Das Mausoleum der stammt aus dem 4. Viertel des 19. Jahrhunderts Es liegt im Wald, außerhalb der Parkgrenzen des Schlosses. Dieses wurde höchstwahrscheinlich zu Beginn des 20. Jahrhundert erbaut.
Die Grabstätte ist heute verlassen und vernachlässigt, aber man kann immer noch die Atmosphäre alter Zeiten und die Aura des Mysteriums spüren.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zog die Familie nach Deutschland, und die Sowjetarmee übernahm das Anwesen Die Soldaten übernahmen den Palast, zerstörten das Mausoleum, entweihten die Särge und warfen sie in den See. Nach dem Abzug kümmerten sich die Dorfbewohner um eine würdevolle Bestattung des Verstorbenen.
Sie bargen die Überreste der Särge und legten im Wald in der Nähe des Kreuzes ein Grab an.
Wir fahren zur größten Munitionsfabriken des 2. Weltkriegs. Einsam im Wald liegt das riesige Areal das 35 km² umfasst.
Es gab mehrere Heizkraftwerke die das Werk mit Strom, Dampf und Wärme versorgten. All das wurde durch ein eigenes Bahnnetz versorgt.
Hier wurden in den heute leeren Hallen, Bomben, Granaten und Sprengstoff produziert. Unweit gab es auch ein KZ wo die Zwangsarbeiter untergebracht waren, die in der Produktion eingesetzt wurden.
Lageplan
1944 gab es einen schweren Unfall. als mehrere Explosionen das Werk erschütterten und viele 100 Menschen ums Leben kamen.
Heute finden wir in dem großen Gelände nur noch die Ruinen der alten Anlagen. Aber auch diese lassen einen noch erahnen was früher in diesem Hochsicherheitsgebiet stattgefunden hat. Die genauen Abläufe sind aber nur Teil unserer Spekulationen, es gibt an den Gebäuden aber auch eingige Tafeln die in polnisch und deutsch, welche deren Bestimmung erklären.
Besonders beeindruckend sind die 4 runden Silos abseits der anderen Anlagen, deren Bedeutung auch heute noch umstritten ist. Die mit Erde umgebenen Stahlbetonbauten waren offenbar für den Betrieb mit Nitroglyccerin und Nitrocellulose bestimmt. Andere Quellen geben an das hier brennbare Flüssigkeiten und Säuren gelagert wurden.
In diesem Ort hatte die Lederindustrie eine lange Tradition. Einige hundert Jahre gab es hier lederverarbeitende Betriebe. Dieser besuchte Traditionsbetrieb wurde in DDR Zeiten zu einem VEB, nach der Wende kam dann die Schließung des Betriebes, weil durch die Marktöffnung viele der früheren Kunden weg brachen . Heute wird seitens der Stadt versucht das Gebiet wieder mit Leben und Gewerbe zu füllen.
Das war einmal die Verwaltung einer Konsum Genossenschaft. Leider ist diese heute leergeräumt und es gibt hier nicht mehr viel Sehenswertes. Besonders fanden wir die Bleiglasfenster im Treppenhaus.
Dieser Landmaschinenbau hat eine lange Tradition, im 19. Jahrhundert gegründet wurden hier neue Produkte erfunden, entwickelt und auch produziert. Nach dem Krieg wurde dann hier noch einige Jahre privatwirtschaftlich für die LPG’s gefertigt und in den 1970er Jahren kam dann die Verstaatlichung als VEB. Der frühere Besitzer übernahm die Leitung des Volkseigenen Betriebs.
Nach der Wende gelang dann die Überleitung in eine GmbH unter Führung eines Nachkommens des Firmengründers.
Es wurde auch investiert und eine moderne Halle gebaut. Aber bald gab dann Umstrukturierungen in der Produktpalette und eine Verlegung des Firmensitzes. So kam es zur Schließung des Standortes vor über 10 Jahren.
Wir finden hier noch viele Hinterlassenschaften aus der DDR Zeit. Auch scheint es in einem der Gebäude nicht so rasch modernisiert worden zu sein, hier sprüht noch der alte DDR Charme aus allen Ritzen.
Diese ehemalige Politeichnische Oberschule wurde um 1980 eröffnet. Ein Feuer zerstörte die alte Schule im Ort und dieser typische DDR Neubau ersetzte diese. Nach der Jahrtausendwende sanken die Schülerzahlen und die Schule musste geschlossen werden. Auch andere Lehrhäuser im Landkreis wurden mit einer Schulreform zusammen gefasst. Diese Änderungen lösten einige Proteste aus, wurden am Ende aber umgesetzt.
Heute ist die Schule dem Vandalismus ausgesetzt und verfällt zusehends, Pläne vor 10 Jahren hier altersgerechtes Wohnen umzusetzen wurden auch nicht umgesetzt.
Der GSSD Führungsbunker diente einer Raketenabteilung als Gefechtsstand. Er wurde 1983 gebaut und hatte 160 m² Nutzfläche. Es gab 6 Röhren, in denen damals der Dienst statt fand. Heute sind diese leer und es gibt nur wenig Überbleibsel. Ein in der Nähe befindlicher Lagerbunker konnte auch noch besucht werden. Dieser ist riesig aber auch komplett leer.
Am Ende ist ein Verstärkerpunkt zu sehen, diese wurden für die Fernmeldekabel im gesamten Gebiet der DDR errichtet.
Tief in den brandenburgischen Wäldern konnten wir diesen kleinen Bunker besichtigen. Nach einem langen Fußmarsch ist dieser auch schwer zu finden, aber am Ende glückte das Unternehmen. Besonders war der Raum mit den russischen Geräten, welche hier zurück gelassen wurden, eher ein seltener Fund. Deshalb sind wir zufrieden, mit diesen Bildern im Gepäck den Rückweg angetreten.
Was lässt sich darüber sagen? Nicht so viel, es handelt sich hier um eine Stütznachrichtenzentrale der Raketentruppen, die hier unweit stationiert waren.
Das Gutshaus wurde Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut. Ein paar Jahre später erfolgten die ersten Umbauten, es erfolgte ein Ausbau und ein Turm wurde angebaut. Die Ortsgeschichte ist eng mit dem Gutshaus verbunden. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Gutshaus wieder vereinfacht und diente der ansässigen LPG als Wirtschaftsgebäude.
Ein kurioses Ereignis in der Geschichte des Hauses fand hier 2009 statt. Es wurde das Fürstentum Germania ausgerufen, Erstaunen unten den wenigen Einwohnern, was hier statt fand. Ein paar Wochen später reagierte der Landtag und das Bauamt ließ das Schloss räumen. Begründet wurde es mit mehreren Verstößen gegen die Bauordnung und vergessenen Anträgen.
Heute liegen die Möbel auf der Straße, das Gutshaus ist leerund es scheint einen Neuanfang zu geben, aber darüber konnten wir nichts heraus finden.