Archiv der Kategorie: Energie

Salle de Compresseurs

Das ist eine alte Kompressorhalle für eine Kohlenmine.
Damit wurden die Bergleute und Maschinen mit Luft unter Tage versorgt. In den 1960er Jahren wurde diese Mine schon geschlossen und die anderen Gebäude schon vor 30 Jahren abgerissen. Nur die Kompressorhalle und eine Halle, die heute weitestgehend leer ist, blieben stehen.
Die Kohle wurde gleich in der Nähe verkokt und in dem benachbarten Kraftwerk verarbeitet.
Ein toller Ort, einsam steht das Gebäude in der Landschaft, kaum zu erwarten welche alten Maschinen hier schlummern. Die Lichtstrahlen dringen durch kleine Löcher ins Gebäude und leuchten die Dunkelheit aus.
Man muss aufpassen wo man hin tritt, der Boden ist löchrig. Aber es hat sich gelohnt.

Charbonnage de Forte-taille

Wieder besuchten wir die oberirdischen Reste einer Kohlenmine. Sie wurde in den 1860er Jahren gegründet. Auf Grund eines Unfalls in den 1920er Jahren, wo ein Dutzend Bergleute starben, nahm hier die Tätigkeit ab und rund 10 Jahre später wurde diese geschlossen.

Nachnutzer der Gebäude und des Geländes war ein Containerservice, auch Abfälle wurden hier nach dem 2. Weltkrieg gelagert. Zuletzt nutzte ein Schrotthändler das Areal, der aber den Ärger der Anwohner auf sich zog und auf deren Druck hier auf gab. Später dann wurde die Stadt Eigentümer, hatte aber bis heute keine Verwendung dafür. Abrisspläne vor einigen Jahren sind nicht umgesetzt worden. Hier sollte ein Gewerbegebiet entstehen, aber das große Industriesterben in der Stadt machte dieses Vorhaben zu Nichte. Jetzt ist Vandalismus eingekehrt und das was hier noch an Wertstoffen vorhanden war, entwendet. Übrig geblieben sind die alten Gebäude, die mittlerweile schon stark eingewachsen sind.

Charbonnage Du Gouffre

Hier wurde einmal vor vielen Jahren eine Kohlenmine betrieben.

Es Begann 1916 und endete 1967. Das Hauptgebäude wurde dann 1934 erbaut. Ein paar Jahre nach der Schließung gab es hier 3 Jahre einen Zoo auch ein Schrottplatz war hier einmal heimisch.

Heute stehen nur noch die Ruinen hier, bis auf ein Gebäude das von einem Betonunternehmen genutzt wird.
Wie hatten am Ende des Tages tolles Sonnenlicht hier, aber auch eine Gewitterwolke die aufzog. Aber wir blieben trocken und konnten die Ruinen in verschiedenem Licht betrachten.

Kokerei Barbele

In einer Kokerei wird mittels Destillation Koks und Rohgas erzeugt. Dieses Verfahren ist über Jahre bewährt und wurde auch hier eingesetzt.
Eine fast baugleiche Anlage konnten wir schon in Essen besichtigen.

Nun hier war der Zugang und das Unternehmen der Besichtigung weitaus spannender. Ein langer Weg durch mehrere Zäune über ein offenes Feld hinter dem gearbeitet wurde, brachte uns ans Ziel. Dort versuchten wir möglichst, ohne Aufmerksamkeit zu erregen, in die verschiedenen Anlagen zu kommen.
Ein Hauptziel, ein Gasometer war leider schon abgerissen. Langsam geht es dieser still gelegten Kokerei an den Krangen.

Fernwärmekraftwerk

Wie in der DDR üblich wurden auch in dieser Stadt das Neubauprogramm voran getrieben, die Versorgung mit Warm- und Heizwasser erfolgte meist durch ein Fernwärmeversorgung. So auch hier, als das Heizkraftwerk als Zentrale Versorgung der umliegenden Häuser diente. Es gab mehrere Kohlekessel in diesem Kraftwerk. Genaueres, wie Baujahr oder Zeitpunkt der Stilllegung konnten wir leider nicht heraus finden. Seltsam ist, das es in der Nähe noch ein 2. Fernwärmekraftwerk gab, das auch heute noch die Versorgung hier übernimmt. Ein neues ersetzte vor einigen Jahren aber das alte Bauwerk.
Wie es scheint hat dieses hier die Wendejahre nicht überstanden. Leider sind hier auch schon viele Schmierfinken tätig gewesen und verschandelten das Gesamtbild. Im Versorgungstrakt regiert noch der alte DDR Charme.

