Archiv der Kategorie: Freizeit

Freibad zum Pfeil

Diese Badeanstalt musste um die Jahrtausendwende schließen.

Die Stadt konnte sich den Unterhalt nicht mehr leisten, seit dem liegt das Freibad verlassen da. Einweiht wurde es in den 1960er Jahren und wurde mit viel Einsatz der Bevölkerung und auch mit Hilfe von Soldaten erschaffen. Es gab ein wettkampftaugliches 50 Meter Becken, das Kinderbecken kam später hinzu.

Der alte Bademeister erzählt von seiner Arbeit, er war hier von Beginn an tätig und er ist besonders stolz darauf, das es in seiner Zeit keine nennenswerten Unfälle gab. Auch wurden hier viele Veranstaltungen organisiert.
Heute hat ein Verein aus einer anderen Branche das Gelände übernommen und will es schrittweise umgestalten. Die Becken werden also sehr wahrscheinlich kein Wasser mehr sehen.

Das GSSD Schwimmbad

Mitten im Wald finden wir dieses kleine Schwimmbad. In der Nähe gab es einmal eine GSSD Kaserne. Erbaut wurde es 1974 und war fortan sehr beliebt bei den Militärangehörigen. Heute sind keinerlei Zufahrten mehr zu erkennen. Das Becken hat die Abmaße von 25m x 10m und es ist noch komplett mit Wasser gefüllt. Der Sprungturm ist auch noch recht gut erhalten.  Sogar ein kleiner Kescher, nach russischer Bauart, liegt am Beckenrand.

Ferienlager Peugeot

Inmitten eines aufstrebenden Ortes, an einem kleinen See, blieb diese Zeitkapsel erhalten.
Im Sommer sicher total zugewachsen wird man das alte Ferienlager kaum mehr erkennen. Der Winter ließ es zu das man es fast gefahrlos erkunden konnte. Die Bungalows waren massiv gebaut, was so nicht immer üblich war. Die Bauweise ähnelte sich, es gab in jeder Abteilung ein Wohnzimmer, 2 kleine Schlafzimmer, sowie Küche und Bad.
Ein Gemeinschaftssanitärbau, der schon eingestürzt ist, rundet die Anlage ab. Sicher einmal ein idyllischer Ort, jetzt ist es aber trostlos hier. Vandalismus hat dem Lager zugesetzt und auch der Zahn der Zeit nagt an der Substanz, wie es schien ist hier seit über 20 Jahren nichts mehr passiert.

Gasthof Erbenicht

Dieser Gasthof taucht schon vor über 100 Jahren auf alten Postkarten auf, sonst ist wenig über die Geschichte nachzulesen. Wir erfahren das hier oft die Post ab ging, wenn sich die Bürger dort trafen. Im kleinen Festsaal konnte sicher gut gefeiert werden. Aber wann hier die letzte rauschende Party lief wissen die Leute auch nicht mehr so genau. Irgendwann war der gemeinsame Treffpunkt geschlossen und bietet heute nur noch einen trostlosen Anblick. In der Küche wurde Geschirr und Besteck zurück gelassen, einiges an Einrichtung liegt verstreut herum. Im kleinen Gastraum wächst schon der Farn. Jetzt soll dieser Schandfleck beseitigt werden, Abrisspläne werden schon mal öffentlich kund getan.
Ja zu Erben ist hier wirklich nichts.

Kulturhaus „Sport Frei“

Das ist ein DDR typisches Kulturhaus, gebaut in den 1960er Jahren. Vorhanden war alles was man im kulturellen Leben so brauchte, ein großer Festsaal, ein kleinerer Saal mit Bar der zuletzt wohl auch als Disko genutzt wurde.
Und sehr beliebt war auch das Kegeln, das hier auf einer 2 Bahnenanlage ausgeübt werden konnte.

Pension zur Mühle

Dieses Haus hat eine lange Tradition, schon im 14. Jahrhundert wurde dieser Ort das erste Mal erwähnt. Zwar war es eine Mühle die viele Jahre hier mit Wasserkraft betrieben. Wann genau daraus eine Pension wurde wissen wir nicht, aber der Mühlbetrieb wurde gegen Ende der 1950er Jahre eingestellt.
Sie war jahrelang beliebt bei Ausflüglern die hier am See Erholung suchten und in der nahen Gaststätte konnte man verweilen und sich stärken. Aber die Pension hat vor ein paar Jahren geschlossen als die damaligen Pächter in Rente gingen, die Suche nach Nachfolgern blieb bis heute erfolglos und die angekündigte Wiedereröffnung fand bis heute nicht statt.
An den Möbeln fanden wir noch Aufkleber eine Berliner Hochschule, ob diese hier früher einmal ihre Gäste unterbrachte oder die nur die DDR Möbel hier verwendet wurden lässt sich nicht heraus bekommen.

