Archiv der Kategorie: GSSD

Friedhof der Jagdflieger

Diese Jagdflugzeuge russischer Bauart stehen auf einem Flugplatz als kleines Museum. Neben den 3 hier gezeigten existieren noch 2 weitere die aber nicht auf dem Flugfeld stehen.

Die beiden MiG waren früher zu Schulzwecken eingesetzt, einmal eine MiG21-21U-400 als Schuldoppelsitzer und eine MiG-U-600 als Trainer. Genutzt wurden diese früher in der NVA und dem Nachfolger, die Bundeswehr. Die Suchoi SU-22M-4 ist im Vergleich zu den MiG’s schon eine andere Nummer, alles an ihr wirkt gewaltiger. Das Flugzeug wurde auch als Jagdbomber eingesetzt und war für den Tiefflug ausgelegt.
Das ist schon ein imposanter Anblick wenn man so nach an diesen Waffen ran kommt, fast in „freier Wildbahn“.
Der Flugplatz wurde 1934 als Militärflugplatz erbaut und im 2. Weltkrieg wurden hier Flugzeuge gewartet. Die Sowjets konnten dann damit nichts anfangen und demontierten die Anlagen.

Kremlkaserne

Diese Kaserne wurde von der GSSD auf dem Gebiet der ehemaligen DDR errichtet. Hier wurden keine alten Deutschen Bauten erweitert sondern neu gebaut. Stationiert war hier eine Raketenbrigade mit einigen anderen Truppenteilen die zum Beispiel für die Versorgung zuständig waren.

Wasserturm der Kaserne

Dieser knapp 40 Meter hohe Wasserturm diente zu aktiven Zeiten der Versorgung der Kaserne in diesem Gebiet. Er wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut und war bis Ende der 1980er Jahre in Betrieb. Ein neues Wasserwerk machte ihn überflüssig. Der Turm steht unter Denkmalschutz und der Aufstieg ist schon mit etwas Anstrengung verbunden aber man hat danach einen sensationellen Blick über das Gelände.

Der Unterwasserkeller

Die oberirdische Kaserne ist eigentlich nicht mehr so interessant und wird zudem in naher Zukunft einer Wohnbebauung zugeführt.

Dieser Keller steht aber schon seit Jahren Bauchhoch unter Wasser. Jetzt ergab sich die Möglichkeit mit einer entsprechenden Bekleidung diesen zu erkunden…vorsichtig bahnen wir uns den Weg durch das Wasser und dem Müll auf dem Boden.

Wir finden einen Schulungsraum für Panzerfahrer, Modelle eines Geschützturms und von Motoren stehen hier im Wasser und rosten vor sich hin. Eine kleine Werkstatt und viele andere Dinge sind auch noch hier verblieben.
Auf dem Wasser schwimmen, Glühlampen, Getränkeflaschen und Kanister herum.
Die Lichtverhältnisse waren hier sehr schwierig und wir versuchten die Räume so gut es geht auszuleuchten.

Insgesamt war das hier ein Megaabenteuer.

Wohnwagen der GSSD

Wir haben einen Tipp bekommen, das mitten im Wald dieser eingegrabenen Wohnwagen zu finden ist. Also haben wir uns das mal näher angeguckt.
Warum wurde der hier mitten im Wald eingegraben? Am Ende entdecken wir in der Umgebung dutzende Erdaufschüttungen, die früher mal Deckungen für Fahrzeuge gewesen waren. Bei der Recherche erfahren wir das in diesem Wald früher mal die GSSD Truppen geübt hatten. Was die hier genau gemacht haben können wir nicht in Erfahrung bringen. Dieser Wohnanhänger, oder LKW Aufbau war dann bestimmt ein Aufenthaltsort der Soldaten, ein Loch in der Decke verrät den Schornsteinauslass eines Ofens. Mittlerweile liegt hier der Müll einiger Jahrzehnte, wer bring den denn in den Wald, denn man muss einige Meter laufen bis dorthin.
Das Kindermotiv an der Dachkante gibt aber Rätsel auf. Vielleicht wurde die Behausung nach dem Abzug der Russen in irgend einer Form noch von jemanden benutzt.

