Alle Beiträge von Benni

Audi 100 Typ 43

Dieser Audi wurde vergessen, er rostet hinter einem Schloss vor sich hin. Rettung scheint nicht in Sicht. Für das Schloss im Moment scheinbar auch noch nicht, leider war dieses aber nicht zu besichtigen.

Dieser Typ wurde von 1976 bis 1982 produziert.

 

Tonwarenfabrik

Über die ansich sehr große Fabrik, konnten wir nichts heraus finden.
Zuletzt wurden hier Ziegel produziert.

KKW Lubmin

Dieses Kernkraftwerk mit dem Namen „Bruno Leuschner“ war das größte in der DDR und von 1974 bis 1995 in Betrieb. Die Stilllegung erfolgte ab dem Jahr 1990 da es einige Sicherheitsmängel nach westlichem Standard gab.
Die Leistung betrug 2.000 MW und deckte damit 10% des Energiebedarfs der DDR ab. Geplant waren 8 Blöcke, aber nur Blick 1 – 4 mit dem Reaktortyp WWER-440/230 waren jahrelang am Netz, Block 5 mit dem Reaktortyp WWER440/213 schaffte es nur bis zum Probebetrieb und Block 6 war nie mit radioaktivem Material bestückt, so das dieser heute noch besichtigt werden kann.

Der Rückbau der Anlagen dauert jetzt schon 25 Jahre an und wird noch viele Jahre lang die Ingenieure beschäftigen, die Kosten dafür betragen nach heutigem Stand 6,6 Mrd. Euro.

Hier mal der Link zum Wikipediaeintrag und zur Webseite für Besucher:
KKW Greifswald auf Wikipedia        Anmeldung Besichtigung

Auch im KKW Rheinsberg waren wir schon einmal, hier der Beitrag
KKW Rheinsberg

Schloss Graf von Mecklenburg

Der „Graf von Mecklenburg“ ließe dieses Herrenhaus im 18. Jahrhundert errichten, gegen Ende des 19. Jahrhunderts fanden dann noch einmal Umbauarbeiten statt.
Die einst aufwändige gestaltete Fassade war in Augen der DDR Nutzer nur störendes Beiwerk und wurde kurzerhand entfernt, schmucklos steht das Gebäude jetzt äußerlich da.
Wenn man es aber betritt sieht man noch die reichlich verzierten Säulen im Eingangsbereich und das schöne Treppenhaus. Die letzte Nutzung als Pflegeheim endete vor rund 20 Jahren.
Das Haus wurde verkauft, aber eine begonnene Renovierung endete bald, der dazu gehörige Park ist verwildert.

Schloss Borke

An dieser Stelle wurde schon sei dem 14. Jahrhundert gewohnt. Verfall und Wiederaufbau gaben sich die Klinke in die Hand, bis dann gegen Ende des 19. Jahrhundert das Schloss in seiner jetzigen Form entstand.
Bis zum Ende des 2. Weltkrieges wohnte die Adelsfamilie hier.
Dann begann eine typische Epoche in der DDR, zuerst wurden hier Heimatlose untergebracht auch am Schloss wurde gebaut. Es wurde „begradigt“ und auf DDR Linie gebracht. Es folgte eine Nutzung durch die Gemeinde. Die letzten Nutzer gingen kurz vor der Jahrtausendwende.

Es folgten einige Eigentümerwechsel die aber allesamt an dem Haus scheiterten. Jetzt verfällt es zusehend, die oberen Etagen sind schon ein paar Meter tiefer gewandert. Dort trauten wir uns nicht mehr hin, aber auch das 1. OG bleibt sicher nicht mehr lange an seinem Platz.
Der Verfall ist schon einzigartig, wie man auf den folgenden Bildern sehen kann.

Beelitz Heilstätten 2018

Heute zeigen wir Bilder  der Beelitzer Heilstätten aus dem Jahr 2018.

Sie entstanden im Sektor C. Hier wurden 2017 an den Gebäuden Renovierungsmaßnahmen für einen Filmdreh durchgeführt.

Für den Horror-Thriller "A Cure for Wellness" haben die Kulissenbauer des Studios Babelsberg drei Häuser der verfallenen ehemaligen Lungenheilanstalt Beelitz-Heilstätten (Potsdam-Mittelmark) film- und denkmalgerecht saniert. Dabei seien unter anderem fast 1000 Kubikmeter Schutt entsorgt, die Fassaden neu gestrichen, 350 Fenster ausgetauscht und der Fliesenfußboden einer Kapelle erneuert worden.

Natürlich nur dort wo auch die Kamera Bilder erfassen konnte, guckt man um die Ecken ist alles wie früher. Das Gelände ist jetzt verkauft worden und wird wohl demnächst renoviert werden.

