Archiv der Kategorie: Freizeit

Hotel am Bahnhof

Das Hotel wurde in den 1920er Jahren eröffnet und wurde schnell überregional bekannt.
Es war damals schwer, hier ein Zimmer zu bekommen, es war ständig ausgebucht. Auch einiges an Prominenz stieg hier ab.

Nach dem Krieg gab es einen neuen Eigentümer der das Hotel weiter bis zur Wende führte. Es soll hier sogar einen Intershop gegeben haben, im unteren Geschoss war eine Bar, Konferenzräume und das Restaurant. Zuletzt konnte man hier nur noch Essen gehen, aber nicht mehr übernachten, da das Hotel nicht mehr den Ansprüchen gerecht wurde musste es bald schließen.

Mehrere Etagen boten einige Zimmer in diesem verwinkelten Hotel. Im großen Speisesaal ist noch am ehesten der letzte Zustand zu sehen. Dunkle Holzvertäfelungen und Lampen im DDR Schick sind hier geblieben. Die Küche hat auch keine Modernisierung erhalten.
Heute steht der Abriss bevor, da die Stadt jetzt Eigentümer des Hotels ist und das baufällige Haus wohl nicht mehr zu retten ist.

Klubhausvilla

Diese ehemalige Villa ist jetzt praktisch ein Rohbau, der letzte Besitzer wollte diese sanieren aber wegen fehlender Unterlagen wurde nie eine Baugenehmigung erteilt. Warum das Projekt am Ende dann gestorben ist wissen wir nicht. Heute wird das Ganze wieder auf einem Immobilienportal angeboten.
Vandalismus gepaart mit den begonnenen Arbeiten lassen die Villa in miserablen Zustand hier stehen.
Der Keller ist gewölbeartig und der Wintergarten lässt erkennen wie schön es einmal hier war. Im Garten steht ein LKW und dieser ist mittlerweile eingewachsen. Der angrenzende Saal stammt aus Zeiten des letzten Nutzers, als hier ein Jugendclubhaus betrieben wurde. Die Bauart ist einfach und wahrscheinlich stürzt der letzte Rest auch bald ein.

 

Ballsaal Förderband

Wir finden keine Informationen über diesen Ballsaal, außer das er in der Denkmalliste aufgeführt ist. Er grenzt an ein Wohnhaus, aber wann hier der Betrieb eingestellt wurde kann man nur ahnen. Wie es scheint liegt das viele Jahre zurück. Ein paar Förderbänder stehen noch im großen Saal, den Glanz der früheren Zeit lassen die aufwendig gearbeiteten Wandbilder erkennen.

Kinderferienlager im Grünen

Ein kleiner Ort in Sachsen beherbergte einmal dieses Kinderferienlager. Der Trägerbetrieb ein VEB für Bodenbeläge betrieb dieses Ferienlager hier.
Im Haupthaus gab es einen kleine öffentliche Gaststätte und einen Saal. Dieser ist leider komplett eingestürzt. Weiter Informationen über Entstehung und der Geschichte finden wir nicht.
Das Bettenhaus bietet heute krassen Verfall in den bei uns beliebten Farben, Grün-Gelb und Moos und Farn.

Saal Waldhaus

Über die Entstehung es Hauses bekamen wir nichts mehr recherchiert. Frühere Nennungen sprachen von einem Hotel.
Aber zu DDR Zeiten wurde hier ein Ferienlager eines Brandenburgischen Bahnwerkes betrieben. Wir fanden noch ein Klettergerüst im Wald und weiter Spielgeräte. Nach der Wende wurde eine Renovierung begonnen, die aber bei der Entkernung stehen blieb und somit im angrenzenden Gebäudeteil nur noch kahle Zimmer hinterließ. Deshalb hier fast nur Bilder vom Saal des Hauses.

Gasthof Chicago

Dieses Gasthaus mit langer Tradition musste hier, nach fast 100 Jahren Betrieb, zu Beginn der 1990er Jahre schließen und steht seit dem leer. Zuerst war es ein Familienbetrieb, später dann ein Haus der HO in der DDR.
Einst ein stolzer Gasthof mit schönem Saal und einem Sommergarten und es fanden hier viele Veranstaltungen statt. Ein paar Jahre war hier außerdem eine Fleischerei mit integriert.
In DDR Zeiten war das Haus auch weiterhin beliebt und es wurden auch Konferenzen mit dem entsprechenden Kulturprogramm abgehalten. Im Ort war es unter den Bürgern auch die Nr. 1 für Tanzveranstaltungen und immer gut besucht.
Heute steht das Haus unter Denkmalschutz und ist größtenteils verfallen. Nur kleine Bereiche konnten wir sicher begehen. In diesem Zustand wird nur der Abriss übrig bleiben.

NVA Schwimmhalle

Gegen Ende der 1970er Jahre wurde diese Schwimmhalle für die Armeeangehörigen eröffnet.
Auch zivil konnte die Halle genutzt werden und viele Schüler hatten dort ihren Schwimmunterricht.

Nach dem Ende des NVA Standortes, versuchte die Stadt die Schwimmhalle weiter zu betreiben. Aber seit 1995 ist diese jetzt geschlossen und heute abrissreif.
Beim Schwimmbecken sind die Scheiben zerschlagen und die Wände beschmiert, zum Glück blieb der Technikbereich davon verschont und bot doch noch einige Motive.

Gasthof zum Klavier

Dieser Gasthof wurde gegen Ende des 19. Jahhunderts erbaut und war bis zur Schließung ein prägendes Haus im Ortskern. Ein typischer Vertreter dieser Gasthöfe in der Region, mit angeschlossenem Saal und Gaststätte.
Der Zustand ist leider sehr schlecht und im Erdgeschoss scheint einmal eine Renovierung begonnen worden zu sein. Da das Haus in der Liste der Kulturgüter verzeichnet ist, wird eine Erhaltung ein finanziell großes Vorhaben und ist damit nicht sehr wahrscheinlich.

Gasthof Indianer

Den Namen hat dieser alte Gasthof durch seine Deckengestaltung bekommen, die einer Indianermalerei  ähnelt.
Bei der Recherche nach geschichtlichen Hintergründen mussten wir leider feststellen, das es fast gar nichts darüber gibt. Die Bauweise lässt auf eine Errichtung zu Beginn des 20. Jahrhunderts schließen. Wie es scheint, ist der Saal zum Ende auch länger nicht genutzt worden. Der alte Gastraum sah noch etwas moderner aus, aber das sind reine Spekulationen. Jedenfalls ist das gesamt Gebäude schon arg baufällig. Zuletzt gab es wohl auch einen kleinen Laden in einem Seitenflügel.

Filmtheater

Der letzte Film lief hier 10 Jahre nach der Wiedervereinigung. Damit endete hier eine über 50 jährige Geschichte dieses Kinos, das damals als eines der modernste im Land galt. Es gab 2 Kinos, das große mit knapp 300 und ein relativ kleines mit 40 Plätzen, in diesem Haus.
Nach der Wende hatte das Kino eine wechselhafte Geschichte mit vielen Eigentümern oder Betreibern. Diese hatten nicht immer das Ziel hier ein kulturelles Angebot zu etablieren, sondern es als Spekulationsobjekt zu gebrauchen. Heute ist es in Privatbesitz und eine weitere Nutzung nicht zu erkennen. Die Stadt bemüht sich um einen Neustart oder auch ein anderes kulturelles Konzept wird erwogen.