Archiv der Kategorie: Gaststätten

Gasthof Chicago

Dieses Gasthaus mit langer Tradition musste hier, nach fast 100 Jahren Betrieb, zu Beginn der 1990er Jahre schließen und steht seit dem leer. Zuerst war es ein Familienbetrieb, später dann ein Haus der HO in der DDR.
Einst ein stolzer Gasthof mit schönem Saal und einem Sommergarten und es fanden hier viele Veranstaltungen statt. Ein paar Jahre war hier außerdem eine Fleischerei mit integriert.
In DDR Zeiten war das Haus auch weiterhin beliebt und es wurden auch Konferenzen mit dem entsprechenden Kulturprogramm abgehalten. Im Ort war es unter den Bürgern auch die Nr. 1 für Tanzveranstaltungen und immer gut besucht.
Heute steht das Haus unter Denkmalschutz und ist größtenteils verfallen. Nur kleine Bereiche konnten wir sicher begehen. In diesem Zustand wird nur der Abriss übrig bleiben.

Gasthof zum Klavier

Dieser Gasthof wurde gegen Ende des 19. Jahhunderts erbaut und war bis zur Schließung ein prägendes Haus im Ortskern. Ein typischer Vertreter dieser Gasthöfe in der Region, mit angeschlossenem Saal und Gaststätte.
Der Zustand ist leider sehr schlecht und im Erdgeschoss scheint einmal eine Renovierung begonnen worden zu sein. Da das Haus in der Liste der Kulturgüter verzeichnet ist, wird eine Erhaltung ein finanziell großes Vorhaben und ist damit nicht sehr wahrscheinlich.

Gasthof Indianer

Den Namen hat dieser alte Gasthof durch seine Deckengestaltung bekommen, die einer Indianermalerei  ähnelt.
Bei der Recherche nach geschichtlichen Hintergründen mussten wir leider feststellen, das es fast gar nichts darüber gibt. Die Bauweise lässt auf eine Errichtung zu Beginn des 20. Jahrhunderts schließen. Wie es scheint, ist der Saal zum Ende auch länger nicht genutzt worden. Der alte Gastraum sah noch etwas moderner aus, aber das sind reine Spekulationen. Jedenfalls ist das gesamt Gebäude schon arg baufällig. Zuletzt gab es wohl auch einen kleinen Laden in einem Seitenflügel.

Die explosive Kantine

Den Namen des Beitrags  habe ich mal aus einem Forum übernommen. Passt super zur Lage und Bestimmung. Die Kantine stammt noch aus Zeiten der DDR, gehörte zur daneben liegenden Fabrik. Heute wird sie scheinbar nicht mehr benötigt, die heutigen Angestellten sollen sich gefälligst selber verpflegen. Der Verfall ist genial hier. Aber seht selbst.

Bowling im Waldhotel

Wir betreten eine Gaststätte mit langer Tradition, hier wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts die erste Gastwirtschaft eröffnet. Diese blieb dann auch über mehrere Generationen in Familienbesitz, bis in den 1960er Jahren eine Enteignung erfolgte. Nach der Wende erfolgte der Neuanfang mit großen Umbaumaßnahmen. Bis vor einigen Jahren das Aus dieser Traditionsgaststätte kam, warum wissen wir nicht. Scheinbar wurde es verkauft und seit dem nicht mehr geöffnet, vielleicht ein Spekulationsgrundstück? Aber das ist Spekulation.
Es war alles vorhanden und es ist eigentlich unverständlich das es hier nicht laufen sollte. Es gab neben der Gaststätte, ein Hotel, die Bowlingbahn und auch ein Biergarten am Wasser mit herrlichem Blick auf die Landschaft lockte Tagestouristen an. Hier wurden traditionelle Gerichte der Region serviert.

