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Die abgebrannte Mühle

Wie der Name schon sagt hatte diese Mühle mit vielen Bränden zu kämpfen. Die gesamte Geschichte prägen Vernichtung und Neuanfang. Errichtet wurde sie hier an einem Bach Mitte des 19. Jahrhunderts. Modernisierungen folgten, unter anderem wurde hier eine Wasserturbine in den 1920er Jahren eingebaut.

Der Enteignung nach dem 2. Weltkrieg folgte die Eingliederung in die ortsansässige LPG, Nebengebäude wurden für Verwaltung und die Mühle selbst zur Herstellung von Futtermitteln genutzt.
Nach der Wende wurden die wertvollsten Maschinen verkauft und das Gelände verkauft. Der letzt Brand zerstörte einen Teil der Mühle nach der Jahrtausendwende.
In diesem Zustand besuchten wir die Mühle.

Wasserwerk des Hospitals

Dieses Wasserwerk versorge einstmals ein Hospital mit den nötigen Wasser.
Der letzte Nutzer war die GSSD, die bis zu ihrem Abzug hier ein Lazarett betrieb.

Erbaut wurde das Wasserwerk schon viel früher, wir nehmen an das mit der Entstehung des Areals errichtet wurde, also Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Baustil des Gebäudes deuten ebenfalls auf diese Zeit hin.
Eine Modernisierung erfolgte scheinbar in den 1970er Jahren, die Herstellerbezeichnung auf den Kesseln, des VEB Wasseraufbereitungsanlagen Rathenow zeigt das Baujahr 1978, das Fassungsvermögen der beiden Behälter betrug je 17.250 Liter. Auch ein viel größerer unterirdischer Wassertank wurde installiert.

Im Pumpenhaus zeugen einige Details von der letzten russischen Nutzung, so gab es in dem kleinen Wärterhaus, einen Schreibtisch, ein kleines Schränkchen und ein Bett. Wahrscheinlich war hier dauerhaft ein Bediener stationiert. Draußen befand sich ein typischen Pausenplatz für die Arbeiter. Das kleine Wasserwerk war rund herum mit einer hohen Mauer umgeben.

Das vergessene Wasserwerk

Dieser Teil des Wasserwerks wurde hier im Wald „vergessen“ und verfällt langsam. Die Gebäude dienten wahrscheinlich zur Filterung. Erbaut wurden sie zu Beginn des 20. Jahhunderts.

Da beim ersten mal die Dunkelheit doch zu schnell herein brach, kamen wir bei Sonne noch einmal wieder. Zu sehen ab Bild 15.

Back- und Fleischwarenkombinat

In einer alten Industriestadt gab es dieses Back- und Fleischwarenkombinat. Es ist schwer hier relevante Fakten zu recherchieren, keiner scheint etwas darüber für die Nachwelt festhalten zu wollen.
Also versuchen wir es.
Mit historischen Daten können wir nicht dienen, das Gebäude aus rotem Backstein scheint aber schon viele Jahre hier zu stehen. Zuletzt war hier dann das Kombinat ansässig. Oben findet man noch die alten Räucherofen für Fleisch, der markante Geruch liegt jetzt noch über dem Stockwerk. Im Keller dann die Backöfen für Brot und Brötchen. Die Heizöfen sind auch noch teilweise vorhanden.
Zuletzt hat hier mal ein Paintballverein seine Spuren hinterlassen.

Der Letzte macht das Licht aus

Wer kennt diesen Spruch nicht? Hier wurde er nicht eingehalten, in vielen Räumen und Gängen brennt noch das Licht. Keiner hat es beim Verlassen ausgeschaltet.

Dieser moderne Schlachtbetrieb wurde vor ein paar Jahren geschlossen, die Ausstattung und die Maschinen wurden verkauft. Zurück geblieben sind die großen Hallen und rund 200 Beschäftigte die als direkte- oder indirekte Mitarbeiter ihre Arbeit verloren.

Viel gab es hier nicht mehr zu Erkunden, da fast alles mitgenommen wurde was man unter Einbauten zählen kann. Warum aber der Fuhrpark hier noch steht, versteht man dann irgendwie auch nicht.

