Diese alte Steinmühle fiel einem Brand zum Opfer und ist leider nur noch eine Ruine. Über 100 Jahre war sie alt und wurde mittels der Wasserkraft eines kleinen Flüsschens angetrieben.
Früher Bestandteil einer Tuchfabrik, wurde hier Mitte des 20. Jahrhunderts eine Möbelfabrik eingerichtet. Nach der Wende versuchte ein Investor eine Möbelproduktion aufzubauen, aber schon nach 4 Jahren war Schluss. Auffallend viele Akten, teils mit vertraulichen Daten, liegen noch in den Räumen.
Eine Tuchfabrik in einer traditionsreichen Tuchmacherstadt bot leider nur noch wenig „Innenleben“. Überall standen noch alte Transportwagen herum. Beeindruckend die riesigen Hallen, in denen man noch erahnen konnte, wie einst produziert wurde. Das riesige Backsteingebäude ist sehenswert und steht heute unter Denkmalschutz.
Im Sommer ist dieses kleine Haus kaum zu sehen. Es steht in einer Großstadt zwischen noblen Villen und wurde schon vor vielen Jahren vergessen. Total zugewuchert ist es fast nicht zu sehen. Wir bekamen einen Tipp, wo in etwa es sein soll, aber bei der ersten Suche fanden wir es nicht. Aber einen kleinen Steingiebel im Gestrüpp hatte ich gesehen, die Frage war, wie kommt man dort hin? An einem anderen Tag suchten wir noch einmal und fanden das Haus! In der Umgebung wird viel neu gebaut. Zum Haus Pflaume fanden wir leider nicht viel, auch über die letzten Bewohner gab es fast nichts zu erfahren, außer das fleißig eingeweckt wurde. Ein einsames Bett steht noch im Schlafzimmer.
Jetzt im Winter besuchten wir das Haus Pflaume wieder, um auch mal hinter dem Haus nach zu sehen, da es im Sommer sehr zugewachsen war. Echt krass … jemand hat zwischenzeitlich den alten Herd mitgenommen!
Ein einzeln stehendes Haus, mitten in einer ehemaligen russischen Garnisonsstadt. Es sind fast keine Einbauten mehr vorhanden, nur ein paar russische Schriftzüge auf dem Dachboden zeugen von den letzten Nutzern. Ein kleines Theater war wohl einst auch vorhanden.
Diese Klinik hatte eine lange Tradition, 1917 in Betrieb genommen wurden hier zahlreiche Berliner geboren. Die Klinik besteht aus historischen Gebäuden die unter Denkmalschutz stehen sowie einigen Neubauten. Nach dem Verkauf Anfang des 21. Jahrhunderts sollten hier Wohnungen entstehen. Aber außer Obdachlosen, illegalen Partys, Kabeldieben und Schrottsammlern kam niemand.
1936 schenkte die Stadt Berlin dem Reichspropagandaminister Goebbels den Bogensee, nebst einer kleinen Blockhütte. Da ihm dieses Haus zu klein war, ließ er einen Landsitz errichten.
Nach dem Krieg diente dieser bis 1946 als Lazarett. Danach wurde das Gelände an die neu gegründete Freie deutsche Jugend (FDJ) übergeben. Bald wurde hier eine Jugendhochschule eröffnet. Als dieser Schule 1950 der Name „Wilhelm Pieck“ verliehen wurde, begann auch bald der Ausbau des Komplexes. Sogar Studenten aus kapitalistischen Ländern lernten hier ab Mitte der 1970er Jahre. Ein weiterer bedeutender Abschnitt war die Pressekonferenz des Bundeskanzlers Helmut Schmidt, der die DDR 1981 besuchte. Die größten Baumängel wurden dafür, mit großem Einsatz übertüncht.
Nach 1990 fand die Abwicklung der Jugendhochschule statt und das Gelände kam wieder in den Besitz des Landes Berlin. Einige Gebäude wurden als Hotel und als internationales Bildungszentrum genutzt. Weiterhin fanden hier bis 2005 Schulungen der Berliner Polizei statt. Jetzt stehen die riesigen Gebäude leer.
08-2022
Es finden jetzt Arbeiten auf dem Gelände statt, es sollen hier wohl Wohnungen entstehen. Deshalb wird das hier der letzte Besuch als Lost Place sein. Leider kamen wir nur in das Hauptgebäude mit dem großen Veranstaltungsaal. Aber trotzdem war es schön hier wieder mal da gewesen zu sein.
06-2024
Beim letzten Besuch glaubten wir an eine Entwicklung des Geländes, aber davon ist heute nichts mehr zu sehen. Die Gerüste sind weg und wahrscheinlich waren es nur Notreparaturen an den Dächern um die Bauwerke trocken zu halten. Heute konnten wir noch die beiden Hauptgebäude besuchen und dabei auch den früher übersehenen Projektorraum besichtigen.
Dieses neobarocke Herrenhaus ist leider nur noch eine Ruine. Im 16. Jahrhundert befand sich hier eine Mühle. Später, 1768, wurde hier das Schloss Dammsmühle errichtet. Mehrere Besitzer gab es danach, bis 1940 Heinrich Himmler durch Enteignung Eigentümer wurde. Nach 1945 übernahm für kurze Zeit die Rote Armee das Schloss, um es 1959 an die Staatssicherheit zu übergeben, die es zum Jagdschloss umbaute. Aus dieser Zeit stammt auch die eingebaute Kegelbahn. 1997 erhielten die Erben das enteignete Gebäude zurück, seit dem verfällt es. Das Gelände rund um das Schloss wurde zeitweise für Veranstaltungen und Konzerte genutzt.
In dieser Gießerei wurden für viele Betriebe der DDR Teile hergestellt. Auffallend sind die vielen Gussformen, die noch auf dem Gelände lagern. Das Besondere daran … alle sind in Rot gehalten.
Wir waren wieder einmal in der Nähe und besuchten diese Gießerei erneut. Schön zu sehen, das sich nicht viel verändert hat, ein paar neue Sachen konnten wir auch finden…
Entstanden ist das Laboratorium 1915, hier wurden vorrangig Zünder und Granaten hergestellt.
1920 übernahm die Deutsche Reichsbahn das Werk und eröffnete 1928 hier eine Reichsbahnzentralschule.
Man schuf Einrichtungen für die theoretische und praktische Ausbildung. Der große Vortragssaal fasste 90 Zuschauer, weiterhin gab es einen Physiksaal, sowie einen Zeichen- und einen Übungssaal. Auch ein Lehrstellwerk war vorhanden.
Im Mai 1945 übernahm die Rote Armee das Gelände und nutzte es als Kaserne. Seit ihrem Abzug 1993 steht das Gelände leer.
05-2020
Auch hier war mal wieder ein Besuch nötig. Vor einiger Zeit wurde hier ein Zaun um das Gelände gezogen und auch ein Brand im Theater hatte Teile des Dachs zerstört. Diesen Saal haben wir ja beim ersten Besuch übersehen und wollten hier noch Bilder machen. Leider haben hier auch die Vandalen zugeschlagen und fast jeden Fleck an den Wänden bemalt. Einfach grausam was hier passiert ist. Die Umzäunung erfolgte wieder einmal viel zu spät.
Einen kleinen Überflug gibt es hier zu sehen.