Archiv der Kategorie: Lebensmittel

Die Milchproduktion

Diese riesige Anlage zur Milchgewinnung wurde vor rund 40 Jahren eröffnet. Sie war hauptsächlich zur Versorgung der DDR Hauptstadt mit Milch gedacht. Auch halfen hier Spezialisten aus der Sowjetunion beim Aufbau. Viele Jahre wurde hier gearbeitet und hunderte Kühe standen in den Boxen.

Die Schließung erfolgte dann durch das Amt. Nach Kontrollen des Veterinäramtes wurden zuerst Auflagen erteilt, die Haltung der Kühe zu verbessern. Aber weitere Besichtigungen ließen keine Besserung erkennen und die Tierhaltung wurde von Amts wegen vor einem Jahr untersagt.

Wir waren noch nie in einer solch riesigen Anlage, seid froh das es keinen Geruch im Internet gibt. Wohl fühlen sieht anders aus, auch weil das Gelände noch von der Landwirtschaft genutzt wird. Die Anlage hat eine Kantenlänge von 260m x 120m und somit über 30.000m² Nutzfläche, rund 5 Fußballfelder hätten darin Platz.
Am Ende der Anlage eine riesige Halle mit 2 Förderbändern, die zur Versorgung mit Futter dienten. Auch 2 Melkkarussels gab es, eins wurde schon in Teilen demontiert.

VEB Pekina

Hier wurde Pektin hergestellt, das für die Produktion von Marmeladen und Gelee verwendet wurde.
Nach dem Krieg war dieser Standort dem VEB Orgema (Obst-Gemüse-Marmelade) zugeordnet. Hier wurde bis 1990 produziert. Heute stehen hier nur noch weitestgehend leere Gebäude und eingestürzte Mauern. Die alte Produktionsstätte erzählt kaum noch etwas über seine Vergangenheit. Ein paar Behälter oder Etiketten liegen noch herum. Das alte Verwaltungsgebäude ist auch schon teilweise eingestürzt.
Vor über 10 Jahren versuchte die Stadt die Fläche der Natur zurück zu geben, aber der damalige Verwalter stimmte dagegen. Er war der Meinung das sich hier wieder Industrie ansiedeln konnte, aber wie es sich gezeigt hat ist bis heute nichts passiert. So holt sich die Natur das Gelände alleine zurück, das wird wohl etwas länger dauern ist aber in vollem Gang.

Die kleine Molkerei

Leider konnten wir vor Ort und im Netz keine relevanten Informationen über diesen ehemaligen Betrieb heraus finden.

Früher gab es hier im Ort mal eine Bahnverbindung mit Haltepunkt, die aber seit Mitte der 1995 Jahren nicht mehr existent ist.
Um was handelt es sich hier aber? Wir denken auf Grund der gefundenen Einbauten an eine Molkerei. 3 geflieste Becken und ein offener Stahlbehälter deuten auf so etwas hin. Weiterhin wurde scheinbar auch viel Wärme gebraucht, die Heizanlage war schon groß dimensioniert. Das Verwaltungsgebäude war innen demoliert und Teile der Anlage werden auch heute noch als Abstellplatz für Fahrzeuge genutzt. Es gab keine Modernisierung nach der Wende, alle Einbauten stammen noch aus der DDR Zeit. Deswegen wird die Schließung auch kurz nach der Wende zu datieren sein.

Der Verpackungsbetrieb

Hier wurden bis vor 5 Jahren noch Verpackungen für Lebensmittel produziert. Der Betrieb begründete die Schließung mit der sinkenden Nachfrage nach solchen Verpackungen. Rund 200 Mitarbeiter waren hier beschäftigt und wurden ihre Jobs los. Übrig bleibt ein anderer Standort in Deutschland, der die volle Produktion übernehmen kann.
Was aus diesem Gelände nun gemacht wird ist noch nicht so sicher, Pläne des neuen Eigentümers hier Wohnungen zu bauen, sind noch nicht umgesetzt zu werden. Benachbarte Industrie verhindert das wohl.
Jedenfalls sind die alten Produktionshallen komplett leer geräumt, keinerlei Maschinen sind mehr vorhanden. Nur noch die Technik für den Hallenbetrieb ist vorhanden. Die Verwaltung ist auch leer geräumt, ein paar Stühle und Hinterlassenschaften in der Kantine zeugen von den letzten Arbeitern die hier tätig waren und Pause machten.

