Archiv der Kategorie: Organisationen

Denkmäler in Georgien

Denkmal für die Helden, die im Zweiten Weltkrieg gefallen sind.
Gefunden an einer Straßenkreuzung. Es bsteht aus 2 Teilen.

Der Memorial Park in Dedoplistskaro, Georgien, ist eine markante Grünfläche am Ortseingang, die vor allem für ihr eindrucksvolles Kriegerdenkmal bekannt ist. Im Zentrum des Parks befindet sich ein Denkmal für die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Georgier. Es gilt als eines der ungewöhnlichsten und künstlerisch wertvollsten Monumente dieser Art im Land. Das Denkmal wurde im Jahr 1985 errichtet.
Der Park wurde in der Vergangenheit, zuletzt 2019 renoviert, wobei Treppen, Beleuchtung und Sitzbänke erneuert wurden.

In den 1970er Jahren wurde hier im Dorf eine Gedenkstätte für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs errichtet. Die Anlage liegt auf einem Hügel und ist über einen Feldweg und eine Treppe erreichbar. Auf dem Gelände befindet sich ein Gebäude, in dem Porträts der Gefallenen an den Wänden hingen. Das Gebäude ist innen und außen mit einem sowjetischen Mosaik verziert, das die Sowjetarmee darstellt. Im Hof der Gedenkstätte steht eine 30 Meter hohe Stele mit einem eisernen Stern. Zur Anlage gehörten außerdem eine Aussichtsplattform und eine Quelle. Heute ist die Anlage verlassen, und die meisten Porträts der Gefallenen sind verloren gegangen.

Das Monument der 300 Aragvier erinnert an eine Gruppe von 300 Bergbewohnern aus dem Aragwi-Tal, die 1795 in der Schlacht von Krtsanisi bei der Verteidigung von Tiflis gegen die persische Armee bis zum letzten Mann kämpften.
Es gibt zwei bedeutende Denkmäler, die ihnen in Georgien gewidmet sind.
Dieses Denkmal befindet sich nicht direkt am Ort des Geschehens, sondern an der Georgischen Heerstraße. Ein 23 Meter hoher Turm aus Beton im sowjetischen Monumentalstil, der von Weitem sichtbar ist. Es gilt oft als „unvollendetes“ oder etwas vernachlässigtes Denkmal, bietet aber einen beeindruckenden Blick über das Tal.

Relief in Stepantsminda, was es bedeutet ist uns nicht weiter bekannt.

Das bekannteste Mosaik in Georgien ist eine riesige Aussichtsplattform an der Georgischen Heerstraße in der Nähe von Gudauri, von lokalen Guides despektierlich „Elefanten Klo“ genannt.

Das Denkmal entstand anlässlich des 200. Jahrestags des Vertrags von Georgijewsk und als „Lob an die Freundschaft von Russland un Georgien“, was bis heute für hitzige Diskussionen sorgt. Entgegen üblicher Tradition wurden die beiden Nationen als Gleichberechtigte dargestellt, mit Motiven aus der jeweils eigenen Sagenwelt und Folklore. Gleichzeitig bietet dieser Punkt eine hervorragende Sicht auf die kaukasische Bergwelt.

Treten Sie ein in das Reich der Legende und Tapferkeit am
Memorial of Georgian Warrior Heroes.
Diese von Bildhauer Giorgi Ochiauri gefertigten Bronzefiguren sind eine entschlossene Hommage an Georgiens unerschütterlichen Geist. Ursprünglich im Vake Park von Tiflis gelegen, fanden diese prächtigen Krieger ihr ewiges Zuhause an Goris Festung.

Acht mächtige Krieger, die in Bronze gegossen sind, versammeln sich in einem feierlichen Kreis auf stabilen Steinfundamenten. Jede Figur strahlt eine stoische Tapferkeit aus, die in der Zeit eingefroren ist und dennoch mit den Echos der längst vergangenen Schlachten pulsiert. In der Nähe steht ein einsamer Stein, seine Nischen sind bereit, Kerzen für diejenigen zu halten, die kommen, um zu huldigen.

Diese Bronze-Figuren, die zwischen 1981-85 geschaffen wurden, verkörpern die Essenz von Mut und Opfer. Wenn Sie auf jede Figur schauen, werden Sie das Gewicht der Geschichte und die Geschichten derer spüren, die ihre Heimat verteidigt haben.

