Tief im ländlichen Frankreich, versteckt hinter einer Fassade aus wucherndem Efeu und bröckelndem Putz, liegt ein Ort, der wie eine Zeitkapsel wirkt. Die „Bar der Patrioten“ ist kein gewöhnlicher Lost Place – sie ist ein intimes Stillleben vergangener Jahrzehnte. Einst war dieses Etablissement das soziale Herzstück der umliegenden Gemeinde. Gegründet in der Mitte des 20. Jahrhunderts, diente es Generationen von Arbeitern und Anwohnern als Treffpunkt. Der Name rührt von der tiefen Verwurzelung der Besitzer in der lokalen Tradition und der Rolle der Bar als inoffizielles Wohnzimmer während politisch bewegter Zeiten her. Nach dem Tod des letzten Betreibers vor einigen Jahren wurde die Tür einfach verschlossen. Seitdem wurde kaum etwas bewegt; Gläser stehen noch auf dem Tresen, und die Vorräte lagern im Keller, als würde der Wirt jeden Moment zurückkehren, um die Zapfanlage zu reinigen.
Nebenan gab es eine kleinen Laden für das nötigste der Anwohner, hier liegen noch Produkte welche es so Jahrzehnte nicht mehr gibt. Im Obergeschoss die Wohnung des Betreibers mit vielen alten Hinterlassenschaften.
Archiv der Kategorie: Gaststätten
Der vergessene Tanzsaal
Tief im ländlichen Raum steht ein Relikt vergangener Geselligkeit. Wo heute der Hausschwamm die Wände ziert, pulsierte einst das Herz der Gemeinde. Die ehemalige ist ein klassisches Beispiel für die Architektur der dörflichen Vergnügungskultur.
Ursprünglich als einfache Schänke und Brauerei-Ausschank konzipiert, entwickelte sich das Objekt über die Jahrzehnte zum zentralen Anlaufpunkt für Hochzeiten, Bälle und Vereinsfeiern. In der Mitte des letzten Jahrhunderts war das Etablissement weit über die Dorfgrenzen hinaus für seine Akustik und das herrschaftliche Ambiente bekannt.
Mit dem Sterben der Dorfkerne und dem Aufkommen moderner Diskotheken in den Städten verlor der Saal an Bedeutung. Der Betrieb wurde vor geraumer Zeit eingestellt, woraufhin das Gebäude in einen tiefen Dornröschenschlaf fiel. Trotz des fortgeschrittenen Verfalls beeindruckt die bauliche Substanz durch ihre großzügigen Dimensionen, ein freitragender Saal mit einer Grundfläche von ca. 250 m². Besonders markant ist die Deckenhöhe von knapp 6 Metern, die für eine beeindruckende Raumwirkung sorgt. Am Kopfende befindet sich eine leicht erhöhte Theaterbühne inklusive rückwärtigem Garderobenbereich. Angrenzend an den Saal finden sich die ehemalige Schankstube sowie die großflächige Küche, die einst für die Bewirtung von bis zu 300 Gästen ausgelegt war.
Heute regiert die Stille. Die Parkettböden wölben sich unter der Feuchtigkeit, und die Stuckverzierungen an der Decke bröckeln langsam auf den staubigen Boden. Während die Gaststube im Erdgeschoss bereits stark vandalisiert ist, versprüht der große Saal noch immer den melancholischen Charme des Dorflebens.

Restaurant Twins
Dieses Restaurant hat schon viele Jahre geschlossen, der Vandalismus hat auch schon Einzug gehalten.
Wie es scheint hat hier ein Feuer das Aus gebracht, natürlich könnte es auch danach ausgebrochen sein. Aber die Feuchtigkeit im Haus hat jedenfalls schon zu viel Schimmel und Verfall geführt.
Sonst können wir wenig über das Restaurant finden.
Gasthof Stern
Dieser traditionelle Gasthof in einem kleinen Ort hat schon einige Zeit geschlossen, leider konnten wir über die Gründe nichts heraus finden. Es gab hier alles was die Gastronomie in dieser Gegend ausmacht. Ein gemütliches Restaurant und einen Saal für Feierlichkeiten, im Keller eine Bar. Ein paar Gästezimmer waren hier auch vorhanden. Die Lage des Hauses im Ortskern geht auch in Ordnung. War es ein Schicksalsschlag? Alles wurde zurück gelassen und der Schimmel und Verfall breiten sich langsam aus.
Das Familien Gasthaus
Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Gasthof als Grenzstation betrieben. Im Jahr 1900 wurde er verkauft und eine Gaststube und ein großzügiger Saal angebaut.
Die beiden Weltkriege überstand das Gasthaus als Lazarett und Flüchtlingsunterkunft unbeschadet.
Der Sohn und seine Frau steuerten danach „Den Familien Gasthof“ durch schwere DDR-Zeiten. Als „Letzte Private Gaststätte“ erlangte das Gasthaus Kultstatus. 1992 ging das Areal an die Tochter und blieb damit weiter im Familienbesitz.
Mitte der 199ßer Jahre investierten die Besitzer eine 7 stellige Summe in die Sanierung und den Ausbau mit Weinfelsenkeller, Gartenlaube, Biergarten und vier Gästezimmern. Damit schien die Zukunft des Familienbetriebs gesichert.
