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Hotel Marder

Wie so oft entpuppte sich dieser Zufallsfund am Wegesrand als eine kleine Schatzgrube.

Wenn auch aus den 2000er Jahren gab es hier das ein oder andere nette Relikt vergangener Tage zu bestaunen.
Allen voran das gut erhalten Klavier war die Reise in die Tiefen des Ostens wert.

Bis zu 100 Personen fanden in dem rustikal eingerichteten Restaurantbereich platz.
Scheinbar ohne dauerhafte große Nachfrage musste das Hotel vor einigen Jahren für immer schließen.
Einst wanderte hier ein toter Marder durch die Räumlichkeiten.

Bei unserem Besucht, gab es nur lebende Waschbären auf dem Dachboden…

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Johanniter Heilstätte

Weit bevor es die NVA für ihre Grenztruppen als Kurstätte nutzte, waren hier bis zu 130 Lugenkranke unter gebracht.
Also deutlich mehr als die anfänglichen 60 Betten welche zur Eröffnung im Jahr 1902 geplant waren und auch nur für Frauen.

Neben dem großen Hauptgebäude befinden sich auf dem Gelände noch weiter Gebäude. Damals, für Angestellte, Ärzte und Klinikleiter.
Wir konnten nach einer kurzen Führung des Pächters die Anlage in Ruhe erkunden.

Interieur ist nicht mehr viel vorhanden. Doch wir erwischten einen traumhaften Tag im Winter mit viel Sonne und Schnee.
Überzeuge dich selbst….

Hier noch Bilder vom ehemaligen Gästehaus, das auch der „Chef“ Armeegeneral Heinz Hoffmann nutzte.

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Sanatorium Auf der hohen Tanne

Einst für Lungenkranke Männer und Frauen gebaut (hier erfolgte eine konsequente Trennung der Geschlechter), ist heute von damaliger Erholung nicht mehr viel zu spüren.

Krankenzimmer, Speisesaal, Küche, Personal- und Ärztezimmer und Wandelhalle bildeten das mehrstöckige Gebäude.

Heute sind einige Bereich bereits eingestürzt – Vorsicht ist geboten!

Viele Sanatorien ereilt das selbe Schicksal nach Zusammenbruch der DDR – Luftkuren waren einfach nicht mehr modern oder der aktuelle Stand der fortschreitenden medizinischen Technik.

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VEB Farbchemie

An einem Novemberwochenende war dieses VEB das erste Objekt auf unsere langen Liste.
Durch die innerstädtische Lage leider bereits arg in Mitleidenschaft gezogen, ergaben sich dennoch schöne Motive.

Die Geschichte geht zurück bis zum Anfang der 1870er Jahre.
Mit einem Verfahren zur Stofffärbung beginnt damals ein Apotheker mit dem Aufbau seines Unternehmens. Eigentlich eher ein Nebenverdienst.
Doch der Erfolg kommt schnell und so entwächst das Unternehmen seinen Kinderschuhen.

Der zweite Weltkrieg und die deutsch/deutsche Teilung kommen und haben einen erheblichen Einfluss auf den einstigen Ruhm. Klebestoffe müssen produziert werden – doch ohne dauerhaften Erfolg. Es kommt das Aus.

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Harte Arbeit

Einst ein Traditionsbetrieb der Region ruht diese Produktionsstätte nun schon seit mehr als 10 Jahren.
Mit dem Beginn der massentauglichen Motorisierung wurden ab Anfang der 30er Jahre (damals noch unter anderem Namen)
Fahrzeuge für die verschiedensten Bereiche produziert. Dabei wurde sich also nicht nur auf den gemeinen PKW beschränkt.

Später dann wurde sich auf den Spezialfahrzeugbau spezialisiert bis Mitte der 2000er dann das Ende kam.
Die enormen Ausmaße der Hallen lassen nur ansatzweise erahnen, wie hier Metall mit Maschinen- und Muskelkraft geformt wurde.

