Archiv der Kategorie: Textil

Kammgarnspinnerei

Über diesen alten VEB konnten wir kaum etwas in Erfahrung bringen. Gegründet gegen Ende des 19. Jahrhunderts, erfolgte hier die Liquidation Anfang der 1990er Jahre. Wir hatten hier schon früher einmal versucht hinein zu kommen und waren dann auch heute nicht besonders hoffnungsvoll. Aber es gelang und mit jedem Meter weiterer Erkundungen öffnete sich vor uns der so beliebte Verfall und Gammel. Besonders hübsch wie sich der Farn, im Kontrast zu den anderen Farben, hier ausbreitet.

Usine S

Diese Textilfabrik wurde Ende des 19. Jahrhunderts gegründet. Hier wurden über 100 Jahre lang Textilien und Wolle produziert. Diese große Fabrik war einer der wichtigsten Arbeitgeber der Region. Heute sind Teile der Anlagen als Museum gesichert, aber der größte Teil steht leer und verfällt. Wenn man das Alter der Maschinen sieht, kann man sich vorstellen warum es hier am Ende zur Insolvenz kam.

Eine Modernisierung fand hier scheinbar in den letzten Jahrzehnten nicht mehr statt. Das Hochwasser in dieser Gegend zerstörte dann noch vieles an dem alten Bestand und man sieht wie das Wasser hier durch schoss und Schlamm und Geröll ablagerte.

Das war dann noch ein Schmankerl als Abschluss der Belgientour.

Spinnerei

Diese Spinnerei sollte wahrscheinlich gar nicht mehr existieren, es wurde begonnen die Produktionshallen abzureißen. Überall liegt Bauschutt herum, aber so richtig zu Ende gebracht wurde es nicht. Der Verwaltungstrakt ist noch vorhanden und gammelt vor sich hin. Deshalb sind die meisten Bilder aus diesem Bereich.

Fabrik zum Schaukelpferd

Entstanden ist diese Fabrik hier schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts, hier wurden von Beginn an Textilprodukte, wie Stoffe und Garne hergestellt.

Nach der Enteignung zu DDR Zeiten erfolgte die Umwandlung in einen VEB und es wurden weiterhin Stoffe und Kleidung hergestellt.
Nach der Wende kam es dann wie so oft, diese Waren wurden nicht mehr gebraucht und der Betrieb wurde abgewickelt.

Vor rund 20 Jahren kaufte ein ausländischer Investor das Gelände und betrieb zuerst dort einen Handel mit alten Möbeln. Später nahmen dann seine Geschäfte eine merkwürdige Richtung und am Ende verschwand er. Seit dem liegt das ganze hier brach und verwildert. Die Stadt bemüht sich jetzt wieder einen Kontakt aufzubauen um das Gelände zu übernehmen.

 

Seidenfabrik

Das Seidenwerk wurde 1949 gegründet auf der Grundlage einer Jute- und Sackfabrik. In seiner Hochzeit Ende der 1960er Jahre waren im gesamten Unternehmen über 3.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Wendezeit brachte dann aber wirtschaftliche Probleme, zuerst wurde versucht das Werk zu privatisieren und später auch durch Investmentfonds zu stärken. Aber 2014 brach das Seidenwerk hier zusammen.
heute sind nur noch die alten Hüllen der Gebäude zu sehen, die Fabrik wurde entkernt und verfällt.

Polsterfabrik

Dieser Betrieb war eine Zweigstelle einer Watte- und Polsterfabrik. Was hier genau und in welcher Zeit gemacht wurde ist nicht bekannt.
Die Fabrik hatte die typische DDR Ausstattung. Der Verfallsgrad ist enorm, deshalb gehen wir davon aus, das hier kurz nach der Wende die Produktion endete. Ein kleiner Teil wurde einmal als Getränkemarkt genutzt und ist renoviert worden. Im Rest gammeln noch ein paar Gegenstände und Fässer mit unbekanntem Inhalt vor sich hin.

VEB Strickwarenfabrik

Das genaue Entstehungsjahr ist nicht bekannt, aber wie viele Textilbetriebe der Region, wird hier auch um 1900 mit der Produktion begonnen worden sein.

Diese Textilfabrik war zu DDR Zeiten in einem VEB für Strickwaren eingegliedert. Dieser produzierte Bademode und Trikotagen, die auch ins westliche Ausland exportiert wurden. Nach der Wende wurde hier noch knapp 10 Jahre weiter gearbeitet.

Strumpffabrik

Ein Nachkomme einer Industriellenfamilie, die schon seit Jahren hier Textilfabriken hervor brachte, baute diese Strumpffabrik Anfang des 20. Jahrhunderts.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Unternehmen verstaatlicht und in einem VEB eingegliedert. 25 Jahre später dann noch eine Veränderung, es ging in ein anderes Kombinat. Aber wie viele der Textilfabriken kam auch hier schnell das Aus 1990 und die wurde Fabrik liquidiert. Die Dampfmaschine hier wurde aber erhalten und stellt heute das Schmankerl da. Leider ist auch hier schon der Wertstoff-Vandalismus zu beobachten. Die alte Maschine wird einfach zerlegt und eine Restauration damit immer schwerer.

Die Reste der Spinnerei

Vor 3 Jahren wurde das Hauptgebäude dieser Spinnerei abgerissen. Warum die Nebengebäude hier verblieben sind wissen wir nicht, man ließt von einem Abriss trotz Denkmalschutz. Aber die beiden Gebäude sind ja nun nicht mehr die besonder erhaltungswürdigen Häuser.
Erbaut wurde die Fabrik schon vor 180 Jahren. Die Zahl der Beschäftigten stieg im Laufe der Jahre weiter an, in Höchstzeiten bis auf rund 300 Mitarbeiter. Die Energie für die Maschinen wurde vom naheliegenden Bach entnommen, mit dem Bau einer Schmalspurbahn im Tal kam auch ein Gleisanschluss dazu. Die Spinnerei boomte und die Garne wurden weltweit vertrieben.
Nach dem Krieg wurde der Betrieb enteignet und in Volkseigentum überführt. Jetzt wurden die Hallen als Strickerei und Lager genutzt. Ein Heizhaus und ein Sozialgebäude wurde hier noch errichtet. Der Betrieb endete schnell nach der Wende.

Baumwollspinnerei

Diese Baumwollspinnerei wurde zu Beginn des 20. Jahrhundert hier errichtet. Mit der politischen Wende erfolgte dann die Abwicklung. Heute ist das ortsauffällige, 3-stöckige Gebäude denkmalgeschützt und weitestgehend ausgeräumt. Aber auch leere Hallen bieten einige Motive, Verfall findet sich dann doch in einigen Ecken.