Denkmal Petrova Gora

Auf unserer Reise durch das ehemalige Jugoslawien werden wir einige Denkmäler, die sogenannten Spomeniks besuchen. Der teilweise brutalistische Baustil begeisterte uns.

Diese Denkmäler erinnern an den jugoslawischen Widerstand während des 2. Weltkrieges.
Eines der größten und bekanntesten ist dieses hier, das Denkmal von Petrova Gora.
Es erinnert an die Widerstandsbewegung der Bewohner von Kordun und Banija.
Der Entwurf stammt vom jugoslawischen Bildhauer Vojin Bakic und der Bau wurde 1981 fertig gestellt.
Es besteht aus einer Stahlbetonkonstruktion und ist mit Metallplatten verkleidet. Im Inneren befand sich früher ein Museum. Die umliegenden parkähnlichen Flächen dienten der Erholung und Freizeitgestaltung. Vom Dach des Spomeniks hatte man bei gutem Wetter einen weitreichenden Blick bis nach Slowenien und Bosnien.
Nach der Zerschlagung Jugoslawiens wurden diese Denkmäler meistens vernachlässigt. Dieses wurde ab 1995 dem Verfall und Vandalismus preisgegeben.

Später wurde auf dem Dach eine Telekommunikationsanlage errichtet. Vor 20 Jahren gab es Bemühungen einer Restauration, aber die geschätzten Kosten von über 10 Millionen Euro ließen das Projekt platzen.

An dieser Stelle möchten wir auf die besondere Spomenik Datenbank hinweisen, die sich des Themas umfassend annimmt.

www.spomenikdatabase.org

 

Burg Bosiljevo

Diese Burg wurde erstmals im 15. Jahrhundert erwähnt. Sie wurde auf einem über 200m hohem Felsen errichtet und war zuerst eine kleine Festung. Ihr heutiges Aussehen erhielt sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als hier zum letzten Mal umgebaut wurde. Ab 1960 befand sich hier dann ein Altersheim und seit über 40 Jahren steht sie nun leer. Sie ist ein beliebtes Touristenziel, ihr Erscheinungsbild ist recht imposant und wir waren erstaunt das man hier so einfach sich alles angucken konnte. Erstaunlich wie gut die Burg noch erhalten ist, das wäre in unserem „schönen Land“ sicherlich nicht so, sondern Vandalismus und Beschmierungen hätten hier Einzug gehalten. Hier sieht man auch einmal ein positives Beispiel wie mit Kulturgütern des eigenen Landes umgegangen wird.

Titoschule

Diese Schule wurde von den Kommunisten erbaut und war dann eine Parteischule. 1981 eröffnet, kamen hier viele junge Studenten her um die die Grundlagen des Marxismus zu lernen. In der Zeit des Jugoslawienkriegs wurden hier Militärs ausgebildet und untergebracht. Auch Flüchtlinge kamen hier unter. Seit 2003 stehen die Räumlichkeiten leer.

Es gab hier 145 Zimmer auf 8.500 m², ein Kino, eine Bar, eine Sporthalle, eine Küche zur Versorgung. Auch einen Luftschutzkeller finden wir. 2019 wurde das Gebäude an ein chinesisches Unternehmen verkauft und ist seitdem leergeräumt.
Zu ehren Titos wurde sie in dessen Heimatstadt errichtet, aber er kam nie hier her da er vor der Eröffnung verstarb.
Wir wollten diesen brutalistischen Bau schon immer mal besuchen, das hat jetzt endlich auch geklappt und wir waren beeindruckt von diesem Haus, trotz des wenigen Inventars, aber schönem Verfall im Inneren und auch schon einigen Spuren des Vandalismus.

Gasthof Stern

Dieser traditionelle Gasthof in einem kleinen Ort hat schon einige Zeit geschlossen, leider konnten wir über die Gründe nichts heraus finden. Es gab hier alles was die Gastronomie in dieser Gegend ausmacht. Ein gemütliches Restaurant und einen Saal für Feierlichkeiten, im Keller eine Bar. Ein paar Gästezimmer waren hier auch vorhanden. Die Lage des Hauses im Ortskern geht auch in Ordnung. War es ein Schicksalsschlag? Alles wurde zurück gelassen und der Schimmel und Verfall breiten sich langsam aus.

Zum Buchstapel

Leider konnten wir über diese Papierfabrik nichts historisches heraus finden, wir würden uns aber über Hinweise freuen.
Wir können daher nur die Erlebnisse vor Ort schildern. Viele der Hallen werden heute nachgenutzt und nur ein kleiner Teil ist verlassen im klassischen Sinne.
Es gab ein bekanntes Motiv, der Raum mit den Büchern. Wir haben lange danach gesucht, dann aber gefunden.

Vor dem Eingang finden auch große Erdarbeiten statt, der Grund dafür ist nicht ersichtlich.

 

Kartbahn

Diese Kartbahn ist schon einige Jahre verlassen, warum diese in dem Gewerbegebiet nicht mehr funktioniert hat ist uns nicht bekannt. Leider ist auch nicht mehr viel vorhanden, außer einer kleinen Lok die hier scheinbar als Schauobjekt stand ist kaum noch etwas vorhanden und auch schon sehr viel zerschlagen und beschmiert.
Aber trotzdem ist diese Erkundung spannend, denn solch einen Lost Place haben wir bisher noch nicht gesehen.

Weberei

In dieser Region siedelte sich schon früh die Textilindustrie an, es gab hier Webereien und Spinnereien. Auch Seide wurde hier gewebt, konkretes können wir aber über diesen Betriebsteil nicht finden. Wie es scheint, sind die 100 Jahre alten Maschinen hier aber schon seit mehreren Jahrzehnten außer Betrieb.

Haus Imelda

Dieses kleine Haus passt so gar nicht mehr in diese Gegend, hier wohnen mittlerweile gut betuchte Bürger der Stadt mit ihren schicken Häusern. Aber damals gehörte Imelda sicherlich auch dazu, der Flügel im Wohnzimmer spricht auch von einigem Wohlstand. Aber heute ist schon das Dach undicht und wie es schien, lebt hier schon viele Jahre niemand mehr.
Nachdem Imelda verschwand, kümmert sich scheinbar niemand mehr um das Anwesen.

Haus des Ingenieurs

Wie der Name zu Stande kam können wir uns vorstellen, wir finden einiges an Technik und Literatur. Ansonsten ist es aber hier schon sehr zerwühlt und es herrscht große Unordnung. Das Haus hatte einen großen Garten der aber mittlerweile sehr zugewachsen ist. Wann aber hat der Ingenieur das heim verlassen? Genaues wissen wir nicht aber es scheint das dies schon viele Jahre her ist. Die Fernseher im Haus sind schon ziemlich alt, vielleicht hat er diese aber auch gesammelt.

Stasibunker

Irgendwo im Wald befindet sich dieser Stasibunker. Eine kleine Tarnbaracke verbirgt den Zugang. Erstaunlich gut erhalten ist dieser Bunker, viele Einrichtungsgegenstände sind hier noch vorhanden und man kann die Funktion fast vollständig nachvollziehen.
Diese Bunker gab es fast in jedem Bezirk der DDR. Eine Zeitkapsel unter der Erde die wir hier sehen konnten.