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Die Königin Kaserne

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte hier der Bau einer Kaserne. Hier zog zuerst ein königliches Husarenregiment ein. Später dann erfolgten Erweiterungen, wie Stallungen, ein Lazarett, ein Casino und weitere Wohngebäude. Zwischen den beiden Weltkriegen wurden die Gebäude zivil genutzt, aber ab den 1930er Jahren übernahm Wehrmacht und es wurden verschiedene Truppenteile stationiert. Die militärische Nutzung sollte jetzt wieder bis in die 1990er Jahre andauern.
Denn Sowjetarmee bezog nach dem Krieg die Anlage und stationiert hier unter anderem eine motorisierte Schützendivision.
1993 wurde der Standort an die deutsche Verwaltung übergeben und nach und nach saniert. Heute sind hier nur noch wenige Häuser verlassen, es wurde einiges renoviert, es entstanden Eigentums- und Mietwohnungen und eine Finanzbehörde bekam hier ihren Sitz.

Casino der Prinzenkaserne

Gebaute wurde die Kaserne zur Wende ins 20. Jahrhundert.

Die Gebäude wurden hauptsächlich in Klinkerbauweise errichtet. Hier war ein Infanterie Regiment untergebracht. Im 1. Weltkrieg fungierte die Kaserne als Rekrutendepot. Danach erfolgte eine Demilitarisierung und Nutzung als Wohnungen, das hier gezeigte Casino übernahm eine Freimaurerloge. Nach der Machtübernahme Hitlers, begann auch hier wieder die Militärzeit. Es wurde ein Flugabwehrregiment installiert. Die Gebäude wurden wieder für eine militärische Nutzung umgebaut. Weiter Erweiterungen erfolgten auch hier.

Im April 1945 rückten amerikanische Truppen ein und hier wurden kurze Zeit, Kriegsgefangene und Fremdarbeiter untergebracht, die jetzt sich selbst überlassen waren.

Ein paar Wochen später übernahm die GSSD das Gelände. Stationiert war hier eine Raketenbrigade, ein Mot. Schützenregiment und ein Militärlazarett.
1992 wurde die Kaserne an die deutschen Behörden übergeben, heute wird hier Wohnraum geschaffen. Nur noch wenige Gebäude stehen leer. Das Casino ist leider schon an vielen Stellen besprüht, im Keller findet man die typisch russischen Einbauten zur Körperertüchtigung.

Appellplatz am Flugplatz

Dieser Appellplatz ist einer der letzten Zeugen aus der Zeit der Roten Armee. Diese dauerte von 1945 bis zum Abzug der Truppen 1992. Der Standort wurde in diesen Jahren völlig umgestaltet. Die meisten Anlagen der Luftwaffe der Wehrmacht. welche hier ab 1933 entstanden, wurden demontiert und und die Sowjetunion gebracht. Die Rote Armee stationierte hier dann verschiedenen Jagdfliegerkräfte und Hubschrauberstaffeln und baute die nötige Infrastruktur.
Ab 1992 erfolgte die Umwandlung in einen Zivilflugplatz. Die meisten Gebäude werden jetzt wieder in anderer Form genutzt. Die Bilder rund um den Appellplatz sind heute verblasst und kaum noch zu erkennen.

 

Panzerdirektion

ТАНКОВАЯ ДИРЕКТРИСА – PANZERDIREKTION

Das Ziel einer Winterwanderung war diese Stele auf dem Truppenübungsplatz Heidehof. Dieses riesige Areal wird sicher noch Ziel weiterer Erkundungen sein, Dazu ist dann aber ein geländegängiges Gefährt notwendig.

Zur Geschichte des TÜP:
Um 1900 wurde er errichtet und um 1930 erweitert. Es entstand ein Bombenabwurfplatz um Markendorf.
1949 übernahm die Rote Armee den Platz und nutze ihn bis 1992. Hier war das Ausbildungszentrum der 20. Gardearmee. Er umfasst eine Fläche von 12.000 ha bei einer Ausdehnung von 24×6 km. Im Jahr 1994 erfolgte die Übergabe an die deutschen Behörden, diese erklärte 1999 den Platz zum Naturschutzgebiet.

Eine weitere Stele dieser Bauart befidnet sich in der Nähe eines angrenzenden Kasernengeländes. Die Aufschrift ist nicht mehr lesbar.

Denkmal der Panzerwerkstatt

Dieses Denkmal/Relief ist das letzte Überbleibsel an diesem GSSD Standort. In diesem Bereich befand sich einmal eine Panzerreparaturbasis. Die Hallen werden heute Zivil genutzt und die anderen Bereiche werden gerade mit Einfamilienhäusern bebaut.
Ein typisches Relikt der Russischen Armee, das auf der Stirnseite die Jahreszahlen von 1945 bis 198/9x zeigt. Die letzte Zahl ist abgeschlagen und nicht mehr erkennbar, die vorletzte eher eine 8 als eine 9. Warum dieser Jahresbereich hier dargestellt wurde, erschließt sich uns nicht ganz. Weil auf den Reliefszenen ja eigentlich Kriegshandlungen dargestellt sind. Vielleicht weiß jemand mehr darüber und kann uns weiter helfen?

Fernmeldebunker des Hauptquartiers

Dieser GSSD Nachrichtenbunker wurde vermutlich in den 1970er Jahren erreichtet. Er war 2-etagig ausgeführt und eine Fläche von rund 30×15 Metern.

