Archiv der Kategorie: Gaststätten

Saal zur Mangel

Dieser Gasthof wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut.

Der Saal entstand durch einen Anbau. Eine Scheune rundet den Hof ab. Die Gaststätte scheint schon längere Zeit geschlossen, überall lagern noch Gegenstände aus dieser Zeit. Ein kleineres Geschäft dort scheint auch schon lange aufgegeben zu haben.
Aber warum steht hier eine historische Wäschemangel der Seilers Maschinenfabrik? Diese ist in noch in sehr gutem Zustand, wir können uns nicht vorstellen, das hier bis zum Schluss noch Wäsche geglättet wurde. Auf einer Seite des Saals lagern noch eine Vielzahl von Stühlen die auch nicht so richtig in das Gesehene passen.

 

Der Erbgerichtshof

Dieses Gasthaus wurde schon im 16. Jahrhundert zum ersten Mal erwähnt. In den folgenden Jahren folgten viele Besitzerwechsel und Umbauten. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Haus aus dem Besitz des Erbgerichts ausgelöst und verkauft.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts vernichtete ein Brand das Gasthaus, welches aber postwendend wieder aufgebaut wurde. Der große Tanzsaal war beliebt und die dort statt findenden Tanzabende waren immer gut besucht.

Bis in die 1970er Jahre wurde die Gaststätte privat betrieben, bis ein großer DDR Betrieb diese kaufte und in ein Betriebsferienheim umbaute.
Die Gaststätte war weiterhin ein kultureller Mittelpunkt der Gemeinde und viele DDR Künstler traten hier auf. Auch für die typischen Feierlichkeiten, wie Hochzeiten, Jugendweihen und Feiern von Vereinen und Familien wurde das Haus genutzt

Nach der Wende dann noch ein paar Jahre Betrieb durch einen privaten Betreiber. Aber Ende der 1990er Jahre wurde das alte Erbgericht verkauft, der neue Besitzer lässt es bis heute verfallen.

HO Gaststätte

In Zeiten der DDR war diese Gaststätte ein beliebtes Ausflugsziel der Bürger.
Der nahe See lud außerdem zu einem Badetag ein, was braucht man mehr? Heute aber ist die idyllisch gelegene Anlage nur noch ein Schatten von früher. Birken und Kiefern wuchern auf der damals aufwendig gestalteten Terrasse. Das Interieur ist zerschlagen, die meisten der Deckenplatten sind herunter gefallen und bilden ein Meer aus Gips.
Im Keller wurde nach der Wende noch eine Disco eingerichtet. Die Daten der Eröffnung und Schließung sind uns nicht bekannt. Das Strandbad schloss zu Beginn des 20. Jahrhunderts, vermutlich dann auch die Gaststätte.

Gasthof zur Linde

Dieses Gasthaus war einst sehr beliebt im Ort, die Einwohner schwärmten vom wunderbaren Essen das hier mit einfachen Mitteln serviert wurde.
Erbaut wurde es schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die Idee dazu entstand aus einem Streit in zwischen einem Wirt und seinem Gast, kurzerhand baute der Enttäuschte sich selber ein Wirtshaus.

Nach dem Krieg ging das Gasthaus in die Gemeinschaft der HO über und es wurde hier sogar geschlachtet, bis in den 1960er Jahren daraus dann die Kegelbahn wurde.

Der große Saal wurde für Feiern wie den Feuerwehrball, Fasching oder auch als Disko genutzt. In der angeschlossenen 2 Bahnen Kegelbahn wurde auch eifrig Sport getrieben.
Manchmal gab es auch handfesten Streit als sich die Armeeangehörigen der NVA, die hier beim Freigang feierten, sich an die Damen der Einheimischen ran machten. Wie das am Ende ausging kann man sich ja denken.

Nachdem die Gaststätte nach der Wende den Betrieb einstellte wurde das Haus noch ein paar Jahre für große Veranstaltungen genutzt. Um die Jahrtausendwende dann aber der Verkauf an einen Immobilienspekulanten, der hier aber nichts für die Erhaltung tut. So gammelt das Haus vor sich hin und verfällt. Kurzzeitig zogen hier auch noch Gruftis ein, die es sich in den oberen Etagen „gemütlich“ machten, so erzählen die Anwohner. Heute sieht man davon noch die Überreste der Bewohner.

