Archiv der Kategorie: Ferienlager

Ferien im Europagarten

Dieses Urlauberdorf wurde in den 1970er Jahren errichtet. Es gab einen Bürotrakt mit Kantine und einige kleine Lauben, sowie ein Bettenhaus im DDR Leichtbaustil.
Nach der Wende wurde hier modernisiert aber der Komfort entsprach ja immer noch dem DDR Standard. Deshalb wurde hier scheinbar versucht andere Übernachtungsgäste zu finden. Ziel waren Monteure die hier in der Gegend oder in der Hauptstadt zu tun hatten und eine kostengünstige Bleibe suchten.
Natürlich waren auch andere willkommen, aber wie es scheint ging dieser Plan nicht auf, oder ein anderer Umstand sorgte hier für die Aufgabe. Da in der Küche fast alles stehen und liegen gelassen wurde, lässt das auf überstürztes Verlassen schließen. Auch viele alte Unterlagen sind noch zu finden.
Hier hat Vandalismus auch schon dafür gesorgt, das im Haupthaus fast alles zerstört wurde. Aber in den Lauben und im Bettenhaus fanden wir wunderbaren Verfall.

Zentrales Pionierlager

Auf dem gesamter Gebiet der DDR gab es zentrale Pionierlager, dieses hier liegt in einem der Mittelgebirge, recht malerisch am Stadtrand. Es gab immer einen Trägerbetrieb für dies Lager, hier war ein Chemiegigant dafür verantwortlich. Knapp 1.000 Pioniere und FDJler konnten hier ihre sozialistisch geprägten Ferien verbringen. Auch aus den Bruderländern kamen die Gäste.
Heute schwärmen die Kinder und Betreuer immer noch von den vielfältigen Unternehmungen in diesem Lager.
Die Versorgung fand etwas abgelegen von den Unterkünften statt. Heute ist das alles fast gar nicht mehr erkennbar und man denkt das es 2 verschiedene Orte sind weil alles mittlerweile in einem dichten Wald steht.
Es gab ca. 30 kleine Häuser, auf alten Postkarten ist auch ein Zeltlager erkennbar. Auch existierte ein Freibad mit Sprungturm, welches mittlerweile abgerissen ist. Das Wasserwerk dafür steht noch. Ein Baracke für die Versorgung und wir denken auch für den „Propaganda“ Unterricht, denn hier finden wir noch einige Schautafeln aus sozialistischen Zeiten. Heute prangt noch ein Schild „Freizeitcenter“ am Eingang, das sicher noch aus den Nachwendezeiten stammt. Dazu dann noch die obligatorischen Waschräume, die nach Berichten nicht immer warmes Wasser „anboten“.
Oben auf dem Berg befand sich der große Speisesaal mit Heizwerk und noch ein paar Baracken, unter anderem für die medizinische Versorgung und ein größerer Bau der wohl später noch eine Zeitlang für Ferien genutzt wurde.

Über die Nutzung nach der Wende konnten wir nichts mehr in Erfahrung bringen, aber scheinbar hat das Lager nicht lange überlebt. Die einfachen Unterkünfte sind so marode und lassen auf rund 30-jährigen Leerstand schließen.
Oben im Lager scheint es so, das noch etwas länger versucht wurde hier ein Feriendomizil zu betrieben, aber die Bürger wollten die weite Welt sehen und nicht in miefigen alten Pionierlagern den Urlaub verbringen.
Im Keller der Kantine, fanden wir überdimensionierte Nachrichtentechnik nebst Büro, bei der wir vermuten das auch hier ordentlich gelauscht wurde.

Ferienlager halbierter Ast

Ein großes DDR Kombinat betrieb hier ein Kinderferienlager. Für die Eltern war dieser Aufenthalt fast kostenlos und für die Kinder meist ein großes Vergnügen.
Mit heutigem Standards kann man das sicher nicht mehr vergleichen, aber in den einfachen Hütten hatte die meisten Kinder ihren Spaß. Im Haupthaus wurde gekocht, und gegessen und auch die Waschräume waren hier untergebracht. Nebenan auf einem kleinen Grundstück gab es die laubenähnlichen Unterkünfte. Sie waren, DDR unüblich, mit halbierten Ästen verziert. Das gab den Lauben dann doch noch einen anderes Aussehen.

Heute macht das Grundstück einen verwahrlosten Eindruck mitten in dem kleinen Dorf und ist dort als Schandfleck bekannt. Ich wurde gefragt ob ich das kaufen möchte und erfuhr von einer älteren Dame, die nebenan wohnt, das diese dort einmal in der Küche gearbeitet hatte. Vor ein paar Jahren dann die letzte Nutzung, als hier eine Mutter mit ihren Kindern Quartier bezog. Ob legal oder nicht wusste die Dame nicht und war letztendlich froh das die Familie hier nicht länger unter diesen Umständen leben musste.

Ferienlager Peugeot

Inmitten eines aufstrebenden Ortes, an einem kleinen See, blieb diese Zeitkapsel erhalten.
Im Sommer sicher total zugewachsen wird man das alte Ferienlager kaum mehr erkennen. Der Winter ließ es zu das man es fast gefahrlos erkunden konnte. Die Bungalows waren massiv gebaut, was so nicht immer üblich war. Die Bauweise ähnelte sich, es gab in jeder Abteilung ein Wohnzimmer, 2 kleine Schlafzimmer, sowie Küche und Bad.
Ein Gemeinschaftssanitärbau, der schon eingestürzt ist, rundet die Anlage ab. Sicher einmal ein idyllischer Ort, jetzt ist es aber trostlos hier. Vandalismus hat dem Lager zugesetzt und auch der Zahn der Zeit nagt an der Substanz, wie es schien ist hier seit über 20 Jahren nichts mehr passiert.