Eine kleine Kaserne in der Nähe und der Antennenmast wurden vor einigen Jahren abgerissen.
Der Bunker diente als Übermittlungsstelle für die Nachrichtenzentrale der GSSD in Wünsdorf. Nach Abzug der Truppen auf dem Gebiet der DDR wurde dieser Bunker auch zurück gelassen und wurde eine Zeit lang für Technopartys genutzt. Aber mit dem Abriss der oberirdischen Anlagen wurde der Hauptzugang hier auch verschlossen. Heute deutet kaum noch etwas auf das unterirdische Bauwerk hin, nur Kenner erkennen an dem Hügel den wahren Inhalt.

Casino am Flugplatz

An diesem großen Flugplatz gab es auch die notwendige Bebauung von Kasernen, Freizeiteinrichtungen und Versorgung.

Dieses alte Casino steht heute im Wald und ist total zerstört. Man kann nur noch erahnen was mal in den großen Räumen vorhanden war.
Ob ein Theater, Kino, oder ein großer Speisesaal wir wissen es nicht genau.  Die Küchenräume sind auch noch erkennbar.
Errichtet wurden die Anlagen schon von der Wehrmacht, die GSSD nutzte das Gelände dann bis zu ihrem Abzug.

Fliegerhorst an der Ostsee

Hier betrieb die Wehrmacht bis zum Ende des 2. Weltkrieges einen Militärflugplatz der in den 1930er Jahren errichtet wurde. Die Rote Armee übernahm dann das Areal und stationierte hier eine Luftarmee bis zu ihrem Abzug 1994.
Hier gab es alles, was für den Betrieb notwendig war, mehrere Hangars auch für Reparaturen, eine Segelflugstation, eine Fliegerausbildung sowie die Kaserne für die Soldaten.
Nach dem Krieg wurde das Gelände zuerst nicht genutzt und viele Anlagen abmontiert unter anderem auch 2 große Werfthallen. Kurzzeitig war hier auch eine Schiffswerft untergebracht, aber zu Beginn der 1950 er Jahren entschloss sich die sowjetische Administration hier wieder einen Flugplatz zu betreiben. Die vorhandene Infrastruktur wurde wieder aktiviert und erweitert. Eine 2. Rollbahn wurde gebaut und danach verschiedene Lufteinheiten hierher verlegt. Hauptsächlich waren hier Jagdflugzeuge. In den 1960er Jahren wurden hier weitere Veränderungen durchgeführt, die Startbahnen wurden verlängert und Flugzeugdeckungen und Munitionsbunker gebaut. Der Standort war jetzt oft der Ausgangspunkt für Schießübungen über der Ostsee, an denen viele weitere Truppen des Warschauer Paktes teilnahmen.
Eine weitere Sanierung Anfang 1990 wurde wegen der politischen Wende nicht durchgeführt und nach Abzug dieser dann geschlossen. Heute ist hier ein Museum ansässig auch für Festivals wird das Gelände genutzt. Die folgenden Bilder entstanden rund um die heute genutzten Bauten, die letzten 7 in der Galerie sind aus dem Museum.

Luftmunitionsanstalt

Eine der vielen Munitionsanstalten in Deutschland, diese hier liegt heute mitten im Wald.
Erbaut wurde sie zu Beginn der 1930er Jahre und umfasste eine Fläche von ca. 150 Hektar. Die knapp 80 Lagerbunker sind allesamt leer. Die Kommandantur und Wohnhäuser werden seit 2005 größtenteils zivil genutzt. Hier waren wir jetzt einige Monate später noch einmal und haben Bilder am Ende der Galerie angefügt.

Einige Einbauten in den Bunkern deuten noch auf die deutschen Errichter hin.

Nach dem Krieg diente das Areal der Sowjetarmee als Munitionslager einer Luftarmee. Es wurden hier Bomben und Raketen gelagert.

Vor Abzug der GSSD wurden hier scheinbar noch einige Waffen verschossen. Die große Anzahl an leeren Hüllen der Panzerabwehrlenkwaffe nebst Holzkisten deuten darauf hin. Hier handelte es sich um die 9K120 Ataka (NATO-Codename AT-9 Spiral-2) das ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus sowjetischer Produktion. Die Reichweite betrug 6 km und der Preis lag bei ca. 50.000 US Dollar/Stk.

Standortlazarett

Dieses Lazarett wurde von der Wehrmacht vor dem 2. Weltkrieg errichtet. Das Haupthaus ist ein riesiger Bau, hier konnten über 600 Patienten versorgt werden. Modernste Technik kam hier zum Einsatz in den verschiedensten medizinischen Bereichen. Es gab   Einrichtungen, wie Theater, Schwimmhalle, eine kleine Kapelle, Kinderabteilung, Apotheke, Kantine usw.

Nach der Evakuierung zum Ende des Krieges übernahm die Rote Armee das Gelände. Es wurde weiterhin als Lazarett genutzt und nach dem Abzug der Truppen 1993 ging es in private Hand über. Das Spekulationsobjekt brachte nicht das Gewünschte ein und so bewachte ein Wachdienst bis vor wenigen Jahren das Lazarett. Als dieser abgezogen wurde zog hier der Vandalismus ein. Es wurde ein Treffpunkt für Jugendliche und Wertstoffsammler. Ich habe solch ein Ausmaß der Zerstörung bisher kaum gesehen, untere Teile der Wände wurde heraus geschlagen um an die Rohre darin zu kommen. Also ist heute fast alles an Metallen verschwunden. Die Schwimmhalle ist auch zerstört und beschmiert.