Archiv der Kategorie: NVA

Objekt 5001

Im Rahmen einer offiziellen Fototour konnten wir die oberirdischen Anlagen des sogenannten Objektes 5001 besichtigen.
Es handelt sich hierbei um ein Schutzbauwerk des Nationalen Verteidigungsrates der DDR. Bekannt auch als „Honecker-Bunker“.

Der Bunker selbst ist verschlossen, der Verein bemüht sich diesen bald der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Hier sieht man den Zugang zum Bunker, der 3-stöckig ausgeführt war. Er hatte keine militärische Bedeutung. Geplant war, hier 50 Personen des Nationalen Verteidigungsrates ein bombensicheres Konferenzzimmer bereit zu stellen.

Webseite des Vereins Bunker 5001

Richtfunknetzstation der NVA

In der DDR gab es ein Richtfunknetz der Partei, bezeichnet als RFN. Es überlagerte die drahtgebundene Telefonie und war zudem unabhängig von der Deutschen Post.
Dieses Netz verband alle Bezirks- und Kreisleitungen und wurde als Konsequenz des Aufstandes vom 17. Juni 1953 errichtet.

Ab 1960 wurde auch die NVA Mitnutzer des Netzes.
Diese dokumentierte Station war dann auch Teil des NVA Netzes. Die Anlage selber war ausgeräumt aber Teile der technischen Einbauten sind hier geblieben und versetzten uns doch in Erstaunen wie viele Bauteile es hier doch noch gab.

Stab des Wachregiments

Früher war hier einmal, von 1960 bis 1990 die Stabsstelle des Wachregiments F.E. Dzierzynski. Eine große Anlage, mit allem was man so brauchte, im Wald direkt an der Autobahn.

Nach der Wende siedelte sich hier ein Gewerbepark und ein Hotel an, ich erinnerte mich hier einmal meine ersten Möbel gekauft zu haben und fuhr auf dem Rückweg einer Tour mal dort vorbei.

Erschreckend wie es hier aussieht. 1-2 Firmen nutzen noch die ehemaligen Gebäude des Areals. Am Waldrand stehen noch 2 Wachtürme, die großen Garagenanlagen sind weitestgehend verwaist. Wenigstens die alte Tankstelle bot noch ein paar Motive. Das Kino wurde durch einen Brand zerstört.

Die Krönung aber, abseits jeglicher Zivilisation wurden hier jetzt in dem ehemaligen Hotel, Flüchtlinge einquartiert. Die spazierten inmitten der Trümmer und Ruinen und deren Kinder spielten dort. Trauriger ging es kaum, ich war froh so nicht wohnen zu müssen.

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NVA Erholungsheim

Idyllisch gelegen, auf einer kleinen Anhöhe, lässt dieses Erholungsheim der Nationalen Volksarmee der DDR auf viele Motive hoffen. Also nichts wie rein und Kamera „On“.

Drin bot sich uns leider ein Bild der Zerstörung. Dass der Glanz vergangener Tage hinter diesem Haus liegt ist und war nicht zu übersehen. In Betrieb konnte es an die 60 Personen beherbergen.

Die, für die damalige Zeit luxuriös ausgestatteten Zimmer, boten alles was dem Erholung suchenden NVA Offizier (und vllt. auch dem einfachen Soldaten) bei der Regeneration behilflich war. Die Gäste konnten auf ein breites Sportangebot sowie eine gute Verpflegung hoffen. Die bequemen Betten sorgten für einen erholsamen Schlaf. Der Dienst an der Grenze musste schließlich weiter gehen …

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NVA Treibstofflager

Mitten im Wald befand sich einmal ein Treibstofflager der DDR Regierungsfliegerstaffel. Es gibt 2 sehr große Tanks, die sich in der Erde befinden. Dazu noch ein paar kleinere Gebäude, die scheinbar nach der Wende  renoviert wurden. Aber das blieb in den Kinderschuhen stecken und das Gelände verwaist. Jüngst wurde in der Presse von einem Vorhaben gesprochen, das Gelände touristisch zu nutzen.

Anfang 2015 erfolgte ein erneuter Besuch des Lagers mit weiteren Bildern, auch vom Inneren der Tanks!

Eine Audioaufnahme in einem der großen Tanks, zeigt wie es darin hallt!

 

Hier noch Bilder und ein Video eines erneuten Besuches 2017. Zum großen Teil wurde der Tank hinter der eigentlichen Wand umrundet. Ja ich bin nicht der goße Filmer 😉

 

NVA Kino

Letztes erhaltenes Relikt eines ehemaligen NVA Standortes. Der Rest wird durch Gewerbebetriebe nachgenutzt.

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Horchposten Glasfaser

Das war einer der modernsten Horchposten des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR.
Hier wurde ein Glasfaserkabel abgehört, welches von Berlin-West zur BRD führte. Noch bevor das Kabel 1985  in Betrieb ging, zapfte man es an. Die Ableitung wurde mittels LWL in einen Aufklärungsposten geführt, wo dann die Signale ausgewertet wurden. Davon ist aber nichts mehr zu entdecken.
Auch ein Radom für das Abhören von Funksignalen war dort zu finden. Mit den darin befindlichen Antennen wurden mehrere Richtfunkstrecken von Berlin in die BRD abgehört.
Die nötige Technik für diese Anlagen war in der DDR nicht vorhanden und wurde unter großer finanzieller Anstrengung teilweise illegal im Westen besorgt.

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NVA Tankstelle

Ein ehemaliges NVA Gelände, welches im Moment von einigen Firmen und Privatleuten genutzt wird. An der Einfahrt findet man die Reste dieser Tankstelle. Einheitstyp der DDR, viele werden diese Zapfsäulen noch kennen aber sie verschwinden immer mehr.

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