Saal zur Mangel

Dieser Gasthof wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut.

Der Saal entstand durch einen Anbau. Eine Scheune rundet den Hof ab. Die Gaststätte scheint schon längere Zeit geschlossen, überall lagern noch Gegenstände aus dieser Zeit. Ein kleineres Geschäft dort scheint auch schon lange aufgegeben zu haben.
Aber warum steht hier eine historische Wäschemangel der Seilers Maschinenfabrik? Diese ist in noch in sehr gutem Zustand, wir können uns nicht vorstellen, das hier bis zum Schluss noch Wäsche geglättet wurde. Auf einer Seite des Saals lagern noch eine Vielzahl von Stühlen die auch nicht so richtig in das Gesehene passen.

 

Ferienheim Moos und Schimmel

In einem kleinen Ort im Erzgebirge finden wir dieses Ferienheim vor. Informationen dazu sind leider spärlich gesät.

Der Trägerbetrieb war einmal ein Kraftwerk das in den 1970er Jahren errichtet wurde.

Das Ferienheim wurde scheinbar später einmal durch einen neues Bettenhaus oberhalb erweitert. In diesem Gebäude befindet sich auch das Schwimmbad. Das Haupthaus ist mittlerweile durch die Witterung stark in Mitleidenschaft gezogen worden.

Daraus resultiert dann auch der Name des Beitrages.

Das Bettenhaus ist noch gut in Schuss aber leer geräumt, scheinbar wurde hier nach der Wende noch versucht ein Tagungshotel zu etablieren. Wann genau hier der Betrieb eingestellt wurde, wissen wir nicht aber wie bei so vielen anderen Objekten dieser Art, vor rund 20 Jahren.

04-2024
Hier haben wir auch nocheinmal angehalten, es ist alles offen und der Verfall ist voran geschritten.

Der Erbgerichtshof

Dieses Gasthaus wurde schon im 16. Jahrhundert zum ersten Mal erwähnt. In den folgenden Jahren folgten viele Besitzerwechsel und Umbauten. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Haus aus dem Besitz des Erbgerichts ausgelöst und verkauft.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts vernichtete ein Brand das Gasthaus, welches aber postwendend wieder aufgebaut wurde. Der große Tanzsaal war beliebt und die dort statt findenden Tanzabende waren immer gut besucht.

Bis in die 1970er Jahre wurde die Gaststätte privat betrieben, bis ein großer DDR Betrieb diese kaufte und in ein Betriebsferienheim umbaute.
Die Gaststätte war weiterhin ein kultureller Mittelpunkt der Gemeinde und viele DDR Künstler traten hier auf. Auch für die typischen Feierlichkeiten, wie Hochzeiten, Jugendweihen und Feiern von Vereinen und Familien wurde das Haus genutzt

Nach der Wende dann noch ein paar Jahre Betrieb durch einen privaten Betreiber. Aber Ende der 1990er Jahre wurde das alte Erbgericht verkauft, der neue Besitzer lässt es bis heute verfallen.

Ferienheim zum Leder

Dieses kleine gemütliche Ferienheim war früher sicher einmal sehr beliebt unter den Werktätigen des Trägerbetriebes. Dieser VEB hatte sich früher einmal der Lederverarbeitung verschrieben.

Das Heim liegt inmitten des Erzgebirges und war ein hervorragender Ausgangspunkt für Ausflüge in der Gegend. Wanderwege gehen direkt von der Haustür aus los. So biegen wir auch von einem dieser Wege ab um das Haus zu erkunden. Wie es aus sieht ist hier nach der Wende der letzte Urlauber gegangen. Die rustikale Holzausstattung traf bald nicht mehr den Geschmack der in die Ferne ziehenden DDR Bürger. Toilette und Bad auf dem Gang hat man früher hin genommen, heute ist das ein k.o. Kriterium.

Obwohl es an diesem morgen nicht unbedingt dunkel draußen war, war im Inneren doch eine düstere Stimmung. Das dunkle Ambiente und die hohen Bäume verschluckten das Licht. Heute nagt der Zahn der Zeit am Haus, obwohl es sich in den oberen Etagen noch tapfer hält und kaum Feuchtigkeit zu sehen ist. Da diese Region nicht gerade boomt, scheint auch hier keine Wiederbelebung in Sicht zu sein.