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Freibad zum Pfeil

Diese Badeanstalt musste um die Jahrtausendwende schließen.

Die Stadt konnte sich den Unterhalt nicht mehr leisten, seit dem liegt das Freibad verlassen da. Einweiht wurde es in den 1960er Jahren und wurde mit viel Einsatz der Bevölkerung und auch mit Hilfe von Soldaten erschaffen. Es gab ein wettkampftaugliches 50 Meter Becken, das Kinderbecken kam später hinzu.

Der alte Bademeister erzählt von seiner Arbeit, er war hier von Beginn an tätig und er ist besonders stolz darauf, das es in seiner Zeit keine nennenswerten Unfälle gab. Auch wurden hier viele Veranstaltungen organisiert.
Heute hat ein Verein aus einer anderen Branche das Gelände übernommen und will es schrittweise umgestalten. Die Becken werden also sehr wahrscheinlich kein Wasser mehr sehen.

Faszinationen 1993

Auf der Fahrt zur vorherigen Location, fiel uns dieser Bau auf der schon die üblichen Verfallzeichen hatte.
Teilweise eingestürztes Dach, Wildwuchs und ungepflegtes Gesamtbild. Also auch hier vorbei geguckt, die Türen standen offen und die Anlage entpuppte sich als alte Bahnwerkstatt. Einen schönen Verfall fanden wir in diesem kleinen Schmuckstück vor. In der Nähe befand sich noch ein Bahnhofsgebäude, dieses bot dann leider keine Motive.

Biologische Forschung

Diese Forschungseinrichtung wurde kurz nach der Gründung der DDR ins Leben gerufen. Hier wurde geforscht welche Erreger den Pflanzen gefährlich werden können und wie man es am Ende bekämpfen konnte. Da die DDR einen Großteil der Lebensmittel selbst produzierte, war das wichtig um die Versorgung nicht zu gefährden. Dafür waren auf dem Gelände viele Gewächshäuser zu finden, es gab zudem eine große Anzahl an Klimakammern, in denen mit verschiedenen Temperaturen gearbeitet wurde. Das kann man noch an den letzten Werten ablesen, die mit Kreide an den jeweiligen Kammern geschrieben wurden. Nach der Wende wurde das Institut an diesem Standort aufgelöst. Heute sind die Räume weitestgehend entkernt, nur die technischen Anlagen sind zurück geblieben.

Die russische Sauna

In jeder GSSD Kaserne findet sich mindestens eine Sauna.
Meistens ist dort aber schon randaliert worden oder Teile wurden entwendet. Diese hier ist fast noch im Original vorhanden. Eine Deckenlampe fehlt zwar, aber hier sieht man mit wie viel Liebe zum Detail sich ein Kleinod geschaffen wurde. Da die Sauna in einem Keller gebaut wurde, herrscht hier absolute Dunkelheit.
Die beiden Aufenthaltsräume wurden jeweils mit einem Kamin ausgestattet, die Decke und die Wände sind mit kleinen Mosaiksteinchen und Glasscherben gestaltet. Dazu kommen noch aufwendige Wandmalereien. Diese sind auch rund um das Tauchbecken zu finden. Nur der Zahn der Zeit ließ die Bilder altern. Die Türgriffe waren aus Baumwurzeln, sogar ein Tisch stand hier noch.

NVA Nachrichtenbrigade

Hier wurde nach der Gründung der NVA ein Nachrichtenregiment aufgebaut. In den Jahren des 2. Weltkrieges war hier zuvor ein Industriebetrieb ansässig, der Rohprodukte für Sprengstoff herstellte. Nach dem Krieg wurden die Anlagen demontiert.
Die Kaserne wurde später noch erheblich erweitert. Nach der Wende erfolgte noch bis 1994 eine Weiternutzung durch die Bundeswehr, bis sie dann einer zivilen Nutzung zugeführt werden sollte.
Das ist bisher nur teilweise gelungen. Es hat sich eine Schule, ein Kindergarten und diverse Mieter die hauptsächlich die Garagen nutzen, angesiedelt.
Große Teile sind ungenutzt, die Gebäude die begehbar sind , leider aber von starkem Vandalismus gekennzeichnet. Dort haben wir keine Bilder gemacht. Andere wiederum sind zugemauert.

Bei einem 2. Besuch konnten wir andere Teile der Kaserne besuchen, dort waren noch einige Wandbilder zu finden.