Dieses Denkmal finden wir am Great Patriotic War Museum in Gori. Es ist den Gefallenen Georgiens gewidmet.

„Ehre sei denen mit Seelen ohne Furcht, Wer für die Sache des Volkes tapfer gestorben ist…
Ihre Namen leuchten hell wie Fackeln in der Nacht…“

Der Chiatura Memorial in der georgischen Bergbaustadt Tschiatura ist ein gigantisches, sowjetisches Weltkriegs-II-Denkmal. Es ist bekannt für seine monumentale, aber verfallene Brutalismus-Architektur und ist für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Wir sehen eine riesige Statue eines Soldaten in Kampfmontur neben einer zweiten Figur in wallendem Gewand. Sie thront auf einer grünen Anhöhe am Ortseingang und hat als Kulisse einen markanten, sozialistischen Wohnblock.


Ein Weltkriegsdenkmal und eine alte Bushaltestelle

Ein Denkmal am Eingang eines aktiven Kraftwerks daneben noch ein Mosaik.

Ein weiteres Weltgkriegsdenkmal. Schon etwas verblasst zeigt es Szenen des Kampfes.

Wieder ein WW2 Denkmal das auf einem Mosaik einen Soldaten im Kampf zeigt.

Monument- ,,Second homeland’’, leider wissen wir nicht mehr darüber, nur das es nicht mehr gepflegt wird und über dem Ort auf einem Hügel thront.

Poti Denkmal
Es wurde 1979 zu Ehren der Kämpfer von Poti und der im 2. WeltKrieg Gefallenen errichtet. Die Architekten sind Elguja Amashukeli und Vakhtang Davitaia. An der Vorderseite des Denkmals, am Eingang, sind die Namen der im Krieg gefallenen Poti-Krieger auf Granitplatten eingraviert. Der zentrale Teil des Denkmals ist in Form von Meereswellen gestaltet. In deren Mitte befindet sich die Statue eines jungen Mannes mit einem Lorbeerzweig in der Hand – ein Symbol für den Sieg des Guten über das Böse.

Dieses Denkmal ist ein klassisches Beispiel für ein sowjetisches Kriegsdenkmal zum Gedenken an den Großen Vaterländischen Krieg.

Ganz oben auf dem Obelisken prangt das zentrale Symbol der Roten Armee und des Sowjetstaates. Der trauernde Soldat steht im Zentrum des bildhauerischen Teils. Sein gesenkter Blick, der Mantel und die Art, wie er seine Waffe hält, symbolisieren tiefe Trauer über die gefallenen Kameraden, aber gleichzeitig unerschütterliche Standhaftigkeit.

Rechts daneben steht ein junger Pionier mit einem Gedenkkranz. Das symbolisiert die Kontinuität der Generationen. Die Jugend erweist den Opfern der Vorväter die Ehre und wird im sowjetischen Geist der Pflichterfüllung erzogen.

Das horizontale Betonband erzählt die narrative Geschichte des Krieges von links nach rechts im typischen Stil des Sozialistischen Realismus. Ganz links das stilisierte Porträt eines Soldaten mit Helm – das Symbol für den Aufbruch an die Front und die Verteidigung. Ein Panzer bricht durch Hindernisse und zermalmt das Hakenkreusz. In der Mitte sieht man eine Gruppe von Soldaten im dynamischen Nahkampf. Dies feiert das kollektive Heldentum und die Opferbereitschaft der Roten Armee. Ganz rechts schließt das Relief mit dem Gesicht einer Frau im Kopftuch ab. Sie symbolisiert die trauernden Mütter und Frauen in der Heimat, die den Verlust beklagen, aber auch die personifizierte Heimatordnung darstellten.

Ein Weltkriegsdenkmal in Dagva.

Ein Weltkriegsdenkmal in Arakali.

Siegespark

Das Gelände wurde kurz nach dem Ende des Großen Vaterländischen Krieges als monumentale Parkanlage konzipiert. Ziel war es, die Macht und den repräsentativen Anspruch des damaligen Regimes in Stein und Natur zu gießen.

