An diesem Standort befand sich seit Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1950er Jahre ein Vorwerk eines Landwirtschaftlichen Betriebes und es war ein Ort der Erziehung Jugendlicher. Später wurde dann eine NVA Kaserne errichtet mit den typischen Bauten. Stationiert war hier ein Nachrichtenregiment. Die älteren Gebäude stammen aus der früheren Zeit und erweitert wurde die Liegenschaft mit 2 DDR Neubauten und allen nötigen Anlagen, wie Kraftwerk, Kantine und Garagen. Die meisten der Gebäude werden heute nachgenutzt, nur wenige sind ungenutzt und offen.
Das was wir sehen konnten war zudem auch leergeräumt. Der einsetzende Verfall macht dann doch was her.
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Schulungszentrum
Diese abgelegene Abteilung eines VEB war, wie es scheint Schulungszentrum, Lager und Herberge.
An diesem Standort begann der Aufbau des Werkes während des 2. Weltkrieges und später dann die Umwandlung in einen VEB, nachdem die Anlagen einige Jahre brach lag. Über den Inhalt der Produktion können wir nichts berichten, sonst wäre das Werk schnell zu finden. Kurz vor der politischen Wende erfolgten noch große Modernisierungsarbeiten. Danach schrumpfte die Belegschaft sehr aber irgendwann stabilisierte sich die Mitarbeiterzahl und soll künftig 3-stellig ausgebaut werden.
Diese besuchten Gebäude aber sind nicht mehr Bestandteil der aktuellen Produktionsanlagen.
Bunker 301
Dieser Funkbunker 301 mit dem Tarnnamen „Tushurka“ ist einer von Dreien auf dem Gebiet der DDR und war Bestandteil des Troposphären Systems des Warschauer Pakts.
Das System diente der Aufrechterhaltung der Kommunikation im Falle eines Atomkriegs. Errichtet Mitte von 1984 bis 1987 Jahre in Schutzklasse D war die Anlage Bestandteil des NVA Nachrichtensystems.
Nach Erstinbetriebnahme erfolgte die Qualifizierung des Personals und 1990 dann die operative Nutzung. Diese hielt durch die politische Wende nicht lange an und im August 1990 wurde der Bunker außer Betrieb genommen und 1992 von der Bundeswehr versiegelt. Eine Nutzung als Asylbewerberheim, Lager und Gewerbeobjekt bis 1999, danach wurde hier durch den Leerstand einiges gestohlen und auch der Vandalismus hinterließ Spuren. 2002 wurde das Gelände und der Bunker verkauft und 2004 dann das Museum eröffnet.
NVA Kantine
Führungsbunker
Dieser GSSD Führungsbunker ist ziemlich unbekannt. Ohne genau zu Wissen wo sich dieser befindet, ist es auch schwierig ihn zu finden. Unsere Koordinaten stimmten zum Glück aber der Eingang war auch nicht so offensichtlich.
Vermutlich in den 1960er Jahren wurde dieser Bunker errichtet, es gibt einen Altbauteil und einen neueren. mit einer Nutzfläche von über 900m². Eine Besonderheit ist die Kohleheizung dieses Bunkers.
Dias Einsatzziel war als Führungsstelle der Rückwärtigen Dienste der GSSD, späten dann auch wurde er als Gefechtsstand einer Raketenbrigade genutzt.
Durch die vielen Holzeinbauten ist es in einigen Teilen des Bunkers, recht schimmlig. Ein große Tafel und einige Möbel stehen noch im früheren Lageraum. Wir bleiben deshalb nicht so lange hier unten, fanden die Besichtigung aber ziemlich besonders. Dann ging es wieder den weiten Weg zurück durch den Wald.
Labor
Trafostation
Diese Trafo- und Verteilerstationen gibt es ja überall. Aber diese ist schon besonders. Wir sind hier schon so oft vorbei gekommen, aber nie haben wir geahnt was sich hier befindet. Denn diese Elektroanlage befindet sich tief unter der Erde. Wir schätzen das es mindestens 5m sind, wie der Schutz der Decke aussieht ist nicht bekannt. Ein lange Leiter führt hinunter. Oberirdisch sieht man nur ein kleines Häuschen, welches den Zugang darstellt.
Die Verteilerstation hat die umliegenden militärischen Anlagen versorgt und scheint zu DDR Zeiten gebaut worden zu sein.
Kriegssendezentrum
Dieser GSSD Nachrichtenbunker wurde in den 1980er Jahren gebaut. Die Grundfläche beträgt 30 x 34,5 m. Die Anlage sollte als Kriegssendezentrum genutzt werden und hatten eine hohe Schutzklasse. Er ist 2-etagig aufgebaut und wir finden noch als Besonderheit, eine große Plattform mit PKU-40-540 Schwingungsdämpfern, hier war dann höchstwahrscheinlich die empfindliche Technik untergebracht. Heute deutet nichts mehr auf diesen Bunker hin, ein Weidefläche ist ebenerdig über dem Bunker zu finden. Die alten Aufbauten hier wurden nach 1994 abgerissen. Nur einzelne Betonstücke ragen hervor und durch eins dieser Löcher kann man in den Untergrund gelangen.
Leider waren in den letzten Jahren auch viele Schmierfinken hier um ihre Spuren zu hinterlassen.
In der Nähe des Bunkers und der nicht mehr vorhandenen Kasernenanlage finden wir noch eine alte Schießbahn. Sie wird heute noch in dieser Funktion genutzt, ob das legal ist wissen wir nicht.
Feierschloss
Hier wurde schon im 12. Jahrhundert eine Burg errichtet. Nach einer Zerstörung im 14. Jahrhundert entstand dann das Schloss welches dann in den folgenden Jahren mehrfach um- und sogar neugebaut wurde.
Nach 1945 erfolgte die Enteignung und später dann eine DDR typische Nutzung als Kinder- und Mütterheim.
Nach der Wende dann die Privatisierung und Nutzung als Hotel. Zuletzt wurde es für Feierlichkeiten genutzt. Auch eine entsprechende gastronomische Versorgung wurde mit angeboten. Der umliegende Park entstand im 19. Jahrhundert und ist heute offiziell nutzbar, das Schloss ist durch einen umgebenen Wassergraben geschützt.

































































































































































































































































