Archiv der Kategorie: Ferienlager

Ferienpark Seeblick

Wer früher Ruhe und Abgeschiedenheit in malerischer Landschaft suchte war hier genau richtig.

War das aber auch der Grund warum der letzte Betreiber des Ferienparks am Ende nicht lange durch hielt? Scheinbar nur eine Saison war hier Betrieb, was waren die Gründe der Schließung? Es gab eigentlich alles für einen gelungenen Familienurlaub, einfach eingerichtete Lauben die idyllisch auf dem Gelände verteilt waren. Eine Gaststätte, wenn man mal nicht selber kochen will. Für Spiel, Spaß und Freizeit war gesorgt. Das Baden im Stausee war für groß und klein gedacht. Rutsche für die Kinder, der Vater konnte Angeln und die Mutter in der Sonne liegen. Es könnte am DDR Schick gelegen haben, der scheinbar nicht mehr angesagt ist.

Leider konnten wir über die frühere Funktion nichts heraus finden.

FDGB Moosteppich

In den 1970er Jahren wurde dieses Ferienheim fertig gestellt und war fortan ein Urlaubsdomizil des FDGB.

Es war ein sehr beliebtes Ferienziel, denn es bot Wassernähe, viele Sportmöglichkeiten, Gaststätte und Cafe für die über 400 Gäste. Selten gab es hier einen Platz für die DDR Arbeiter, die aus allen Bezirken hierher kamen, die es hierher schafften waren froh darüber.

Nach der Wende wurde die Anlage als Urlaubsobjekt weiter betrieben, aber jetzt wollten die Leute lieber das Ausland erobern als hier in der Einsamkeit die schönsten Tage im Jahr zu verbringen. Über 10 Jahre schon steht alles leer und verfällt immer weiter.

Der kleine Waschbär war neugierig was wir hier machen und trottete hinter uns her. Der letzte der sich scheinbar noch für das Objekt interessiert.

 

Ferienlager Quirl

Das war einmal eine Ferienlager eines großen Industriebetriebes der Region.

Im Sommer ist dieses Lager ziemlich zugewachsen und kaum zu erkunden, deshalb schauten wir mal im Winter vorbei. Das Versorgungsgebäude ist noch ganz gut ausgestattet, Küche und Geschirr ist vorhanden. Auf dem Gelände sind einige kleine Bungalows verteilt, der Zugang ist oft durch Dornen „gesichert“. Scheinbar stört es auch keinen wenn man sich hier auf hält, die Nachbarn gaben noch Tipps zum Erkunden, das hat man selten.
Das Lager ist nach der Wende sich selbst überlassen worden und durch seine Lage im Wohngebiet noch nicht so stark zerstört wie viele andere dieser Art.

Ferienlager im Wald

Was stand hier früher einmal? Die vorgefundene Anlage sieht wie ein längst verlassenes DDR Ferienlager aus. Genauere Informationen lassen sich darüber nicht finden. Aber es ist so alles typische vorhanden was darauf schließen lässt.
Der gemeinsame Waschraum, Spinde, die Großküche, die Doppelstockbecken…außen sind Tischtennisplatten, Finnhütten und ein kleiner Garten vorhanden.
Im Bereich Küche hat es auch schon einmal gebrannt und das Pappdach im langgestreckten Flachbau der Unterkunft gibt auch langsam nach.

 

Kinderferienlager

Dieses Ferienlager liegt idyllisch und abgelegen an einem See. Früher verbrachten hier einmal über 1.000 Kinder jeden Sommer ihre Ferien.
Die meisten von ihnen kamen aus Familien die dem „Spitzelverein“ der DDR dienten. Viel erfährt man nicht mehr vom früheren Lagerleben, aber es soll wohl etwas anders gewesen sein als in den zivilen Lagern. Die Werte des Sozialismus wurden den Kindern hier schon früh nahe gebracht.

Interessantes gibt es hier kaum noch, alles ist entkernt. Die vielen kleinen Bungalows im Wald sind allesamt leer und teilweise zerstört.
Die Dokumentation beschränkt sich daher auch auf den Speisesaal und angrenzende Gebäude.

Ferienlager Blauer W50

Wir besuchten eins der vielen DDR Ferienlager in unserer Region, dieses hatte als Träger einen großen stattlichen Betrieb.

