Archiv der Kategorie: Betriebe

VEB Rechenzentrum

Dieses unscheinbare Gebäude sahen wir uns aus Mangel an Alternativen mal genauer an.
Als wir die Räume betraten, schlug uns schon der Geruch von Moder entgegen. Das machte Lust auf mehr. Der Büroteil war schon extremem Verfall ausgesetzt. Die Schreibtische blühten und die Fensterbretter waren bemoost.

Aber warum gab es hier auch einen gestelzten Boden? So etwas wurde doch nur gebaut um viele Kabel ungestört zu verlegen. Die weitere Erkundung brachte dann die Erkenntnis, das es sich hier um ein Rechenzentrum handelte. Im Archivraum wurden die Bänder gelagert. Der eigentliche Rechenraum ist leider leer.
Außerdem fanden wir in den Nebenräumen die nötige Versorgungsapparatur aus Lüftung, Heizungs- und Kältetechnik.

Die Konstruktionsabteilung

Dieser hier besichtigte Betriebsteil eines DDR Kombinats beschäftigte sich mit der Planung- und Konstruktion von Maschinen und Anlagen.
Fast in jedem Raum standen Konstruktionsmittel wie Zeichenbretter, Vervielvältiger usw. es gab Archive und viele Büros. Auch Räume für Datensicherung oder eine Abteilung für die Monteursplanung war vorhanden.
Die Leichtbauweise der Gebäude hat seine Spuren hinterlassen. Wir fanden hier den sehr speziellen Verfall vor den wir so mögen…wie die folgenden Bilder zeigen.

 

Die Schlosserei

So mag ich Urbex, ein klassischer Zufallsfund der sich als Perle des Verfalls heraus stellt. Aber der Reihe nach. Eigentlich sollte es hier im Ort ein altes Gasthaus mit Ballsaal geben, aber als wir ankamen sahen wir das Übel. Dort war schon das Dach eingestürzt, die Bäume rund herum waren gefällt, es sieht so aus, als ob der Abriss bevor steht.

Also abgehakt und weiter zu einem Objekt in der Nähe, dann aber das Navi übersehen und falsch abgebogen. Egal nur ein kleiner Umweg und beim vorbei fahren die üblichen Anzeichen für marodes, ein ungepflegtes Grundstück, bröckelnder Putz, ein kleiner Spalt im Tor schrie nach einer Erkundung.

Als wir die Hallen betraten empfing uns schöner Gammel und Schimmel, so mögen wir es. Im Verwaltungsteil waren zuletzt wohl mal Wohnungen untergebracht, überall große Unordnung und zurück gelassene Einrichtungsgegenstände, im Mittelteil hatte es gebrannt, ein kleines Lager gab es auch noch. Leider fanden wir keine weiteren Indizien der früheren Nutzung. Wir schließen auf eine kleine Schlosserei, der alte Gabelstapler liegt umgeworfen in der Haupthalle. Aber sonst keine Firmennamen wie man sie sonst so oft noch findet.

Fabrik hinter der Villa

Was wurde hier zuletzt gemacht?
Wir können es nicht sagen, die letzten Hinterlassenschaften sagen nicht viel über den Zweck der Anlage aus. Hinter einer schicken Villa wurde ein moderner Zweckbau hingesetzt. Die große Halle ist ausgeräumt, geblieben sind die aufwendige Zuluftanlage mit Klimatechnik und die Stromversorgung.
Auch in der Villa, die sicher einmal die Verwaltung beherbergte, gab es keine Hinweise auf die frühere Nutzung. Aber da die Einbauten allesamt aus der DDR Zeit stammen ist hier nach der Wende nicht mehr viel passiert.

Bleischweißer Service

Inmitten eines großen Industriegebietes hatte sich zuletzt dieser Bleischweißer Betrieb angesiedelt. Die Gebäude scheinen aber schon einige Jahre hier zu stehen. Was hier vorher einmal gemacht wurde oder ob hier immer schon geschweißt wurde wissen wir nicht.
Jetzt sind die Räume leer nur wenig Inventar wurde zurück gelassen. Im Sozialtrakt gibt es noch Überreste der Arbeiter wie ein leere Terrarium im Speisesaal. Eher ungewöhnlich für solch einen Ort.
Die Fabrikhalle ist weitestgehend besenrein, ein paar Stühle, Elektroverteilung und Anlage sowie der Deckenkran sind hier geblieben.
Die Schweißerei hatte ein vielfältiges Leistungsangebot. Behälter konnten hier mit Blei ausgekleidet werden, alles was mit Bleirohren zu tun hatte wurde gefertigt. Auch Entbleiungen wurden angeboten.

Das vergessene Ersatzteillager

Der benachbarte Betrieb existiert zwar noch, aber es ist scheinbar auch auf diesem Gelände lange nichts mehr los gewesen.
Die Lage im Wald lässt wenig Rückschlüsse auf die frühere Funktion zu. Dieses verlassene Lager sieht aber aus, als wäre hier vieles was für den damaligen Betrieb nötig war gelagert wurde. Auch einiges an Ersatzteilen für Fahrzeuge liegt noch hier.

VEB für Schreibhilfen

Dieser Industriestandort mit langer Tradition, war Bestandteil eines großen Kombinats für Schreibartikel aller Art.

Hier wurden zuletzt Konsumgüter aber auch Teile für DDR Computer produziert.

Eine nachwendliche Kooperation floppte und der Betrieb danach sich selbst überlassen. Mittlerweile ist hier der totale Verfall eingezogen und einige Stockwerke wirken schon sehr brüchig und deren Betreten haben wir unterlassen oder zögerlich vom Treppenhaus aus abgelichtet.

Bio Bauruine

Hier an einem aufstrebenden Technologiestandort sollte eine moderne Produktionsanlage entstehen, die medizinische Artikel herstellen wollte.
Jetzt droht den Investoren Ärger, da Fördermittel verloren sind und Konkurs viel zu spät angemeldet wurde.

Der Bau kam nie über den Rohbaustatus hinaus und wir dachten nicht das es sich lohnt eine Dokumentation zu beginnen. Aber weit gefehlt, solch einen Ort hatten wir noch nicht vor der Kamera. Irgendwie etwas besonderes wie auch hier sich die Natur den Beton zurück holt und auch schon ein kleiner Wald entsteht.
Dazu die klaren Linien des Baus, dessen Zukunft völlig ungewiss ist. Gesucht wird ein Investor der mit dem Bau etwas anfangen kann.

Fabrikhalle

Eine leere Fabrikhalle die nichts mehr über sich erzählt.
So können wir hier auch nur die Bilder sprechen lassen.

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Die Oma

Schon bei der Tour sprachen wir immer von „Der Oma“ und dem einmaligen Graffito dort.
Für die Namensgebung der Location fand ich das sehr passend.

Der VEB nebenan ist leider schon abgerissen, aber dieser Verwaltungsbau blieb stehen.

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