Jahrzehnte später wurde die Anlage im Rahmen eines runden Republik-Jubiläums um ein zentrales Memorial erweitert – eingeweiht von den höchsten Staatschefs der damaligen Sowjetunion. Es dient dem Gedenken an die Hunderttausenden Soldaten der Region, die im Weltkrieg fielen.

Zwischenzeitlich war das Monument von einem markanten Kreis aus tonnenschweren Kriegerskulpturen umgeben. Diese wurden jedoch im Zuge postsowjetischer Umstrukturierungen demontiert und an eine Festung im Landesinneren verlegt.

Die Anlage ist heute ein Hybrid. Während die unteren Ebenen als lebendiger Stadtpark genutzt und schrittweise saniert werden, strahlt das monumentale Memorial am Gipfel nach wie vor die raue, melancholische Brutalismus-Atmosphäre eines vergessenen Imperiums aus. Eine monumentale, kaskadenförmig angelegte Freitreppe bildet das Rückgrat der Anlage und verbindet die Hauptverkehrsader direkt mit dem höher gelegenen Denkmal. Die zentrale Sichtachse wird durch ein großflächiges System aus Springbrunnen und einem runden Hauptbecken dominiert. Das Grabmal des Unbekannten Soldaten besteht aus einer minimalistischen, aber imposanten Kaskade aus Naturstein und Metall. Kernstück ist eine Ewige Flamme. Die Spitze des Denkmals wird von einer monumentalen Bronzestatue dominiert, die eine weibliche Figur mit einem Banner und einem Zweig darstellt.

Monument of Kojori

Der Kojori Junkers-Gedenkstein ist ein wichtiges georgisches Mahnmal in der Nähe von Tiflis. Es erinnert an die jungen georgischen Kadetten (Junkers), die im Februar 1921 während der Schlacht von Kojori und Tabakhmela ihr Leben bei der Verteidigung der Hauptstadt gegen die einmarschierende russische Rote Armee ließen.
Die Kadetten opferten sich bei einem heroischen letzten Gefecht, um die Unabhängigkeit Georgiens gegen die sowjetische Besatzung zu verteidigen. Die Gedenkstätte für die Gefallenen wurde in den 1990er Jahren am historischen Ort nahe der Festung Kojori errichtet. Das Denkmal gilt als ein nationales Symbol des heldenhaften Widerstands und wird regelmäßig für Gedenkfeiern der georgischen Regierung und internationaler Diplomaten genutzt.

 

 

Gemeindeamt

Im Westen Georgiens, eingebettet in eine Region, die einst für ihren florierenden Teeanbau bekannt war, steht ein monumentales Relikt vergangener Tage. Das einstige Verwaltungsgebäude der dortigen Kolchose ist ein Paradebeispiel für den sozialistischen Klassizismus und den späteren Verfall nach dem Zusammenbruch des Systems.

Errichtet in der Mitte des 20. Jahrhunderts, fungierte der Prachtbau als administratives und kulturelles Zentrum der Region. Es war das Symbol für den kollektiven Wohlstand, der durch den massiven Tee-Export generiert wurde. Es beherbergte Büros und repräsentative Räume. Mit dem Ende der Sowjetunion Anfang der 1990er Jahre kollabierte die zentralgesteuerte Wirtschaft. Die Teefabriken schlossen, die Kolchose wurde aufgelöst.
Heute ist hier nur noch ein sehr kleiner Teil als Büro geöffnet. Der Rest ist dem Verfall ausgesetzt.

Spomeniks

Die Spomeniks sind einzigartige Denkmäler, die in Jugoslawien nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet wurden, um den Widerstand gegen die faschistische Besatzung und die Opfer des Krieges zu ehren. Sie wurden hauptsächlich zwischen den 1960er und 1980er Jahren errichtet und stehen in verschiedenen Teilen des ehemaligen Jugoslawien, heute auf dem Gebiet mehrerer Staaten, darunter Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien und Montenegro.

Die Spomeniks sind nicht nur Erinnerungsstätten, sondern auch bedeutende Kunstwerke, die sich durch ihre futuristische, teils abstrakte Formensprache auszeichnen. Sie wurden oft von renommierten Architekten und Künstlern gestaltet, darunter Bogdan Bogdanović und Vojin Bakić, die durch ihre Entwürfe einen einzigartigen architektonischen und künstlerischen Stil entwickelten, der sich stark von traditionellen Denkmälern unterscheidet.
Die genaue Zahl ist heute nicht bekannt, aber es wurden mehr als 4.000 dieser Spomeniks errichtet.

