Archiv der Kategorie: Landwirtschaft

VEB Kartoffel

Dieser Betrieb hat eine lange Tradition, begonnen wurde hier vor 150 Jahren mit der Herstellung von Dampfgeräten für verschiedenste Bereiche.

Die Weiterentwicklung zu Kartoffeldämpfern erfolgte zu Beginn des 20. Jahrhunderts und die Firma wuchs auf rund 100 Beschäftigte an.
Nach dem Krieg dann die Gründung eines VEB, hier wurde das Sortiment immer weiter entwickelt, ein wichtiger Baustein in der Versorgung der DDR Bürger.

In den folgenden Jahren wurde weitere Betriebe, die sich mit landwirtschaftlichen Geräten beschäftigten eingegliedert. Die weiteren Unternehmensbemühungen waren der Verarbeitung der Kartoffel gewidmet. Die benötigten Maschinen und Lagerhäuser dafür, wurden in diesem Betrieb gebaut.

In den 1970er Jahren erfolgte dann die Eingliederung in ein Kombinat, zu dieser Zeit waren hier 500 Leute beschäftigt.

Nach der Wende ist ein noch heute erfolgreicher Betrieb entstanden, der  weiterhin Geräte für die Landwirtschaft fertigt.
Dieser besuchte Betriebsteil allerdings wurde nicht mehr gebraucht und verfällt seit vielen Jahren.

Kraftfuttermischwerk

Ein gigantischer Klotz erhebt sich hinter den Bäumen. Wie wir dann später erfahren war das mal ein Kraftfuttermischwerk. Aber in solchen Ausmaßen haben wir das auch noch nicht gesehen. Am Ende ging es 13 Etagen bis ganz nach oben. Man sieht die Treppe auf dem letzten Bild. Unterwegs gab es immer wieder mal die technischen Anlagen zu bestaunen, auch die riesige Schalttafel lässt die Dimensionen erkennen. Zwischendurch auch 4-5 Etagen ohne besondere Ausblicke.
Dieses Mischwerk war eines von vielen modernen die in den 1970er Jahren in der DDR erbaut wurden und einen hohen Automatisierungsgrad besaßen. Ziel war es den hohen Futterbedarf der Tierproduktion aus eigener Kraft zu decken.

VEB Getreidewirtschaft

Die Getreidemühle in einem kleinem Dorf hatte nun schon länger unsere Aufmerksamkeit. Bisher immer gut verschlossen trotze sie auch einem offiziellem Antrag, als wir aber mal wieder in der Gegend waren ergab sich ein Schlupfloch.
Die Beschriftungen an den Maschinen sprechen von einem VEB Getreidewirtschaft in der Region. Der Kalender im Büro datiert auf das Jahr 2000. Viel mehr können wir nicht über die Mühle sagen. Es gab wohl auch mal eine kleine Gastwirtschaft im Haus, die Räume wurden aber zuletzt wohl eher als Wohnung genutzt.

Die abgebrannte Mühle

Wie der Name schon sagt hatte diese Mühle mit vielen Bränden zu kämpfen. Die gesamte Geschichte prägen Vernichtung und Neuanfang. Errichtet wurde sie hier an einem Bach Mitte des 19. Jahrhunderts. Modernisierungen folgten, unter anderem wurde hier eine Wasserturbine in den 1920er Jahren eingebaut.

Der Enteignung nach dem 2. Weltkrieg folgte die Eingliederung in die ortsansässige LPG, Nebengebäude wurden für Verwaltung und die Mühle selbst zur Herstellung von Futtermitteln genutzt.
Nach der Wende wurden die wertvollsten Maschinen verkauft und das Gelände verkauft. Der letzt Brand zerstörte einen Teil der Mühle nach der Jahrtausendwende.
In diesem Zustand besuchten wir die Mühle.

Gärtnerei zum Kleinbus

Dieser Teil der Gärtnerei bestand hier bis in die 1990er Jahre. Früher war die Gärtnerei ein Teil eines VEB. Dann wurden die großen Gewächshäuser nicht mehr genutzt und verfallen oder sind dem Vandalismus ausgesetzt. Kaum eine Scheibe ist noch intakt.
Seit dieser Zeit wird das Gelände zur Nutzung angeboten, ein Interessent für die 33.000 m² fand sich scheinbar nicht, aber ein Autohandel hat sich hier einen kleinen Teil zur Nutzung gesichert.

