Archiv der Kategorie: Betriebe

VEB für Schreibhilfen

Dieser Industriestandort mit langer Tradition, war Bestandteil eines großen Kombinats für Schreibartikel aller Art.

Hier wurden zuletzt Konsumgüter aber auch Teile für DDR Computer produziert.

Eine nachwendliche Kooperation floppte und der Betrieb danach sich selbst überlassen. Mittlerweile ist hier der totale Verfall eingezogen und einige Stockwerke wirken schon sehr brüchig und deren Betreten haben wir unterlassen oder zögerlich vom Treppenhaus aus abgelichtet.

Bio Bauruine

Hier an einem aufstrebenden Technologiestandort sollte eine moderne Produktionsanlage entstehen, die medizinische Artikel herstellen wollte.
Jetzt droht den Investoren Ärger, da Fördermittel verloren sind und Konkurs viel zu spät angemeldet wurde.

Der Bau kam nie über den Rohbaustatus hinaus und wir dachten nicht das es sich lohnt eine Dokumentation zu beginnen. Aber weit gefehlt, solch einen Ort hatten wir noch nicht vor der Kamera. Irgendwie etwas besonderes wie auch hier sich die Natur den Beton zurück holt und auch schon ein kleiner Wald entsteht.
Dazu die klaren Linien des Baus, dessen Zukunft völlig ungewiss ist. Gesucht wird ein Investor der mit dem Bau etwas anfangen kann.

Fabrikhalle

Eine leere Fabrikhalle die nichts mehr über sich erzählt.
So können wir hier auch nur die Bilder sprechen lassen.

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Die Oma

Schon bei der Tour sprachen wir immer von „Der Oma“ und dem einmaligen Graffito dort.
Für die Namensgebung der Location fand ich das sehr passend.

Der VEB nebenan ist leider schon abgerissen, aber dieser Verwaltungsbau blieb stehen.

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Trommeln für die Badeanstalt

Hier kommt man ins Schwärmen, die Türen standen offen und wir betraten ein Gebäude mit sehr schöner Architektur. Früher wurde noch Wert gelegt auf gut gestaltete Räume mit Säulen und schönen Verzierungen. Im Dachgeschoss ein weiterer beeindruckender Raum.
Aber es war schwierig etwas über die Geschichte des Geländes heraus zu bekommen.

Jetzt wird hier wieder Hand angelegt, die Räume waren ausgefegt und der Wildwuchs rund herum wurde beseitigt. Was passiert hier in Zukunft, Abriss oder ein neues Projekt? Auch das konnten wir nicht in Erfahrung bringen.

Zur Geschichte:
Erbaut als Badeanstalt, zog hier bereits Anfang des 20. Jahrhunderts ein Industriebetrieb ein. Hier stellte man nun Musikinstrumente her. Es wurden leider ohne Rücksicht auf die schöne Säulenarchitekur Zwischendecken eingezogen, so dass die Säulen in den Räumen nun recht merkwürdig wirken, Kapitelle sich z.B. statt oben auf den Säulen am Boden befinden.
Später in der DDR wurde der Betrieb in einen VEB umgewandelt. Die Schließung erfolgte 1991.

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Holzwaren und Kinderwagen

Die Ursprünge dieses Betriebes gehen bis ins Jahr 1846 zurück, zuletzt wurden hier Kinderwagen produziert.
Die Erzeugnisse waren europaweit bekannt. Die Kinder- und Puppenwagen wurden in den gesamten RGW-Raum exportiert, auch Neckermann und Quelle gehörten zu den Kunden. Einst waren hier 2.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Produktion ist längst ins Ausland verlagert worden.

Betriebsteil 1

Betriebsteil 2

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Stein auf Stein, Stein auf Stein …

… das Häuschen wird bald fertig sein.

Natürlich auch in der DDR. Allerdings wurde hier nicht mit den allseits bekannten Lego Steinen in heimischen Kinderzimmern gebaut. Wie so oft, gab es ein eigenes Produkt in der Republik.

Fenster, Türen, Grundplatten und viele weitere Bauteile wurden hier ab Mitte der 1950 Jahre produziert.

Die letzten Zeugen der beliebten Baureihen sind die noch gut erhaltenen Maschinen. Auch Granulatsäcke stehen in rauen Mengen zur Verfügung. Kurz mit dem Besen durch und es kann weiter gehen.

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Hochregallager der Klempner

Dieser Betrieb war früher einmal ein VEB für Gas, Wasser und Heizung.
Das Hochregallager diente der platzsparenden Aufbewahrung von Ersatzteilen und Installationsmaterial.
Wann genau der Betrieb eingestellt wurde ist nicht bekannt.

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Ein starker Betrieb

Wir betraten ein Firmengelände ohne weitere Informationen darüber. Aber auch die Suche dort konnte keinen Aufschluss über die frühere Bestimmung geben. Der Müll stammt von einer Nachnutzung oder den Nachbarn.
Wie es scheint wurde die Produktion nach der Wende aufgegeben. Der Zustand des Geländes ist ruinös. Aber es war alles vorhanden, was ein Betrieb benötigte: Garagen, ein Heizhaus, Lagerräume und Verwaltung. Die gefliesten Becken und die Holzkonstruktionen daneben, ließen uns spekulieren, was hier einmal produziert wurde.
Zu einem schlüssigen Ergebnis kamen wir nicht.
So dienen diese Bilder nur noch der Dokumentation des Zustands.

Nachtrag:
Ein niederländisches Unternehmen gründete hier um 1870 eine Stärke- und Sirupfabrik. Zuletzt war dann hier der VEB Stärkefabrik ansässig. Das Gelände ist seit ein paar Jahren verkauft und die Stadtentwickler stimmten den Plänen für neue Einkaufsmärkte und einer Wohnbebauung bisher nicht zu, so das dieses Areal immer noch brach liegt.
Danke an Frank für die Informationen

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Der Traum vom Baubetrieb

Wir betreten den Ort des geplatzten Traums vom eigenen kleinen Baubetrieb!
Hier wurde scheinbar alles zurück gelassen was einmal dazu diente diesen kleinen Betrieb aufzubauen.
Nach der Wende war überall viel zu tun, also dachte man sich mit einer kleinen Baufirma eine eigene Existenz aufzubauen, um einen kleinen Teil vom großen Kuchen abzubekommen.

Man schaffte sich diverse Geräte an, 2 kleine Transporter, einen Anhänger, auch einen Bauwagen gab es.
Das Büro wurde eingerichtet und eine kleine Küche diente der Verköstigung, während die Büroarbeit erledigt wurde. Viele kleine Aufträge gab es und diese wurden abgearbeitet. Aber warum funktionierte es nicht? Vielleicht zahlte ein großer Bauträger nicht? Das konnten wir nicht erfahren … vielleicht war es aber auch ganz anders.

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