Viele dieser Denkmäler erinnern an die Partisanenbewegung – die jugoslawische Widerstandsbewegung gegen die Achsenmächte während des Zweiten Weltkriegs. Die Spomeniks stehen oft an bedeutenden Schlachtfeldern oder Gräberstätten und symbolisieren den heroischen Kampf und die Opferbereitschaft der Partisanen und ihrer Unterstützer.

Ein markantes Merkmal der Spomeniks ist ihre monumentale, teils surrealistische Architektur, die mit futuristischen Formen und geometrischen Figuren spielt. Die Denkmäler sind so entworfen, dass sie den Betrachter in ihrer Größe und Symbolik beeindrucken und gleichzeitig zum Nachdenken über den Krieg, den Widerstand und die Freiheit anregen.

Nach dem Zusammenbruch Jugoslawiens wurden aber viele davon zerstört oder aufgegeben. Heute interessiert sich kaum noch jemand dafür und die Mittel, die für Erhalt oder Restaurierung bereitgestellt werden, sind auch sehr überschaubar.

Es gibt auch eine Webseite die sich ausführlich mit den Spomeniks beschäftigt.
https://www.spomenikdatabase.org/

Milin Birt
Denkmal für gefallene Kämpfer und Opfer des Faschismus
Künstler: unbekannt
Baujahr. In den 1980er Jahren
Zustand: 3


Lipovec Lonjski
Denkmal für die Partisanengruppe Moslavina in Lipovec Lonjski
Künstler: Zoran Bakić
Baujahr: 1988
Zustand: 1


Rijeka
Denkmal für gefallene Kämpfer und Opfer des Faschismus
Künstler: unbekannt
Baujahr: –
Zustand: 2


Bihać
Gedenkpark für die Opfer des faschistischen Terrors
Künstler: Bogdan Bogdanović
Baujahr: 1981
Zustand: 3


Petrova Gora
Denkmal für den Aufstand der Bevölkerung von Kordun und Banija
Künstler: Vojin Bakić & Berislav Šerbetić
Baujahr: 1981
Zustand: 3


Sisak Memorial
Denkmal für die Abteilung im Brezovica-Wald
Künstler: Želimir Janeš
Baujahr: 1981
Zustand: 2


Podgarić
Denkmal für die Revolution des Volkes von Moslavina
Künstler: Dušan Džamonja & Vladimir Veličković
Baujahr: 1967
Zustand: 2


Jasenovac Memorial
Blumenmonument oder Steinblume ist eine Gedenkstätte für die Hunderttausenden Opfer, die während des Zweiten Weltkriegs im Zwangsarbeits- und Vernichtungslager Jasenovac hingerichtet wurden
Künstler: Bogdan Bogdanović
Baujahr: 1966
Zustand: 1


Kozara
Denkmal der Revolution
Künstler: Dušan Džamonja zusammen mit der Architektin Marijana Hanzenković
Baujahr: 1972
Zustand: 1


Sanski Most
Šušnjar Gedenkkomplex
Künstler: Petar Krstić
Baujahr: 1970
Zustand: 3


Mostar
Partisanenfriedhof
Künstler: Bogdan Bogdanović
Baujahr: 1965
Zustand: 3


Gornji Jelovac
Denkmal für die gefallenen Soldaten der Schlacht von Kozara
Künstler: Gornji Jelovac
Baujahr: 1973
Zustand: 4


Novi Travnik
Nekropole für die Opfer des Faschismus oder Denkmal auf Smrika
Künstler: Bogdan Bogdanović
Baujahr: 1975
Zustand: 3


Tjentište
Gedenkstätte für die Schlacht von Sutjeska im Tal der Helden
Künstler: Miodrag Živković & Ranko Radović
Baujahr: 1971
Zustand: 1


Nikšić
Denkmal für die gefallenen Kämpfer des Zweiten Weltkriegs
Künstler: Ljubo Vojvodić
Baujahr: 1987
Zustand: 2


