Die Reichsautobahn-Tankstelle Fürstenwalde war eine der ersten Tankstellen an einer Autobahn. Die Tankstelle war ein Typenentwurf, daher wurden spätere Tankstellen „Typ Fürstenwalde“ genannt. Sie ist die letzte Tankstelle dieses Typs, die in Deutschland noch erhalten ist, und steht unter Denkmalschutz.
Die Tankstelle wurde 1937 nach einem Entwurf von Friedrich Tamms durch die Firma Wilhelm Unger aus Berlin-Pankow erbaut. Durch solche Typenbauten sollten die bis dahin genutzten provisorischen Tankstellen an der Reichsautobahn ersetzt werden. Mit ihrem dreieckigen Grundriss passt diese Bauweise in das von der Einfahrt- und der Ausfahrtstrecke gebildete Dreieck der Anschlussstelle. Die Dachfläche hat eine V-Form. Das Erdgeschoss umfasste zur Zeit der Nutzung einen Gastraum mit Toiletten, einen Lagerraum und einen Raum für den Tankwart. Die Räume des Kellergeschosses wurden zur Lagerung von Kohlen und Öl sowie für die Heizung und als Abstellfläche genutzt. Der Baustil stieß damals auf Kritik. Zum einen war der offene Stil im Sinne der neuen Bauten verpönt, zum anderen wollte man große Tankstellen im Stile der damaligen Provinzen.
Die Tankstelle war bis Dezember 1995 in Betrieb. Sie wurde von beiden Fahrtrichtungen angefahren, von Westen aus überfuhren die Kraftfahrzeuge dazu die Gegenfahrbahn. Am 19. Februar 1996 wurde die Tankstelle in die Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragen.
Eine weitere Nutzung ist nicht vorgesehen.
(Quelle: Wikipedia)
Archiv für das Jahr: 2014
Gutsfriedhof
Dieser ehemalige Gutsfriedhof liegt mitten im Wald und ist stark verfallen und überwuchert. Nur vereinzelt sind die Gräber und Grabsteine zu entdecken.
Entstanden ist der Friedhof weil sich die Gemeinde in Dorfgemeinde und in den Gutsbezirk aufteilte. Nur die Bewohner des Gutes fanden hier ihre letzte Ruhestätte. Als in den 1960er Jahren der Gutsbezirk aufgehoben wurde, verlor dieser Friedhof seinen Zweck.
Knapp 40 Grabstellen verzeichnen die Sterbebücher für das Gräberfeld. Die damals vorhandene Einzäunung ist nicht mehr vorhanden.
Station Junger Touristen
Auf den Grundmauern eines ehemaligen Ritterguts wurde dieses Schloss Ende des 19. Jahrhunderts erbaut. Die Form entspricht der klassizistischen Bauweise, mit Rundbögen auf Säulen sowie einer Freitreppe. Neben dem Schloss gab es noch einen Schlosspark, der viele typische Bauten enthielt. Zu DDR Zeiten befand sich hier eine Schule. Die letzte Nutzung war als „Station Junger Touristen“. Die nach der Wende begonnenen Restaurierungsarbeiten wurden durch die Insolvenz des Investors abgebrochen. Seit dieser Zeit steht das Schloss leer.
Lokfriedhof am Alten Hafen
Auf dem Alten Hafengelände stehen noch viele alte Lok’s und Eisenbahnwagen rum.
Hyparschale
Die Hyparschale ist eine Mehrzweckhalle, die 1969 nach den Plänen des Bauingenieurs Ulrich Müther errichtet wurde. Das Gebäude steht seit 1990 unter Denkmalschutz.
Die Stahlbetondecke der Hyparschale ist selbsttragend, besteht aus vier hyperbolischen Paraboloiden und überspannt eine quadratische Fläche von 48 × 48 Meter. Auf der Dachfläche der Stahlträger wurde Spritzbeton aufgetragen. Die Lasten der vier Dachschalen werden als Schrägstützen zum Erdboden hin geführt, daher ist die Außenfläche stützenfrei und nahezu vollständig aus Glas.
(Quelle: Wikipedia)
Bei einem erneuten Besuch (2016) konnten wir uns das imposante Bauwerk auch von innen betrachten. Mittlerweile wurde zur Unterstützung der Statik ein Gerüst mittig unter die Stahlbetonkonstruktion gestellt. Die Nebengebäude sind allesamt abgerissen.
Bei einem weiteren Magdeburg Aufenthalt sind wieder einige Außenbilder entstanden. Außerdem gibt es Pläne für eine Renovierung, na mal sehen…
RAW Salbke
Das RAW Salbke war ein Ausbesserungswerk der Deutschen Reichsbahn.
Als Königliche Eisenbahnhauptwerkstatt ist es ab 1892 entstanden. Es wurde ein großes und sehr großzügiges Werk. Zu Beginn wurden verstärkt Güterwagen repariert.
In der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Werk unter anderem mit einer Schmiede und Dreherei erweitert.
1944 waren dann insgesamt 55 Gleise im Werk vorhanden, die 35 Kilometer lang waren.