Hier noch ein paar Ansichten aus den riesigen Hallen.

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Klamottenkiste

Solche Objekte werden in Urbexer Kreisen leider immer seltener. Und nur, dank der Kenntnisse Eingebohrener, hatten wir Gelegenheit, diesen wunderschönen Ort besuchen zu dürfen.

Die Geschichte ist, wie bei vielen VEB´s, schnell erzählt.
Gegründet und Aufgebaut ab Mitte des 18. Jahrhunderts wuchs das Unternehmen stetig an und kaum war die DDR auf der Bildfläche erschienen, wurde der Betrieb auch schon enteignet. Auch nach der Wende ging es weiter.
Doch der Absatz sank und das Objekt wurde aufgegeben.
Bis zum Ende wurde hier Bekleidung produziert. Zum Schutz des Objektes werden an dieser Stelle jedoch keine weiteren Details verraten.

Die Fülle an Motiven und Details ist unglaublich und von Etage zu Etage wird das Lächeln breiter.
Wir hoffen sehr, dass dieser Zustand noch viele Jahr anhält!

weitere Eindrücke von dort

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Alles einsteigen bitte….

Zu Land, in der Luft oder halt auf dem Wasser…urbex-bb.de ist überall unterwegs.
Dieses Boot schob sich vor unsere Handy-Linsen – daher leider nur wenige Aufnahmen.
Wir kommen aber wieder…

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Schloßbrauerei

Betritt man zum ersten Mal die verfallenen Gebäude dieser Brauerei, erahnt man nicht, welche lange Geschichte
der Bierkultur sich dahinter verbirgt.
Bereits zur Mitte des 18. Jahrhunderts wurde diese Brauerei gegründet und wies, bis zu Ihrem Ende – kurz nach der Wende, eine fast 150-jährige Tradition auf.

Trotz des starken Zerfalls lassen sich die Ausmaße und Produktionsabläufe vergangener Tage noch gut verfolgen.
Vor allem die riesigen Kellergewölbe haben uns beeindruckt.

04-2019
Auch hier haben wir mal wieder vorbei geschaut. Der Verfall geht weiter….sonst nichts neues in der Schlossbrauerei.

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Stein auf Stein, Stein auf Stein …

… das Häuschen wird bald fertig sein.

Natürlich auch in der DDR. Allerdings wurde hier nicht mit den allseits bekannten Lego Steinen in heimischen Kinderzimmern gebaut. Wie so oft, gab es ein eigenes Produkt in der Republik.

Fenster, Türen, Grundplatten und viele weitere Bauteile wurden hier ab Mitte der 1950 Jahre produziert.

Die letzten Zeugen der beliebten Baureihen sind die noch gut erhaltenen Maschinen. Auch Granulatsäcke stehen in rauen Mengen zur Verfügung. Kurz mit dem Besen durch und es kann weiter gehen.

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Das Fürstliche Hotel

Es kommt selten vor, doch hier muss aus dem Namen kein Geheimnis gemacht werden.
Das Objekt hat einen Verwalter und wir hatten freundlicher Weise die Gelegenheit uns umzuschauen … ganz legal 🙂

Zur Geschichte:

Ursprünglich erbaut als Sommerhaus einer Industriellenfamilie, wurde das Anwesen schnell aus- und umgebaut und diente dann als Hotel und Kurhaus. Das Gebäude überstand mehr oder weniger unbeschadet beide Weltkriege und wurde immer wieder hergerichtet.
Markant und sicherlich das Highlight ist der große Ballsaal mit seinen drei PKW großen Kronleuchtern.

Doch wie bei allen Lost Places kam irgendwann der Niedergang. Was weiter geschehen wird ist derzeit unklar. Ein Abriss wurde durch die Stadt abgelehnt, dennoch ist eine Komplettsanierung nicht zu leisten.

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