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Zum edlen Wasser

Diese Stadt hat eine lange Eisenbahntradition, seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist sie an die Eisenbahn angeschlossen. In den folgenden Jahren entwickelte sie sich zum Eisenbahnknotenpunkt. Die nötigen Arbeiten an den Fahrzeugen wurden dann auch hier durchgeführt, das Werk vergrößerte sich und gegen 1920 wurden das Bahnbetriebswerk wesentlich vergrößert.

Eine Besonderheit hier war die exzellente Wasserqualität für die Dampflokomotiven, fast alle die hier vorbei kamen nahmen dieses auf.
Es begannen zu dieser Zeit auch Planungen für einen Umzug der aber bis heute nicht realisiert wurde. Der Krieg und die nachfolgende Zeit in der DDR ließen alles so wie es war.
Heute ist das große Reichsbahnwerk verlassen und viele haben hier ihre Spuren hinterlassen. Die Vandalen und Sprayer gehen hier ein und aus, die Natur beginnt langsam sich das Gelände zurück zu erobern.

Uns wurde gesagt das es sich hier kaum noch lohnt zu erkunden, aber wie immer muss man sich sein eigenes Bild machen, es gab noch eine große Anzahl lohnender Motive und spannende Räume zu erkunden.

Wasser für die Bahn

Diese Wasserhochbehälter der Bahn wurden ja früher für die Dampflokomotiven gebraucht, hier wurde in einen ca. 30m hohen Turm integriert. Er war im Gegensatz zu vielen seiner „Kollegen“ gemauert.

Der Aufstieg Etage um Etage brachte nichts neues, der Turm ist leer und bietet nicht viel sehenswertes. Die Fenster sind zerschlagen aber oben wartete eine schöne Aussicht und der Behälter, der jetzt aber nur noch Abfall enthält.
Dann ging es wieder hinunter und das weiche Abendlicht ließ den tristen Turm golden schimmern.

An der Bahn

In dieser kleinen brandenburgischen Stadt gab es zu DDR Zeiten viel Industrie. Deshalb durfte auch eine gute Anbindung der Bahn nicht fehlen.

Auf der anderen Gleisseite gibt es das obligatorische Bahnbetriebswerk und hier war auch einmal irgend etwas. was damit zu tun hatte angesiedelt. Die Gleise fehlen mittlerweile, genau wie die Industrie in der Stadt wurden sie nicht mehr benötigt.

Was hier an den Zügen gemacht wurde lässt sich nicht mehr genau sagen, da die Hallen leer sind und keinen Aufschluss über früheres Treiben geben.

Uns gefiel der Verfall in den Gebäuden und der schöne Bewuchs mit Efeu.

Die Alte Bahnwerkstatt

An diesem Ort war früher einmal viel Industrie angesiedelt, damals wurde viel über die Bahn abgewickelt. Dafür wurden dann auch Bahnbetriebswerke gebraucht.

Heute sind viele Gleise abgebaut, Solarfelder erstrecken sich über die alten Standort. Diese kleine Werkstatt neben einem Stellwerk hat überlebt und ist fast nicht mehr zu erkennen, da sich Brombeersträucher und Büsche das Gelände erobert haben. Die Ausstattung und eine kleine Schmiede lässt erkennen das hier schwere Geräte repariert wurden.

Bahnbetriebswerk Poprawa

Das bisherige Highlight des Jahres.

Ein unfassbare Zeitkapsel wurde für uns geöffnet, hier wurden früher einmal Züge der Bahn gewartet.
Es gab eine große Werkstatt mit riesigen Maschinen, Drehbänken und Pressen die für die Arbeiten gebraucht wurden.
Aber das alles ist hier schon viele Jahre im Dornröschenschlaf. Man kann aber noch genau den Geist der Arbeiter spüren, welche hier die schwere Tätigkeit ausgeübt haben. Es liegen noch Arbeitsmittel, Helme und Kleidung herum.
Ein rotes Schild prangt über dem Eingang

„Die Verbesserung der Qualität unserer Arbeit ist unsere Pflicht“

es zeugt damit von der Ideologie es Sozialismus.

Stellwerk in der Heide

Es kommt nicht alle Tage vor, das man zum Geburtstag einen Lost Place geschenkt bekommt.
Eine Weile hat es gedauert, aber Wetter und Termin passte und wir konnten dieses alte Stellwerk besichtigen.

Eigentlich gibt es keine Zufahrt mehr dort hin. Der alte Bahnübergang, den gibt es nicht mehr und jetzt liegt das Gebäude in einem Gleisdreieck ohne direkten Zugang.
Heute werden die Weichen zentral von Berlin aus gestellt und die Stellwerke von früher werden nicht mehr benötigt. Mittlerweile ist es auch völlig entkernt und man kann nur erahnen wo die Technik früher einmal stand, auch der Ofen für die Heizung ist weg. Die Fenster und Toiletten sind zerschlagen und nur wenig vom früheren Inventar ist noch da.

Halbrundlokschuppen

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde dieser kleine Lokschuppen errichtet. Wie viele seiner Art hatte er eine Drehscheibe vor seinen Toren und es wurden hier Dampfloks gewartet.
Heute ist nicht mehr viel vorhanden. Das Dach teilweise eingestürzt die Fenster vernagelt. Ein Verein bemühte sich zwar noch ein paar Jahre um das Areal und hatte hier auch seinen Fuhrpark stationiert. Aber der Kostendruck und der Denkmalschutz ließen das Projekt scheitern.
Ein alter Kran steht noch vor dem Gelände, an dessen Haken ein Spielzugauto im Wind pendelt. Es ist sogar noch der Wasserkran vorhanden, wo die Dampfloks früher mit Wasser versorgt wurden.

Wasserturm Typ Klönne

Der Typ Klönne, war ein Wasserturm mit Kugelbehälter. August Klönne entwickelte diesen um 1900 und fort an wurde er sehr oft gebaut. Das Prinzip bestand darin, das der Turm höher gelegen war als seine Abnehmer.
Dieser Turm versorgte ein Werk mit Wasser und speicherte fast 500.000 Liter.

Ringlockschuppen ohne Dach

Das war einmal ein Teil eines ehemaligen großen Betriebsbahnhof der Bahn.
Diese zwei Ringlockschuppen sind schon lange Zeit ungenutzt, einer der beiden hatte kein Dach bekommen.

Warum mussten die Arbeiter unter freiem Himmel ran? Aus Geldmangel oder weil das Dach woanders gebraucht wurde? Genaues weiß man nicht.

Dampflokfriedhof

Hier am Hafen hat ein privater Eigentümer einige alte Dampfloks abgestellt. Sie rosten vor sich hin und die Bäume wachsen schon aus ihnen heraus.
Leider kann man das Gelände nicht betreten um Nahaufnahmen zu machen, deshalb nur Bilder von außen.