Archiv der Kategorie: Maschinenbau

Industrial Dancefloor

Hier spürt man über 100 Jahre Industriegeschichte und wie aufwendig teilweise die Hallen und Gebäude erbaut wurden.

Jetzt sind die großen Räume aber alle leer. Ob hier jemals wieder Leben einzieht müssen wir abwarten.

VEB Schwere Lasten

Dieser Maschinenbaubetrieb hat ein über einhundert jährige Tradition. Über die Zeit als Rüstungsbetrieb im 2. Weltkrieg ging es zur Umwandlung in einen VEB.
Da der Betrieb für Reparationsleistungen fast vollständig demontiert wurde, begann damit gleichzeitig auch ein Wiederaufbau.
Das Hauptaugenmerk der Produktion war die Entwicklung und Herstellung von Hafenausrüstungen.
Nach der Wende wurde der Betrieb, der früher einmal über 3.000 Mitarbeiter hatte, mehrfach privatisiert.
Heute sind nur noch knapp 200 Arbeiter hier beschäftigt. Das große Firmengelände wird von verschiedenen Kleinbetrieben genutzt und ein Teil davon liegt auch brach.

Factory C

Hier war einmal eine Maschinenfabrik ansässig. Diese musste vor rund 15 Jahren den Betrieb einstellen.

Die großen Produktionshallen wurden schon abgerissen, das Gebäude mit den Planungsbüros blieb stehen. Überall sind noch die Zeichentische und Elektronik aus damaliger Zeit vorhanden. Unmengen an Unterlagen liegen hier noch herum.

Langsam setzt der Verfall ein, einige Räume haben undichte Decken und die Feuchtigkeit macht sich überall breit.

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Werkzeugmaschinenfabrik

Über diese ehemalige Fabrik kann man nicht mehr viele Informationen finden. Leer und ausgeräumt gibt sie keine großen Geschichten mehr Preis.

Außderdem wurden hier scheinbar auch Möbel hergestellt, unter anderem Stühle und Sitzmöbel. Später wurde der VEB in einem Landmaschinenbetrieb eingegliedert.

Ein Auftragsbuch aus den 1960er Jahren über ausgeführte Reparaturarbeiten an Maschinen, ein Brigadebuch von 1955, eine Propagandatafel die am 1. Mai beutzt wurde, die Jacke die noch über’m Stuhl hängt, der alte Barkas in der Garage, bedeckt von Dachbalken…

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Harte Arbeit

Einst ein Traditionsbetrieb der Region ruht diese Produktionsstätte nun schon seit mehr als 10 Jahren.
Mit dem Beginn der massentauglichen Motorisierung wurden ab Anfang der 30er Jahre (damals noch unter anderem Namen)
Fahrzeuge für die verschiedensten Bereiche produziert. Dabei wurde sich also nicht nur auf den gemeinen PKW beschränkt.

Später dann wurde sich auf den Spezialfahrzeugbau spezialisiert bis Mitte der 2000er dann das Ende kam.
Die enormen Ausmaße der Hallen lassen nur ansatzweise erahnen, wie hier Metall mit Maschinen- und Muskelkraft geformt wurde.

Hier noch ein paar Ansichten aus den riesigen Hallen.

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Maschinenbauhalle

Inmitten modernisierter Fabrikhallen hat sich diese Zeitkapsel des DDR Schwermaschinenbaus erhalten. Wir waren begeistert von dieser Halle. Sie bot alles was das Herz eines „Industrie-Urbexers“ so höher schlagen lässt. Eine große Anzahl von Kränen, abblätternde Farbe und jede Menge Schaltkästen und Details. Was hier genau einmal produziert wurde konnte man nur erahnen.

Über die Geschichte lässt sich sagen, das hier an diesem Standort Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Schwermaschinenbau begonnen wurde. Produziert wurden unter anderem Loks und Teile für Maschinen.
Während des 2. Weltkriegs erfolgte die Produktion von Rüstungsgütern aller Art.

Wie für viele Betriebe erfolgte nach dem Krieg die Demontage durch die Sowjetunion. Es blieben die leeren Hallen zurück, die erst wieder mit Gründung der DDR zu neuem Leben erweckt werden sollten. Bis zur Wende arbeiteten hier tausende Menschen in der Schwerindustrie. Die Treuhand verkaufte Teile des Werkes und andere wurden geschlossen.

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Verwaltungsgebäude

Große Teile dieses ehemaligen VEB sind inzwischen modernisiert und werden anderweitig genutzt. Dieser Verwaltungsbau blieb aber noch stehen.

Außer dem imposanten Treppenhaus mit dem geschwungenen Geländer, gab es nicht mehr viel zu entdecken. Die unzähligen Büros sind alle leer.
Spuren von Vandalismus gibt es leider inzwischen im ganzen Haus. Sogar ein Tresor musste einen Falltest im Treppenhaus über sich ergehen lassen.

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VEB Kombinat Polygraph

Begonnen hat hier alles 1879 mit der Entwicklung und Herstellung von Drahtheftmaschinen, später Faden-Buchheftmaschinen. Diese Entwicklung revolutionierte die Buchherstellung.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Privatbetrieb enteignet und verstaatlicht, später Teil des VEB Kombinat Polygraph, welcher 1970 gegründet wurde. Er umfasste insgesamt 8 volkseigene Betriebe der Papier verarbeitenden Maschinenbauindustrie. Insgesamt waren in diesen 16.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Dieser dokumentierte Betriebsteil war für die Produktion von Buchbindereimaschinen verantwortlich.
Nach der Wende wurde der Zusammenschluss aufgelöst und die einzelnen Betriebe privatisiert.

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Stahlbauhalle

Ein große, fast leere Stahlbauhalle mit tollen gelben Stahlträgern. Was hier einmal hergestellt wurde, konnten wir nicht heraus finden.
Scheinbar fanden hier auch mal Technopartys statt.

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Stahlgießerei

Eine über 100-jährige Tradition der Stahlgießerei nimmt jetzt Abschied. Die Gebäude werden abgerissen. Bekannt für die hohe Qualität der Gussstähle wurden sie sogar im Fahrzeugbau benutzt. Auch einige Innovationen dieser Gießerei wurden später zu etablierten Technologien.
Nach der Wende wurden noch in geringen Ausmaß Metallgussteile produziert, nach der Jahrtausendwende kam dann aber die Schließung.

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