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Schule des Kassierers

Ein bekannter Professor der Stadt baute mit Hilfe einer Stiftung dieses Haus zur Wende zum 20. Jahrhundert.
Der schöne Altbau wurde in den 1960er Jahren mit einem tristen Anbau erweitert, es entstanden dort weitere Unterrichtsräume.
Die letzten Schüler verließen dann die Unterrichtsräume vor 15 Jahren. Verschiedene Ausbildungsberufe wurden hier zuletzt in der Theorie gelehrt.

Wir waren hier wahrscheinlich nicht allein, es gab Räume die offensichtlich von Menschen bewohnt wurden, die Gerüche dort passten auch dazu. Im Dachgeschoss wurde die Notdurft verrichtet. Traurig aber wahr, schnell waren wir wieder weg.

Polizeischule

Dieses Haus wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut um Kriegsverletzte zu pflegen. Später wurde die Heilanstalt zur Erholung von Polizisten genutzt. Da die Anlage im 2. Weltkrieg unzerstört blieb, planten die Sowjets hier Polizisten zu schulen. Hier wurden aber zu Beginn noch DDR Funktionäre für den Sozialismus in Linie gebracht später dann die Volkspolizei.
Bis zum Ende der Einrichtung um 1990 waren hier obere Polizeiangehörige zu Gast und blieben hier auch mehrere Monate um dann zum Schutz des Sozialismus eingesetzt zu werden.

Jetzt liegt das architektonisch schöne Haus im Wald versteckt und wächst immer mehr zu. Wenn man nichts von der Existenz weiß, kann man es auch nicht sehen. Leider war es innen leergeräumt und es war irgendwie langweilig die langen Gänge abzulaufen. Einzig das sehr schöne Relief im Speisesaal und er Heizungskeller, sowie das Äußere begeisterte uns.

Wir Lehren und Lernen für den Frieden

WIR LEHREN UND LERNEN FÜR DEN FRIEDEN,
diesen Spruch fanden wir auf dem Dachboden einer Berufsschule eines landwirtschaftlichen Betriebes. Dort liegen noch andere Parolen und Bildnisse aus DDR Zeiten, die dort bis heute überdauert haben. Gerne wurden solche Botschaften am Maiumzug kund getan. Planerfüllung und Einigkeit mit dem Arbeiter und Bauernstaat wurden bei dieser Gelegenheit ja oft demonstriert.
Diese Schule war schon eine der größeren, es gab einen großen Saal für Veranstaltungen und Zimmer wo Schüler wohnen konnten. Nach der Wende als die großen LPG’s krachen gingen, schloss auch diese Schule. Sie wurde später noch als Verwaltung weiter genutzt.
Seit einigen Jahren dient das Gebäude nur noch als Abstellplatz und der Verfall im Inneren schreitet so langsam voran.

Kaderschmiede

Diese Kaderschmiede hat eine Vergangenheit in zwei politischen Systemen. In den 1930er Jahren wurde sie als eine der 39 NAPOLA der Nationalsozialisten, abgelegen im Wald errichtet.
Nach Ende des Krieges übernahm die SED das Gelände und betrieb hier eine Bezirksparteischule. Hier wurden der Nachwuchs auf Linie gebracht und zu Führungskräften ausgebildet.
Am Ende waren hier bis zu 600 Teilnehmer untergebracht. Das Areal war abgeschirmt und man war hier unter sich. Nur zu größeren Feiern wurde auch der Festsaal für die Bürger der Stadt frei gegeben.

Mit der politischen Wende endete die Ausbildung der Bezirksparteischule hier aber. Ein paar Jahre diente sie noch als Fachhochschule der Verwaltung des Landes. Der Denkmalschutz macht das weitere Betreiben nicht einfach und die Gesamtnutzung ist offen. Ein Teil wird noch von einem Sportverein genutzt.

Unsere Mütter, unsere Väter

Die Schule trägt den Namen eines Widerstandskämpfers gegen den Nationalsozialismus, der 1944 im KZ ermordet wurde.

Diese ehemalige Oberschule wurde zuletzt für den ZDF Film „Unsere Mütter, unsere Väter“ als Drehort genutzt. Die obere Etage wurde vom Film dekoriert und dient als Szenerie eines Militärhospitals. Die Schriften und der Anstrich wurde so zurück gelassen, die anderen Etage sind noch im Urzustand.

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Physiotherapieschule

Dieses Gebäude, das zuletzt als Physiotherapieschule genutzt wurde, war zuvor als Hotel erbaut worden.
Die Schüler die hier unterrichtet wurden, nutzten das Haus auch als Wohnheim.
Als die Schule kurz nach der Jahrtausendwende einen neuen Eigentümer bekam, war es das schleichende Ende der Einrichtung. Das Arbeitsklima verschlechterte sich und Entlassungen folgten. Dann wurde bekannt gegeben das der Standort aufgegeben wurde.

Der jahrelange Leerstand hat dem Gebäude schon stark zugesetzt, die Natur im Verbund mit Vandalismus, lässt schön Wände einstürzen. Die Böden in einigen Gängen sind auch nicht mehr sehr vertrauenswürdig.

Da es schon etwas spät war an diesem Tag und das Licht immer knapper wurde, mussten wir uns beeilen. Zum unserem Erstaunen erwies sich die Schule größer als gedacht und es kamen immer mehr Motive zum Vorschein. Auch liegen hier noch viele Akten herum die eigentlich wo anders hin gehören.

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Sportschule

An einem großen Standort der GSSD gab es natürlich auch Schulen für die Kinder der Armeeangehörigen. Diese sehr große Schule steht seit dem Abzug der Truppen leer und ungenutzt in der Stadt. Wie es den Anschein hatte war hier Sport sehr hoch angesehen, ein kleine Sporthalle im Gebäude selbst und nebenan noch eine größere lud zur sportlichen Ertüchtigung ein.
Im Foyer hängen noch Erinnerungen aus dem Schulleben an den Wänden. Neben ein paar Tafeln ist aber nicht mehr viel übrig geblieben von der ehemaligen Einrichtung, somit lässt sich auch nicht so viel über die Schule sagen. Aber seht selbst….

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Telekom Castle

Ein über 100 Jahre altes Gebäude das zu letzt als Schule genutzt wurde.
Leider sehr leer geräumt aber mit tollen Treppen und aufwändigen Verzierungen an den Säulen ausgestattet.

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Landwirtschaftliches Institut

Hier wurden den Studenten alles beigebracht was sie über Landwirtschaft wissen mussten.  Das Institut war Bestandteil einer Universität gewesen.
Teile des Gebäudes mußten schon dem Straßenbau weichen. In den Etagen bot sich das gleiche Bild. Vandalismus überall, übrig geblieben sind hier nur die alten Labore.

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Schule der Gesetzeshüter

Hier wurden verschiedene Gesetzeshüter ausgebildet.

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