Tanklager

Dieses Werk wurde hier in den 1950 Jahren gegründet und entstand durch einen Zusammenschluss mehrerer Betriebe. Nach der Wende konnte dieser Betrieb bis huete erfolgreich weiter geführt werden.
Einige alte Anlagen wurden aber nicht mehr benötigt und rosten jetzt vor sich hin. Sie waren Ziel unserer Erkundung. Mittlerweile sind die Tanks und unser Hauptziel, die alte Rangierlokomotive, total zugewachsen. Keine gute Idee hier im Sommer aufzutauchen, da die Lok jetzt fast gar nicht zu finden war. Aber mit Drohnennhilfe konnten wir dann doch alles finden.

Ein kleines Video gibt es auch.

Schneidemühle

Die Schneidemühle selbst war einst eine Dampfschneidemühle sowie das beliebte Ausflugsziel der Zeitzer Sommerfrische „Zur Zeitzer Schweiz“.
Das Haus verfügte in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts über Fremdenzimmer, einen Freisitz mit mehr als 1.000 Plätzen sowie über eine eigene Bäckerei.

Anfang der 50er Jahre wurde aus der Sommerfrische „Zeitzer Schweiz“ das FDGB-Ferienheim „Schneidemühle“ und zum Ende des gleichen Jahrzehnts erfolgte zur Erinnerung an den Zeitzer Antifaschisten Otto Diehr die Umbenennung in FDGB-Erholungsheim „Otto Diehr“. Ab Mitte der 60er Jahre wurde das Objekt als Genesungsheim „Otto Diehr“ bekannt.

Quelle: Zeitzer Ansichten

Wann das Haus geschlossen wurde ist nicht bekannt, aber der ruinöse Zustand lässt auf jahrzehntelangen Leerstand schließen.

Kammgarnspinnerei

Über diesen alten VEB konnten wir kaum etwas in Erfahrung bringen. Gegründet gegen Ende des 19. Jahrhunderts, erfolgte hier die Liquidation Anfang der 1990er Jahre. Wir hatten hier schon früher einmal versucht hinein zu kommen und waren dann auch heute nicht besonders hoffnungsvoll. Aber es gelang und mit jedem Meter weiterer Erkundungen öffnete sich vor uns der so beliebte Verfall und Gammel. Besonders hübsch wie sich der Farn, im Kontrast zu den anderen Farben, hier ausbreitet.

Die DDR Zeitkapsel

In einem kleinen Ort findet sich diese Zeitkapsel mit vielen DDR Fundstücken.
Die Kalender sind hier Weihnachten 2010 „stehen“ geblieben.

Maison Delhez

Dieses Haus am Rande einer kleinen Stadt war früher sicher etwas besonderes und der Traum des Besitzers.
Hier ist nichts von der Stange und nichts gerade. Leider muss man etwas Phantasie aufbringen wie schön es hier einmal ausgesehen hatte, da ein Feuer das Haus vernichtetet. Wahrscheinlich baute der ehemalige Bewohner, über dessen Schicksal uns nichts bekannt ist, jahrelang an seinem zu Hause. Außen steht noch ein Baugerüst am ehemaligen Dach, das ein Opfer der Flammen geworden ist. Wir fragen uns ob einem die Optik des Gebäudes nicht irgendwann überdrüssig wird. Denn alles hier scheint handgefertigt. Aber wahrscheinlich gefiel das dem Bewohner so gut das er dieses Heim nie mehr verlassen wollte.

Usine S

Diese Textilfabrik wurde Ende des 19. Jahrhunderts gegründet. Hier wurden über 100 Jahre lang Textilien und Wolle produziert. Diese große Fabrik war einer der wichtigsten Arbeitgeber der Region. Heute sind Teile der Anlagen als Museum gesichert, aber der größte Teil steht leer und verfällt. Wenn man das Alter der Maschinen sieht, kann man sich vorstellen warum es hier am Ende zur Insolvenz kam.

Eine Modernisierung fand hier scheinbar in den letzten Jahrzehnten nicht mehr statt. Das Hochwasser in dieser Gegend zerstörte dann noch vieles an dem alten Bestand und man sieht wie das Wasser hier durch schoss und Schlamm und Geröll ablagerte.

Das war dann noch ein Schmankerl als Abschluss der Belgientour.

Kokerei Barbele mit Kraftwerk

Die Kokerei war reif für einen 2. Besuch.
Zum Glück sind hier keine großen Abrissarbeiten zu sehen und das Gelände auch schon ganz gut zugewachsen. So versuchten wir die Orientierung zu behalten und verbrachten wieder einige Stunden auf dem Gelände. Als wir das Kraftwerk entdeckten, das beim 1. Besuch übersehen wurde war die Freude groß, da hier doch einige Motive und Eindrücke warteten. Auch das Gewirr an Rohren und Leitungen in luftiger Höhe sparten wir beim 1. Besuch aus. Zufrieden über diesen Industrietag machten wir uns dann auf den Rückweg.

Hier gehts zum 1. Beitrag.

HFB im Abriss

In diesem Jahr wurde bekannt, das jetzt der vollständige Abriss des HFB erfolgt. Eine Erkundung ist deshalb nur am WE möglich. Es wurde wahrscheinlich der Abschiedsbesuch hier bei diesem gigantischen Spielplatz des Industrie-Urbex. Es gab bisher nichts gewaltigeres für uns, als dieses Stahlwerk. Viele der Außenanlagen, Förderbänder und leichteren Bauten sind schon nicht mehr vorhanden, aber die größeren Hallen sind noch alle da.

Wir verbrachten beim 3. Besuch insgesamt 6 Stunden hier und man wird es kaum glauben, konnten auch neue Teile erkunden in denen wir während der 2 Besuche vorher noch nicht waren. Diesmal ging es auch beim Hochofen bis ganz nach oben. Etwas wackelig in den Beinen, aber ein unfassbarer Ausblick über das Gelände entlohnt die Anstrengung.

Am Ende war dann doch noch der Eindruck vorhanden, noch nicht alles genau erkundet bzw. gesehen zu haben, zu riesig ist dieses Stahlwerk auch heute noch, während des Abriss.

Hier die alten Bilder

Freizeitzentrum

Im Jahr 1980 wurde dieses Freizeitzentrum errichtet und sollte den Bewohnern der Umgebung die Möglichkeit geben hier eine kleine Auszeit zu nehmen.
Ein Hochwasser vor 20 Jahren beschädigten die Gebäude und Anlagen schwer, es wurde viel Geld investiert um alles wieder aufzubauen aber einige Jahre und 2 Millionen Euro an Investition später, kam der Bankrott des Besitzers und die knapp 10 Mitarbeiter wurden hier arbeitslos. Bemühungen der Gemeinde hier wieder neues Leben einzuhauchen, mit verschiedenen Konzepten, scheiterten bisher. Die Außenanlagen wurden später wiederholt überschwemmt und sind in dieser Form nicht mehr tragbar.

Leider hatten wir hier noch andere, junge Gäste die randalieren wollten, aber die Staatsmacht kam und brachte Ruhe ins „Geschehen“. Danach durften wir mit freundlicher Genehmigung weiter fotografieren.

Little Green House

Der Namensgeber für diesen Ort, sind die grün gestrichenen Dachkästen. Das kleine, alte Haus sticht in dieser Gegend durch sein Äußeres hervor, wo moderne Bauten das Gesicht der Siedlung prägen.
Der Zustand ist schon sehr schlecht, was auf jahrzehntelangen Leerstand hin deutet. Warum hat die Familie dieses zwar einfache, aber gemütlich eingerichtete Heim verlassen?