Im Zuge der Bauarbeiten für die großen Wünsdorfer Bunker wurden auch etwa 20 Luftschutzbunker der Bauart Winkel Typ 2 – sogenannte Spitzbunker – errichtet.
Diese konnten mehr als 300 Personen Schutz vor Luftangriffen bieten. Sie waren 23 Meter hoch und hatten 8 Etagen. Wir fanden 15 Spitzbunker, teilweise aber nur noch als Ruinen. Die Bebilderung entstand an unterschiedlichen Tagen.
03-2022
Weitere Spitzbunker konnten wir besuchen. Laut einer Karte sind es hier in der Waldstadt 19 Stück.
Bevor die Holzindustrie das Gelände nutzte, wurde hier ein Schießplatz errichtet.
Auf einer 10.000 m langen Schießbahn wurden Panzergeschosse getestet. Ab 1893 gehörte das Testgelände der Firma Krupp in Essen und diese nutzte den Schießplatz bis zum Ende des Ersten Weltkrieges.
1918 begann die zivile Nutzung durch einen Landmaschinenbetrieb der Gartenmöbel produzierte.
Nach 1933 dann wieder eine militärische Ausrichtung der Produktion. Waffen- und Munitionskisten sowie Kasernenmobiliar machten einen wesentlichen Teil der Fertigung aus.
Nach dem Zweiten Weltkrieg schwenkte der Betrieb wieder auf die zivile Nutzung um.
Jetzt gehörten Bauelemente und Möbel zum Programm. Ab 1950 konzentrierte sich der Betrieb auf Holzmöbel, -fenster und -türen und wurde zum VEB.
Mit dem Niedergang der DDR wurde der Betrieb wieder privatisiert und die Holzverarbeitung ging unter verschiedenen Namen weiter.
Der Großteil des Geländes ist bereits seit Jahren aufgegeben, steht leer und verfällt. Brände und Vandalismus gaben ihm den Rest. Leider wurde auch eine schöne Holzvilla Opfer der Flammen.
Jetzt ist hier nicht mehr viel zu sehen. Der Rundgang war dann auch schnell beendet, hier aber doch ein paar Eindrücke.
Der Name „Altes Schloss“ entstand durch den Volksmund, da das Gebäude durch seine architektonische Pracht auffiel.
Im gleichen Park in der Nähe steht das „Neue Schloss“.
Erbaut wurde das „Schloss“ als Fabrikantenvilla 1873/74. Es hatte damals 50 Zimmer und wurde ab dem Krieg für medizinische Zwecke genutzt. In den Zeiten der DDR war hier die Kreispoliklinik untergebracht.
Nach der Wende dann die letzte Nutzung als Pflegeheim. Seit 1996 steht das Schloss nun leer und wechselte seitdem mehrfach den Besitzer.
Verschiedene Nutzungskonzepte wurden erdacht aber nie umgesetzt. Leider verfällt das Gebäude immer mehr.
Dieser Industriestandort entwickelte sich schon Mitte des 19. Jahrhunderts. Hier wurden Eisenteile gegossen und die Gießereien in den nächsten Jahren erweitert.
Wie die meisten Betriebe wurde auch dieser nach 1945 in einen VEB umgewandelt. Die Schließung nach der Wende brachte neben Abriss noch einen neuen Eisengussbetrieb hervor. Reste des ehemalig großen Werkes stehen noch heute und sind stark einsturzgefährdet.
Die Dächer sind fast alle morsch und teilweise eingestürzt.
Viele alte Gußformen liegen noch herum und erzählen die Geschichte ihrer früheren Nutzung.
In der Lehrwerkstatt konnte man noch Arbeiten der Lehrlinge finden, wie Aufsätze über die Bedeutung des Kombinats oder technische Zeichnungen.
HIer befand sich früher südlich des Personenbahnhofs ein großer Güterbahnhof. Dieser war wichtig für den Braunkohletransport der Leunawerke.
Heute werden große Teile davon von verschiedenen Firmen nach genutzt. Einige Gebäude aber sind verlassen. Auch die Drehscheibe und ein Werkstattwagen vor dem Ringlokschuppen gehören dazu.
wurde dieses Filmtheater anfangs des 20. Jahrhunderts eröffnet.
