Archiv der Kategorie: Bau

Ziegelei

Gegründet in der Blütezeit der mitteleuropäischen Schwerindustrie, konzentrierte sich das Werk von Beginn an auf die Herstellung hochfeuerfester Spezialbaustoffe. Um den immensen Bedarf der umliegenden Hütten- und Stahlwerke an temperaturbeständigen Auskleidungen zu decken, wurde der Standort in unmittelbarer Nähe zu reichhaltigen Quarzit-Vorkommen errichtet. Über Jahrzehnte hinweg war die Ziegelei ein zentraler Zulieferer für die Metallurgie und Glasindustrie der Region und wurde schrittweise von handwerklichem Abbau auf industrielle Großproduktion umgestellt
Mit dem strukturellen Wandel in der Stahlindustrie und dem Niedergang alter Hüttenstandorte sank die Nachfrage nach Material drastisch. Nach der Stilllegung in den späten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts blieb das Areal jahrzehntelang verwaist. Die Natur holt sich das stark kontaminierte und einsturzgefährdete Areal schrittweise zurück.

Keramikwerk

Hier wurden Keramikprodukte aller Art gefertigt. Die meisten Maschinen wurden mittlerweile ausgebaut, aber das große Werk bietet noch einiges an Überraschungen. Besonders gefallen hat uns das Labor, die Werkstatt und die Kegelbahn. Im Verwaltungsteil wurde scheinbar noch bis vor kurzem gearbeitet.

Gleisbau

Ein großes Industriegelände mitten auf dem Land weckte unser Interesse. Vor Ort mussten wir feststellen, das die meisten Gebäude nachgenutzt werden. Hier haben sich Firmen angesiedelt, aber auch die Garagen bzw. kleinen Hallen werden von Privatleuten genutzt. Eine der ehemaligen großen Produktionshallen aber ist verlassen und konnte erkundet werden. Bei der Suche nach der Geschichte stoßen wir auf eine VEB für Betonteile, dieser ist auch heute noch an einem anderen Standort erfolgreich. An einem Turm aber steht noch etwas von Gleisbau, das scheint hier dann der letzte Nutzer gewesen zu sein. Die große Halle ist heute leer und entkernt, die überdimensionale Stromversorgung zeugt von einer stromintensiven Produktion.

Kaolinsilo

Einsam steht dieser Betonklotz in der Landschaft. Es war einmal ein Silo für Kaolin, dieser Rohstoff wurde in dieser Gegend in vielen Werken abgebaut und verarbeitet.

Steinbruch Rassa

Dieser Steinbruch wurde Mitte der 2000er Jahre geschlossen, nachdem sich Beschwerden über Lärm und Schäden durch den betrieb gehäuft hatten. Vor kurzem wurde die Renaturierung des Areals abgelehnt und damit die ist Zukunft der alten Anlagen ungewiss.

Werkstatt der Baufirma

Hier hatte eine Baufirma die Baustoffe abbaute und verarbeitete ihren Werkstattsitz. Es sind hier einige Fahrzeuge, Ersatzteile und Maschinen zurück geblieben.

Die Grüne Ziegelei

Als in der Region große Vorkommen an Ton entdeckt wurden, entstanden hier auch schon Mitte des 19. Jahrhunderts einige Ziegeleien. Der Ausbau von Eisenbahn und Wasserwegen in der Region erleichterte den Abtransport der Ziegel. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es hier dann über 10 Ziegeleien die Millionen von Steinen produzierte.
Nach dem Krieg erfolgte die Wiederaufnahme der Produktion und Gründung eines VEB. Hier hatten dann knapp 150 Menschen einen Arbeitsplatz. 1990 erfolgte dann die Privatisierung, heute ist aber die Ziegelproduktion eingestellt und es wird nur noch Sand, Lehm und Ton im Tagebau gefördert.

 

Limestone Factory

Diese Fabrik wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet und diente der Produktion von Kalk. Das Gestein wurde nebenan im Steinbruch abgebaut und gleich hier weiter verarbeitet. Stillgelegt wurde diese Factory vor rund 25 Jahren.
Ein Zeit lang wurden hier in den Gebäuden der Anlage ein Museum betrieben. Dieses hat heute aber auch schon wieder geschlossen.

Die Alte Verwaltung

Dieses Gebäude wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Verwaltung des hier entstehenden Zementwerkes errichtet. Es zog dann die Geschäftsführung, die Buchhaltung und ein Labor ein.
Nach dem Krieg wurde dann das Gebäude als Jugendwerkhof genutzt.
Der letzte Nutzer nach der Wende, war dann eine Großküche, die „Essen auf Rädern“ anbot. Nachdem dieser Service aufgegeben wurde, steht das Gebäude leer.

Das Hartsteinwerk

Wann hier genau mit dem Abbau von Hartsteinen begonnen wurde, wissen wir nicht.
Aber es muss ein Pause gegeben haben, denn die Wiederaufnahme des Abbaus erfolgte in den 1980er Jahren. Geschlossen wurde die Anlage Anfang des 21. Jahrhunderts, als der Betrieb an ein Konkurrenzunternehmen verkauft wurde. Die wichtigsten Geräte wurden danach abgebaut und verlegt. Einiges auch abgerissen.

Heute hat sich hier die Natur schon viel wieder zurück geholt, der blaue See in einem alten Abbauloch sah schon sehr verwunschen aus. Einmal im Jahr wird hier etwas Schotter aus dem Tagebau geholt, so das die Genehmigung nicht erlischt. Das Verwaltungsgebäude ist verwüstet und bietet einen trostlosen Anblick.