Der Stolz der Reichsbahn

Die Baureihe der Deutschen Reichsbahn 175, die VT18.16 waren dieselhydraulische Schnellzüge. Sie wurden auch als Stolz der Reichsbahn bezeichnet, da sie zur damaligen Zeit das Prunkstück der Flotte darstellten.

Gebaut wurden sie ab 1963 im VEB Waggonbau Görlitz. Sie hatten zwei 12 Zylinder 1.000 PS Motoren und erreichten eine Spitzengeschwindigkeit von 160 km/h.
Die Ausstattung der Züge war besser als bei normalen auch auf die Bewirtung wurde großen Wert gelegt, das Zugpersonal hatte eigenen Uniformen. Eingesetzt wurden sie auf internationalen Linien nach Skandinavien, Österreich und in die Tschechoslowakei.

Da die Platzkapazität nicht erweitert werden konnte, wurden sie Ende der 1970er Jahre gegen normale Züge ausgetauscht. Zuletzt wurden sie nur noch für kurze Verbindungen Berlin-Leipzig oder Berlin Bautzen eingesetzt und nach und nach ausgemustert.

Anfang der 1990er Jahre existierte sogar nur noch ein fahrbereiter Zug, dieser wurde als Museumszug eingesetzt. Die Bilder stammen aus diesem Zug, der Baureihe 675 dem SVT18.16.07/10.

Seine Historie im Detail:

– bis 1983 im Planeinsatz der Deutschen Reichsbahn
– 1983-1989 fuhr er für ein Reisebüro die Strecke Westberlin – Leipziger Messe
– Pläne als Flughafenpendel in Berlin, die aber nie umgesetzt wurden
– ab Mai 1991 Sonderfahrten für Firmen, Reisebüros und die DR
– Charterfahrten gingen z.B. in die Schweiz, Belgien, Frankreich und Polen. Fester Programmpunkt zur Weihnachtszeit, waren Fahrten in das Erzgebirge.
– 2003 endete der Einsatz mit Ablauf der letzten Hauptuntersuchung
– Nach Abschiedsfahrten wurde der Zug abgestellt