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Panzerkaserne

Diese Kaserne wurde ab 1933 errichtet. Nach dem 2. Weltkrieg nutze die Rote Armee das Gelände bis 1993. Jetzt sind hier nur noch die großen Wohnblöcke übrig geblieben. Teile davon wurden schon renoviert und werden als Schule genutzt. Aber viele Häuser fristen einen Dornröschenschlaf und sind leider auch gut gesichert. In ein paar kamen wir aber hinein, innen nicht viel Sehenswertes. Es gab sicher einmal ein Zeit ohne Sicherung, in der dort viel heraus geholt wurde. Wir fanden noch einige Wandbilder und der Keller voller Wasser waren die Höhepunkte.
Bisherige Versuche Teile zu verkaufen scheiterten, auch eine Umnutzung für Flüchtlinge wurde nicht realisiert.

Friedhof der Jagdflieger

Diese Jagdflugzeuge russischer Bauart stehen auf einem Flugplatz als kleines Museum. Neben den 3 hier gezeigten existieren noch 2 weitere die aber nicht auf dem Flugfeld stehen.

Die beiden MiG waren früher zu Schulzwecken eingesetzt, einmal eine MiG21-21U-400 als Schuldoppelsitzer und eine MiG-U-600 als Trainer. Genutzt wurden diese früher in der NVA und dem Nachfolger, die Bundeswehr. Die Suchoi SU-22M-4 ist im Vergleich zu den MiG’s schon eine andere Nummer, alles an ihr wirkt gewaltiger. Das Flugzeug wurde auch als Jagdbomber eingesetzt und war für den Tiefflug ausgelegt.
Das ist schon ein imposanter Anblick wenn man so nach an diesen Waffen ran kommt, fast in „freier Wildbahn“.
Der Flugplatz wurde 1934 als Militärflugplatz erbaut und im 2. Weltkrieg wurden hier Flugzeuge gewartet. Die Sowjets konnten dann damit nichts anfangen und demontierten die Anlagen.

Rittergut am Bach

Dieses ehemalige Rittergut wurde dann später zu einem Schloss. Erbaut im 18. Jahrhundert hatte es verschiedene Besitzer unter anderem ein hoher Beamter des Landes.
Auch ein großer Dichter war hier oft zu Gast und Freund der Familie. Nach 1945 erfolgte die Enteignung und Umnutzung als Volks Eigenes Gut (VEG) auch wurden hier dann auch eine Landwirtschaftsschule betrieben.
Zuletzt waren hier hauptsächlich Wohnungen, eine Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie auch der Ortsvorstand untergebracht.

Jetzt beginnt der traurige Teil, es gab einige Versteigerungen, aber das alte Rittergut dient wohl nur als Spekulationsobjekt. Sanierungsmaßnahmen oder Eigennutzung erfolgte nicht. Der Gemeinde sind die Hände gebunden und man hofft mit jedem fremden Auto das der Erlöser vorbei kommt, so wurden wir auch angesprochen ob wir das gute Stück kaufen wollen. Aber wir hatten andere Pläne.

 

In Ketten

Wir betreten ein altehrwürdiges Gebäude mitten in einer Kleinstadt, das die letzten 130 Jahre als Gefängnis diente.

Zu Beginn des 13. Jahrhunderts wurde hier in der jetzigen Form neu gebaut. Es entstand eine Burg die einem Grafen als Schloss diente. In den Folgejahrhunderten weitere Um-und Erweiterungsbauten. Bevor hier ein Zuchthaus einzog diente das Assemble als Amtssitz.
Dann bekam es  die endgültige Bestimmung, die wohl auch den heutigen Namen verlieh.
Eine weiter Aufstockung der Etagen erfolge bald. In den knapp 300 Zellen wurden hier die „Gäste“ untergebracht. Zu Zeiten des Nationalsozialismus wurde hier die höchste Belegungszahl erreicht. Auch die Zahl politisch Inhaftierten stieg dramatisch an. Es waren sowohl Männer, als auch Frauen im Gefängnis- und Zuchthausteil untergebracht. Im Krieg erfolgte dann die Belegung mit Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen.

Bis zur Schließung kurz nach der Wende diente das Gefängnis der Inhaftierung politischer Häftlinge.

