Archiv der Kategorie: GSSD

Flugplatz Brand

Das Gelände wurde Mitte der 1930er Jahre als Fliegerhorst für die Deutsche Luftwaffe errichtet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs übernahm das sowjetische Militär das Areal und baute es zu einem der größten Frontflugplätze der Region aus. Über Jahrzehnte diente das Areal als strategischer Stützpunkt für gegenseitige Bedrohungsszenarien. Es beherbergte Jagdbomber- und Aufklärungsgeschwader sowie umfangreiche Bunkeranlagen und Treibstofflager.

Anfang der 1990er Jahre zogen die ausländischen Truppen ab. Das Areal fiel in einen Dornröschenschlaf, bis Ende der 1990er Jahre ein ambitioniertes Industrie-Projekt gestartet wurde. Der Bau einer der größten freitragenden Hallen der Welt für die Fertigung riesiger Frachtluftschiffe.

Nach der Pleite des Luftschiff-Unternehmens entstand in der gigantischen Halle eine überdachte tropische Freizeitwelt. Während das Hauptgebäude zivil genutzt wird, liegen entlegene Teile der ehemaligen Landebahn und der Nebengebäude bis heute im Dickicht brach.

Die Start- und Landebahn bestand aus einem betoniertes Rollfeld mit einer Gesamtlänge von ca. 2.500 m und einer Breite von ca. 40 m, über 20 gehärtete Flugzeugdeckungen, wie den Shelter/AU-11 sowie ausgedehnte unterirdische Befehls- und Munitionsbunker, weiterhin gab es einen eigenen Gleisanschluss zur Versorgung mit Kerosin sowie massive unterirdische Tankanlagen.

Hier der Beitrag zur benachbarten Kaserne.

Sowjetisches Ehrenmal

Ein Ehrenmal in der sächsischen Landeshauptstadt das den Vaterländische Krieg von 1941 bis 1945 darstellt.

Denkmal des Dorfes

In diesem Dorf, befindet sich ein Denkmal für den Zweiten Weltkrieg. In dessen Mitte steht ein Panzer, ein T-34. Im Jahr 1942 sammelten die Menschen dort eine Million Rubel und baten Stalin, dieses Geld für den Bau einer Panzerkolonne – der sogenannten „Georgischen Panzerbrigade“ – zu verwenden und diese in die Ukraine zu schicken, um gegen die Nazis zu kämpfen. Folgendes schickten die Arbeiter an den Führer: „An den Oberbefehlshaber, Genossen Stalin!
Wir, die Kolchosbauern, haben privat eine Million Rubel gesammelt und bei der Staatsbank hinterlegt. Für den Bau einer Panzerkolonne namens ‚Georgischer Kolchos‘. Wir schlagen vor, die mit unserem Geld gebauten Panzer dorthin zu entsenden, wo das Land, die Gewässer und das brüderliche ukrainische Volk vom faschistischen Joch befreit werden.“

Daneben befindet sich ein altes sowjetisches Mosaik, das leider schon verfällt.
Die Szene zeigt ländliche Szenen und Figuren, die typisch für die Darstellung von Landwirtschaft und Arbeitsleben in der UdSSR sind. In der Mitte prangt ein Panzer der scheinbar auf die Dorfaktion im 2. Weltkrieg hinweisen soll.

 

SU 15

Wir finden eine ausgemusterte Suchoi SU-15T der sowjetischen Luftstreitkräfte, die hier auf einem verlassenen Grundstück steht. Die Maschine ist weitgehend in ihrem originalen Tarnmuster erhalten, aber historisch und technisch stark entkernt, da sämtliche Bordinstrumente und Elektronikbauteile entfernt wurden. Es handelt sich um ein Exemplar der Su-15 Flagon, einem zweistrahligen Überschall-Abfangjäger, der ab 1967 im Dienst der sowjetischen Luftverteidigung stand. Leider musste diese Erkundung im strömenden Regen stattfinden.

Shiraki Airfield

Tief in einer kargen Steppenlandschaft verborgen, zeugt ein gewaltiges Areal vom Größenwahn und der strategischen Reichweite vergangener Jahrzehnte. Der Militärflugplatz, einst ein stolzes Bollwerk der Luftstreitkräfte, ist heute ein Relikt des Kalten Krieges, das langsam mit der umliegenden Einöde verschmilzt.

Die Anlage wurde in den 1950er Jahren aus dem Boden gestampft, um als strategischer Vorposten im südlichen Sektor der damaligen Supermacht zu dienen. Jahrzehntelang war hier ein Elite-Jagdfliegerregiment stationiert. Die Basis spielte eine Schlüsselrolle bei Grenzsicherungen und war ein logistischer Knotenpunkt für großangelegte militärische Operationen in angrenzenden Konfliktregionen (u.a. während des Afghanistan-Einsatzes in den 80ern).

