Archiv der Kategorie: GSSD

Luftmunitionsanstalt

Eine der vielen Munitionsanstalten in Deutschland, diese hier liegt heute mitten im Wald.
Erbaut wurde sie zu Beginn der 1930er Jahre und umfasste eine Fläche von ca. 150 Hektar. Die knapp 80 Lagerbunker sind allesamt leer. Die Kommandantur und Wohnhäuser werden seit 2005 größtenteils zivil genutzt. Einige Einbauten in den Bunkern deuten noch auf die deutschen Errichter hin.

Nach dem Krieg diente das Areal der Sowjetarmee als Munitionslager einer Luftarmee. Es wurden hier Bomben und Raketen gelagert.

Vor Abzug der GSSD wurden hier scheinbar noch einige Waffen verschossen. Die große Anzahl an leeren Hüllen der Panzerabwehrlenkwaffe nebst Holzkisten deuten darauf hin. Hier handelte es sich um die 9K120 Ataka (NATO-Codename AT-9 Spiral-2) das ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus sowjetischer Produktion. Die Reichweite betrug 6 km und der Preis lag bei ca. 50.000 US Dollar/Stk.

Standortlazarett

Dieses Lazarett wurde von der Wehrmacht vor dem 2. Weltkrieg errichtet. Das Haupthaus ist ein riesiger Bau, hier konnten über 600 Patienten versorgt werden. Modernste Technik kam hier zum Einsatz in den verschiedensten medizinischen Bereichen. Es gab   Einrichtungen, wie Theater, Schwimmhalle, eine kleine Kapelle, Kinderabteilung, Apotheke, Kantine usw.

Nach der Evakuierung zum Ende des Krieges übernahm die Rote Armee das Gelände. Es wurde weiterhin als Lazarett genutzt und nach dem Abzug der Truppen 1993 ging es in private Hand über. Das Spekulationsobjekt brachte nicht das Gewünschte ein und so bewachte ein Wachdienst bis vor wenigen Jahren das Lazarett. Als dieser abgezogen wurde zog hier der Vandalismus ein. Es wurde ein Treffpunkt für Jugendliche und Wertstoffsammler. Ich habe solch ein Ausmaß der Zerstörung bisher kaum gesehen, untere Teile der Wände wurde heraus geschlagen um an die Rohre darin zu kommen. Also ist heute fast alles an Metallen verschwunden. Die Schwimmhalle ist auch zerstört und beschmiert.

Theater der Luftabwehr

Diese hier stationierten Truppen waren Teil der Sowjetarmee in Osteuropa.
Heute ist davon kaum noch etwas zu sehen. 1-2 Wohngebäude und dieses Theater stehen hier noch ungenutzt. Zuletzt war hier eine Raketenbrigade stationiert die mit der Luftwaffe in der Nähe verbunden war. Im Theater prangt noch ein Leninspruch, den ich mal wörtlich übersetzt habe.

УЧИТЬСЯ ВОЕННОМУ ДЕЛУ НАСТОЯЩИМ ОБРАЗО – „DAS ERLERNEN DER KRIEGSKUNST IST DIE WAHRE BESTIMMUNG“

Kaserne am Übungsplatz

Am Rande eines militärischen Übungsgebietes fallen uns einige zugewachsene Gebäude auf. Bei der Erkundung erkennen wir schnell die früheren Nutzer.
In dieser Region waren viele verschiedene GSSD Einheiten stationiert. Diese hier war eine bewegliche Raketentechnische Basis der 3. Armee.
Vor Ort gab es noch die typischen Einrichtungen, wie Sporthalle, Kinosaal, Speisehaus und Schlafsäle. Dazu einige kleinere Gebäude unbekannter Nutzung, Werkstätten und Garagen sind verfallen oder abgerissen.
Erstaunlich das es im Kino noch Stühle gab, auch die Sporthalle hat die Jahre gut überstanden.

