Archiv der Kategorie: Textil

Tuchfabrik E.C.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde diese Tuchfabrik erbaut. Sie war eine von vielen in dieser Tuchmacherstadt. Der Fabrikant hatte auch eine Villa in der Nähe der Fabrik errichtet.

Als dann mit den 1990er Jahren dieser Industriezweig aus der Region verschwand, endete auch hier die Tuchherstellung.
Teile der Gebäude sind renoviert und werden von Verwaltungen genutzt, ein Gebäude blieb aber stehen und wächst mittlerweile zu. Im Inneren ist kaum noch was an seiner alten Stelle, die Etagen bewegen sich langsam Richtung Erdgeschoss, einzig die Steintreppe ließ uns ein sicheres Gefühl.
Den Rest wollten wir nicht mehr betreten.

Tuchfabrik Pfau

Hier konnten wir ein technisches Denkmal besuchen, die historische Tuchfabrik der Gebrüder Pfau.

Die Fabrik ist Originalgetreu erhalten und man kann man die Entstehung der Textilien von der Wolle bis zum Tuch bestaunen.
Die Webstühle und Anlagen sind noch in Funktion und werden für die Besucher angeworfen, dabei kann man nur erahnen welcher Lärm hier herrschen musste und welche Arbeitsbedingungen es in der Weberei und Wäscherei gab. Ein beeindruckendes Denkmal der sächsischen Industriegeschichte!

Zur Geschichte:
Alles begann hier 1885 als die ersten Fabrikgebäude entstanden. Viele Erweiterungen folgten zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Auch für das Militär wurde hier Tuch produziert.
Erst 1972 wurden die Fabrik in die VEB Volltuchwerke Crimmitschau eingegliedert. Ein beliebtes Produkt aus dem Haus war für viele DDR Bürger haben wollten die Mollydecke.

Gleich nach der Schließung 1990 wurden die historischen Gebäude und der Maschinenbestand unter Denkmalschutz gestellt und konnten so bis heute erhalten werden.

Quelle: Tuchfabrik Gebrüder Pfau

Lederfabrik

Ein Highlight des Jahres bisher.

Diese Lederfabrik wurde vor einigen Jahren geschlossen und fristet bisher ihr Dasein ohne groß vom Vandalismus heim gesucht worden zu sein. Ein paar Graffiti gibt es, das war es aber auch schon. Der Rest ist der natürliche Verfall, überall zaubert er tolle Motive vor die Linse. Es wurde einiges zurück gelassen, Materialien für die Produktion, Maschinen, Dokumente und Betriebsausstattungen.

VEB Texttilreinigung

Die Reinigung von Textilien hat an diesem Standort eine langjährige Tradition.
Zu DDR Zeiten war der Betrieb im Verbund mehrerer VEB’s eingegliedert, auch nach der Wende wurde hier noch gereinigt. Aber vor einigen Jahren dann das endgültige Aus und seit dem sind die Fabrikhallen sich selbst überlassen. Teilweise schon feinster Verfall, aber auch großer Vandalismus kennzeichnen diesen Ort.

Färberei Sachsenring

Zuletzt war hier ein VEB ansässig der Garne färbte. Der Betrieb hat schon ein lange Tradition an diesem Standort und von Beginn an wurden hier Garne und Wolle gefärbt.
In der Nähe der Produktionshallen gibt es noch eine Fabrikantenvilla, aber auch hier hat der Zahn der Zeit und Vandalismus seine Spuren hinterlassen. Die Fabrik ist arg gebeutelt von Feuer und dem natürlichen Verfall, der teilweise schon sehr schöne Motive hinterließ.

VEB Stofffetzen

Dieser Textilbetrieb knüpfte an die Jahrelange Tradition von Tuchmachern in dieser Stadt an. Der VEB Stofffetzen wurde nach dem Krieg erbaut und begann im kleinen Rahmen. Immer weiter wurde dann die Produktion ausgebaut und die Mitarbeiterzahl stieg auf einen hohen 3-stelligen Wert.
Trotzdem wurde es hier nie richtig rentabel, Qualität und Planerfüllung blieben hinter den Erwartungen zurück.
Schließlich wurden hier Machenschaften die nicht im Sinne des Sozialismus standen aufgedeckt. Veränderungen in der Führung brachten dann doch den erhofften Aufschwung und ab den 1970er Jahren entwickelte sich dieser Textilbetrieb zum Vorzeigewerk und erhielt zahlreiche Auszeichnungen.
Die politische Wende überlebte er dann aber nicht und die Textilproduktion in dieser Stadt war beendet.

