Archiv der Kategorie: Lebensmittel

VEB Bako

BaKo ist die Abkürzung für Backwarenkombinat.
In vielen großen Städten der DDR gab es davon Betriebe, die dort natürlich Backwaren aller Art für die Bevölkerung herstellten.
Nach der Wende wurde viele privatisiert oder überlebten den Umbruch nicht.
Dieser Backbetrieb steht auch seit dieser Zeit leer.
Vandalismus und Brandschäden kennzeichnen diesen Ort. Fast alles ist beschmiert oder zerstört. Aber je weiter wir das Objekt erkunden um so mehr Motive ergeben sich.
Ob es der teilweise überschwemmte Keller ist, oder das ausgebrannte Dachgeschoss mit seinen Farben und neuem Bewuchs, konnten wir diesem Ort doch noch so einiges abgewinnen.

Schlachtbetrieb

Dieser große Schlachthof wurde hier über 100 Jahre betrieben und überstand Kaiserreich, die Weltkriege und die DDR. Aber die Wende schaffte der Betrieb nicht. Kurz nach der Wiedervereinigung wurde hier die Arbeit eingestellt und der Schlachhof abgewickelt. Seit dem steht das Areal leer, das mal aus Kühlhaus, Schlachthaus, Ställen und Heizhaus, sowie Wohn- und Bürohäusern bestanden hat.

Hier wurden viele Jahre lang Rinder und Schweine zerlegt und verarbeitet. Als in der DDR der Betrieb verstaatlicht wurde und als Filiale eines großen VEB fungierte, wurden nur noch Schweine verarbeitet. Dazu wurde hier noch einmal modernisiert und umgebaut.

Stärkefabrik

Die Geschichte dieser Firma beginnt schon in den 1860er Jahren. An einem anderen Standort wurde Stärke erzeugt. Verschiedene Produkte daraus verließen das Werk, dessen Markennamen in Deutschland sehr bekannt wurde. Viele Auszeichnungen prägten die Firmengeschichte.

Als die Produktionsstätten zu klein wurden, verlagerte man im 2. Weltkrieg den Firmensitz an diesen Standort. Bis zum endgültigen Aus vor über 20 Jahren, wieder aus Platzgründen, wurden hier weiter Stärkeerzeugnisse produziert.

Heute sind die Hallen leer und die Wände von Sprayern „verziert“. Aber viele der großen Maschinen stehen noch da und boten doch viele nette Motive.

Die Backstraße

In einer Lagerhalle mitten im Wald fanden wir eine, demontierte noch recht moderne Backstraße. Es sieht nach einer kompletten Produktionslinie für Brote aus. Wir fanden die Formen dafür noch. Es gab Öfen, sogar 2 KUKA Roboter, die Schaltschränke und Förderbänder.
Mittlerweile sieht alles etwas unordentlich aus, warum die wertvollen Teile nicht wieder verwendet wurden wissen wir nicht.

Gutsbrennerei

Ein altes Gut mit Brennerei, leider haben wir keine historischen Daten über die Brennerei. Deshalb müssen jetzt die Bilder reichen.

VEB Schlachtbetrieb

Wir sehen einen alten Schornstein über den Baumwipfeln und beschließen mal nachzugucken.
Was uns hier erwartete übertraf wieder einmal die Erwartungen.

Ein alter VEB Schlachtbetrieb schlummert hier vor sich hin. Kaum Vandalismus und Beschmierungen. Dafür der natürliche Verfall und die Natur die sich hier seit Jahren das Areal zurück erobert. Einige Dächer sind auch schon eingestürzt.

Hinter jeder Tür gab es eine neue Überraschung. Zuletzt hatte hier wohl ein Chinesisches Restaurant probiert Fuß zu fassen. Aber am Ende blieb viel zurück, ein Auto, das Mobiliar, einiges an Papieren, viel Geschirr und sogar Kartons mit Lebensmitteln.
Die frühere Produktionsstätte wurde hier scheinbar gar nicht mehr benutzt, da sie unberührt da liegt. Die Förderkette sieht so aus, als ob sie wieder Eingeschaltet werden könnte.