 

VEB Malzfabrik

Die Malzfabrik wurde Ende des 19. Jahrhunderts gebaut und begann mit der Herstellung von Malz und Nebenprodukten. Eine Vergrößerung und Umwandlung in eine AG erfolgte in den 1930er Jahren. Nach 1945 dann die Enteignung und Gründung eines VEB. Die Schließung erfolgte dann gleich nach der Wende, Ende 1990.

Der jetzige Besitzer musste diese Fabrik beim Kauf einer anderen, mit dazu nehmen und wollte hier eigentlich nie weiter machen. Die Pläne zu einer anderweitigen Nutzung konnten auch nie umgesetzt werden.
Außer einer Abrissfirma war hier keiner mehr aktiv. Diese holte alles Wertvolle hier raus und riss Teile der Gebäude ab.

 

VEB Getreidewirtschaft

Die Getreidemühle in einem kleinem Dorf hatte nun schon länger unsere Aufmerksamkeit. Bisher immer gut verschlossen trotze sie auch einem offiziellem Antrag, als wir aber mal wieder in der Gegend waren ergab sich ein Schlupfloch.
Die Beschriftungen an den Maschinen sprechen von einem VEB Getreidewirtschaft in der Region. Der Kalender im Büro datiert auf das Jahr 2000. Viel mehr können wir nicht über die Mühle sagen. Es gab wohl auch mal eine kleine Gastwirtschaft im Haus, die Räume wurden aber zuletzt wohl eher als Wohnung genutzt.

Molkerei Farn

Hier wurde mal eine kleine Molkerei betrieben.
Wie lange dieser Standort schon geschlossen ist und wann die Produktion begann, konnten wir nicht mehr heraus finden. Vor Ort sind die meisten Einbauten entfernt und die leere Hülle wartet auf eine Nutzung. Erste Abrisspläne sind vom Tisch, ein Einkaufsmarkt hat sein Interesse bekundet aber dann wieder zurück gezogen.
Der Verfall deutet auf einen Jahrzehnte langen Leerstand hin.

Die abgebrannte Mühle

Wie der Name schon sagt hatte diese Mühle mit vielen Bränden zu kämpfen. Die gesamte Geschichte prägen Vernichtung und Neuanfang. Errichtet wurde sie hier an einem Bach Mitte des 19. Jahrhunderts. Modernisierungen folgten, unter anderem wurde hier eine Wasserturbine in den 1920er Jahren eingebaut.

Der Enteignung nach dem 2. Weltkrieg folgte die Eingliederung in die ortsansässige LPG, Nebengebäude wurden für Verwaltung und die Mühle selbst zur Herstellung von Futtermitteln genutzt.
Nach der Wende wurden die wertvollsten Maschinen verkauft und das Gelände verkauft. Der letzt Brand zerstörte einen Teil der Mühle nach der Jahrtausendwende.
In diesem Zustand besuchten wir die Mühle.

Wasserwerk des Hospitals

Dieses Wasserwerk versorge einstmals ein Hospital mit den nötigen Wasser.
Der letzte Nutzer war die GSSD, die bis zu ihrem Abzug hier ein Lazarett betrieb.

Erbaut wurde das Wasserwerk schon viel früher, wir nehmen an das mit der Entstehung des Areals errichtet wurde, also Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Baustil des Gebäudes deuten ebenfalls auf diese Zeit hin.
Eine Modernisierung erfolgte scheinbar in den 1970er Jahren, die Herstellerbezeichnung auf den Kesseln, des VEB Wasseraufbereitungsanlagen Rathenow zeigt das Baujahr 1978, das Fassungsvermögen der beiden Behälter betrug je 17.250 Liter. Auch ein viel größerer unterirdischer Wassertank wurde installiert.

Im Pumpenhaus zeugen einige Details von der letzten russischen Nutzung, so gab es in dem kleinen Wärterhaus, einen Schreibtisch, ein kleines Schränkchen und ein Bett. Wahrscheinlich war hier dauerhaft ein Bediener stationiert. Draußen befand sich ein typischen Pausenplatz für die Arbeiter. Das kleine Wasserwerk war rund herum mit einer hohen Mauer umgeben.

Das vergessene Wasserwerk

Dieser Teil des Wasserwerks wurde hier im Wald „vergessen“ und verfällt langsam. Die Gebäude dienten wahrscheinlich zur Filterung. Erbaut wurden sie zu Beginn des 20. Jahhunderts.

Da beim ersten mal die Dunkelheit doch zu schnell herein brach, kamen wir bei Sonne noch einmal wieder. Zu sehen ab Bild 15.