Gasthof Wendenhof

Diese Zufallsfunde machen einen großen Teil des Hobbys aus und haben ihren besonderen Reiz. Hier bin ich schon viele male vorbei gefahren ohne diesen kleinen Gasthof zu beachten. Aber als es uns während einer Wandertour hier vorbei führte, viel doch der Blick auf die Gaststätte. Alles Zeichen deuteten darauf hin, das Teil ist verlassen.

Also ein paar Tage später mit Fotoausrüstung vorbei geguckt, der Eingang war schnell gefunden. Scheinbar waren schon viele andere hier. Die Dorfjugend hat ihre Nachrichten hinterlassen, Metall und Kabeldiebe haben sich ausgetobt.
Wahrscheinlich war hier eine Silvesterfeier die letzte große Sause, seit wann wird hier nicht mehr bewirtet? Wir wissen es nicht, es gibt nichts darüber zu finden. Bis auf ein paar Küchengeräten ist das Haus, welches auch mal ein paar Zimmer zur Übernachtung anbot, leer. Der Wohnbereich ist ebenfalls leer.

Zum Weihnachtsstern

Wer hier in dieser Gegend Erholung sucht ist gut bedient, malerische Landschaften und viel Wasser. Aber wenn der Ausflügler sich stärken möchte ist hier Schluss mit Lustig.
Die meisten Gaststätten sind geschlossen, auch diese hier ist seit ein paar Jahren ohne Betreiber, als die alten in den Ruhestand gingen fand sich keiner der übernehmen wollte. Zu viel hätte wohl investiert werden müssen um wieder konkurrenzfähig zu sein.
So hilft auch die Lage nicht das hier wieder Leben einzieht. Hier gab es schon im 18. Jahrhundert eine Gastwirtschaft, mit diesem historischem Hintergrund ist es schade das es hier am Ende „nur Glühwein ausgeschenkt wurde“ und der falsche Weihnachtsstern als Deko diente.

Landgasthof zum Bunten Baudenabend

Dieser kleine Landgasthof musste, wie viele andere auch, in diesem dünn besiedelten Gebiet die Segel streichen. Die Industrie in der Region wurde auch immer weniger, so das die Leute weniger weg gingen.
Die letzten Versuche mit einen Bunten Baudenabend das ganze zu retten, scheiterten wohl auch.

Saal Melodie

Ein kleines Dorf auf dem Land und eine Gaststätte mit der früheren typischen Ausstattung.
Vorne die kleine Gaststätte, oben ein paar Gästezimmer und hinten gab es einen kleinen Saal für Feiern. Auf der Bühne stand sogar noch das Pult für den Discjockey. Hatte er es nach dem letzten Akt hier stehen gelassen, oder war es dort fest installiert? Mittlerweile hat die Natur dort vieles übernommen, Sand und Moos geben jetzt den Takt vor.

Das war eine der marodesten Locations die wir je besucht haben, alles war morsch. Der Boden gab an allen Stellen nach, die obere Etage war größtenteils mit der unteren vereint.

Gartenlokal

Ein paar Jahrzehnte vor dem Beginn des 20. Jahrhunderts wurde dieses Lokal erbaut. In den folgenden Jahren erfolgten viele Veränderungen am Gebäude. Bis zur Schließung wurde hier ein Gartenlokal betrieben. Die Gäste konnten im Freien oder im Gasthaus sitzen, oder es gab Veranstaltungen im Festsaal. Sogar der Kegelleidenschaft konnte hier gefrönt werden.

Jetzt ist das Haus in einem erbärmlichen Zustand, es hatte einmal gebrannt. Teile des Daches fehlen, so das an diesem Tag, im ehemaligen Ballsaal Schnee lag. Ein kleiner Wald ist auch schon entstanden. Schade drum, es wird schwierig hier wieder etwas aufzubauen.

HO Kulturhaus

Dieses Kulturhaus wurde zur Wende ins 20. Jahrhundert erbaut. Zuerst war hier eine Gaststätte beheimatet, später dann die „Handelsorganisation“ kurz HO Kulturhaus.

Der Ballsaal ist aufwendig gearbeitet, viele schöne Stuckverzierungen und geschmackvolle Farben prägen das Gesamtbild. Da das Haus scheinbar schon über 20 Jahre nicht genutzt wird, ist der Verfall schon an allen Ecken zu sehen. Die oberen Stockwerke sind schon zum Teil so morsch das sie eine Begehung unmöglich machen.