Das Haus am See

ist Bestandteil eines kleinen Betriebsferienlagers im Wald.

Die Lage kann man als idyllisch bezeichnen, mitten im Wald und wenn man bis zum Ende der Anlage  geht erscheint ein kleiner See. Wir hatten hier eine tolle Erkundung, die warme Abendsonne tauchte diesen Ort in ein weiches Licht.
Leider wurde hier nichts zurück gelassen was auf die frühere Trägerschaft hinweist.

Das Hauptgebäude ist aber etwas besonderes. Es erinnert von seiner Bauweise an ein altes Holzhaus in Russland mit vielen aufwendigen Verzierungen.
Weiterhin gab es 4-5 Bungalows, einen kleinen Spielplatz und eine Sanitärhaus. Sicher war dieses kleine Schmuckkästchen sehr beliebt gewesen bei den Werktätigen. Heute ist es nur noch ein verlassener Ort im Wald der langsam verfällt.

Ferienpark Seeblick

Wer früher Ruhe und Abgeschiedenheit in malerischer Landschaft suchte war hier genau richtig.

War das aber auch der Grund warum der letzte Betreiber des Ferienparks am Ende nicht lange durch hielt? Scheinbar nur eine Saison war hier Betrieb, was waren die Gründe der Schließung? Es gab eigentlich alles für einen gelungenen Familienurlaub, einfach eingerichtete Lauben die idyllisch auf dem Gelände verteilt waren. Eine Gaststätte, wenn man mal nicht selber kochen will. Für Spiel, Spaß und Freizeit war gesorgt. Das Baden im Stausee war für groß und klein gedacht. Rutsche für die Kinder, der Vater konnte Angeln und die Mutter in der Sonne liegen. Es könnte am DDR Schick gelegen haben, der scheinbar nicht mehr angesagt ist.

Leider konnten wir über die frühere Funktion nichts heraus finden.

FDGB Moosteppich

In den 1970er Jahren wurde dieses Ferienheim fertig gestellt und war fortan ein Urlaubsdomizil des FDGB.

Es war ein sehr beliebtes Ferienziel, denn es bot Wassernähe, viele Sportmöglichkeiten, Gaststätte und Cafe für die über 400 Gäste. Selten gab es hier einen Platz für die DDR Arbeiter, die aus allen Bezirken hierher kamen, die es hierher schafften waren froh darüber.

Nach der Wende wurde die Anlage als Urlaubsobjekt weiter betrieben, aber jetzt wollten die Leute lieber das Ausland erobern als hier in der Einsamkeit die schönsten Tage im Jahr zu verbringen. Über 10 Jahre schon steht alles leer und verfällt immer weiter.

Der kleine Waschbär war neugierig was wir hier machen und trottete hinter uns her. Der letzte der sich scheinbar noch für das Objekt interessiert.

 

Ferienlager Quirl

Das war einmal eine Ferienlager eines großen Industriebetriebes der Region.

Im Sommer ist dieses Lager ziemlich zugewachsen und kaum zu erkunden, deshalb schauten wir mal im Winter vorbei. Das Versorgungsgebäude ist noch ganz gut ausgestattet, Küche und Geschirr ist vorhanden. Auf dem Gelände sind einige kleine Bungalows verteilt, der Zugang ist oft durch Dornen „gesichert“. Scheinbar stört es auch keinen wenn man sich hier auf hält, die Nachbarn gaben noch Tipps zum Erkunden, das hat man selten.
Das Lager ist nach der Wende sich selbst überlassen worden und durch seine Lage im Wohngebiet noch nicht so stark zerstört wie viele andere dieser Art.

Ferienlager im Wald

Was stand hier früher einmal? Die vorgefundene Anlage sieht wie ein längst verlassenes DDR Ferienlager aus. Genauere Informationen lassen sich darüber nicht finden. Aber es ist so alles typische vorhanden was darauf schließen lässt.
Der gemeinsame Waschraum, Spinde, die Großküche, die Doppelstockbecken…außen sind Tischtennisplatten, Finnhütten und ein kleiner Garten vorhanden.
Im Bereich Küche hat es auch schon einmal gebrannt und das Pappdach im langgestreckten Flachbau der Unterkunft gibt auch langsam nach.

 

Kinderferienlager

Dieses Ferienlager liegt idyllisch und abgelegen an einem See. Früher verbrachten hier einmal über 1.000 Kinder jeden Sommer ihre Ferien.
Die meisten von ihnen kamen aus Familien die dem „Spitzelverein“ der DDR dienten. Viel erfährt man nicht mehr vom früheren Lagerleben, aber es soll wohl etwas anders gewesen sein als in den zivilen Lagern. Die Werte des Sozialismus wurden den Kindern hier schon früh nahe gebracht.

Interessantes gibt es hier kaum noch, alles ist entkernt. Die vielen kleinen Bungalows im Wald sind allesamt leer und teilweise zerstört.
Die Dokumentation beschränkt sich daher auch auf den Speisesaal und angrenzende Gebäude.