Archiv der Kategorie: NVA

Bunker Garzau

Wir konnten einen der am besten erhaltenen Atombunker aus der Zeit des kalten Krieges besuchen.

Weiter Informationen findet man hier.

Die Aufgabe dieses BBunkers war die Unterbringung eines Rechenzentrums der NVA.
Er wurde von 1972 bis 1975 gebaut und 1976 an die NVA übergeben. Über die 2 Etagen verfügte der Bunker der Schutzklasse B über 4.000m“ Nutzfläche. Eine 24 stündige Hermetisierung war vorgesehen.
Hier war dann Rechentechnik aus dem RGW-Programm mit dem Namen ESER (Einheitliches System elektronischer Rechentechnik) installiert. Die Aufgabe bestand darin, täglich Meldungen aus allen Teilstreitkräften zu bündeln und dem Ministerium für Nationale Verteidigung zur Verfügung zu stellen.
1993 wurde die Anlage aufgegeben und nach mehrfachem Besitzerwechsel gelangte es dann in die Hände des heutigen Besitzers.
Das Los vieler vergleichbarer Anlagen, die geplündert und zerstört wurden, teilte der Atombunker nicht und steht deshalb heute noch in diesem Zustand da.

NVA Übungsplatz

Hier hat sich die NVA ab den 1960er Jahren einen Übungsplatz gebaut. Die ersten Übungen fanden dann hier Anfang der 60er Jahre statt. Weitere Ausbaustufen folgten unter anderem wurden hier Kernwaffenübungszonen geschaffen. Auch eine NVA Abteilung für Chemie konnte hier Übungen abhalten.

Heute finden wir noch die Betonbäume der Kernwaffendetonationszone und verschiedene Unterstände und Wachtürme. Mittlerweile sind die Betonbäume von echten umgeben, ein skurriler Anblick. Auch ein großer Lagerbunker im Wald ist noch vorhanden. Nach der Wende wurde der TÜP aufgelöst und vieles abgerissen.

Bunkerrohbau des MfS

Dieser Bunkerrohbau wird oft als Mittag Bunker bezeichnet. Viele Quellen sprechen davon, das hier die Ausweichführungsstelle von Günter Mittag gebaut werden sollte. Aber die Planung war wohl für dieses Gebiet, aber wurde nicht umgesetzt.

Denn hier sollte einmal eine Ausweichführungsstelle des Ministeriums für Staatssicherheit entstehen (MfS). Wie die Bilder zeigen, kam das Objekt nicht über die Rohbauphase hinaus. Der Bau begann um 1988 und die politische Wende beendete 1989 das Vorhaben. Die Nutzfläche betrug rund 750 m². Der Zugang befindet sich in einer Tarnhalle und man muss einige Meter den Gang entlang laufen, bis man den Bunker erreicht.
Da das Gelände an eine Privatperson verkauft wurde, war der Zugang bis vor rund 10 Jahren verschlossen. Scheinbar endete dann auch die Nachnutzung der Gebäude, heute liegt hier viel Müll herum und die Reste sind vom Vandalismus gezeichnet. Wahrscheinlich war die Nachnutzung hier als Ferienheim, denn man erkennt noch den typischer Aufbau. Heizhaus, Speise- und Kulturhaus und Wohnhäusern mit kleinen Zimmern.

Ein kleines Handyvideo

NVA Schwimmhalle

Gegen Ende der 1970er Jahre wurde diese Schwimmhalle für die Armeeangehörigen eröffnet.
Auch zivil konnte die Halle genutzt werden und viele Schüler hatten dort ihren Schwimmunterricht.

Nach dem Ende des NVA Standortes, versuchte die Stadt die Schwimmhalle weiter zu betreiben. Aber seit 1995 ist diese jetzt geschlossen und heute abrissreif.
Beim Schwimmbecken sind die Scheiben zerschlagen und die Wände beschmiert, zum Glück blieb der Technikbereich davon verschont und bot doch noch einige Motive.

Honeckerhügel

Den Honeckerhügel gibt es auch auf anderen Truppenübungsplätzen. Man nennt ihn so weil es ein Feldherrenhügel ist, hier wurden die Manöver des Warschauer Paktes beobachtet.
Er ist inmitten eines ehemaligen Truppenübungsplatzes platziert und unter dem Hügel befindet sich ein kleiner Bunker aus dem heraus die Truppenbewegungen beobachtet werden konnten. Heute ist dieser zugeschüttet. In Ostrichtung ist noch die Sandkastenkarte des Platzes zu finden. Der Zahn der Zeit nagt an diesem Bauwerk, auf der Karte war einmal die Geländeform dargestellt. Heute wachsen hier Sträucher und Bäume.

NVA Nachrichtenbrigade

Hier wurde nach der Gründung der NVA ein Nachrichtenregiment aufgebaut. In den Jahren des 2. Weltkrieges war hier zuvor ein Industriebetrieb ansässig, der Rohprodukte für Sprengstoff herstellte. Nach dem Krieg wurden die Anlagen demontiert.
Die Kaserne wurde später noch erheblich erweitert. Nach der Wende erfolgte noch bis 1994 eine Weiternutzung durch die Bundeswehr, bis sie dann einer zivilen Nutzung zugeführt werden sollte.
Das ist bisher nur teilweise gelungen. Es hat sich eine Schule, ein Kindergarten und diverse Mieter die hauptsächlich die Garagen nutzen, angesiedelt.
Große Teile sind ungenutzt, die Gebäude die begehbar sind , leider aber von starkem Vandalismus gekennzeichnet. Dort haben wir keine Bilder gemacht. Andere wiederum sind zugemauert.

