Archiv der Kategorie: Schlösser

Schloss Rapunzel

Der Ursprung der Anlage datiert auf den Anfang des 17. Jahrhunderts, errichtet als befestigter Adelssitz auf älteren Fundamenten.
Über Generationen verblieb das Anwesen in den Händen verschiedener Adelsgeschlechter, wobei es im 19. und frühen 20. Jahrhundert mehrfach klassizistisch und romantisch-historisierend überarbeitet wurde, um den Festungscharakter hervorzuheben. Nach der Entmachtung des Adels ging der Komplex in staatliche Nutzung über. Ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts diente das Gebäude jahrzehntelang als Internats- und Spezialschule. In dieser Phase erfolgten diverse funktionale Umbauten im Innenbereich. In den 1990er Jahren wurde der Schulbetrieb eingestellt und das Objekt geräumt.

Anfang der 2000er Jahre wurde das Objekt an private Investoren veräußert. Rechtliche Unklarheiten bezüglich des geschützten Parks blockierten jedoch sämtliche Entwicklungen. Die Folge ist ein jahrzehntelanger Stillstand, Das Dach weist erhebliche Feuchtigkeitsschäden auf, der Putz blättert flächig ab, und die historische Bausubstanz verfällt zusehends.

Schloss der Innung

Die Wurzeln des Areals reichen bis zu einem mittelalterlichen Vorwerk und späteren Rittergut zurück. Das heutige Hauptgebäude entstand erst im frühen 20. Jahrhundert nach dem Abriss eines stark sanierungsbedürftigen Vorgängerbaus aus dem 16. Jahrhundert. Entworfen wurde das Anwesen von einem bekannten einheimischen Architektenduo.

In den 1930er Jahren kaufte eine regionale Innung das Schloss auf. Nach umfangreichen baulichen Anpassungen diente die Anlage über Jahrzehnte als Meisterschule und Erholungsheim für das Lebensmittelgewerbe. Zu DDR-Zeiten wurde die Nutzung als Handwerker-Erholungsheim nahtlos fortgesetzt. Nach dem Ende der DDR folgte jedoch eine Phase des Stillstands, in der Teile des Geländes und die Nebengebäude – insbesondere der ehemalige Trakt der Fachschule – ungenutzt blieben. Ein vollständiger Verfall konnte abgewendet werden. Das Hauptschloss wurde als Hotel genutzt, aber befindet sich heute in privater Hand und es wurde schrittweise saniert, warum diese Arbeiten aber jetzt abgebrochen wurden ist nicht bekannt.

Schloss auf dem Berg

Die Ursprünge der Anlage reichen bis in das tiefe Mittelalter zurück, als hier ein klassischer Herrensitz auf einem Berg entstand. Die Grundmauern der heutigen Struktur wurden um die Jahrhundertwende zur Neuzeit errichtet. Nach einer barocken Umgestaltungsphase im darauffolgenden Jahrhundert prägten spätere Modernisierungen das Erscheinungsbild maßgeblich mit neogotischen Elementen sowie Einflüssen des Jugendstils.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Enteignung der bürgerlichen Besitzer erlebte das Gebäude eine wechselhafte funktionale Transformation. Zunächst als Schulheim genutzt, diente es später als Kurheim für Tuberkulosepatienten und über mehrere Jahrzehnte hinweg bis zur Jahrtausendwende als Altenpflegeheim. Seit dem Auszug der Pflegeeinrichtung Anfang des Jahrhunderts steht das Anwesen vollständig leer und verfällt zunehmend.

Das Schloss ist leider leer, es sind historische Holzparkettböden, bemalte Holzkassettendecken sowie ein markanter Meißner Kachelofen erhalten. Auch das Turmzimmer ist noch in gutem Zustand.

Feierschloss

Hier wurde schon im 12. Jahrhundert eine Burg errichtet. Nach einer Zerstörung im 14. Jahrhundert entstand dann das Schloss welches dann in den folgenden Jahren mehrfach um- und sogar neugebaut wurde.
Nach 1945 erfolgte die Enteignung und später dann eine DDR typische Nutzung als Kinder- und Mütterheim.
Nach der Wende dann die Privatisierung und Nutzung als Hotel. Zuletzt wurde es für Feierlichkeiten genutzt. Auch eine entsprechende gastronomische Versorgung wurde mit angeboten. Der umliegende Park entstand im 19. Jahrhundert und ist heute offiziell nutzbar, das Schloss ist durch einen umgebenen Wassergraben geschützt.

Fürstentum Germania

Das Gutshaus wurde Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut. Ein paar Jahre später erfolgten die ersten Umbauten, es erfolgte ein Ausbau und ein Turm wurde angebaut. Die Ortsgeschichte ist eng mit dem Gutshaus verbunden. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Gutshaus wieder vereinfacht und diente der ansässigen LPG als Wirtschaftsgebäude.