Im Vergleich zu vielen anderen dieser Anlagen, war es relativ groß und hatte alles zu bieten was der DDR Urlauber brauchte. Einen kleinen Bungalow für sich und die Familie, die Verpflegung in der Kantine, größere Bungalows für Klassenfahrten, eine Sauna und den Waschbungalow. Für die Freizeit gab es Tischtennis, Klettergeräte, einen Volleyballplatz und eine kleine Bühne für Vorführungen oder man ging zum nahen See baden.

Nach der Wende betrieb die Kommune das Lager weiter. Einen Neunanfang mit einem Besitzerwechsel, Anfang der 2000er Jahre gelang dann aber nicht. Als Erholungszentrum für Familien- und Kinder konzipiert, sollte es Klassen, Vereine oder Familien anlocken. Aber das gelang nicht mehr, da vielen den Oststandard, der hier noch vorhanden war, nicht mehr gefiel und die Anlage wurde geschlossen und schlummert jetzt vor sich hin.

Warum hier dann am Ende aber noch ein Blauer Tankwagen W50 auf dem Gelände steht, erschließt sich uns nicht.

Ferienlager Weihnachtsbaum

Hotels_FW_BeitragHier sind schon lange keine Gäste mehr gewesen um schöne Ferien zu machen. Wann das Aus kam, lässt sich nur erahnen. War die letzte große Feier Weihnachten? Oder warum steht der Baum noch halb geschmückt in der Küche? Oder war es nur Faulheit ihn anders zu lagern.
„Schwebende“ Tische und Stühle im großen Saal deuten auf eine tolle Feier hin, oder waren es am Ende nur Randalierer die das Chaos verbreiteten?

In den Unterkünften regiert ebenfalls das Chaos, die Möbel stehen durcheinander neben den Betten. Auch als Schulungszentrum wurde das Gelände scheinbar noch genutzt, Räume mit Schultafeln deuten darauf hin.
Ein Investor erwarb das Lager vor einigen Jahren und wollte hier wieder ein Feriendomizil errichten, als er den Zustand der Gebäude sah, war er schockiert. Vielleicht hat ihn bald darauf auch der Mut verlassen, denn passiert ist bisher nichts.

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Ferienlager an der Mühle

Wir laufen durch den Wald auf der Suche nach dem Ferienlager und sehen plötzlich ein paar Häuser zwischen den Bäumen auftauchen. Hier lag es also einmal, inmitten eines militärischen genutzten Gebiets. Das Ferienlager der Grenztruppen der NVA.
Laut einem Augenzeugen wurde es, Ende der 1980er Jahre, wohl auch als Gästeunterkunft benutzt.
Die Nutzung ist schon einige Jahre eingestellt und der Vandalismus hat Einzug gehalten. Die Gebäude sind undicht und die Natur holt sich langsam ihr Areal wieder zurück.
Ich fand den Verfall schon wieder „genial“.

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Pionierlager Verteidigungsminister

Dieses Zentrale Pionierlager hat seine Ursprünge schon in den 1920er Jahren und trägt den Namen eines Verteidigungsministers.

An dieser Stelle entstand ein Zeltlager für einen Jugendbund aus Berlin. Später wurden Holzhütten im Bungalowstil errichtet. Der Krieg ließ das Gelände verwaisen, die Natur eroberte das Gebiet zurück.
Die Pionierorganisation der DDR entdeckte diesen schönen Platz für sich und eröffnete einige Jahre nach ihrer Gründung dieses „Zentrale Pionierlager“.
Nach und nach wurde erweitert, massive Häuser gebaut. Im Sommer kamen die Pioniere um sich zu erholen und in den Wintermonaten kamen die Erwachsenen und erhielten hier Schulungen und Ausbildungen.

Träger waren ein Forstbetrieb des Nachbarortes und ein großer VEB einer Bezirksstadt.

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Ein paar Jahre nach der Wiedervereinigung endete dann die Nutzung. Vor einigen Jahren wurden Teile des Lagers wiederbelebt und als Freizeitanlage betrieben.

Ferienheim Plaste

Hier erholten sich zuletzt die Kinder von VEB-Mitarbeitern.
Jetzt sind die Gebäude verfallen und vom Schimmel durchzogen.
Ein Besuch ist nun eher Risiko als Erholung.

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