Über Gründung und Ende des VEB konnten wir nichts in Erfahrung bringen.

Mit einer vollen Speicherkarte zogen wir wieder ab, aber Stopp…diesen Gebäudeteil haben wir nicht gesehen. Durch die Glasbausteine erblickten wir von außen ein völlig marodes Maschinenhaus. Also wieder zurück, der Zugang gestaltete sich schwierig, aber mit etwas klettern standen wir drin. Große Aggregate und Motoren, überall Rost und die tolle Abendsonne sorgten für den Höhepunkt dieser Besichtigung.

Molkerei und Käsewerk

Ein alter Schornstein im kleinen Städtchen erregte unsere Aufmerksamkeit. Leider mitten in der Stadt gelegen und umzingelt von Wohnhäusern schloss sich ein Besuch fast aus. Die Nachbarn mähten ihren Rasen und es gab keine Möglichkeit ungesehen hinein zu kommen.

Aber auf Nachfrage was das mal gewesen sei, erzählte man uns das hier mal zu DDR Zeiten eine Molkerei ansässig war und der neue Besitzer sich verabschiedet hat nachdem er die Anlagen verscherbelt hat.

Jetzt ist der alte Betrieb nur noch ein Ärgernis und man zeigte uns den Eingang und war verwundert was man an dem Müll dort, denn so toll fand.

Über die Geschichte des Betriebes ließ sich leider nicht mehr viel heraus finden, ein paar alte Etiketten deuteten aber auf eine Käseproduktion hin.

Lebkuchen

Die Ursprünge dieser Lebkuchen Produktion reichen bis in die 1860er Jahre und begannen mit der Gründung einer Konditorei. Die Einwohner der Stadt wurden mit den Lebkuchen und anderen Leckereien verwöhnt.
Der Familienbetrieb entwickelte sich immer weiter und bis in die 1980er Jahre gab es neben den Lebkuchen auch anderes Naschwerk, das dort von Hand gefertigt wurde.
Danach erfolgte die Spezialisierung auf Lebkuchen und einer modernen Fertigung.
Dieses Produktionsstätte wurde aufgegeben, weil sie zu klein war und am Rande der Stadt steht jetzt eine große, moderne Anlage.

VEB Eingemachtes

Diese Fabrik wurde schon Ende des 19. Jahrhunderts gegründet. Lebensmittel waren bis zum letzten Nutzer der Mittelpunkt der Produktion. Zu Beginn Teigwaren aller Art, dann zu Zeiten der DDR verschiedene Konserven.
Zuletzt hatte ein Möbelgeschäft die riesigen Hallen unter Beschlag. Es wurden Teilbereiche modernisiert, eine neue Treppe eingezogen. Jetzt ist davon nichts mehr übrig geblieben, das Geschäft geschlossen, Vandalismus hat die letzten Hinterlassenschaften zerstört.

urbexfaktor-1

Fischfabrik

Als Schlachthof wurde diese Fabrik Ende des 19. Jahrhunderts gegründet. Später dann mit der Entstehung der DDR startete hier die industrielle Fischverarbeitung.
Warum hier, hunderte Kilometer weg von der Ostsee, konnten wir nicht heraus finden. Der Betrieb schloss aber kurz nach der Wende.

Jetzt wird das Gelände von Katzenfreunden genutzt die hier herrenlosen Katzen ein Zuhause geben und diese versorgen.

Vor ein paar Jahren gab es verschiedene Ideen das Gelände neu zu nutzen, aber wie es scheint scheiterte die Umsetzung des Projektes.
Die Fabrik ist in sehr schlechtem Zustand, Diebe haben scheinbar alles verwertbare heraus geholt und der Zahn der Zeit nagt an den Gebäuden.
Eine Gedenktafel an der Stirnseite der Fabrikhalle ist noch sehr gut erhalten und erinnert an die Opfer des 1. Weltkrieges aus dem Fleischergewerbe.

urbexfaktor-1