Mit dem politischen Umbruch Anfang der 90er Jahre und dem Zerfall des Bündnisses wurde die Basis überstürzt geräumt. Innerhalb weniger Monate verwandelte sich das hochmoderne Flugfeld in eine Geisterstadt. Trotz des Verfalls beeindruckt die Anlage durch ihre schiere Dimension und die robuste Bauweise, die für den Ernstfall konzipiert war. Es gab eine massive Betonpiste von ca. 2.500 Metern Länge, ausgelegt für schwere Abfangjäger und Transportmaschinen.

Dutzende bogenförmige Flugzeug-Hangars , die massiven Bombardierungen standhalten sollten. Ein weitläufiges Netz aus Rollwegen, unterirdischen Treibstoffdepots und Munitionsbunkern. Die Infrastruktur war für die Beherbergung und Versorgung von fast 3.000 Militärangehörigen sowie die Wartung von über 30 Kampfjets (vom Typ Su-24) ausgelegt.

Heute regiert die Natur über den Beton. Wo früher Triebwerke dröhnten, weiden nun gelegentlich Viehherden lokaler Bauern. Ein einsames, skelettiertes Wrack eines alten Kampfjets wacht noch immer über das Gelände. Die meisten Hangars sind leergeräumt, doch die massiven Stahltore und die verfallenden Verwaltungsgebäude mit ihren sowjetischen Wandmalereien bieten eine surreale Kulisse. Vor dem Tower steht einsam ein Lenindenkmal, das aber schon stark beschädigt wurde.

Denkmal WW2

In den 1970er Jahren wurde hier im Dorf eine Gedenkstätte für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs errichtet. Die Anlage liegt auf einem Hügel und ist über einen Feldweg und eine Treppe erreichbar. Auf dem Gelände befindet sich ein Gebäude, in dem Porträts der Gefallenen an den Wänden hingen. Das Gebäude ist innen und außen mit einem sowjetischen Mosaik verziert, das die Sowjetarmee darstellt. Im Hof der Gedenkstätte steht eine 30 Meter hohe Stele mit einem eisernen Stern. Zur Anlage gehörten außerdem eine Aussichtsplattform und eine Quelle. Heute ist die Anlage verlassen, und die meisten Porträts der Gefallenen sind verloren gegangen.

TÜP Bunker

Während einer Erkundungstour auf einem ehemaligen TÜP der NVA und GSSD finden wir diesen Hochbunker. Heute liegt er mitten im Wald und stammt augenscheinlich aus Wehrmachtszeiten. Die Anlage erinnert aber irgendwie an einen Prüfstand, ähnlich der die sich in der Heeresversuchsstelle Kummersdorf befinden. An diesem Standort sind uns aber solche Aktivitäten nicht bekannt. Vielleicht wurde er hier nur gebaut um daran Waffen zu probieren? Die Überreste an Rohren oder Lüftung sprechen aber nicht dafür.
Wir verlassen diesen Ort wieder mit Freude über diesen Fund aber auch mit einigen Fragen.

Atomwaffenbunker

Auf diesem riesigen Kasernengelände befinden sich auch 2 Sonderwaffenlager. Bisher konnten wir dort nur Außenbilder machen, da uns der Zugang zu schwierig vorkam. Jetzt war aber der Tag gekommen und mit Hilfe weiterer Mitstreiter konnten wir in einem hinein gelangen. Der andere bleibt weiterhin verschlossen. Das hinein krabbeln erwies sich als umsonst, die Klappe um hinein zu kommen war verschweißt.
Gebaut wurden sie ab 1952 und hatten eine Fläche von 87×10 Metern. Die anderen Bauten für die Soldaten sind heute schon verschwunden. Wir konnten auch eine Abschussplatte einer SS-4 Rakete finden.

Führungsbunker

Dieser GSSD Führungsbunker ist ziemlich unbekannt. Ohne genau zu Wissen wo sich dieser befindet, ist es auch schwierig ihn zu finden. Unsere Koordinaten stimmten zum Glück aber der Eingang war auch nicht so offensichtlich.
Vermutlich in den 1960er Jahren wurde dieser Bunker errichtet, es gibt einen Altbauteil und einen neueren. mit einer Nutzfläche von über 900m². Eine Besonderheit ist die Kohleheizung dieses Bunkers.
Dias Einsatzziel war als Führungsstelle der Rückwärtigen Dienste der GSSD, späten dann auch wurde er als Gefechtsstand einer Raketenbrigade genutzt.
Durch die vielen Holzeinbauten ist es in einigen Teilen des Bunkers, recht schimmlig. Ein große Tafel und einige Möbel stehen noch im früheren Lageraum. Wir bleiben deshalb nicht so lange hier unten, fanden die Besichtigung aber ziemlich besonders. Dann ging es wieder den weiten Weg zurück durch den Wald.