Es war nie Thema, den Gasthof in fremde Hände abzugeben, aber gesundheitliche Probleme haben jetzt das jähe Ende des traditionsreichen Familienbetriebs vor knapp 20 Jahren eingeläutet. Es wurde ein geeigneter Nachfolger gesucht, um für die mehr als 100 Jahre alte Gaststätte weiter zu betreiben. Aber es fand sich kein Käufer. Seitdem gammelt das Haus vor sich hin und zeigt nun auch schon große Schäden an der Substanz, jetzt wurde die Gaststätte sogar in die Brachenliste des Orte aufgenommen.
Pension des Technikers
Dieses Haus erlebte einen wahren Urbex Ansturm. Viele Jahre war es weitesgehend unbekannt und konnte vor sich hin „reifen“. Die alte Gaststube war schnell nach Verlassen feucht geworden, die Deckenlampe stürzte herab und auch der Putz viel von der Decke, auch ein paar Räume in diesem Bereich sind schon stark von der Feuchtigkeit gezeichnet. Beim Verlassen wurden alle Heizkörper mit Folie eingewickelt, warum das? Auch der Grund warum hier alles zurück gelassen wurde ist uns nicht bekannt.
Jedenfalls war der Hausherr ein Freund der Technik, im Dachgeschoss finden wir eine kleine RFT-Werkstatt und viele dazu passende Geräte, die hier scheinbar auch nicht nur repariert sondern auch gesammelt wurden.
Wir sehen hier alles was das Sammlerherz begehrt, Messinstrumente, Monitore, Plattenspieler, HiFi Geräte aller Art, Telefone, Anzeigeinstrumente, Kabel, Taschenrechner, Fernmeldetechnik und und und. In den Nebenräumen afrikanisch eingerichtete Zimmer zum Verweilen. Ein Fernrohr zum Beobachten des Nachthimmels oder der Nachbarn?
In der ehemaligen Gaststätte dann eine Sammlung von Fotoapparaten und einigen anderen alten Dinge.
Dann befindet sich im Obergeschoss noch ein Tonstudio mit allem was man dazu braucht, nicht professionell aber trotzdem gut bestückt. Leider ist hier schon die Decke auf die Technik gefallen.
Ein wirklich spannendes Haus das wir hier erkunden konnten.
Forsthaus
Zum Roten Vorhang
Viel über die Geschichte des Gasthofes ist uns nicht bekannt, wir finden noch einige alte Postkarten, wo das Haus noch mit Fachwerk Aussenfassade glänzt.
Später muss das Gebäude noch umgebaut worden sein und dazu außen verputzt. Damit war der alte Charme verschwunden.
Die Gaststätte hatte wie die meisten hier in der Gegend eine Saalanbau für Feiern und Festlichkeiten, eine kleine Bühne war auch vorhanden.
Heute ist dieser Saal nach jahrzehntelangem Leerstand sehr marode, Dachteile sind hinab gestürzt und der Boden ist schwammig. Vor 4 Jahren konnte die Gemeinde das Gebäude kaufen und will es jetzt abreißen lassen. Jetzt geht es wie immer um die Finanzierung des kostspieligen Entfernens der maroden Reste.
Bikertreff
Diese Gaststätte hatte einige Besitzer, es begann als Gasthof „Härtwig“ um dann später zum Erbgericht zu werden. Die letzten Namensgebungen waren Bergland und zuletzt das Biker-Hotel.
In diesem Ort war das Haus mit seiner zentralen Lage Herberge für viele Feiern und Veranstaltungen, wie Jugendweihe, Schulanfang, Disko und Tanz, auch als Kino diente es.
Nach der Wende kam keiner der Betreiber richtig in Schwung, auch der Biergarten wurde durch seine Lage an der Hauptkreuzung nicht so richtig angenommen. Am Ende wollte auch keiner die günstige Übernachtung buchen, da die Gastwirte oft ein abschreckendes Auftreten hatten.
Anfang 2024 wurde das Fachwerkhaus abgerissen und jeder dachte das die Gemeinde hier etwas neues entwickelt, aber heute liegt hier ein Schuttberg und oben drauf steht der Bagger. Man munkelt das der Abrissunternehmer pleite ist, aber genaues weiß niemand. Der Karnevalsverein hat den Schuttberg dann auch „Mont Klamott“ getauft.
Heidegaststätte
Über diese kleine Gaststätte in der Heide können wir nichts geschichtliches heraus finden. Auch vor Ort „erzählt“ sie uns nichts, da sie fast besenrein ist. Es gab einen kleinen Gastraum mit Kachelofen und nebenan den Saal für Feierlichkeiten. An diesem sticht eine kleine Besonderheit hervor, die Bühne ist mittig angeordnet, nicht wie sonst üblich an der Stirnseite, es sieht fast so aus das sie nachträglich hier eingebaut wurde.



































































































































































