Slabinja
Denkmal für gefallene Kämpfer und Opfer des Faschismus aus Slabinja
Künstler: Stanislav Mišić
Baujahr: 1981
Zustand: 4


Ulcinj
„Freedom“ oder „Liberty Monument“
Künstler: Miodrag Živković & Đorđe Zloković
Baujahr: 1985
Zustand: 2


Bravsko
Denkmal für die gefallenen Kämpfer des Nationalen Befreiungskrieges
Künstler: Mirko Radulović & Nebojša Loatinović
Baujahr: 1972
Zustand: 4


Grmeč
„Denkmal für die Revolution” oder „Denkmal für das Partisanenkrankenhaus von Bosanska Krajina” oder „Denkmal für Korčanica”
Künstler: Ljubomir Denković zusammen mit Milovan Matović und Savo Subotin
Baujahr: 1979
Zustand: verlassen


Pleso
Denkmal erinnert an die Sabotageakte, die Partisaneneinheiten während des Zweiten Weltkriegs auf den von den Achsenmächten kontrollierten Flughäfen in der Region Zagreb verübten, und gleichzeitig an die Befreiung Zagrebs im Jahr 1945.
Künstler: Marijan Burger
Baujahr: 1978
Zustand: 2


Vođenica
Das Denkmal erinnert an das Leben der Kämpfer der Vođenica-Kompanie, die während des Nationalen Befreiungskrieges
Künstler: unbekannt
Baujahr: –
Zustand: verlassen


Gligino Brdo
Das Denkmal erinnert an die ersten Aufstandsversuche durch Partisanenrebellen im Juli 1941 in dieser Region
Künstler: Ahmed Bešić
Baujahr: um 1970
Zustand: 4


Obadov Brijeg
Erinnert an die 6. montenegrinische Sturmbrigade, die im November 1944 den nahe gelegenen Danilovgrad-Pass vor einem Einfall deutscher Soldaten verteidigte.
Künstler: Slobodan Vukajlović
Baujahr: 1974
Zustand: 4


Lepoglava
Gedenkstätte der Opfer die im Gefangenenlager der Stadt ums Leben kamen, sowie der vielen Tausend Menschen, die während des Zweiten Weltkriegs an diesem Ort hingerichtet wurden.
Künstler: Stevan Luketić
Baujahr: 1981
Zustand: 2


Grahovo
Dieses Denkmal ist dem Partisanen-Militärkommandanten und Kriegshelden Sava Kovačević gewidmet, der 1905 in der Nähe dieses Ortes geboren wurde. Darüber hinaus ehrt dieser Ort auch über 270 lokale Partisanen, die während des Zweiten Weltkriegs ums Leben kamen.
Künstler: Miodrag Živković & Architekt Ivan Vuščić
Baujahr: 1978
Zustand: 1


Partisanenflugplatz
Erinnerung an den ersten Partisanenflug 1942.
Künstler: unbekannt
Baujahr: 1985
Zustand: 3

Spomenik Grmec

Dieses Spomenik erinnert an einen geheimen Krankenhauskomplex der hier in den Bergen durch die Partisanen im 2. Weltkrieg betrieben wurde.
Im Herbst 1942 begannen die Partisanen immer mehr den Achsenmächten schaffen zu machen und Territorium zurück zu erobern. Zur Versorgung der Verletzten wurden einige geheime Krankenhauskomplexe in Betrieb genommen. Hier war das wahrscheinlich größte angesiedelt, das ca. 2.800 Verwundete versorgen konnte.
Eine Gegenoffensive der Deutschen 1943 vertrieb die Partisanen aus diesem Gebiet, aber alle Verletzten konnten in Sicherheit gebracht werden. Die Deutschen vermuteten hier das Hauptquartier und zerstörten alles.
Die Gedenkstätte wurde hier ab 1975 geplant. Es gab einen Designwettbewerb den der Designer und Bildhauer Ljubomir Denković gewann. 1979 wurde das Spomenik dann hier mit einer großen Feier enthüllt und eröffnet.

