Ein verlassenes Bahngelände, mit einer bunten Mischung an Bahngeräten. Die Highlights waren ein TAKRAF Kran und ein Postwagen mit Briefeinwurf, sowie der alte Personenwaggon der offen war. Auch ein Hänger voller Achsen rostet hier vor sich hin.
Archiv für das Jahr: 2024
Papierfabrik Scheufelen
Die Fabrik wurde schon 1855 gegründet und stellte hier bis 2018 Format- und Rollenpapier in hoher Qualität her.
Zu Beginn wurde in Handarbeit mit ein paar Leuten Papier produziert, die Automation begann nach und nach. Hier entwickelte sich dann gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine innovative Papierherstellung. Es war die erste deutsche Kunstdruckfabrik mit maschineller Produktion.
Die Söhne des Gründers führten dann die Firma weiter und erweiterten immer weiter. 1928 waren hier mehr als 1.000 Mitarbeiter beschäftigt. Den 2. Weltkrieg überstanden die Produktionsanlagen unbeschädigt, aber wegen Rohstoffmangel standen die Maschinen still.
Der Familienbetrieb wurde dann 1984 in der 3. Generation geführt, aber der Niedergang begann langsam. Auch auf Grund von steigenden Energiekosten mussten Arbeitsplätze abgebaut werden. Der erste Insolvenzantrag kam dann 2008, der über einen Kredit abgewendet wurde und ein finnischer Papierhersteller übernahm die Fabrik. 2011 dann der Weiterverkauf an einen niederländisch-kanadischen Konzern, zu diesem Zeitpunkt arbeiteten hier noch 590 Leute. Es folgten Kapazitätsreduzierungen und die Konzentration auf Premiumpapier. Eine Papiermaschine wurde stillgelegt.
2018 dann aber die 2. Insolvenz und Neugründung einer GmbH, die ein Jahr später wiederum Insolvenz anmelden musste, immer weniger Mitarbeiter welche in einer Folgegesellschaft übernommen wurden, stellten dann am Ende bis zum August 2021 Papier her.
Jetzt wurde das Tafelsilber ins Ausland verkauft und heute finden wir die großen Hallen alle leer vor, die Fundamente der großen Maschinen sind noch sichtbar. Geblieben ist das Heizhaus und viele benötigte Aggregate sowie der Verwaltungstrakt.
Hier noch ein Video über die Papierfabrik.
Santorium Gammel
Vor ein paar Jahren zerstörte ein Großbrand diese Klinik komplett und ließ dadurch die Natur komplett in das Gebäude. Von oben nach unten breitet sich jetzt der Schimmel aus. Im ehemaligen Dachgeschoss wachsen schon die Bäume. Die Klinik stand zu diesem Zeitpunkt schon 3 Jahrzente leer. Die Pläne hier etwas zu entwickeln sind damit gescheitert.
Bootsscheune
Dieser Zufallsfund entpuppte sich als kuriose Entdeckung. Diese Scheune war fast vollständig zugewachsen, aber etwas blinzelte hervor und ließ uns umkehren um nachzugucken. Oft sind diese Aktionen aber nicht von Erfolg gekrönt, aber durch die Löcher der Holzverkleidung konnten wir seltsames sehen.
Als der Zugang gefunden war, stellte sich der der Fund als Abstellort für ein Boot mit selbst gebautem Anhänger heraus.
Die Scheune wurde an dieser Stelle sogar erweitert, weil das Gefährt nicht in voller Länge hinein passte. So wurde kurzerhand die „Garage“ um das Gespann gebaut.
Da das Boot irgendwie zu hoch oder zu lang auf dem Anhänger stand, wurde kurzerhand das Fahrerhaus eingeschnitten um das Boot teilweise aufzunehmen.
Somit war der uralte Mercedes LKW ein Unikat, aber das war er wohl schon vorher. Weiterhin fanden sich einige Werkzeuge und Ersatzteile hier. Wie es aber scheint ist das hier alles schon ein paar Jahrzehnte ungenutzt.
Turbinenhaus
Metallpulverfabrik
Leider konnten wir kaum etwas über diese alte Fabrik heraus finden. Selbst in der Chronik des kleinen alten Ortes wird nichts erwähnt. Nur das hier wohl einmal Metallpulver hergestellt wurde. Viele der alten Hallen sind sehr verfallen, die Werkstatt wurde scheinbar noch nach genutzt und ein paar Maschinen stehen noch in den als Lager genutzten Hallen.
Haus des Gläubigen
Dieser kleine Bauernhof auf dem Lande scheint uns schon sehr lange verlassen. Die Einrichtung und Möbel sind schon sehr alt, eine Schmuck-80 steht noch im Wohnzimmerschrank, eine Erinnerung an den letzten großen Geburtstag der hier gefeiert wurde? Auch ein uraltes Röhrenradio finden wir im Küchenbereich, sowie den „Einkochapparat“. Der Bewohner war sehr gläubig, viele christliche Bilder und Kreuze schmücken die Wände, die schon von Spinnweben überzogen sind. Einige Wände weisen schon große Risse auf und sind teilweise eingestürzt, ein insgesamt schon sehr bedrohlicher Zustand des Hauses.
Haus des Tierarztes
Sanitätszug
Ende der 1980er Jahre gab das polnische Verteidigungsministerium 8 Sanitätswagen in Auftrag. Diese sollten bei Unglücken oder Kriegen eingesetzt werden um die Versorgung von Verletzten zeitnah zu ermöglichen. Den Plänen nach, sollten diese dann schnell zu den Krankenhäusern transportiert werden. Dieser Zug ist noch gut erhalten, da er versiegelt wurde und erst durch ein Bahn Museum, vor der Verschrottung gerettet wurde.
Wir finden in dem Zug einen OP-Wagen, Warte- und Schlafräume, Geräte zur Sterilisation, Apothekenschränke und sanitäre Einrichtungen.
Einen ähnlichen Zug gab es auch in der DDR. Hier ist der Beitrag dazu.
Bahnbetriebswerk TKW
Als im Jahr 2010 nach 121 Jahren, die Eisenbahngesellschaft hier ihren Betrieb einstellte, gründete sich ein Verein der sich den Erhalt des BBW auf die Fahnen geschrieben hatte. Seit dieser Zeit kümmert sie sich um den Lokschuppen und die angrenzenden Anlagen. Eine große Aufgabe, die 2012 in ein Museum mündete. Es werden zahlreiche Veranstaltungen angeboten um die hier zusammen getragene Exponate den Menschen zu zeigen.
Hier stehen einige Lokomotiven, Spezialfahrzeuge, Waggons und Relikte welche die Eisenbahngeschichte zeigen.
Zum Glück wird der Verein hier auch von staatlicher Seite unterstützt, auch die lokale Politik, Sponsoren, Spender und viele Freiwillige unterstützen das Vorhaben.








































































































































































































