Ein kurioses Ereignis in der Geschichte des Hauses fand hier 2009 statt. Es wurde das Fürstentum Germania ausgerufen, Erstaunen unten den wenigen Einwohnern, was hier statt fand. Ein paar Wochen später reagierte der Landtag und das Bauamt ließ das Schloss räumen. Begründet wurde es mit mehreren Verstößen gegen die Bauordnung und vergessenen Anträgen.
Heute liegen die Möbel auf der Straße, das Gutshaus ist leerund es scheint einen Neuanfang zu geben, aber darüber konnten wir nichts heraus finden.

Fotoschloss

Dieses Schloss wurde Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut und nach 1945 wurde der Besitzer enteignet und es wurde wie auch viele andere dieser Gebäude, als Schule und Wohnheim genutzt. Der Leerstand begann mit der Wende, bis es vor 25 Jahren in Privatbesitz geriet. Wie es scheint wurde es dann auch wohnlich eingerichtet, wir finden eine große Bibliothek. Aber es hat auch den Anschein das hier bis zum Ende immer weiter am Schloss gebaut wurde, warum das hier aufgegeben wurde und wann wissen wir leider nicht.
Der letzte Bewohner war augenscheinlich auch ein Fan der Fotografie und hat viele Gegenstände aus diesem Bereich gesammelt und ausgestellt.

Schloss

Dieses Schloss wurde Ende des 18. Jahrhunderts hier gegründet und fungierte als Sommersitz einer Adelsfamilie.
Das Schloss ist umgeben von einem schönen Park, als es dann später in den Besitz einer anderen Familie überging wurde auch noch eine Kapelle angebaut. Nach dem Krieg zog hier eine Schule ein. Dadurch ist die barocke Inneneinrichtung verloren gegangen.

Die letzte Nutzung war dann, wie es schien als Hotel. Die letzten Bewertungen sind vernichtend, aber auch ohne Datum. Deshalb wissen wir nicht wie lange das Hotel hier geöffnet war. In einem Nebengebäude finden wir auch Kegelbahn, Billardzimmer, Restaurant und einen Saal für Veranstaltungen.

4 Türme Schloss

Dieses Schloss ist mit seinen vier runden Ecktürmen geschmückt. Einst bildete es ein schönes Ganzes mit einem großen, landschaftlich gestalteten Park, aber heute ist es verlassen und in sehr schlechtem Zustand. Im Laufe der Jahre hatte es mehrere Besitzer.

Es gibt einen Anbau mit einer kleinen Kirche, die aber wie auch das gesamte Anwesen leer ist und zerstört. Einzig der schöne Treppenaufgang lässt erahnen wie schön es hier einmal gewesen sein muss.
Die Ursprünge hier gehen zurück bis in das 15. Jahrhundert, der Umbau zum Schloss erfolgte Mitte des 16. Jahrhunderts. Hier entstanden auch die 4 Rundtürme. Der letzte große Umbau war dann um 1860 als das Herrenhaus in ein Schloss umgewandelt wurde und die Kapelle angebaut wurde. Nach dem Krieg, bis in die 1990er Jahre war dann hier eine Bildungseinrichtung untergebracht.

Burg Bosiljevo

Diese Burg wurde erstmals im 15. Jahrhundert erwähnt. Sie wurde auf einem über 200m hohem Felsen errichtet und war zuerst eine kleine Festung. Ihr heutiges Aussehen erhielt sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als hier zum letzten Mal umgebaut wurde. Ab 1960 befand sich hier dann ein Altersheim und seit über 40 Jahren steht sie nun leer. Sie ist ein beliebtes Touristenziel, ihr Erscheinungsbild ist recht imposant und wir waren erstaunt das man hier so einfach sich alles angucken konnte. Erstaunlich wie gut die Burg noch erhalten ist, das wäre in unserem „schönen Land“ sicherlich nicht so, sondern Vandalismus und Beschmierungen hätten hier Einzug gehalten. Hier sieht man auch einmal ein positives Beispiel wie mit Kulturgütern des eigenen Landes umgegangen wird.

Schloss am Park

Dieses Schloss wurde vor über 300 Jahren erbaut. Später erfolgten Erweiterungen. Aber der Errichter war bald pleite und das Schloss nicht mehr im besten Zustand. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erwarb ein Unternehmer das Anwesen renovierte es und zog hier dann mit seiner Familie ein. Nach 1945 viel das Schloss in russische Hände und wurde kurze Zeit wie so viele dieser Häuser als Lazarett und Auffangstation genutzt. Es war zu dieser Zeit ganz schön heruntergewirtschaftet konnte aber ein erneutes Mal renoviert werden um als Pflegeheim genutzt zu werden. Zur Jahrtausendwende endete diese Nutzung und es ging in Privatbesitz über, eine weitere Nutzung erfolgte nicht, der Verkauf vor knapp 10 Jahren änderte auch daran nichts.