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Zuckerfabrik

Hier hatte die Herstellung von Zucker eine lange Tradition, vor 150 Jahren begann diese hier. Aber vor ein paar Jahren kam das Aus wegen der ungünstigen politischen und wirtschaftlichen Lage, wie das Unternehmen mitteilt. Knapp 100 Mitarbeiter verloren hier ihren Job.
In den letzten Jahren wurden hier über 100.000 Tonnen Zucker hergestellt. Während der Rübenkampagne wurde hier im 24 Stunden-Betrieb gearbeitet. Auch die Landwirtschaft in der Umgebung verlor mit der Schließung einen wichtigen Abnehmer.
Heute ist die Produktion weitestgehend entkernt und die Maschinen verkauft bzw. verschrottet. Aber wir finden immer noch genug Motive, da noch einiges hier verblieben ist. Beeindruckend der große Dicksafttank mit einem Durchmesser von 24 Metern und 6.000 m³ Lagervolumen. Dieser Ort ähnelt etwas dem bekannten Tank im Süden Berlins. Auch hier war der Hall beträchtlich und Unterhaltungen waren schwierig durch das vielfache Echo im Tank. Wir haben noch einen Audiofile wo man die Akustik etwas spüren kann, aber diese Töne können nicht das wieder geben was man vor Ort hört.

Das Drohnenbild wurde uns von @Gumpe zur Verfügung gestellt.

Haus des Fallschirmjägers

Hier lebte einmal ein Fallschirmjäger. Warum seine Sachen hier zurück blieben ist uns nicht bekannt.
Früher gab es hier noch ein Restaurant und ein paar Fremdenzimmer. Aber die Speisekarte zeichnet noch DM Preise aus, also scheint hier der öffentliche Gastbetrieb schon über 25 Jahre eingestellt worden zu sein.
Wir finden aber noch Rezensionen die deutlich jünger sind. Vielleicht ist die gefundene Speisekarte ein Relikt aus vergangenen Tagen.

Kirche ohne Dach

Die Kirche in ihrem jetzigen Zustand wurde hier gegen Ende des 19. Jahrhunderts erbaut. Sie ist damit wahrscheinlich der 4 Neuaufbau an dieser Stelle. Baufälligkeit, Feuer und Kriege zerstörten die Vorgänger.
Gegen Ende des 2. Weltkrieges wurde die Kirchenspitze dann beschädigt und so wie es aussieht nicht vollständig wieder repariert. Vor über 50 Jahren dann wurde das Gotteshaus dann gesperrt. Heute ist es sehr baufällig und einzig die Tauben haben dort ihr Domizil.

Speicher

Früher gehörte das alte Speichergebäude zu einem Proviantamt. Daneben wurden neuere Anlagen errichtet, die heute auch nicht mehr genutzt werden. Das große Speicherhaus mit mehreren Etagen ist leider nicht zugänglich. Wir konnten die Nebengelasse, wie Werkstatt, Sozialtrakt und luftfahrttechnische Anlagen besichtigen.

DC-3 Eyvindarholt

Die Geschichte des DC-3-Flugzeugs, das hier in Eyvindarholt zu finden ist, reicht bis ins Jahr 1944 zurück, als es zu seinem ersten Flug aufbrach. In den 1960er Jahren diente sie mehrere Jahre lang der US-Marine auf dem Marinestützpunkt in Keflavík.
Eine ihrer Aufgaben war der Transport von Personen und Waren zu einer Radarstation auf dem Berg Heiðarfjall bei Langanes, nahe der Stadt Þorshöfn im Nordosten Islands.

Am sonnigen 25. Juli 1969 hob die DC-3 C-47J (R4D-6) vom Stützpunkt Keflavík ab und flog in Richtung Nordosten. Ihr Ziel war die Landebahn beim Bauernhof Sauðanes in der Nähe von Þórshöfn. Die Landebahn, die entlang eines natürlichen Kiesstreifens am Meer liegt, erwartete ihre Ankunft.

Vor dem Erreichen von Sauðanes erhielt der Kapitän Wetterinformationen für den Ort, die sonnige Bedingungen und eine leichte Brise anzeigten. Aufgrund des günstigen Wetters beschloss der Kapitän, einen kurzen Abstecher zum Polarkreis, etwa 25 Kilometer nördlich von Sauðanes, zu machen, um die Aussicht zu genießen, bevor er das Flugzeug landete.

Nach der Rückkehr nach Sauðanes setzte der Kapitän das Flugzeug erfolgreich auf der Landebahn auf, und alles schien in Ordnung zu sein. Während des Bremsvorgangs kippte das Flugzeug jedoch unerwartet nach rechts. Trotz mehrmaliger Bremsversuche kam es von der Landebahn ab und kollidierte mit einem Haufen Treibholz, wobei ein Rad abbrach und die Tragfläche den Boden berührte.
Glücklicherweise wurde keine der vier Personen an Bord verletzt. Angesichts der Einschätzung, dass eine Reparatur des Flugzeugs oder ein Rücktransport nach Keflavík zu teuer wäre, wurde beschlossen, es abzuschleppen und auf einem Feld in der Nähe der Landebahn abzustellen.
Seit diesem Tag diente das DC-3-Flugzeug als Unterstand für Pferde und Schafe auf dem Hof Sauðanes und bot ihnen Schutz vor den Nordwinden. Außerdem diente es als Spielplatz für die dort lebenden Kinder, die endlose Sommertage mit Spielen rund um das Flugzeug verbrachten.