Durch Luftangriffe wurde das Werk im Krieg bis zu 80% zerstört. Der Wiederaufbau begann aber gleich nach dem Krieg. 1952 wurde eine Berufsschule eröffnet. Zu Spitzenzeiten haben hier 2.000 Menschen gearbeitet.
Nach der Wende reduzierte sich dann die Belegschaft und 1998 erfolgte die Schließung. Die ehemaligen Gleisanlagen wurden demontiert. Im Moment steht die Errichtung eines Solarparks und der Abriss zu Debatte.
(Quelle: Wikipedia)
Ein imposantes, riesiges Gelände, wir trafen dort mehrere Besucher, auch Kinder und Jugendliche spielten dort. Auf jeden Fall ist diese Location einen Besuch wert. Das Wetter zeigte sich mal mit tollem Sonnenschein, dann aber ergossen sich plötzlich Regenschauer in die Halle mit ihren maroden Dächern.
Bilder des Werkes
Bilder vom Kessel- und Maschinenhaus
Fernmeldeverbindungsstelle im Wald
Diese kleinere russische Liegenschaft im Brandenburger Wald wurde scheinbar erst zu DDR Zeiten erbaut, wie die Jahreszahlen an den Häusern belegen. Es war wohl eine Fernmeldeverbindungsstelle.
Vorhanden waren typische Unterkünfte, ein Kinosaal, ein medizinischer Behandlungsraum, Energieversorgung, Sauna, ein kleiner Bunker oder Bodendeckung und Garagen.
Bahnbetriebswerk mit Wasserturm
Dieses Bahnbetriebswerk war Teil einer der größten und modernsten Rangierbahnhöfe Deutschlands. Anfang des 20. Jahrhunderts eröffnet, war er bis zum 2. Weltkrieg von großer Bedeutung. Nach Kriegsende blieb nur noch ein kleinerer Teil in Betrieb und wurde für den Güterverkehr der Deutschen Reichsbahn der DDR genutzt. Nach der Wende verlor er seine Bedeutung.
Der Bahnhof wird noch für den Personennahverkehr genutzt und viele der Gebäude stehen leer und verfallen. Im Ringlokschuppen kann man sich noch lebhaft den früheren Betrieb vorstellen.
Ein erneuter Besuch ließ uns auch den Wasserturm erkunden, sonst hat sich nicht viel getan auf dem Gelände.
NVA Kino
Letztes erhaltenes Relikt eines ehemaligen NVA Standortes. Der Rest wird durch Gewerbebetriebe nachgenutzt.
Landesirrenanstalt
Die Landesirrenanstalt wurde zwischen 1905 und 1908 erbaut. Die Heilstätte mit ihrer großen Anzahl an Bauten steht unter Denkmalschutz. In den Weltkriegen wurde die Anstalt als Lazarett genutzt. Ab 1945 wurde ein großer Teil dieser Gebäude von der Roten Armee als Militärhospital verwendet.
Und noch ein kleiner Nachtrag:
Nach einem weiteren Besuch im Herbst 2014:
Und nochmal hin…im Winter 2015
Ein weiterer Besuch im Jahr 2017, jetzt sieht es hier immer schlimmer aus, die meisten Gebäude sind offen.
Im Winter 2017 ließen wir es uns nicht nehmen, die Gebäude zu besuchen welche bisher immer verschlossen waren.
Viele von ihnen waren leer und boten wenige Motive. Auch der Wäscherei mussten wir einen Besuch abstatten bevor es wieder nach Hause ging.
03-2019
Auch wenn man hier zum wiederholten male vorbei guckt, ist immer wieder was neues zu entdecken oder auch zu beobachten wie der Verfall weiter voran schreitet. Wir erkundeten mehrere Stunden das riesige Areal und guckten dabei eigentlich nur die Highlights an. Das Lazarettgebäude bietet inzwischen tolle Farben und feinsten Verfall der hier durch das defekte Dach viel schneller geht als in den anderen Häusern. Man wird fast an das alte Beelitz erinnert. Angeblich wurde die Anstalt an einen Investor verkauft der hier Wohnungen bauen will, wir bleiben am Ball.
Zum Abschluss fehlen ja nur noch Luftbilder, diese sind aus 10-2020




















































































































































































































































































































































































