es bot Wassernähe, viele Sportmöglichkeiten, Gaststätte und Cafe für die über 400 Gäste. Selten gab es hier einen Platz für die DDR Arbeiter, die aus allen Bezirken hierher kamen, die es hierher schafften waren froh darüber.

Nach der Wende wurde die Anlage als Urlaubsobjekt weiter betrieben, aber jetzt wollten die Leute lieber das Ausland erobern als hier in der Einsamkeit die schönsten Tage im Jahr zu verbringen. Über 10 Jahre schon steht alles leer und verfällt immer weiter.

Der kleine Waschbär war neugierig was wir hier machen und trottete hinter uns her. Der letzte der sich scheinbar noch für das Objekt interessiert.