Sonderwaffenlager im Wald

Dieses Sonderwaffenlager der GSSD Truppen wurde auf dem Gebiet der DDR zu Beginn der 1960er Jahre errichtet. Hier lagerten nukleare Freifallbomben die wahrscheinlich mit denen in der Nähe stationiertem Jagdbombern zum Einsatz kommen sollten.
Das Lager war 2-geschossig ausgeführt und beherbergte die notwendigen Anlagen für Belüftung, Stromversorgung und Netzersatzanlage.
Des weiteren gab es die benötigten Unterkünfte und Fahrzeughallen, sowie ein Heizhaus.

Heute liegt es vergessen im Wald, die Zufahrten sind versperrt und man muss einen langen Marsch dort hin unternehmen. Der Wald hat sich dort schon einiges zurück geholt. Das große Haupttor ist mit Betonelementen versperrt und mit Sand zugeschüttet worden, aber irgendwo gibt es immer ein Loch so das wir ins Innere kamen und diese Eindrücke zeigen können.

Die Inschrift über der Tür zum Lager ließ sich schwer übersetzen, bedeutet aber in etwa:

„Neue Technologien mit hohem Entwicklungsniveau“

Heeresversuchsanstalt Nord

Da dieser Kasernenteil echt riesig ist, haben wir eine weitere Erkundung unternommen und die scheinbar uninteressanten Gebäude angesehen.
Was hier zu erkennen war, das es hier hauptsächlich um die Fahrzeuge ging. Es gab viele Garagen oder Werkstätten zur Instandhaltung.
Einiges ist auch schon abgerissen oder völlig leer.
Auch gibt es hier noch die typischen Mannschaftsunterkünfte.

Hier geht es zum kompletten Beitrag.

Bunker Seewerk

Der Bunker wurde von 1939 bis 1943 durch die Wehrmacht für die Produktion von „N-Stoff“ und Sarin gebaut. Unter der Bezeichnung Seewerk gehörte die Anlage zu einer Reihe von Munitionsfabriken, die im Auftrag der Wehrmacht von der Deutschen Sprengchemie GmbH (DSC) bis 1945 betrieben wurden.

Nach 1945 war das Gebiet Sperrzone um die sich einige Legenden rankten. Ab 1958 wurde er dann von Spezialkräften der NVA umgebaut. Ihm wird im Operativplan der GSSD eine hohe Bedeutung zugesprochen, gesicherte Informationen liegen aber nicht vor. Ab 1965 war er einsatzbereit.
Man vermutet das er am Ende als Gefechtsstand zur Lenkung der Kräfte des Warschauer Paktes auf einem westlichen Kriegsschauplatz dienen sollte.

Der Bunker ist viergeschossig und damit der größte den wir je besuchten. Die nutzbare Größe umfasst 14.000m².

Hier ist der Beitrag zu den überirdischen Anlagen dort.

Das ABC des Giftgases

Bunker der Luftarmee

Diese Anlagen wurde um 1985 erbaut.

Heute liegt der Bunker mitten im Wald.
Ein kleine Unterkunftsbaracke sowie ein paar Anlagen für Kraftfahrzeuge und Werkstätten gab es hier. Ein Gebäude wurde mit einer großzügigen Sauna ausgestattet. Dazu gab es noch einen kleinen Lagerbunker.

Der Führungsbunker selbst hatte eine Grundfläche von ca. 1.400m², war zweietagig ausgeführt und war eigentlich nicht unter der Erde sondern die Bogendeckung wurde mit Erde überschüttet.
Die frühere Funktion war der Gefechtsstand der 16. Luftarmee, welche in Wünsdorf stationiert war.

Sanitätszelt der GSSD

Dieses Zelt macht ja gerade mächtig die Runde, wir überlegten ob wir diesem Run nachgehen sollen oder uns an den Bildern anderer erfreuen sollten.

Ohne Hilfe ist das Sanitätszelt eigentlich nicht zu finden, es ist mit Erde überdeckt und ist nur aus nächster Nähe als solches zu erkennen.
Es ist dort kaum Vandalismus zu erkennen und fast noch alles vorhanden, etwas Unordnung herrscht aber doch. Nach dem Abzug der GSSD ist ja auch schon einiges an Zeit vergangen. Wie lange der Zugang offen ist wissen wir nicht, aber es war bestimmt bis vor kurzem noch gesichert.
An diesem Standort gab es mal eine kleine Kaserne und ein Lazarett. Mehr wissen wir nicht über den Zweck dieser Einrichtung.