Der Waldhof

Viele Informationen findet man nicht über diesen Gasthof. Aber Tradition scheint ja vorhanden zu sein, wir finden Postkarten des Saals, die diesen vor über 100 Jahren zeigen. Es gab einmal ein Hotel, Gaststätte und den schönen Saal mit aufwendigen Pfeilern und Verzierungen.
Heute ist der Hotel- und Wohnbereich zerwühlt, um nicht zu sagen zerstört. Der Kalender blieb im Jahr 1998 stehen, ein untrügliches Zeichen dafür wann hier die Lichter aus gingen. Der letzte Besitzer spricht davon, das Forderungen des Alteigentümers und mangelnde Unterstützung der Verwaltung das Aus besiegelten.
Die Gäste von früher schwärmten von der tollen Atmosphäre hier, egal ob beim Karneval, Betriebsfeiern, Disko oder privaten Anlässen. Auch über Essen und Getränke wurde nicht gemeckert.

Gasthof zur Linde

Dieser Gasthof wurde gegen Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet. Der große Saal wurde dann rund 50 Jahre später angebaut. Hier trafen sich oft die Bürger des Ortes um Sitzungen oder Feierlichkeiten abzuhalten. Viele mehr lässt sich über diesen Gasthof nicht heraus finden.
Im Inneren erwartete uns ein ordentliches Chaos, die gesamten Räume sind durchwühlt. Die Einrichtung der Wohnung, lässt darauf schließen das hier zu letzt ältere Leute gewohnt haben. Wahrscheinlich ist die Gaststätte auch schon über 20 Jahre geschlossen, am Ende verfällt diese jetzt immer mehr, da hier keiner mehr wohnt und sich um das Gebäude kümmert.

 

Gasthof Erbenicht

Dieser Gasthof taucht schon vor über 100 Jahren auf alten Postkarten auf, sonst ist wenig über die Geschichte nachzulesen. Wir erfahren das hier oft die Post ab ging, wenn sich die Bürger dort trafen. Im kleinen Festsaal konnte sicher gut gefeiert werden. Aber wann hier die letzte rauschende Party lief wissen die Leute auch nicht mehr so genau. Irgendwann war der gemeinsame Treffpunkt geschlossen und bietet heute nur noch einen trostlosen Anblick. In der Küche wurde Geschirr und Besteck zurück gelassen, einiges an Einrichtung liegt verstreut herum. Im kleinen Gastraum wächst schon der Farn. Jetzt soll dieser Schandfleck beseitigt werden, Abrisspläne werden schon mal öffentlich kund getan.
Ja zu Erben ist hier wirklich nichts.

Saal zur Mangel

Dieser Gasthof wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut.

Der Saal entstand durch einen Anbau. Eine Scheune rundet den Hof ab. Die Gaststätte scheint schon längere Zeit geschlossen, überall lagern noch Gegenstände aus dieser Zeit. Ein kleineres Geschäft dort scheint auch schon lange aufgegeben zu haben.
Aber warum steht hier eine historische Wäschemangel der Seilers Maschinenfabrik? Diese ist in noch in sehr gutem Zustand, wir können uns nicht vorstellen, das hier bis zum Schluss noch Wäsche geglättet wurde. Auf einer Seite des Saals lagern noch eine Vielzahl von Stühlen die auch nicht so richtig in das Gesehene passen.

 

Der Erbgerichtshof

Dieses Gasthaus wurde schon im 16. Jahrhundert zum ersten Mal erwähnt. In den folgenden Jahren folgten viele Besitzerwechsel und Umbauten. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Haus aus dem Besitz des Erbgerichts ausgelöst und verkauft.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts vernichtete ein Brand das Gasthaus, welches aber postwendend wieder aufgebaut wurde. Der große Tanzsaal war beliebt und die dort statt findenden Tanzabende waren immer gut besucht.

Bis in die 1970er Jahre wurde die Gaststätte privat betrieben, bis ein großer DDR Betrieb diese kaufte und in ein Betriebsferienheim umbaute.
Die Gaststätte war weiterhin ein kultureller Mittelpunkt der Gemeinde und viele DDR Künstler traten hier auf. Auch für die typischen Feierlichkeiten, wie Hochzeiten, Jugendweihen und Feiern von Vereinen und Familien wurde das Haus genutzt

Nach der Wende dann noch ein paar Jahre Betrieb durch einen privaten Betreiber. Aber Ende der 1990er Jahre wurde das alte Erbgericht verkauft, der neue Besitzer lässt es bis heute verfallen.