Militärflugplatz

Inmitten der ländlichen Weite verbirgt sich ein Relikt des Kalten Krieges, das einst die Speerspitze der NATO-Verteidigung in Europa bildete. Der Stützpunkt wurde in den frühen 1950er Jahren aus dem Boden gestampft, als die Spannungen zwischen Ost und West ihren ersten Höhepunkt erreichten.

Hier waren hunderte Soldaten und ihre Familien stationiert, was die Basis zu einer eigenständigen Kleinstadt mit Schulen, Kinos und Krankenhäusern machte. Die strategische Aufgabe war klar: Sicherung des Luftraums gegen potenzielle Übergriffe des Warschauer Paktes.

Mitte der 1960er Jahre wurde die Basis nur noch als Übungsgelände für elektronische Kriegsführung und zeitweise als provisorisches Lager genutzt. Seit den frühen 1990er Jahren ist der Großteil der Infrastruktur dem Vandalismus und der Natur überlassen. Während die Startbahnen teilweise noch für militärische Übungen genutzt werden, verfallen die Wohnblocks und technischen Zonen zusehends. Warum hier diese Kriegsgeräte zurück gelassen wurden können wir nur ahnen, wahrscheinlich stehen die hier noch als Übungsobjekte. Auch für Festivals wird der Flugplatz noch genutzt. Die Zeit wurde am Ende knapp, so dass wir nicht alles erkunden konnten.