Wir fanden hier das Zusammenspiel zwischen Sonne und den reflektierenden Folien sehr reizvoll. Außderdem musste man aufpassen wo man hin trat, die ehemaligen Unterlagen für die Blumentöpfe tragen einen jedenfalls nicht.

Futter für die DDR

Die Ursprünge dieses Standortes gehen auf die NS Zeit zurück.
Die vielen Speicherhäuser hier sind aus Beton und sollten einem Angriff aus der Luft standhalten.

Nach dem Krieg wurde das Areal von der DDR weiter genutzt und ausgebaut. In den 1950er Jahren startete hier ein großes Mischwerk für Tierfutter die Produktion. Modernisierungen folgten in den Folgejahren und es entstand ein hoch industrialisiertes Werk das in der DDR ein hohes Ansehen genoss. Zudem war die Produktion des Futters hier wichtig für die gesamte Tierproduktion der DDR.
Eine Weiterführung des Betriebes nach der Wende gelang nicht heute stehen die Vielen Gebäude leer und sind in noch erstaunlich gutem Zustand, was das Thema Vandalismus und Schmierereien betrifft.

Eigentlich hatten wir hier keine großen Erwartungen, der Tag in dieser Stadt war ja bisher eher ernüchtern verlaufen, aber was sich dann hier auf dem Gelände zeigte begeisterte uns dann doch sehr. Das macht den Reiz des Hobbys aus. Am Ende der Erkundung waren wir ziemlich k.o. Da es immer bis ganz nach oben ging und das waren immerhin meist 4-5 Stockwerke.

Ihr Landschaftsgärtner

Am Rande einer Kleinstadt war einmal dieser Landschaftsgärtner beheimatet. Jetzt ist nicht mehr viel übrig geblieben als diese verlassenen Firmenräume. Wie lange hier der Betrieb schon ruht wissen wir nicht. Nebenan stehen noch 3 große Garagen wo wahrscheinlich früher einmal der Fuhrpark untergebracht war. Jetzt schlummert hier ein alter Wartburg und eine Abkantbank vor sich hin.

Im Verwaltungsbau aus DDR Zeiten kein besseres Bild, die Kantine zerschlagen, ein kleiner Tresor, geöffnet und leer. Einige Dokumente gammeln vor sich hin. Uns bleibt hier nur das Szenario zu dokumentieren.

Gärtnerei Dauergrün

Zu DDR Zeiten gehörte diese Gärtnerei zu den größten und leistungsstärksten im Bezirk. Die riesige Anlage mit Wohnhäusern, Verwaltung, Heizhaus und anderen technischen Anlagen konnte aber nach der Wende nicht erhalten werden und zerfiel.

Viele der Gebäude werden jetzt mit anderen Funktionen nachgenutzt. Auch eine Gärtnerei hat sich gehalten, der hier dokumentierte Teil ist aber gerade im Rückbau, da auch die Anlagen zu groß waren bzw. der Absatz aus blieb.

Saatgutlager und Futtermittel

Wieder entpuppte dieser „fast“ Zufallsfund sich als Fundgrube, die viele Motive bot und viel Platz zum Erkunden bereit stellt. Entdeckt über Satellitenbilder schauten wir auch hier mal nach und fanden ein riesiges Gelände, das früher einmal ein VEB Saatgutlager war. Nachwendliche GmbH Umwandlungen hielten scheinbar auch nicht lange durch, Modernisierungen konnte man nicht aus machen.
Auch Kraftfutter wurde hier einmal hergestellt.

Einige der großen Hallen waren verschlossen und andere wiederum leer. Das Gelände war größtenteils geräumt aber für uns warteten doch noch viele Motive, wie die alte DDR Zapfsäule oder alte Schalter und Beschriftungen. Aber seht selber…

Bockwindmühle

Eigentlich ist diese Mühle nur noch ein großer Haufen aus Holz und Stahl. Warum sie noch in diesem Zustand ihr Dasein fristet ist unbekannt. Auf älteren Bildern ist sie schon stark beschädigt, aber noch standfest.

Die Bockwindmühle ist der älteste Windmühlentyp in Europa. Die Mühle steht auf einem einzelnen dicken Pfahl, der senkrecht auf einem hölzernen Stützgestell, dem Bock befestigt ist. Auf dem Bock kann die gesamte Mühlenmaschinerie mittels der Hebelwirkung des Außenbalkens in den Wind gedreht werden. Diese Methode ist jedoch bei wechselnden Windrichtungen nicht optimal und sehr beschwerlich.