Die beiden zentralen Gedenkelemente, zwei große, etwa 15 Meter hohe, halbkugelförmige Marmorblockwände, die um einen 2-stöckigen inneren Gedenkbereich gebaut sind. Im unteren Teil des Denkmals deuten Quellen darauf hin, dass es ursprünglich ein großes Modellrelief des lokalen Berggeländes gab, das sich alle direkt in der Mitte des Raumes mit einem leuchtenden Oberlicht direkt darüber befand. Innerhalb des Modells wurde ein kleines Bildnis der Partisanen-Krankenhauseinrichtung errichtet. In den Wäldern um dieses zentrale Denkmal befand sich ein Wegnetz, das zusätzliche Gedenkelemente enthielt, die vermutlich die Standorte verschiedener Strukturen des Krankenhauskomplexes markierten, die dort während des Krieges existierten.

Nach dem Zerfall Jugoslawiens, geriet auch dieses Denkmal in Vergessenheit und wurde vernachlässigt. Leider auch beschmiert und vandaliert. Heute ist es überwuchert und verfällt zusehends.

Neben dem Denkmal finden wir noch ein ebenso verlassenes Hotel das zu Beginn der 1980er Jahre hier erbaut wurde und wahrscheinlich auch nach 1990 zerstört wurde. Es diente nur kurz den Menschen zur Erholung in dieser Bergregion.

 

 

 

Denkmal Petrova Gora

Auf unserer Reise durch das ehemalige Jugoslawien werden wir einige Denkmäler, die sogenannten Spomeniks besuchen. Der teilweise brutalistische Baustil begeisterte uns.

Diese Denkmäler erinnern an den jugoslawischen Widerstand während des 2. Weltkrieges.
Eines der größten und bekanntesten ist dieses hier, das Denkmal von Petrova Gora.
Es erinnert an die Widerstandsbewegung der Bewohner von Kordun und Banija.
Der Entwurf stammt vom jugoslawischen Bildhauer Vojin Bakic und der Bau wurde 1981 fertig gestellt.
Es besteht aus einer Stahlbetonkonstruktion und ist mit Metallplatten verkleidet. Im Inneren befand sich früher ein Museum. Die umliegenden parkähnlichen Flächen dienten der Erholung und Freizeitgestaltung. Vom Dach des Spomeniks hatte man bei gutem Wetter einen weitreichenden Blick bis nach Slowenien und Bosnien.
Nach der Zerschlagung Jugoslawiens wurden diese Denkmäler meistens vernachlässigt. Dieses wurde ab 1995 dem Verfall und Vandalismus preisgegeben.

Später wurde auf dem Dach eine Telekommunikationsanlage errichtet. Vor 20 Jahren gab es Bemühungen einer Restauration, aber die geschätzten Kosten von über 10 Millionen Euro ließen das Projekt platzen.

An dieser Stelle möchten wir auf die besondere Spomenik Datenbank hinweisen, die sich des Themas umfassend annimmt.

www.spomenikdatabase.org

 

Funkdienst der DDR

Mit der Gründung der DDR 1949 wurde auch beschlossen, unabhängige Nachrichtenverbindungen zu den anderen Staaten aufzubauen. Es begann mit Verbindungen nach China und in die Sowjetunion.
Da die DDR dann von immer mehr Staaten anerkannt wurde, entstand Anfang der 1960er Jahre diese Funkstelle. Auf Basis der Kurzwellentechnik konnte jeder Ort der Welt erreicht werden. In den 1970er Jahren pflegten noch ca. 30 Staaten und gegen Ende der DDR dann 170 Länder diplomatische Beziehungen zu dem Arbeiter- und Bauernstaat. Die BRD baute dann 1990 schnell die Antennenanlagen hier ab und der Funkbetrieb wurde eingestellt.
Heute sind die meisten Gebäude und Hallen hier gewerblich oder privat genutzt, aber ein Haus, in dem scheinbar die Kommunikation statt fand, ist noch vorhanden. Leider total entkernt, aber man kann noch an den Aufschriften die verschiedenen Bereiche erkennen, in die diese Funkstelle untergliedert war.

