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VEB Holz

Das war einmal ein altes Sägewerk das hier über 100 Jahre produzierte. Zuletzt Holzwolle als VEB.
Ein verlassener Ort wie wir ihn lieben. Viele alte Maschinen mit teilweise sehr schönem Verfall, Unberührtheit und kaum Vandalismus.

VEB Holzkombinat

Der VEB produzierte hier Bodenbeläge aus Holz. Der Betrieb hatte eine lange Tradition, die bis in die 1930er Jahre zurück reicht.  Ein Sägewerk und ein Bahnanschluss gehörten einstmals dazu.

Jetzt lässt sich von der früheren Bedeutung nichts mehr erkennen, die Produktionshallen sind allesamt leer oder eingestürzt.
Der Betrieb scheint schon kurz nach der Wende geschlossen worden zu sein, der Zustand der Gebäude lässt jahrelangen Leerstand erahnen.

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Holzindustrie

Bevor die Holzindustrie das Gelände nutzte, wurde hier ein Schießplatz errichtet.
Auf einer 10.000 m langen Schießbahn wurden Panzergeschosse getestet. Ab 1893 gehörte das Testgelände der Firma Krupp in Essen und diese nutzte den Schießplatz bis zum Ende des Ersten Weltkrieges.

1918 begann die zivile Nutzung durch einen Landmaschinenbetrieb der Gartenmöbel produzierte.

Nach 1933 dann wieder eine militärische Ausrichtung der Produktion. Waffen- und Munitionskisten sowie Kasernenmobiliar machten einen wesentlichen Teil der Fertigung aus.

Nach dem Zweiten Weltkrieg schwenkte der Betrieb wieder auf die zivile Nutzung um.
Jetzt gehörten Bauelemente und Möbel zum Programm. Ab 1950 konzentrierte sich der Betrieb auf Holzmöbel, -fenster und -türen und wurde zum VEB.

Mit dem Niedergang der DDR wurde der Betrieb wieder privatisiert und die Holzverarbeitung ging unter verschiedenen Namen weiter.
Der Großteil des Geländes ist bereits seit Jahren aufgegeben, steht leer und verfällt. Brände und Vandalismus gaben ihm den Rest. Leider wurde auch eine schöne Holzvilla Opfer der Flammen.

Jetzt ist hier nicht mehr viel zu sehen. Der Rundgang war dann auch schnell beendet, hier aber doch ein paar Eindrücke.

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VEB Spanplatte

Früher wurden hier Spanplatten hergestellt und am Ende Dämmplatten.

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Holzverarbeitung und Waffenkisten

An diesem Standort, irgendwo in den Weiten der Lausitz war schon immer eine Holzverarbeitung zu Hause. Hier fertigte man Möbel und wohl auch Waffenkisten. Einige schlummern auf einem Haufen auf dem Gelände, die Aufdrucke in kyrillischer Schrift weisen den früheren Nutzer aus. Ein nah gelegener Flugplatz, der zuletzt von der GSSD genutzt wurde, könnte der Abnehmer gewesen sein.

Auch Holzspielzeug und Echtholzmöbel wurden hier produziert. Zu DDR Zeiten waren hier 20 – 30 Mitarbeiter beschäftigt, wie wir von einem Ortschronisten erfuhren, der sich mal wieder das Gelände ansah. Er erzählte uns vom Raub der Maschinen und Kabel vor wenigen Jahren. So kamen wir wieder einmal zu spät, um vielleicht einen schönen Maschinenpark ablichten zu können.

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Holzverarbeitung Spanplatte

Hier war einmal ein traditionsreiches Unternehmen für Holzverarbeitung angesiedelt. Gegründet wurde der Betrieb 1906. Als der Besitzer 1952 das Land verließ, wurde das Werk in einen VEB umgewandelt. Neben Dachstühlen und Spanplatten wurden hier auch Musterhäuser hergestellt, die als Reparationsleistungen in die Sowjetunion gingen.

Das Aus kam dann nach der Wende, als der Klage auf Rückübertragung statt gegeben wurde und die Miete zu hoch war. Dadurch verloren die 150 Mitarbeiter ihre Arbeitsstätte.

2017 waren wir wieder einmal hier, alles noch beim Alten. Aber leider war die Mückenplage so groß das wir vorzeitig fliehen mussten.

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Sägewerk an der Autobahn

Das sind die Reste eines ehemaligen Sägewerks, welches kurz nach der Wende seinen Betrieb einstellte. Großspurige Pläne für das Gelände sind nie verwirklicht worden.
Sie reichten von einem Luxushotel mit Casino, über einem Autohof. Eine zwischenzeitliche Nutzung des Areals war das Lagern von Bauschutt für eine Recyclingfirma.
Spuren des angefangenen Umbaus, an den 2 noch vorhandenen Gebäuden sind zu sehen. Einzige Erinnerung an das frühere Sägewerk ist der Wasserturm und ein paar Mauerreste im Gestrüpp. Dazu noch ein alter Ordner mit Unterlagen von 1957, der im Sand eines Gebäudes lag.

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Möbelfabrik

Früher Bestandteil einer Tuchfabrik, wurde hier Mitte des 20. Jahrhunderts eine Möbelfabrik eingerichtet. Nach der Wende versuchte ein Investor eine Möbelproduktion aufzubauen, aber schon nach 4 Jahren war Schluss. Auffallend viele Akten, teils mit vertraulichen Daten, liegen noch in den Räumen.

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