Bei einem 2. Besuch konnten wir andere Teile der Kaserne besuchen, dort waren noch einige Wandbilder zu finden.

Funksendeamt

Die NVA Luftstreitkräfte hatten für den Verteidigungsfall 4 Funksendeämter vorgehalten. Dieses FSA war ein zweietagiger Bunker und wurde Ende der 1960er Jahren erbaut. Es wurden noch 2 weitere, baugleiche im Gebiet der DDR errichtet.
Die Sender standen im Bunker, die Antennen waren in unmittelbarer Nähe montiert da deren Abstand zur Sendeeinheit nicht so groß sein durfte. Die Notstromversorgung bestand aus 3 Dieselaggregaten. Bis zu 75 Personen war hier die maximale Belegung. Die Bundeswehr übernahm noch kurz das Bauwerk, aber es wurde nicht mehr genutzt und auch bald ausgeschaltet. Die Renaturierung erfolgte, in dem die oberirdischen Bauwerke verschwanden.

Friedhof der Jagdflieger

Diese Jagdflugzeuge russischer Bauart stehen auf einem Flugplatz als kleines Museum. Neben den 3 hier gezeigten existieren noch 2 weitere die aber nicht auf dem Flugfeld stehen.

Die beiden MiG waren früher zu Schulzwecken eingesetzt, einmal eine MiG21-21U-400 als Schuldoppelsitzer und eine MiG-U-600 als Trainer. Genutzt wurden diese früher in der NVA und dem Nachfolger, die Bundeswehr. Die Suchoi SU-22M-4 ist im Vergleich zu den MiG’s schon eine andere Nummer, alles an ihr wirkt gewaltiger. Das Flugzeug wurde auch als Jagdbomber eingesetzt und war für den Tiefflug ausgelegt.
Das ist schon ein imposanter Anblick wenn man so nach an diesen Waffen ran kommt, fast in „freier Wildbahn“.
Der Flugplatz wurde 1934 als Militärflugplatz erbaut und im 2. Weltkrieg wurden hier Flugzeuge gewartet. Die Sowjets konnten dann damit nichts anfangen und demontierten die Anlagen.

Sanitätszelt der GSSD

Dieses Zelt macht ja gerade mächtig die Runde, wir überlegten ob wir diesem Run nachgehen sollen oder uns an den Bildern anderer erfreuen sollten.

Ohne Hilfe ist das Sanitätszelt eigentlich nicht zu finden, es ist mit Erde überdeckt und ist nur aus nächster Nähe als solches zu erkennen.
Es ist dort kaum Vandalismus und fast noch alles vorhanden, etwas Unordnung herrscht aber doch. Nach dem Abzug der GSSD ist ja auch schon einiges an Zeit vergangen. Wie lange der Zugang offen ist wissen wir nicht, aber es war bestimmt bis vor kurzem noch gesichert.
An diesem Standort gab es mal eine kleine Kaserne und ein Lazarett. Mehr wissen wir nicht über den Zweck dieser Einrichtung.

04-2021
Mittlerweile sind weitere Infos aufgetaucht. Dort heißt es, das es sich hier doch um ein Sanitätszelt von der NVA handelte. Es ist zwar russischer Bauart und es wurden auch viele russische Bauteile benutzt, aber es gab hier früher eine medizinische Ausbildungsstätte der NVA und das Zelt war ein Bestandteil des Übungsgeländes.
Hier wurden 2 dieser Zelte miteinander verbunden. Die Bezeichnung war „Planunterstand SKT“. Er sollte im Ernstfall für eine feldmäßige Versorgung der Verletzten genutzt werden. Es gab einen Elektroanschluss und die Belüftung erfolgte durch eine sowjetische Kompaktluftfilteranlage. Das Zelt sollte in 6 bis 7 Stunden von einer Montagetruppe von 7 Personen installiert sein und konnte mit Erde überdeckt werden. Eine Schutzschicht von max. 1m war möglich. Im Inneren hatte man dann 40 m² Nutzfläche.

Kaserne am Flugplatz

Der eigentliche Flugplatz existiert nicht mehr, hier steht jetzt ein Solarpark. Die früher dafür erforderliche Kaserne wird zu Teilen noch von Verwaltungen genutzt. Einige Gebäude wurden abgerissen und die hier gezeigten stehen leer. Darunter ein ausgeschlachtetes Heizwerk, das Kulturhaus mit Speisesaal und Küche, so wie Lager- und Sanitärbaracken. Zudem stehen hier noch einige Unterkunftsgebäude.

Zur Geschichte des Flugplatzes, dieser wurde kurz vor dem 2. Weltkrieg für kleinere Flugzeuge gebaut und danach dann von der Sowjetarmee auch kurzzeitig für Jagdflugzeuge benutzt.
Ein paar Jahre lang überwog dann die zivile Nutzung durch die Landwirtschaft.
Dann übernahm die NVA und baute den Flugplatz aus. Hier waren dann verschiedene Verbände stationiert. Nach der Wiedervereinigung verlor er aber seine Bedeutungund wurde aufgegeben, auch wegen der ungünstigen Lage im wiedervereinten Deutschland.