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Bildwand

Das ist ein Überbleibsel an einem ehemaligen GSSD Standort in Polen. Dieses Wandbild zierte bis vor kurzem einen Garagengiebel. Bisher immer eingewachsen, war es nicht vielen bekannt. Jetzt, im Oktober 2021 wird dieser Gebäudekomplex renoviert und verkleidet.

Somit verschwindet dieses Zeugnis einer Militärepoche an diesem Standort. Danke an meinen Freund von Aviator Urbex für die Bilder, die damit der Vergangenheit erhalten bleiben. Bitte besucht auch seine Seite.

Aviator Urbex

Polsterfabrik

Dieser Betrieb war eine Zweigstelle einer Watte- und Polsterfabrik. Was hier genau und in welcher Zeit gemacht wurde ist nicht bekannt.
Die Fabrik hatte die typische DDR Ausstattung. Der Verfallsgrad ist enorm, deshalb gehen wir davon aus, das hier kurz nach der Wende die Produktion endete. Ein kleiner Teil wurde einmal als Getränkemarkt genutzt und ist renoviert worden. Im Rest gammeln noch ein paar Gegenstände und Fässer mit unbekanntem Inhalt vor sich hin.

Der Grüne Gasthof

Über dieses alte Gasthaus mit Saal konnten wir keine historischen Informationen finden. Heute ist der große Bau mitten im Ort ein Schandfleck der beseitigt werden soll. Weitere Informationen sind hinter der Bezahlschranke. Teile des Gebäudes sind schon eingestürzt, der Saal hält sich noch wacker.
Warum hier noch eine Behandlungsliege im Küchenbereich steht, erschließt sich uns auch nicht.

VEB Maschinenbau

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde diese Maschinenfabrik hier errichtet.
Nach dem Krieg wurden die Beschädigungen repariert und die Produktion wieder aufgenommen und es erfolgte die Gründung des VEB. Es erfolgten Erweiterungen und es gab einen neuen Namen. In den 1960er Jahren wurde dann der VEB in ein DDR Kombinat eingegliedert.
Nach der Wende wurde von der Treuhand das Werk an den früheren Eigentümer zurück gegeben, bald darauf erfolgte die Abwicklung des Standortes.
Um die Jahrtausendwende etablierte sich hier im Kulturbereich sogar ein Technoclub.
Heute sind die Hallen weitestgehend entkernt, beeindrucken aber doch durch ihre Größe.

Radio Karl Marx

Ein unscheinbares Gebäude in einem Industriegebiet weckte unsere Aufmerksamkeit. Es scheint vor nicht allzu langer Zeit renoviert worden zu sein, außen wie innen ist es recht modern, obwohl es aus DDR Zeiten stammt.
Wir finden einen Sprecherraum und Geräte zum Betrieb eines Tonstudios oder eines lokalen Radios.
Weil sonst hier viele leere Räume vorhanden sind, oder welche mit Einrichtungen die kaum Schlüsse auf den letzten Betreiber zulassen, können wir das aber nur spekulieren. Wir finden auch alte Dias über Elektrobauteile. Auch viele Gegenstände die an die DDR Zeit erinnern sind hier verblieben.

 

Haus des Glaubens

Dieses Haus beherbergte einmal eine kleine Pension. Wir finden eine Küche und ein paar Zimmer. Der Zustand ist schon sehr bedenklich. Jahrelanger Leerstand hat das Haus schon sehr morsch werden lassen. Die obere Etage ist eingestürzt und von einem Feuer beschädigt. Aber die Feuchtigkeit dringt jetzt schon bis ins Erdgeschoss durch, so dass auch hier die Böden morsch werden.

Gästehäuser Wintersport

Ein großer Sportverein dieses Ortes hatte hier ein Leistungszentrum.
An diesem Ort wurden junge Wintersportler auf Leistung getrimmt um für die DDR später die Medaillen einzusammeln.

Der genaue Werdegang nach der Wende ist teilweise Spekulation. Man sagt, das hier ein medizinisches Schulungszentrum betrieben wurde. Der Verfallgrad ist aber total unterschiedlich. Von kürzlich verlassenen Arztpraxen, bis zu Gebäudeteilen ohne Putz und viel Moos an den Wänden, geht die Skala. Dann noch genutzte Garagen und eine Sporthalle, die aber gut gesichert ist. Das Heizhaus, welches den gesamten Komplex früher mit Wärme versorgte, ist weitestgehend entkernt.

Bürstenfabrik

Diese Region ist bekannt für die Bürstenherstellung. Auch in diesem Ort waren die Bürstenmacher zu Hause.

Es gab mehrere Standorte, heute gibt es noch aktive, abgerissene und diese Fabrik.
Das Gebäude war schon sehr marode und teilweise eingestürzt. Wir fanden einige schöne Details, aber es lag auch einiges an Müll herum. Details über die Firmengeschichte sind nicht bekannt.

VEB Drehmaschinenwerk

Hier gründete ein Entwickler und Unternehmer gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine Maschinenfabrik.
Begonnen wurde mit der Produktion von Drehbänken.

Anfang des 20. Jahrhunderts erfolgte eine Übernahme und die Firma wurde ein der größten Werkzeugmaschinenhersteller Deutschlands. Auch im 2. Weltkrieg wurden hier viele Rüstungsgüter hergestellt.

Deshalb erfolgte danach auch die Zerschlagung durch die Sowjets. Vorher konnten die Amerikaner wichtige Unterlagen sicher stellen um später in der westlichen Besatzungszone damit diese Firma wieder aufzubauen.
Hier an diesem Standort wurde dann ab 1950 ein VEB aufgebaut. Man war spezialisiert auf Mehrspindelautomaten die weltweit einen guten Ruf besaßen. Die Privatisierung nach der Wende wurde versucht aber gelang nicht und 1997 schlossen sich hier die Werkstore.
Heute wird hier versucht wieder Leben in die Hallen einziehen zu lassen. Die Zukunft ist ungewiss und wird spannend.

Schloss Mint

Auf den Resten eines Rittergutes wurde hier im 17. Jahrhundert dieses Schloss errichtet.
Im Norden wurde ein Wirtschaftshof gebaut. Auch eine Parkanlage umgiebt das Anwesen.
Eine Gräfin war auch am Ausbau des Saals beteiligt, dieser ist heute noch sehr gut erhalten.

Bis 1945 war das Schloss im Besitz der Adligen und wurde dann nach dem Krieg enteignet. Hier zog dann ein VE Gut ein. Nach der Wende dann, wie so oft der Leerstand und um die Jahrtausendwende erfolgte der Verkauf an eine Investorengruppe.

Aber nichts passierte. Ein weiterer Verkauf vor ein paar Jahren weckte Hoffnung. Es begannen Restaurierungsmaßnahmen, aber scheinbar wurden auch diese wieder abgebrochen. Ansätze zur Nutzung waren auch hier vorhanden, aber da der Investor heute schweigt werden diese Pläne wohl nicht umgesetzt werden.