Tief im Pfälzer Wald findet man ein kleines zerfallenes Häuschen, man erzählt sich, dass der Familienvater durch einen schweren Autounfall ums Leben kam. Über das Erbe zerstritten sich die zwei Söhne bis einer von zu Hause weg zog, der andere Bruder führte die Autowerkstatt bis zum Jahr 1990 und soll das Haus verlassen haben, um mit einem Rennteam umher zu ziehen. Seither nagt der Zahn der Zeit, das Haus zerfällt unwiderruflich und ist kaum noch zu betreten. Für etliche Einheimische dient das Grundstück als Müllhalde.
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Arius Kaserne
Eine ehemalige NATO Kaserne im Pfälzer Wald. Die noch übrig gebliebenen Bauten waren Teil der Bunkeranlagen der NATO. Die Anlage wurde 2003 geschlossen und ist stark von Vandalismus geprägt. Teilweise wurden ganze Dachstühle von Jugendlichen demontiert, die sich auf den Dächern aufhielten und damit lautstark auf sich aufmerksam machten.
VEB Beschläge
In diesem VEB wurden Beschläge aller Art hergestellt. Die meisten waren aus Plaste und wurden an vielen Geräten in der DDR verwendet. Schließung des Betriebs war 1990. Eine echte Perle, die auf den Urbexer wartet.
Auch hier guckten wir wieder einmal vorbei, es hat sich auch was getan auf dem Gelände.
Die Bäume wurden gefällt und Teile in der Fabrik wurden aufgeräumt, aber vieles ist auch verschwunden. Scheinbar hat hier auch jemand sein Lager für Zigaretten, jedenfalls guckte er immer nervös nach was wir hier machen.
Auf dem Weg zum Auto entdeckten wir aber noch einen Betriebsteil, welcher vorher nicht aufgefallen war. Vielleicht sind die entfernten Bäume jetzt für die bessere Sicht verantwortlich, jedenfalls konnten wir dort noch einiges interessantes entdecken.
VEB für Kälteanlagen
Kurz nach der Gründung der DDR wurde dieser VEB gegründet. Hier wurden in Folge verschiedene Kältegeräte hergestellt. Begonnen wurde mit dem Bau von Gewerbekühlschränken für den Lebensmittelhandel, später dann aber ausschließlich Schiffskälteanlagen. Viele neue Verdichter dafür wurden hier entwickelt. Der Standort wurde 1996 aufgegeben und verfällt zusehends. Mehrere Brände zerstörten bereits einige Gebäude auf dem Areal.
Der Wachturm auf dem letzten Bild gehört nicht zum VEB sondern zu einer Stasi-Einheit direkt daneben.
Chemiewerk Endzeitstimmung
Dieses Chemiewerk ist ein Zweigbetrieb eines großen VEB Chemiewerks. Hier wurde ab 1950 das Futterphosphat „Rükana“ hergestellt. Ursprünglich war hier ein um 1900 errichtetes Zementwerk. Nach dem Krieg wurde das Werk von den sowjetischen Besatzern demontiert. In den leeren Hallen wagte man den Neuanfang, 1999 musste das Werk geschlossen werden. Das Gelände war schon Kulisse mehrerer Filme, da es an eine zerbombte Stadt im 2. Weltkrieg erinnert.
Bei einem erneuter Besuch (08/2016) ging es diesmal immer mal wieder hoch hinaus, hier konnte man die tolle Aussicht genießen. Sonst hat sich nicht viel verändert hier.
09-2017 Wir waren wieder einmal hier
Auch mit der Drohne flogen wir mal über das Chemiewerk. Weitere Drohnenbilder aus dem Jahr 2022 kamen hinzu.
ein kleines Video
Das Video aus dem Jahr 2022
Brennerei
Diese Getreidebrennerei stellte erst vor kurzem den Betrieb ein. Wir durften sie besichtigen, naturgemäß ist kaum natürlicher Verfall vorhanden.
Ein kleines Video der Brennerei
Horchposten Glasfaser
Das war einer der modernsten Horchposten des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR.
Hier wurde ein Glasfaserkabel abgehört, welches von Berlin-West zur BRD führte. Noch bevor das Kabel 1985 in Betrieb ging, zapfte man es an. Die Ableitung wurde mittels LWL in einen Aufklärungsposten geführt, wo dann die Signale ausgewertet wurden. Davon ist aber nichts mehr zu entdecken.
Auch ein Radom für das Abhören von Funksignalen war dort zu finden. Mit den darin befindlichen Antennen wurden mehrere Richtfunkstrecken von Berlin in die BRD abgehört.
Die nötige Technik für diese Anlagen war in der DDR nicht vorhanden und wurde unter großer finanzieller Anstrengung teilweise illegal im Westen besorgt.
Patent-Papierfabrik Hohenofen
Am 1. Juli 1838 wurde in der auf Initiative der Preußischen Seehandlung errichteten Patent-Papierfabrik die Produktion aufgenommen. Unter mehrfach wechselnden Eigentümern, seit 1953 im volkseigenen Betrieb, produzierte man bis zum 30. September 1990 verschiedenste Sorten von Papier, ab 1968 ausschließlich Transparent-Zeichenpapier.
Ein Verein kümmert sich rührend um dieses ausgezeichnet erhaltene Industriedenkmal.
http://www.patent-papierfabrik.de
Nane Grund
Eine von vielen Dorfschulen in Brandenburg die nach der Wende nicht mehr genutzt wurden. Leer geräumt wartet sie auf eine neue Bestimmung, wohl aber vergeblich. Die Buchstaben an der Eingangstür fallen schon alle ab, die Reste bilden den Beitragsnamen
… n.ane Grund …!
Lieb mich und die Welt ist mein
Verlassen, in einem kleinen Dorf in Brandenburg, liegt dieses Häuschen im Wald. Über die ehemaligen Bewohner kann man im Haus nichts mehr finden. Als wir nebenan im Gestrüpp einen Schuppen fanden, konnten wir doch noch einiges in Erfahrung bringen. Wahrscheinlich lebte hier zuletzt ein Mann der gerne mit seinem Fahrrad fuhr und noch etwas Landwirtschaft betrieb. Einige Geräte im Schuppen zeugten von seiner Arbeit. Zudem lagen noch ein paar Noten auf dem Boden „LIEB MICH UND DIE WELT IST MEIN“ von Ernst R. Ball. Der letzte Bewohner war also auch musikalisch veranlagt.
Das Haus ist mittlerweile abgerissen (2016)








































































































































































































































