Das GSSD Schwimmbad

Mitten im Wald finden wir dieses kleine Schwimmbad. In der Nähe gab es einmal eine GSSD Kaserne. Heute sind keinerlei Zufahrten mehr zu erkennen. Das Becken hat die Abmaße von 25m x 10m und es ist noch komplett mit Wasser gefüllt. Der Sprungturm ist auch noch recht gut erhalten.  Sogar ein kleiner Kescher, nach russischer Bauart, liegt am Beckenrand.

Die kleine Molkerei

Leider konnten wir vor Ort und im Netz keine relevanten Informationen über diesen ehemaligen Betrieb heraus finden.

Früher gab es hier im Ort mal eine Bahnverbindung mit Haltepunkt, die aber seit Mitte der 1995 Jahren nicht mehr existent ist.
Um was handelt es sich hier aber? Wir denken auf Grund der gefundenen Einbauten an eine Molkerei. 3 geflieste Becken und ein offener Stahlbehälter deuten auf so etwas hin. Weiterhin wurde scheinbar auch viel Wärme gebraucht, die Heizanlage war schon groß dimensioniert. Das Verwaltungsgebäude war innen demoliert und Teile der Anlage werden auch heute noch als Abstellplatz für Fahrzeuge genutzt. Es gab keine Modernisierung nach der Wende, alle Einbauten stammen noch aus der DDR Zeit. Deswegen wird die Schließung auch kurz nach der Wende zu datieren sein.

Gutshaus Oregano

Die Ursprünge des Gutshauses reichen bis in das 18. Jahrhundert, als hier die Ortschaft wieder aufgebaut wurde.
Mitte der 1800er Jahre gelangte das Gutshaus in den Besitz einer Industriellenfamilie. Die Enteignung nach 1945 folgte dann eine sozialistische Nutzung, man brauchte hier eine Schule unter. Nach der Wende gab es einen neuen Träger, der hier ein Altersheim unterhielt. Beliebt war das Haus nicht, die Abgeschiedenheit ergab kaum Abwechslung für die hier untergebrachten. Wenn man sich heute die leeren Zimmer ansieht, war das Haus an sich auch kein Ort zum Wohlfühlen.
Als das Altersheim vor 15 Jahren geschlossen wurde, gab es einen privaten Eigentümer.
Bis auf das leer räumen des Hauses und ein paar angefangenen Renovierungsarbeiten scheint seit dem aber nichts mehr passiert zu sein. Außerdem fanden wir wir viele ungeöffnete Briefe einer Firma für Organische Produkte die mittlerweile nicht mehr existiert.
Wie es scheint ist der Aufbau dieses Betriebes hier gescheitert.

Haus Gartenzwerg

Ein kleines Dorf in Brandenburg, hier wohnt nur noch der Gartenzwerg.

Was ist das Schicksal dieses kleinen Hofes? Wir finden Forderungen von Versicherungen über kleine Beträge, Reichtum war hier sicher nicht vorhanden. Die Ausstattung ist alt und vermutlich hat hier ein älteres Paar gelebt. Gab es keine Verwandten die sich hier noch kümmern? Nach dem Verlassen wurde das Haus sich selbst überlassen, alles ist zerwühlt aber scheinbar noch fast alles vorhanden. Das geschah vor rund 10 Jahren, die Kalender stehen beim Jahr 2008.
Wie immer sind wir hier schnell wieder weg, das ist mir nichts in vielen dieser persönlichen Sachen zu stehen.
Auch will man hier niemanden über den Weg laufen um sich zu erklären.
Ein paar Bilder sind es doch geworden.

Fernwärmekraftwerk

Wie in der DDR üblich wurden auch in dieser Stadt das Neubauprogramm voran getrieben, die Versorgung mit Warm- und Heizwasser erfolgte meist durch ein Fernwärmeversorgung. So auch hier, als das Heizkraftwerk als Zentrale Versorgung der umliegenden Häuser diente. Es gab mehrere Kohlekessel in diesem Kraftwerk. Genaueres, wie Baujahr oder Zeitpunkt der Stilllegung konnten wir leider nicht heraus finden. Seltsam ist, das es in der Nähe noch ein 2. Fernwärmekraftwerk gab, das auch heute noch die Versorgung hier übernimmt. Ein neues ersetzte vor einigen Jahren aber das alte Bauwerk.
Wie es scheint hat dieses hier die Wendejahre nicht überstanden. Leider sind hier auch schon viele Schmierfinken tätig gewesen und verschandelten das Gesamtbild. Im Versorgungstrakt regiert noch der alte DDR Charme.