Villa Olympia

Diese Villa liegt am Nebenarm eines kleinen Flusses. Heute ist sie eingewachsen vom großen umgebenden Park. Nebenan befindet sich heute noch eine Industrieanlage, war das mal die Fabrikantenvilla? Wir finden vor Ort keinerlei Informationen über die letzten Bewohner. Auch die Recherche lässt nichts darüber finden.
Die Ausstattung mit dunklem Holz, lässt erahnen wie schön der Empfangsraum einmal aussah, als man die Villa betrat. Eine aufwendig gearbeitet Treppe führt nach oben. Es gibt auf den 2 Etagen einige Räume, die frühere Verwendung ist kaum noch zu erkennen.

Ferienlager zur Kutsche

Tief im Wald und auf einem Berg liegt dieses ehemalige DDR Ferienlager, der damalige Trägerbetrieb war ein Stahlwerk.
Frühere Gäste berichten von einem tollen Lager mit vielen Unternehmungen.
Wie meistens gab es ein einfache Ausstattung, das Haupthaus war massiv gebaut, die Baracken rundeten das Lager ab. Auch ein Schwimmbecken war vorhanden, heute wachsen Bäume darin.

Das Gelände wird wohl zur Zeit von einem Bauern genutzt, hier stehen Pferde und deren Mist liegt überall herum. Dazu passen auch die hier abgestellten Kutschen, aber diese scheinen scheine lange nicht mehr von einem Pferd gezogen worden zu sein.

VEB Plaste

Dieser ehemalige VEB stellt zuletzt Plasteteile her. Nach der Verlagerung der Produktion, vor einigen Jahren, steht dieser Betrieb jetzt leer. In den oberen Stockwerken wurde versucht gegen die eindringende Nässe anzukämpfen, was nur mäßig gelingt.

 

 

 

 

 

Schloss Pferdezucht

Als ein Freiherr, aus einer berühmten Familie, hier Ende des 19. Jahrhunderts im alten Schloss einzog, begann die Entwicklung dieses Anwesens.
Der Pferdenarr baut hier vieles zur Zucht und zum Training der Pferde auf.
Ein paar Jahre später baute er dann das jetzige neue Schloss sowie einen umgebenden Park mit allem was so dazu gehörte. In Kriegszeiten nutze die Wehrmacht das Schloss, es gab ein Pferdelazarett und auch Kriegsgefangene arbeiteten hier und wurde auch im Haus einquartiert.
Die sowjetische Besatzungsmacht nutzte dann das Schloss als Kommandantur, das umliegende Gut wurde an die Bürger und Neuansiedler aufgeteilt. Das alte Schloss wurde abgerissen, später diente dann das jetzige als Auffangstation für Neuankömmlinge. Zuletzt wurden hier dann Senioren betreut. Nach der Wende stand das Haus viele Jahre zum Verkauf, aber erst vor 5 Jahren bekam es einen neuen Eigentümer der auch ein Sanierung versprach. Im Inneren ist es weitgehend entkernt und man begann mit den Arbeiten. Leichtbauwände wurden eingezogen, aber dabei ist es geblieben. Man liest von unbezahlten Rechnungen und großen Versprechungen, dann verschwanden die Sanierer.
Die Eigentümer wollen es heute wieder verkaufen, da der letzte Deal ja geplatzt ist.

RAW Dampflok

Zu Beginn des 20. Jahrhundert wurde dieses Reichsbahnausbesserungswerk eröffnet. Hier wurden Lokomotiven aller Art gewartet. Im 2. Weltkrieg wurden hier auch Kriegslokomotiven repariert. Obwohl es als kriegswichtig galt, blieb es von Bombardierungen verschont.

Deshalb wurde auch sofort nach dem Krieg hier wieder die volle Arbeit aufgenommen und waren dann hier knapp 3.000 Leute beschäftigt. Auch die Umwandlung in einen VEB erfolgte rasch. Für die Werktätigen wurden auch Annehmlichkeiten, wie ein Betriebsambulatorium, ein Kindergarten, Kulturhaus und Lehrlingsunterkunft geschaffen.
In den 1950er bis 70er Jahren wurden hier Dampfloks modernisiert und auch die neu entwickelten Schienenbusse wurden instand gesetzt. Als in den 1980er Jahren die Ölkrise einsetzte, wurde eine Kehrtwende eingeläutet und die Öllokomotiven wieder auf Kohle zurück gerüstet. Da aber die Dampfloks allmählich ausgemustert wurden, sank auch das Arbeitsvolumen hier und die Mitarbeiterzahl wurde halbiert.
Die Wende wurde hier gut gemeistert, da jetzt Spezialisten die alten „Damprosse“ aufarbeiten konnten gefragt waren. Die DB wurde Eigentümer und betreibt auch heute noch einen Teil dieses ehemalig riesigen Werkes.
Dieser hier dokumentierte Teil wurde aber aufgegeben und verfällt langsam.
Eine große Menge an zurück gelassenen Maschinen erfreute das Urbexer Herz, Rost und Verfall wohin man sah.
Eine wirklich tolle Location.