Beeindruckend war das fast vollständig dunkel Hochregallager mit den vielen Gassen. Von den restlichen, einstigen Produktionsanlagen ist kaum noch etwas vorhanden.

VEB Spinnerei

Diese Spinnerei hat eine lange Tradition und hier wurden viele Jahre Garne hergestellt.
In der ganze Stadt war die Textilindustrie anzutreffen. In den 1970er Jahren wurde dieses Werk dann in einen VEB eingegliedert.

Zuletzt fertigte man hier Garne für verschiedene Spezialanwendungen. Aber am Ende war die Auftragslage zu dünn und die letzten Mitarbeiter mussten vor ein paar Jahren gehen. Die Maschinen sind mittlerweile verkauft und zurück geblieben sind die wertlosen Sachen.

Im Keller fanden wir viele Räume die mal als Lager gedient haben, die Materialien waren fast alle aus DDR Zeiten und es fand sich jetzt scheinbar kein Abnehmer mehr dafür.
Unter anderem liegen hier Waschbecken, Autoreifen, Rote Fahnen, Büromaterialien aller Art, Werkzeuge, Kugellager usw…

Strümpfe für die Kleinen

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde diese Fabrik gegründet und fertigte von Anfang an Strümpfe für die kleinen Menschen.
Ein Großteil der Socken, die in Deutschland gekauft werden, kommen von hier.

Vor dem 2. Weltkrieg expandierte der Betrieb, es wurden Zweigstellen errichtet und in viele Länder exportiert.

Nach dem Krieg wurde der private Betrieb enteignet und die Familie floh. Gegründet wurde dann ein VEB, der auch hier bis zum Ende Kinderstrümpfe herstellte. Der Neuanfang nach der Wende gelang nicht, die Treuhand übernahm den Betrieb zwar, aber nach ein paar Jahren kam das endgültige Aus.

Jetzt beginnt der Abriss dieses Betriebes und bald erinnern vielleicht nur noch dies Bilder an diesen Standort.

 

Klärwerk des Textilwerkes

Dieses Klärwerk ist ein Überbleibsel eines Werkes, das hier früher einmal das Rohmaterial für die Textilindustrie herstellte.
Das Werk wurde hier einige Jahre nach dem Beginn des 20. Jahrhunderts gegründet. In den 1960er Jahren wurde dann auf Kunstseideprodukte umgestellt.

Eine Modernisierung um die Jahrtausendwende brachte dann eine saubere Produktion und dieses Klärwerk wurde nicht mehr gebraucht. Jetzt fristet es im Schatten des Werkes sein Dasein und wuchert langsam zu und wird zum Biotop für viele Tiere.

VEB Lederwerke

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde dieses Lederwerk erbaut, das seinen Ursprung schon 70 Jahre früher an einem anderen Standort hatte. Dieser konnte aber nicht weiter ausgebaut werden und man zog um.
Als der Neubau fertig war, stand hier eine der modernsten Gerberei Anlagen dieser Zeit. Da der Bedarf weiter stieg wurde bald darauf wieder erweitert.
Da im 2. Weltkrieg nicht für die Rüstung produziert wurde, erfolgte auch keine Enteignung und man konnte weiter arbeiten. Durch Rohstoffmangel und fehlendem Absatz drohte der Konkurs, der aber mit einer Partnerschaft mit einem anderen Lederwerk abgewendet werden konnte.

Einige Jahre nach Gründung der DDR wurde der Betrieb dann verstaatlicht und man nannte sich VEB Lederwerke. Der Betrieb war ein wichtiger Bestandteil der Textilindustrie der DDR unter anderem für Schuhe und Mäntel.

Die Wende brachte auch hier nichts Gutes, der Neuanfang misslang und es erfolgte eine Schließung. Als die Werktätigen bald darauf eine eigene Leder GmbH gründeten konnte man noch ein paar Jahre arbeiten, aber Mitte der 1990er Jahre kam dann das endgültige Aus.