Flugplatz Brandis

Wir besuchten die Reste eines früheren Fliegerhorstes. Zu Beginn der 1930er Jahre wurde dieser errichtet und war zuerst für Testflüge gedacht. Im Krieg waren hier dann Kampfflugzeuge stationiert. Der Flugplatz wurde mehrfach bombardiert und dadurch stark beschädigt. Auch ein deutsches Sprengkommando wollte nur noch Trümmer hinterlassen.
Als die Rote Armee dann nach 1945 das Gelände übernahm wurde zuerst repariert was genutzt werden sollte und anderes abgerissen. Ab den 1950er Jahren stationierte die GSSD dann hier MiG 15, später dann Hubschraubereinheiten und Schlachtflieger. Die letzten Flugzeuge hoben hier 1992 ab und danach wurde das Gelände an die deutschen Behörden übergeben.
Heute sind hier wie auf vielen dieser Plätze energieerzeugende Anlagen installiert. Viele der anderen Gebäude sind dem Verfall Preis gegeben. Da das Gelände weitestgehend frei zugänglich ist, haben sich die Vandalen und Sprayer hier auch schon gut ausgetobt. Kaum eine Wand ist noch ursprünglich erhalten.

Flugabwehrraketen Stellung

Idyllisch in einem Gebiet gelegen, das auch für Ferienlager und Naherholung bekannt ist, dachten wir nach Sichtung dieses Areals auch an ein ähnliches Überbleibsel.
Vor Ort viel dann schon die lange Mauer rund um das Gebiet auf. Nicht gerade typisch für ein Feriendomizil.

Als der Eingang gefunden war, entdeckten wir zuerst die typischen sowjetischen Bauwerke. Das war eine kleine Abteilung, die Stellungen für die Raketen waren hier nicht mehr zu sehen. Geblieben sind ein paar Gebäude und Garagen, etwas abseits dann auch die bekannte Selbstversorgungsabteilung der Soldaten. Es gab kleine Stallgebäude, die Bereiche für die erdgebundenen Verpflegung waren nicht mehr zu erkennen, aber sicherlich auch hier vorhanden.

Wasserwerk der Kaserne

Abseits einer ehemaligen GSSD Kaserne steht dieses Wasserwerk mitten im Wald. Die Einbauten, die durch die Tür passten wurden beim Abzug der sowjetischen Streitkräfte wahrscheinlich mitgenommen. Nur die großen Wasserbehälter und ein paar Rohre blieben zurück.

Stütznachrichtenzentrale

Dieser Bunker wurde um 1980 von einer GSSD Militärbaubrigade errichtet. Er ist einetagig ausgeführt und hatte rund 500 m² Grundfläche. Er beherbergte einmal 2 Netzersatzanlagen zur Notstromversorgung. Die meisten Anlagen sind heute demontiert. Der Nachrichtenbunker war ein Bestandteil des GSSD Netztes auf dem Gebiet der DDR. Außen fanden wir 2 riesige Lüfter – Wärmetauscher, diese haben wir in dieser Bauform noch nicht gesehen. Der Rufname war früher einmal „Wald.

Sporthalle an der Fliegerschule

Tausendmal berührt – Tausendmal ist nichts passiert. Wie oft habe ich hier vorbei geguckt und nie wurde mir Einlass gewährt. Am Ende öffnet sich doch ein Türchen und man kann hinein gucken, nun sonderlich spektakulär ist es hier nicht, aber da es dich gibt „Sporthalle“ wolltest du „erobert“ werden. Die Malereien der letzten Betreiber sind verblasst oder übermalt. Es gab auch die obligatorische Sauna.
Am Ende mal 2 Collagen die Bilder aus den 1940er Jahren mit heute vermischen.

Schießbahnen

Wieder haben wir in altem Kartenmaterial diesen Ort gefunden, der sich beim Besuch auch als das entpuppte, was wir angenommen hatten. Wir fanden 3 Schießbahnen inmitten des jetzt hier entstandenen Waldes. Es gab einen recht lange, große Bahn mit großer Anschusswand. Diese war ca. 500 lang. Eine mit einer quer verlaufenden Scheibenanlage, also ich denke das wird so eine Art laufende Schießscheibe gewesen sein. Diese Bahn war auch deutlich kürzer. Die 3. können wir nicht näher zuordnen, es gab einen betonierten Kanal am Ende der Bahn, die Aufbauten fehlen heute schon.