Gasthaus am Wasserfall

Diese alte Gaststätte befindet sich, heute total zugewachsen, in der Nähe einer Touristenatraktion. Wir passen einen günstigen Moment ab um in das Haus zu huschen, es herrschte viel Verkehr auf der angrenzenden Hauptstraße. Warum hier irgendwann keiner mehr anhielt wissen wir nicht. Wir finden vor Ort und im Netz keine Informationen über das Anwesen.
Scheinbar gab es hier eine kleine Gaststätte, vielleicht auch ein paar Fremdenzimmer. Es ist alles sehr verbaut und verfallen.

Uhrenfabrik

In diesem kleinen Ort begann die Industrialisierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts und auch die Geschichte dieser Fabrik.
Für ein großes Uhrenwerk in der Nähe, wurden hier Teile produziert, später dann in den Kriegszeiten wurden hier auch Rüstungsgüter hergestellt.

Wie die meisten Betriebe in der ehemaligen DDR wurden auch diese Fabrik abgebaut und erst in den 1950er Jahren wieder aufgebaut. Wieder wurden Uhren, aber auch Maschinen hergestellt.

1990 übernahm die Treuhand den VEB und es entstanden einige kleinere Firmen aus dem ehemaligen Großkombinat. Dieser größere Betriebsteil musste aber vor rund 15 Jahren schließen. Zuletzt wurde hier ein Feuer gelegt, das aber gelöscht werden konnte ohne größere Schäden anzurichten.

Jagdschloss Riesenstern

Dieses Jagdschloss wurde von einem Herzog errichtet, der sich besonders der Jagd und dem Schlossbau verschrieben hatte.
So baute er hier Mitte des 18. Jahrhunderts dieses Jagdschloss als Eingang und zum Schutz seines Jagdreviers.

Das heutige Erscheinungsbild verdankte das Schloss dann einer Hotelplanung um 1900, die dann auch umgesetzt wurde und das auf den Ruinen des alten Jagdschlosses errichtet wurde. Weiter Umbauten erfolgten in den 1920er und 1930er Jahren. Später, in der DDR betrieb die Handelsorganisation „HO“ das Haus. Die letzten Modernisierungen fanden hier in den 1970er Jahren statt, bis das Hotel Mitte der 80er Jahre, wegen Baumängeln, geschlossen wurde.

Da der Standort Ausgangspunkt für einige Wanderungen ist, herrschte hier trotzdem reger Verkehr und deshalb steht das Gebäude wohl auch noch relativ gut da. Heute ist das alte Schloss in Privatbesitz und steht unter Denkmalschutz. Einige Investoren hatten Pläne für diesen Standort, aber bis jetzt wurden keine davon umgesetzt.

Lagerhäuser der Pulverfabrik

Diese beiden Lagerhäuser stehen auf einem großen Gelände was einmal zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Pulverfabrik gegründet wurde.
Später wurde das Areal dann vielfältig genutzt.
Als Reichsbahnreparaturwerkstätten, Produktion von Panzerteilen oder chemische Versuchsanstalten.

Die sowjetische Besatzungsmacht demontierte die Anlagen nach dem Krieg. Der Wiederaufbau erfolgte danach und wieder wurden hier Panzer- und Bahnwerkstätten eingerichtet.
Nach der Wende siedelten sich hier dann eine große Zahl an unterschiedlichsten Firmen an.

Diese beiden Gebäude scheine seit einiger Zeit leer zu stehen und wir wissen nicht was hier genau gelagert wurde. Wir trafen auch den neuen Besitzer der hier bald einen Neunutzung anstrebt und das Gelände auch bald einzäunen möchte um die verbreiteten Müllanlagerungen und Vandalismus Einhalt zu gebieten.

Luftmunitionsanstalt

Eine der vielen Munitionsanstalten in Deutschland, diese hier liegt heute mitten im Wald.
Erbaut wurde sie zu Beginn der 1930er Jahre und umfasste eine Fläche von ca. 150 Hektar. Die knapp 80 Lagerbunker sind allesamt leer. Die Kommandantur und Wohnhäuser werden seit 2005 größtenteils zivil genutzt. Hier waren wir jetzt einige Monate später noch einmal und haben Bilder am Ende der Galerie angefügt.

Einige Einbauten in den Bunkern deuten noch auf die deutschen Errichter hin.

Nach dem Krieg diente das Areal der Sowjetarmee als Munitionslager einer Luftarmee. Es wurden hier Bomben und Raketen gelagert.

Vor Abzug der GSSD wurden hier scheinbar noch einige Waffen verschossen. Die große Anzahl an leeren Hüllen der Panzerabwehrlenkwaffe nebst Holzkisten deuten darauf hin. Hier handelte es sich um die 9K120 Ataka (NATO-Codename AT-9 Spiral-2) das ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus sowjetischer Produktion. Die Reichweite betrug 6 km und der Preis lag bei ca. 50.000 US Dollar/Stk.

Am Ende der Galerie sind noch Bilder des Raketenlagers aus 07/2021.