Seit dieser Zeit steht die alte Burg leer. Ein Verkauf an einen Privatmann brachte bis auf weiteren Verfall nichts. Dieser konnte dann einige Jahre später das Gelände an einen ausländischen Investor verkaufen, der aber bis auf Gespräche über eine Umnutzung auch nichts weiter machte.
Heute konnten wir ohne viel Anstrengung in das Gefängnis „eindringen“ und es erkunden. Leider hat auch hier der Vandalismus Einzug gehalten, aber die Erkundung hat trotzdem großen Spaß gemacht. Das Objekt ist ja auch kein großer Unbekannten in den Explorerkreisen.

 

Die Kriegsschule

Errichtet wirde diese Kriegsschule um 1900 als repräsentatives Gebäude dieser Stadt. Die Militärische Nutzung endete dann nach dem 2. Weltkrieg und viele weitere Nutzer zogen hier ein. Heute ist das Gebäude in privater Hand und es gibt Pläne zum Umbau zu Wohnungen. Die Arbeiten sollten schon längst begonnen habe, aber bisher ist davon nichts zu sehen.

Kremlkaserne

Diese Kaserne wurde von der GSSD auf dem Gebiet der ehemaligen DDR errichtet. Hier wurden keine alten Deutschen Bauten erweitert sondern neu gebaut. Stationiert war hier eine Raketenbrigade mit einigen anderen Truppenteilen die zum Beispiel für die Versorgung zuständig waren.

Wasserturm der Kaserne

Dieser knapp 40 Meter hohe Wasserturm diente zu aktiven Zeiten der Versorgung der Kaserne in diesem Gebiet. Er wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut und war bis Ende der 1980er Jahre in Betrieb. Ein neues Wasserwerk machte ihn überflüssig. Der Turm steht unter Denkmalschutz und der Aufstieg ist schon mit etwas Anstrengung verbunden aber man hat danach einen sensationellen Blick über das Gelände.

Recyclinganlage

Hier wurde über einige Jahre hinweg die Hinterlassenschaften eines Industriebetriebes entsorgt. Das alles wurde vom Land mit einigen Millionen Euro finanziert, aber scheinbar wurde vergessen den Abbau der Recyclinganlage mit einzuplanen? Oder wurde über eine weitere Nutzung spekuliert, jetzt ist das wohl kaum mehr möglich, da die Wertstoffe schon aus der Anlage verschwunden sind.
Die Umwelt scheint jetzt entlastet, aber diese große Chemieanlage steht ungenutzt in der Gegend, noch ist die Bodenwanne dicht und sammelt das Wasser…aber wie lange noch?
Wir konnten trockenen Fußes die Anlage besteigen und von oben viele schöne Bilder machen und die Aussicht genießen.

 

Schloss an der Aue

Dieses Barockschloss wurde im 18. Jahrhundert erbaut. Erste Eintragungen von Bauten an diesem Ort stammen schon aus dem 12. Jahrhundert als hier eine Burg erwähnt wurde.
Es gab bis in das 20 Jahrhundert wechselnde Schlossherren, die durch Heirat, Verkauf oder Schenkungen in den Besitz kamen.
Nach 1945 erfolgte die Enteignung der Eigentümer und die Gemeinde übernahm das Haus und brachte unter anderem dort einen Kindergarten unter und richtete Wohnungen ein. Heute sind nur die Nebengebäude genutzt, das Schloss hat Sicherungsmaßnahmen und ein neues Dach erhalten, aber im Inneren ist es leer und wartet auf eine neue Bestimmung.

Der Unterwasserkeller

Die oberirdische Kaserne ist eigentlich nicht mehr so interessant und wird zudem in naher Zukunft einer Wohnbebauung zugeführt.

Dieser Keller steht aber schon seit Jahren Bauchhoch unter Wasser. Jetzt ergab sich die Möglichkeit mit einer entsprechenden Bekleidung diesen zu erkunden…vorsichtig bahnen wir uns den Weg durch das Wasser und dem Müll auf dem Boden.

Wir finden einen Schulungsraum für Panzerfahrer, Modelle eines Geschützturms und von Motoren stehen hier im Wasser und rosten vor sich hin. Eine kleine Werkstatt und viele andere Dinge sind auch noch hier verblieben.
Auf dem Wasser schwimmen, Glühlampen, Getränkeflaschen und Kanister herum.
Die Lichtverhältnisse waren hier sehr schwierig und wir versuchten die Räume so gut es geht auszuleuchten.

Insgesamt war das hier ein Megaabenteuer.