Schon zu DDR Zeiten wurde hier geforscht, aber auch noch einige Jahre nach der Wende.
Pleite ging die Firma, unter anderem, wegen ausbleibender Zahlungen.
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Friedhof der Telefonzellen

Im Zeitalter der Mobiltelefone hat die Bedeutung der Telefonzelle immer mehr nachgelassen. Von über 100.000 dieser gelben oder magentafarbenen Kommunikationshilfen sind nur noch gut 30.000 geblieben. Telefonzellen, die unter einem Monatsumsatz von 50 € liegen, werden abgebaut. Einige dieser Exemplare lagern hier im Wald.
Seifen- und Parfümeriefabrik
Die Firma C.H. Oemig-Weidlich wurde Anfang des 19. Jahrhunderts gegründet. Anfang des 20. Jahrhunderts erbaute man an dieser Stelle Gebäude, um Seife und Shampoo herzustellen. Zwischenzeitlich wurden hier auch Kakao- und Zuckerwaren produziert.
Die Enteignung des Eigentümers und die Umwandlung in einen VEB erfolgte 1952. Man begann mit der Herstellung von Haarpflegeprodukten.
Nach der Wende erfolgte eine Modernisierung und der Verkauf an einen Hamburger Kosmetikhersteller. Da der Erfolg aber ausblieb wurde die Produktion 1996 eingestellt. Seitdem stehen die Gebäude leer.
Villa Wonka
Die Villa des Schokoladenproduzenten.
Keine Ahnung warum das Teil so begehrt ist, es gab sogar Urbexer, welche hier nicht mal die Kamera auspackten 😉
Das Treppenhaus ist ganz nett. Am besten hat mir aber der Heizungskeller gefallen.
Jetzt waren wir sogar ein 2. mal hier, nicht aus dem übergroßen Interesse an der Location sondern dem der Begleitung, die hier noch nicht war.
Geändert hat sich auch nicht viel, man hörte ja von Renovierungsarbeiten, aber vor Ort ist davon nichts zu sehen.
Holzwaren und Kinderwagen
Die Ursprünge dieses Betriebes gehen bis ins Jahr 1846 zurück, zuletzt wurden hier Kinderwagen produziert.
Die Erzeugnisse waren europaweit bekannt. Die Kinder- und Puppenwagen wurden in den gesamten RGW-Raum exportiert, auch Neckermann und Quelle gehörten zu den Kunden. Einst waren hier 2.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Produktion ist längst ins Ausland verlagert worden.
Betriebsteil 1
Betriebsteil 2
Nikolaikirche
Die Nikolaikirche wurde 1891 im neugotischen Stil errichtet. Sie ersetzte die 1823 abgerissene Kirche am gleichen Standort.
Zu Beginn der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts war schließlich die Kirche so baufällig, dass sie nicht mehr genutzt werden konnte. Ein Brand im Jahr 1998, hervor gerufen durch einen Blitzschlag, ließ das Dach des Turms abbrennen. Dabei stürzte die Glocke ins Kirchenschiff.
Es gibt keine Bemühungen das Gebäude zu sichern.
Da wir wieder mal in der Stadt waren, schauten wir uns die Kirche auch noch einmal an. (10-2016)
Viel neues konnten wir nicht sehen, aber ein paar andere Blickwinkel vielleicht? Auch schien beim Abschied noch die Sonne durch ein kleines Fenster der Kirche.
Und ein drittes mal waren wir hier, der Tourkollege hatte die Kirche noch nicht gesehen und somit gelangen uns noch ein paar Bilder. (05-2018)
Ferienlager Ostalgie
In dieser Region gab es zu DDR Zeiten viele dieser Betriebsferienlager oder VEB eigene Urlaubsdomizile. Dieses große Lager war im Besitz eines ortsansässigen Kombinats.
Es gab Bungalows, einen großen Speisesaal, Bettenhäuser, Tennis- und Spielplätze, eine Kegelbahn, Sportgeräte und eine Sauna im Keller. Am nahen See konnte gebadet werden, die Wälder der Umgebung luden ein zu Ausflügen.
Nach der Wende wurde versucht diese Anlage als Hotel weiter zu betreiben, was leider misslang. Jetzt ist hier viel zerschlagen oder abgebrannt, aber es finden sich noch diverse Hinterlassenschaften aus DDR Zeiten.
Hier wächst kein Knoblauch mehr
Hier irgendwo muss das Dorf gestanden haben, wir suchen in dem kleinem Wald nach den Resten. Hierher zu finden war schon schwierig, aber irgendwann, nach einiger Zeit, tauchten dann die Überreste der Zivilisation auf.
Zur Geschichte:
Dieses kleine Dorf wurde Ende der 1960er Jahre aufgegeben und dem Erdboden gleich gemacht.