Die Beelitzer Heilstätten heute

Wie sieht es denn heute in den anderen Sektoren aus?

Sektor A ist voll in touristischer Hand, hier regiert ein Baumkronenpfad über den historischen Gebäuden. Parkplätze wurden in den Wald gehauen um die Besucher zu lenken und natürlich auch das Geld abzunehmen. Die Gebäude sind eingezäunt und können gegen Entgelt und unter Aufsicht besichtigt werden.
Webseite: Baumkronenpfad

Sektor B, wurde ja immer schon teilweise von einer medizinischen Einrichtung genutzt, hier ist eine Kinder- und Jugendklinik sowie eine neurologische Klinik ansässig. Die lange leer stehende Männerlungenheilanstalt, die auch unter dem Namen „Whitney Houston Haus“ bekannt ist, wird auch gerade saniert.

Der Sektor C ist mittlerweile renoviert und hier sind Wohnungen und Ateliers entstanden.
Webseite: Refugium Beelitz

Übersichtsplan der Beelitzer Heilstätten

Aber jetzt endlich die Bilder:

weitere Informationen: Beelitz Heilstätten auf Urbex-BB

 

Kulturhaus der tanzenden Mädels

Damals war dieses Haus ein beliebter Treffpunkt und so manche tolle Feier wurde hier abgehalten. Der kleine Saal lud zu Tanzveranstaltungen ein. Unscheinbar von außen merkt man drinnen schnell, das es hier gemütlich werden konnte.
Besonders fanden wir die in vielen Farben angestrichene Kassettendecke der Bar. Auch bei der Decke des Saales hat man sich besondere Ornamente ausgedacht.

Seit über 20 Jahren steht das Kulturhaus jetzt leer und der Besitzer hat kein Interesse daran. Keiner will es haben auch die Gemeinde nicht. So ist die Zukunft ungewiss.

Der F9

Der IFA F9 wurde zuerst in Zwickau gebaut. Dort von 1950 bis 1953 und danach dann noch 3 Jahre in Eisenach.
Er war eines der ersten Nachkriegsmodell in der DDR und hatte seinen Ursprung noch vor dem 2. Weltkrieg, als er zwar entworfen wurde, aber nie in Serie ging. Nur knapp 2.000 Stück wurden in Zwickau produziert. In Eisenach liefen dann deutlich mehr vom Band und einige technische Änderungen wurden umgesetzt.

Der F9 war der letzte PKW in der DDR mit sogenannten Selbstmördertüren, die hinten angeschlagen waren.
Dieses Modell stammt aus der Eisenacher Zeit, erkennbar an der durchgehenden gewölbten Frontscheibe.

Aber warum rostet er hier vor sich hin, ist der Eigentümer verstorben und die Erben kümmern sich nicht um das Haus? Vieles hier ist schon sehr alt, scheinbar steht das Anwesen über 20 Jahre leer.
Im Haus wurde einmal eine Renovierung begonnen, die aber in den Ansätzen stecken blieb. In der Werkstatt liegen noch viele persönliche Sachen. Auch eine große Sammlung von Sputnik Heften konnten wir finden.

Ferienpark Seeblick

Wer früher Ruhe und Abgeschiedenheit in malerischer Landschaft suchte war hier genau richtig.

War das aber auch der Grund warum der letzte Betreiber des Ferienparks am Ende nicht lange durch hielt? Scheinbar nur eine Saison war hier Betrieb, was waren die Gründe der Schließung? Es gab eigentlich alles für einen gelungenen Familienurlaub, einfach eingerichtete Lauben die idyllisch auf dem Gelände verteilt waren. Eine Gaststätte, wenn man mal nicht selber kochen will. Für Spiel, Spaß und Freizeit war gesorgt. Das Baden im Stausee war für groß und klein gedacht. Rutsche für die Kinder, der Vater konnte Angeln und die Mutter in der Sonne liegen. Es könnte am DDR Schick gelegen haben, der scheinbar nicht mehr angesagt ist.

Leider konnten wir über die frühere Funktion nichts heraus finden.

Schule des Kassierers

Ein bekannter Professor der Stadt baute mit Hilfe einer Stiftung dieses Haus zur Wende zum 20. Jahrhundert.
Der schöne Altbau wurde in den 1960er Jahren mit einem tristen Anbau erweitert, es entstanden dort weitere Unterrichtsräume.
Die letzten Schüler verließen dann die Unterrichtsräume vor 15 Jahren. Verschiedene Ausbildungsberufe wurden hier zuletzt in der Theorie gelehrt.

Wir waren hier wahrscheinlich nicht allein, es gab Räume die offensichtlich von Menschen bewohnt wurden, die Gerüche dort passten auch dazu. Im Dachgeschoss wurde die Notdurft verrichtet. Traurig aber wahr, schnell waren wir wieder weg.