Das Einkehrhaus

Erbaut wurde dieses Schulungszentrum für Studenten zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Da die wirtschaftliche Situation nicht besonders gut war, wurden dann hier neben den Studenten auch Privatleute aufgenommen.
Der Träger war dann auch bald die Kirche. Es fanden hier dann Freizeitveranstaltungen der Studenten und von christlichen Vereinen statt. Auch in der Zeit des dritten Reiches wurde die Arbeit hier fort geführt nur in den letzten Kriegsmonaten besetzte die Wehrmacht das Gelände.
Kurze Zeit übernahmen die Russen das Haus, aber auf Grund der Mühen eines Pastors gelang ein paar Jahre später hier die Wiederherstellung des ursprünglichen Zwecks.
In den folgenden Jahren wurden viele Renovierungen und Umbauten vorgenommen. Aber der Zahn der Zeit nagte an dem Gebäude und das Geld war knapp. Aber trotz aller widrigen Umstände, war hier war bis zum Ende ein Tagungs- und Erholungsheim der Kirche untergebracht.
Geschlossen wurde das Haus Ende der 1990er Jahre, weil die Besitzverhältnisse nicht geklärt sind und es zu einem Rechtsstreit kam, der viele Jahre andauerte. Heute ist das Haus verkauft, aber Pläne zum Umbau sind bisher noch nicht umgesetzt worden.

Die Verwaltung

Dieses Gebäude gab uns einige Rätsel auf und es ließ sich auch nicht die genaue Bestimmung recherchieren.
Wir vermuten hier eine Dienststelle der bewaffneten Organe der DDR.
Das Gebiet beherbergte früher viele verschiedene Gattungen von DDR Kontrollorganen. Auch eine militärische Nutzung gab es hier. Heute ist der Rest hier saniert und in Nachnutzung oder in zivile Nutzung übergegangen. Nur dieses Gebäude blieb. Aber was wurde hier früher einmal gemacht? Wie sehen am Zaun angeschweißte Stahlspitzen, vergitterte Fenster bis ins Obergeschoss, schallisolierte Diensträume und Fernmeldeanschlüsse.
Einen großen Speiseraum gab es auch für die hier Beschäftigten. Wir schließen auf ein Verwatungsgebäude mit „zusätzlichen, speziellen“Aufgaben.
Später gab es wohl eine kurze Nachnutzung, die aber wenige Veränderungen am Haus brachte.

Jugenderholungsheim

Das Jugenderholungsheim wurde um 1930, als 3-flügeliger Bau entworfen und gebaut. Hier kamen in jedem Flügel je 80 Mädchen und Jungen unter. Dadurch gab es eine räumliche Trennung der beiden Geschlechter.
In der Mitte lag der Große Saal und die Küche. Für festliche Gelegenheiten war hier auch eine Bühne vorhanden.

Schon kurze Zeit später diente das Haus dann den Nazis als Ferienlager für den Bund deutscher Mädel (BDM).

Nach dem Krieg nutzte die DDR das Anwesen als SED Schule. Es wurde auch ein wenig umgebaut, der Turm z.B. kam hinzu. Es bekam den Ruf als „Rotes Kloster“ wegen der ideologischen Besessenheit der Studierenden. Hier sollte das neue Bildungssystem des Sozialismus aufgebaut werden. Ab den 1970er Jahren wurde die Schule dann auch als Gemeinschaftshaus genutzt. Hier fanden Auftritte bekannter Künstler statt, denen auch die Bürger des Ortes beiwohnen konnten.

Die Wende brachte dann den Verfall, es gab Pläne für einen Hotelbau aber diese wurden nicht umgesetzt. Heute ist das Haus entkernt, wenig wurde zurück gelassen.
Die Lage oben auf dem Berg ist schon Super, wir hatten hier nach einem Wandertag am Abend ein schönes, warmes Licht und konnten damit diesem trostlosen Bau doch einiges abgewinnen.

Drohenvideo

Die Kriegsschule

Errichtet wirde diese Kriegsschule um 1900 als repräsentatives Gebäude dieser Stadt. Die Militärische Nutzung endete dann nach dem 2. Weltkrieg und viele weitere Nutzer zogen hier ein. Heute ist das Gebäude in privater Hand und es gibt Pläne zum Umbau zu Wohnungen. Die Arbeiten sollten schon längst begonnen habe, aber bisher ist davon nichts zu sehen.

03-2023
Die letzten 9 Bilder der Galerie sind im Jahr 2023 entstanden und zeigen die Zerstörung in den letzten Monaten. Fast alle Wände sind außerdem bekritzelt.