Die Mühlenperle

Diese Mühle wurde im Jahr 1911 errichtet. Wir entdecken den Klinkerbau schon von weitem da er eines der höchsten Gebäude im Ort ist. Wie viele Industrieanlagen aus dieser Zeit sieht man ihm die Liebe beim Bau an, nicht nur die reine Funktion stand im Vordergrund. Das macht den Reiz dieser Häuser aus, besonders fanden wir die Dachterrasse auf dem Siloturm, die aufwändige Verklinkerung der Außenfassade und die im gesamten Haus vorhanden Transmissionsanlage. Früher von einer Dampfmaschine angetrieben, verrichtete diese Arbeit später ein Elektromotor.

Als sich für uns die Türen öffnen, stehen wir in einer noch vollständig erhaltenen Mühle. Einer Perle und Zeitkapsel des 20. Jahrhunderts.
Bis in die 1980er Jahre war die Mühle in Privatbesitz, dann verließ der ehemalige Besitzer das Land und ein DDR Großbetrieb übernahm bis kurz nach der Wende die Produktion. Zuletzt wurde hier Futtermittel hergestellt. Der frühere Eigentümer kehrte zurück und kümmerte sich um den Erhalt der Mühle die jetzt verkauft wurde und der neue Eigentümer möchte die alten Gemäuern einer kulturellen Nutzung zuführen.

Bier aus der Burg

Dieser Brauereistandort hat eine über 100 Jahre lange Tradition, die Wende brachte aber schnell das Aus und seit dem ist hier nichts mehr passiert. Der Eigentümer weiß nichts mit dem Gelände anzufangen und hofft auf einen Verkauf.
Bis in die 1950er Jahre war die Bierproduktion hier noch in Privathand, aber auch hier wurde ein VEB gegründet, später dann die Eingliederung in eine große VEB Brauereikette der Region.

Mühle zur halben Million

Diese Mühle wurde das erste mal im 14. Jahrhundert erwähnt. Die lange Geschichte prägen Zerstörungen und baldiger Wiederaufbau. Hier wurden viele Säcke Getreide mit Hilfe der Wasserkraft gemahlen.
Nach Ende des 2. Weltkrieges ging die Mühle in staatliche Hände über und die Besitzer wurden enteignet.
Der Betrieb wurde kaum verändert und fungierte bis zum Ende dann als Futtermühle.

Die Getreidewaage, die hier vor vielen Jahren eingebaut wurde, ist bei 420.453 Wägungen stehen geblieben.

VEB Fischfabrik

Auf dem Gebiet der DDR waren viele Fischfabriken verteilt. Unter anderem wurde hier, viele Kilometer von der Ostsee entfernt, der Fang aus dem Meer verarbeitet. Warum das nicht gleich in Küstennähe geschah, erschließt sich uns nicht.

Dieser Betriebsteil wurde in den 1970er Jahren gegründet und produzierte hier bis 1990. Hohe Qualitätsstandards wurden hier eingehalten. Das Nachfolgeunternehmen ist auch schon lange nicht mehr tätig. Das Gebiet ist durchaus interessant für Immobilienentwickler, aber dieses Areal schlummert weiterhin vor sich hin.

 

Statt Süßes nur noch Saures

Hier wurde viele Jahre lang Marmelade hergestellt. Zu DDR Zeiten gehörte dieser Betrieb einem großen VEB an.

Eine Modernisierung um die Jahrtausendwende konnte nur noch ein paar Jahre Arbeit und Produktion sichern. Der Eigentümer zog sich zurück und nahm die modernen Anlagen mit. Davon übrig geblieben sind die großen leeren Hallen, 2 Stapler und ein Stück der Produktionsstraße.

Wir waren zuerst enttäuscht von den leeren Räumen, aber im hinteren Teil gab es dann noch alte Werkstätten und Lager mit Verfall zu sehen.

Jetzt stößt das ehmalig „süße“ Areal der Stadt „sauer“ auf, da hier scheinbar noch viele Stoffe lagern die ungeschützt das Erdreich verunreinigen. Ansprechpartner gibt es dafür aber nicht mehr.