Die eigentümliche Konstruktion ließ das Kino zum Wahrzeichen der Stadt werden. In den 1970er Jahren wurden hier tolle Filme gezeigt und die Leute standen Schlange, um an die Eintrittskarten zu gelangen.
Nach der Wende wurde das Gebäude vermietet und jemand versuchte hier eine Disko zu etablieren. Das war auch die letzte Nutzung des Hauses, das jetzt über 20 Jahre leer steht.
Hier kommt man ins Schwärmen, die Türen standen offen und wir betraten ein Gebäude mit sehr schöner Architektur. Früher wurde noch Wert gelegt auf gut gestaltete Räume mit Säulen und schönen Verzierungen. Im Dachgeschoss ein weiterer beeindruckender Raum.
Aber es war schwierig etwas über die Geschichte des Geländes heraus zu bekommen.
Jetzt wird hier wieder Hand angelegt, die Räume waren ausgefegt und der Wildwuchs rund herum wurde beseitigt. Was passiert hier in Zukunft, Abriss oder ein neues Projekt? Auch das konnten wir nicht in Erfahrung bringen.
Zur Geschichte:
Erbaut als Badeanstalt, zog hier bereits Anfang des 20. Jahrhunderts ein Industriebetrieb ein. Hier stellte man nun Musikinstrumente her. Es wurden leider ohne Rücksicht auf die schöne Säulenarchitekur Zwischendecken eingezogen, so dass die Säulen in den Räumen nun recht merkwürdig wirken, Kapitelle sich z.B. statt oben auf den Säulen am Boden befinden.
Später in der DDR wurde der Betrieb in einen VEB umgewandelt. Die Schließung erfolgte 1991.
Trommeln für die Badeanstalt
Trommeln für die Badeanstalt
Trommeln für die Badeanstalt
Trommeln für die Badeanstalt
Trommeln für die Badeanstalt
Trommeln für die Badeanstalt
Trommeln für die Badeanstalt
Trommeln für die Badeanstalt
Trommeln für die Badeanstalt
Trommeln für die Badeanstalt
Trommeln für die Badeanstalt
Trommeln für die Badeanstalt
Trommeln für die Badeanstalt
Trommeln für die Badeanstalt
Trommeln für die Badeanstalt
Trommeln für die Badeanstalt
Trommeln für die Badeanstalt
Trommeln für die Badeanstalt
Trommeln für die Badeanstalt
Trommeln für die Badeanstalt
08-2019
Das Gelände wurde vor 4 Jahren an einen Investor verkauft, der hier ein Kulturzentrum aufbauen wollte. Die Arbeiten begannen, die Zwischendecke wurde entfernt und das Ausmaß der Halle kam dadurch wieder zum Vorschein. Aber scheinbar gab es keine Baugenehmigung und die Arbeiten wurden wieder eingestellt. Auch zu einem Brand kam es, der aber gelöscht werden konnte.In diesem Zustand kann das Gebäude den Witterungsbedingungen kaum lange trotzen.
Die Geschichte beginnt im 19. Jahrhundert wie im Märchen, eine Prinzessin baute ihrem Prinzen ein Schloss und schenkte es ihm, als er aus dem Krieg wieder Heim kehrte.
Bis zum 1. Weltkrieg folgten verschiedene Nutzungen, z.B. als Erholungsheim oder Tagungsort. Die Nazis nutzten das Gelände ebenfalls als Heim. Als der Versuch, hier in den 1930er Jahren eine Herberge zu betreiben, sehr gut gelang, wurde tüchtig umgebaut. Einige Nazigrößen und andere Prominente ließen sich hier blicken und bescherten einen guten Umsatz.
Gegen Ende des 2. Weltkriegs wurde das Jagdschloss kurzzeitig auch als Lazarett benutzt. Der Besitzer wurde nach dem Krieg enteignet.
Bis zur Wende wurde das Schloss wieder als Ferienheim genutzt, danach als Schule für Staatsbedienstete. Seit der Jahrhundertwende steht es leer.
Die Räume sind leider alle so gut wie leer, da der letzte Besitzer fast alles entfernen ließ. Das äußere Erscheinungsbild ist aber beeindruckend. Wieder einmal ein tolles Gebäude das scheinbar keine Zukunft mehr hat. Jetzt ist es an einen Privatmann verkauft worden, Nutzungsabsichten sind noch keine bekannt.