Archiv der Kategorie: Landwirtschaft

Die Pelzfarm

Auf dem Gelände eines ehemaligen skandinavischen Kleinbauernhofs entstand in der Mitte des 20. Jahrhunderts ein spezialisierter Zuchtbetrieb für Pelztiere. Mit der Blütezeit der Pelzindustrie wurde das kleine landwirtschaftliche Areal massiv erweitert und schrittweise modernisiert. Durch den Wandel im Tierschutzrecht, steigende Betriebskosten und den drastischen Rückgang der Nachfrage nach Echtpelz wurde der Betrieb schließlich in den späten 2000er-Jahren endgültig stillgelegt und sich selbst überlassen.

Der Farm-Trakt bestand aus 8 parallel verlaufende, langgestreckte Holz- und Stahlprofil-Sheds, die ca. 45 m × 3,5 m groß waren. Dort waren zweireihig angeordnete Drahtgitter-Käfigbatterien mit automatisierten Tränkesystemen und händisch befüllbaren Futterrinnen installiert.

Die Korrosions- und Verfallsprozesse sind weit fortgeschritten. Während die Holzkonstruktionen der Außenställe durch Feuchtigkeit stark in Mitleidenschaft gezogen wurden, stehen die metallenen Käfigreihen größtenteils noch vollzählig. Der Naturraum holt sich das Areal sukzessive zurück; dichtes Unterholz durchwächst die verlassenen Gänge der Zuchtanlage.

Orangerie

In diesem Kurort in Georgien finden wir diese alte Orangerie. Wie es scheint seit Jahren ungenutzt, nur ein paar Tiere schauen hier ab und zu vorbei. Wir hatten einen treuen Begleiter während der Erkundung.

Die Gutsbrennerei

Wir können einen ehemaligen Gutshof besichtigen. Es gibt auch ein Schloss, das aber nicht zugänglich ist. Angeschlossen war früher ein landwirtschaftlichen Betrieb. Im vorderen Teil war einmal eine Brennerei ansässig, es gab im Inneren einige große Tanks. Welche Art von Alkohol hier destilliert wurde wissen wir aber nicht. Dann konnten wir noch den ehemaligen Stall, der schon einiges an Grün zu bieten hat, ansehen. Wahrscheinlich standen hier früher Rinder. Wann das Ganze hier aufgeben wurde ist uns leider nicht bekannt.

Paltrockwindmühle

Diese Windmühle wurde im 18. Jahrhundert hier an dieser Stelle als Bockwindmühle erbaut. Rund 150 Jahre später dann zu einer Paltrockmühle umgebaut. Was ist der Unterschied?

Die Bockwindmühle dreht sich im Ganzen, hat einen Unterbau aus Holz, ist kleiner und einfacher und wurde deshalb früher oft gebaut.

Bei der Paltrockwindmühle dreht sich nur der obere Teil, sie hat einen gemauerten oder hölzernen Sockel, ist viel größer und komfortabler und wurde deshalb später verwendet da sie auch größer war, konnte sie mehr leisten. Dazu muss man sagen das auch die Wartung um einiges aufwendiger war.

In den 1930er Jahren erfolgte der Umbau zu einem Motorantrieb, zuerst mit einem Dieselmotor, später dann mit einem Elektromotor. Die Mühle wurde bis 1989 betrieben, zuletzt dann noch sporadisch bis 1994. Am Anfang diente sie zu reinen Mehlherstellung ab 1970 dann zur Mahlung von Futterschrot. Scheinbar kümmerte sich dann auch ein Verein um das gute Stück und wollte diese erhalten. Heute merkt man davon nichts mehr und die Mühle ist dem Verfall ausgesetzt.

Der Landmaschinenfriedhof

In einem kleinen Ort fallen uns diese eingewachsenen landwirtschaftlichen Geräte auf. Dabei handelt es sich um viele DDR Landmaschinen. Ob die hier gesammelt wurden oder früher in Gebrauch desjenigen waren ist nicht heraus zu bekommen. Jedenfalls ist der Eigentümer scheinbar nicht mehr in der Lage hier die nötige Pflege aufzuwenden um den Verfall aufzuhalten.

Brennerei

Dieses Brennerei wurde in den 1940er Jahren gegründet.
Zu Beginn gewann man den Alkohol aus Trauben, Äpfeln und anderen Früchten der Region.
Die Firma wurde schnell größer und gab vielen Menschen im Dorf Arbeit.
Als der Gründer des Unternehmens starb begann auch der Niedergang der Brennerei. Eine Übernahme in den 1990er Jahren brachte auch nicht den erwünschten Erfolg und zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurde die Produktion eingestellt.
Die Jahre des Leerstandes führten zu hohen Belastungen der Umwelt auf dem Areal. Heute wird begonnen das alles zu beseitigen, aber das verschlingt viele Millionen an Steuergeldern.

Gasmaskenlager

Mitten auf dem Land auf einem alten LPG Gelände, lagern Unmengen an Abfällen. In einem Stall finden wir sehr viele Hinterlassenschaften aus NVA Beständen. Gasmasken, Filter und kistenweise militärisches Zubehör. Wahrscheinlich wurde das alles mit dem Gedanken an eine Verwertung überlassen, aber außer alles hier in den Ställen zu lagern passierte nichts damit. Außerdem liegen hier Berge an Kunststoffmüll. Dazu stehen noch ein paar Fahrzeuge in den Garagen, da keine Luft mehr in den Reifen ist, gehen wir auch in diesem Fall von einer Insolvenz vor vielen Jahren aus. Die Firma wurde kurz nach der Jahrtausendwende gegründet aber schon 10 Jahre später gab es die letzten Einträge.

 

Kornspeicher

Informationen über das Gebäude sind rar.
Aber diese Speicherhäuser sind ja oft zu finden und somit ist schon mal die Funktion bekannt. In mehreren Etagen konnten Lebensmittel, hier wahrscheinlich Korn gelagert werden, es gab eine Getreideumwälzanlage. Die Lieferungen konnten über den vorhandenen Bahnanschluss erfolgen. Wann der Speicher aufgegeben wurde ist uns nicht bekannt.

Mühle am Wegesrand

Diese alte Mühle gehörte früher einmal zu einem Volkseigenen Gut „VEG“, die Landwirtschaft prägte diesen Ort in der Mitte des 20. Jahrhunderts und war damit ein Wachstumsmotor der Region. Die DDR errichtete auch hier ihre „modernen“ Bauten. Die alte Mühle ist heute denkmalgeschützt und wartet auf Ihren Retter. Über die geschichtlichen Hintergünde der Mühle konnten wir nichts heraus bekommen.

VEB Getreidespeicher

Am Rande einer Stadt ragt dieser Speicher aus Beton in die Luft. Der letzte Nutzer hat das Areal schon lange verlassen, zuletzt wurden hier in den Nebengbäuden Möbel gelagert. Aber dort ist alles zerschlagen bzw. leer.
Der Betonspeicher wurde zu DDR Zeiten errichtet und war während der Erntezeit sehr wichtig, da hier dann das Korn der Umgebung untergebracht werden konnte.
Über 5.000 Tonnen an Gerste, Roggen oder Weizen fasste der Koloss. Das Getreide wurde dann über Kettenförderer und Brecherwerke zur Trocknung bereit gemacht und damit dann lagerfähig für den Winter.