Das neue Kapitel
Vor einigen Jahren wurde das Flugzeug in Sauðanes zu einer Touristenattraktion, so dass es für die Tiere schwierig wurde, in der Nähe des Flugzeugwracks friedlich und ruhig zu leben.
Daher beschlossen die Bauern Ágúst und Steinunn in Sauðanes, dass es an der Zeit war, das Flugzeug zu entsorgen. Sie suchten jemanden, der bereit war, es an einen anderen Ort zu bringen, damit die Menschen es genießen können, ohne die Tiere zu stören.
Tómas, der Besitzer von Eyvindarholt, hatte über die Einrichtung eines schönen Aussichtspunkts auf seinem Land nachgedacht. Er hatte bereits verschiedene Möglichkeiten und Ideen geprüft, um den Menschen die Möglichkeit zu geben, die herrliche Aussicht auf den Berg Stóra-Dímon und die Region Tindfjallajökull zu genießen.
Als sich diese Gelegenheit ergab, wandte er sich an Ágúst und Steinunn, die sich bereit erklärten, ihm das Flugzeugwrack zu überlassen.
Der Transport des DC-3-Flugzeugwracks quer durch Island über eine Strecke von 716 km (444 Meilen) erwies sich aufgrund der schmalen Straßen, die durch die unterschiedlichsten Landschaften führten, als eine schwierige Aufgabe. Die Aufgabe wurde jedoch erfolgreich abgeschlossen, und nun kann das Wrack der Sauðanes DC-3 wieder von den Menschen hier in Eyvindarholt besichtigt werden.

US Wrack

Dies ist das Wrack eines US Landungsboots, das in Island seit 1966 auf Grund liegt.

Das Schiff stammte aus den Westfjorden, wo es vom US-Militär zum Transport von Ausrüstung zu ihrer abgelegenen Radarstation verwendet wurde. Es wurde auch zum Transport von Bulldozern und Autos zwischen Fjorden verwendet. Die Vorderseite konnte abgesenkt werden, sodass Fahrzeuge auf Sandstrände fahren konnten.

Als 1965 im Dorf Brekka eine Heringssalzstation eingerichtet wurde, wurde das Landungsboot dann zum Transport der Fische verwendet, wo sie zu Hering verarbeitet wurden. Das Schiff wurde von einem Fischerboot zwischen den Fjorden geschleppt, da seine Motoren inzwischen entfernt worden waren.
Diese Nutzung dauerte nur zwei Sommer, bevor das Landungsboot schließlich hier an Land gebracht wurde.

Der Weg zu diesem sehr abgelegenen Fjord war abenteuerlich aber auch landschaftlich sehr schön und ist nur zu empfehlen und machte diesen Abstecher zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Selvíkurnef Lighthouse

Ist ein 8 Meter hoher Leuchtturm, der auf der Ostseite von Siglufjörður gegenüber der Stadt steht.

Der Leuchtturm wurde 1930 erbaut, davor gab es jedoch einen kleinen Pfeilerleuchtturm aus dem Jahr 1911. Die Lichtsignatur des Leuchtturms ist Fl WRG 5s (alle 5 Sekunden ein Blinklicht in einem Dreifachsektor).

Der Weg dort hin war nicht sehr einfach und beschwerlich. Kaum zu erkennen und immer wieder ging es durch den Matsch und durch Wasser. Es hat sich aber gelohnt, als wir an diesem kleinen LP ankamen und den Leuchtturm besichtigen konnten. Ein tolles Bild wie er da so in der rauhen Landschaft steht.

Arngerðareyri Farm

Diese Farm im Norden Islands wurde im Jahr 1928 erbaut und 1966 schon aufgegeben. Das noch erhaltene ehemalige Bauernhaus ist ein stattliches Steinhaus im Stil einer Burg und wird allgemein als Kastalinn bezeichnet. Es wurde ursprünglich 1929 für den Leiter einer Handelsgesellschaft erbaut. Das Gebäude verfügte über sechs Schlafzimmer, fließendes Wasser, einen Balkon, eine Wassertoilette, Fliesen auf dem Boden und Marmor, der speziell für aus Italien bestellt wurde. Das Haus wurde 1966 größtenteils verlassen, wurde aber seit dem Erwerb durch neue Eigentümer im Jahr 2012 langsam renoviert. Wir sahen das es neue Fenster gibt aber wie es schien wohnt hier immer noch niemand.

BA 64

Dieses Wrack „Garðar“ ist das älteste Stahlschiff Islands, es wurde im Jahr 1912 in Norwegen gebaut.
Das Schiff diente zuerst dem Walfang und hatte Segel aber auch eine Dampfmaschine. Im 2. Weltkrieg kam es über die Färöer Inseln nach Island. Eine Modernisierung erfolgte durch Einbau von Dieselmotoren. Seinen jetzigen Namen erhielt es 1963 als es den Besitzer wechselte. Die Ausmusterung erfolgte hier 1981 und das Schiff wurde an Land gesetzt und damit dann der Witterung ausgesetzt.