HFX

Tief im Osten des Landes liegt ein Gigant der Schwerindustrie. Das Areal HFX ist nicht nur ein Lost Place, es ist ein Monument der Industriegeschichte, das über ein Jahrhundert lang das Rückgrat der europäischen Stahlproduktion bildete.

Die Wurzeln dieses Standorts reichen bis in das späte 19. Jahrhundert zurück. Gegründet von einer der einflussreichsten Industriellenfamilien der Region, entwickelte sich das Werk schnell zu einem technologischen Vorreiter.
In den 1970er Jahren erreichte das Werk seine maximale Ausbaustufe. Es war Teil eines gewaltigen Verbundsystems, das Eisenerz direkt aus den umliegenden Minen verarbeitete. Mit der Krise der europäischen Stahlindustrie und dem Wandel hin zu Elektrolichtbogenöfen verlor der Standort an Bedeutung. Die letzten aktiven Feuer in den Hochöfen erloschen im frühen 21. Jahrhundert.
Seitdem befindet sich der Komplex in einem Zustand des kontrollierten Verfalls, teilweise von Abriss bedroht, teilweise als strategische Reserve konserviert. Ursprünglich verfügte der Standort über eine Batterie von sechs Hochöfen. Im heute stillgelegten Teil befinden sich die Überreste der letzten zwei Einheiten, die auf eine enorme Tageskapazität optimiert waren.
Weiterhin konnten wir das Kraftwerk besuchen, die Centrale P diente als elektrische Zentrale des Hüttenwerks. Sie wandelte das bei der Roheisenerzeugung in den Hochöfen anfallende Gichtgas in elektrische Energie um.
Der Bereich der Hochöfen und das Kraftwerk war Ziel für diese Erkundung Die Natur holt sich das Gelände mit beeindruckender Geschwindigkeit zurück – Birken wachsen zwischen Gleisbetten, und der rote Staub der Eisenerze liegt wie eine Patina über den Schalttafeln. Weiter wagten wir uns nicht vor. Aber auch so ging diese spannenden Erkundung mit vielen Eindrücken zu Ende.