Heizkraftwerk am Schrottplatz

Eigentlich müsste es wohl eher heißen „Schrottplatz am Heizkraftwerk“, denn dieser war auch interessant, weil dort eine Menge an alten DDR Fahrzeugen abgestellt waren. Aber leider war der Schrottplatz an diesem Tag nicht zugänglich.

So begnügten wir uns mit dem alten Heizkraftwerk, das hier scheinbar nach der Wende nicht mehr gebraucht wurde. Das Kraftfuttermischwerk das hier in unmittelbarer Nähe steht ist auch nicht mehr in Betrieb und die restliche Industrie in diesem Gebiet hat sich mittlerweile in viele kleinere Betriebe aufgeteilt. So wurde ein zentrales Heizkraftwerk nicht mehr benötigt und steht jetzt viele Jahre leer.
Das Kraftwerk war eins nach typischer DDR Bauweise, durch Befeuerung mit Kohle wurde die Energie, hier in 2 Heizkesseln, gewonnen.

Die Magnetmine

Hier wurden verschiedene Erze abgebaut, die unter anderem in der Energiegewinnung eingesetzt wurden.
Betrieben wurde sie ungefähr 30 Jahre bis zur endgültigen Stilllegung am Ende des 20. Jahrhunderts.

Als wir dort ankamen, lag der Schnee teilweise Meterhoch und es war eisig kalt, der Wind fegte über die Bergkuppe und man war froh wenn es in eines der Gebäude ging. Aber es hatte sich gelohnt, Verfall vom Feinsten erwartete uns überall. Viele Gerätschaften wurden zurück gelassen, unter anderem ein Lok und viele Maschinen in der Werkstatt, sowie Aggregate für den Notstrom. Auch die Förderanlagen waren noch dort.

Kraftwerk Gladse

Ein kleines, aber wie wir finden, sehr feines Kraftwerk, kaum Beschmierungen und Vandalismus, hübscher Verfall und Rost.

KKW Lubmin

Dieses Kernkraftwerk mit dem Namen „Bruno Leuschner“ war das größte in der DDR und von 1974 bis 1995 in Betrieb. Die Stilllegung erfolgte ab dem Jahr 1990 da es einige Sicherheitsmängel nach westlichem Standard gab.
Die Leistung betrug 2.000 MW und deckte damit 10% des Energiebedarfs der DDR ab. Geplant waren 8 Blöcke, aber nur Block 1 – 4 mit dem Reaktortyp WWER-440/230 waren jahrelang am Netz, Block 5 mit dem Reaktortyp WWER440/213 schaffte es nur bis zum Probebetrieb und Block 6 war nie mit radioaktivem Material bestückt, so das dieser heute noch besichtigt werden kann.

Der Rückbau der Anlagen dauert jetzt schon 25 Jahre an und wird noch viele Jahre lang die Ingenieure beschäftigen, die Kosten dafür betragen nach heutigem Stand 6,6 Mrd. Euro.

Hier mal der Link zum Wikipediaeintrag und zur Webseite für Besucher:
KKW Greifswald auf Wikipedia        Anmeldung Besichtigung

Auch im KKW Rheinsberg waren wir schon einmal, hier der Beitrag
KKW Rheinsberg

Gasanstalt

Diese Gasanstalt wurde um 1900 gebaut.

Es war ein größeres Gaswerk nötig geworden um die Versorgung dieser Stadt zu gewährleisten. Es hatte einen eigenen Gleisanschluss für den Transport der Kohle.
Der Verbrauch von Stadtgas stieg immer weiter an und auch die Leistung dieses Werkes, auch wurden immer mehr Leitungen verlegt und damit das Gasnetz erweitert.

In den 1980er Jahren wurde dann der Betrieb eingestellt, die Anlagen waren mittlerweile zu marode.
Die Stadt wurde jetzt auch vom Ferngas versorgt. Da das Areal stark belastet ist, ist eine heutige zivile Nutzung schwer vorstellbar und so rottet der Rest vor sich hin.