Geblieben ist der Friedhof, ein Trafohaus und ein paar Mauerreste. Aber warum? 800 Jahre lang lebten hier Menschen, überlebten Kriege und viele schwierige Jahre. Sie betrieben Ackerbau und Viehzucht.
Zuletzt, in der DDR, wurde hier eine Vorzeige-LPG gegründet, Parteigrößen aus dem In- und Ausland besuchten sie, um sich alles anzusehen.
1961 wurde hier sogar Erdgas gefördert, dazu errichtete man auch einen unterirdischen Erdgasspeicher. Damit begannen die Probleme, denn aus dem Speicher trat immer wieder Gas aus. Es kam zu Unfällen und zu Evakuierungen. Als der Ort nur knapp einer Katastrophe entging, weil ein Ventil abriss, beschlossen die verantwortlichen Politiker die Bewohner in moderne Plattenbauten umzusiedeln und den Ort abzureißen. Man sagt, das die ehemaligen Bewohner großzügig entschädigt wurden und darüber schweigen sollten.
Im Gegensatz zu dem Gasspeicher halten die Dorfbewohner über diesen Fakt bis heute dicht.
Neue Hakeburg
Dieses Gebäudeensemble wurde Anfang des 20. Jahrhunderts am Machnower See im neuromanischen Burgenstil errichtet.
1936 wurde das gesamte Anwesen incl. der 44 Hektar Land verkauft. Neuer Eigentümer war die Reichspost. Die Gebäude dienten als Wohnsitz und Forschungszentrum und waren hermetisch abgeriegelt. Das sollte sich über Jahrzehnte nicht mehr ändern.
Zu DDR Zeiten wurde das Gelände dann als Parteihochschule der SED eingesetzt, hier residierten einige große Staatsmänner, wie Fidel Castro oder Michael Gorbatschow. Die Volkspolizei bewachte alles rund um die Uhr.
1990 wurde die Hakeburg kurzzeitig in einen Hotelbetrieb umgewandelt, nach der Wiedervereinigung erwarb die Deutsche Telekom diese Immobilie.
Im Moment bestehen Pläne für einen Umbau. 16 Eigentumswohnungen sollen hier entstehen.
Neues Lager
Die Militärgeschichte beginnt an diesem Ort Ende des 19. Jahrhunderts, als mit der Erweiterung des Schießplatzes Unterkünfte gebraucht wurden. Die anfangs errichteten einfachen Wellblechhütten wurden nach und nach durch Backsteinbauten ersetzt. In den weiteren Jahren entstand auf dem Areal das Truppenlager der Artillerieschule und weitere Bauten.
Außerdem wurde auf dem Gelände ein Proviantamt errichtet, dessen Gebäude heute noch in Nutzung sind.
Nach dem Krieg belegten die Sowjettruppen das Lager, lediglich das Proviantamt wurde von der DDR als Getreidelager genutzt.
Einige Teile des Lagers wurden und werden immer wieder abgerissen, der Rest schlummert vor sich hin.
Kein guter Tag zum fotografieren, Schneetreiben und kalter Wind. Aber Verabredungen werden eingehalten!
Am Ende kommen da einige Bilder heraus, die dann doch anders sind. Besonders weil es hier so selten Schnee gibt.
Diesmal beschränkten wir uns auf die Fahrschulwand und das Schwimmbad. Am Ende der Galerie, Drohnenbilder vom Frühjahr 2018.
06-2020
Ein paar Luftaufnahmen aus dem Neuen Lager.
07-2021
Auch hier waren wir wieder einmal. Es gab immer noch Bereiche die unbesucht waren. Unter anderem fanden wir eine Wäscherei, schöne Wandbemalungen in Dachgeschossräumen und ein Nebengebäude das wohl mal als Kinderferienlager oder zur Kinderbetreuung eingerichtet war. Irgendwie findet sich doch immer wieder was.
Ein GSSD Gebäude, der typisch russischen Bauart mit weißen Steinen entpuppte sich als grüne „Hölle“.
Außerdem sind weitere Gebäude abgerissen, wie der frische Boden an deren Stelle zeigt geschah das vor nicht allzu langer Zeit.












































































































































































































































































































































