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Hefefabrik

Der Ursprung dieses Industriestandorts geht bis auf das Ende des 18. Jahrhunderts zurück. Es begann mit der Ziegelproduktion zum Aufbau einer expandierenden Stadt.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde dann schon eine Dampf-Mälzerei-Brennerei errichtet. Dieses florierende Unternehmen war an vielen neuen Entwicklungen und Erfindungen beteiligt. Bis zum Ende des 2. Weltkrieges folgten noch Namens- und Eigentümerwechsel. Die Hauptprodukte waren aber immer Alkohol und Spiritus.

Bis 1955 wurde die Hefefabrik dann treuhänderisch verwaltet, bis die Enteignung erfolgte. Es wurde ein VEB gegründet und in den VEB Bramsch Dresden eingegliedert, der hier vornehmlich Hefe und ein Abprodukt davon – Lebensmittelalkohol – produzierte. Der Standort wurde zum führenden in der Hefeproduktion der DDR und des gesamten Ostblocks.
1991 verkaufte die Treuhand den VEB an einen Brennereibesitzer, der hier bis 2001 Rohalkohol herstellte.

Ein kleines Video der Hefefabrik

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Hotel 4 Jahreszeiten

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Erbaut wurde dieses Hotel in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, die letzte große Renovierung erfolgte dann in den 1920er Jahren. Die Fassade und die Innenräume wurden im Stil des Art Déco gestaltet. Besonders bemerkenswert ist die Eingangshalle, mit ihren Wandreliefs, dem Kamin und den Verzierungen.
Seit über 10 Jahren wird das Hotel jetzt nicht mehr genutzt.

07-2022
Im Rahmen einer Fototour konnten wir hier wieder einmal vorbei schauen, es hat sich nicht viel getan, ein paar kleinere Zerstörungen und Verfall sind hinzu gekommen. Ein paar neue Eindrücke sind entstanden, aber dieser Besuch war für mich doch etwas sehr besonderes.

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Schloss am Pilz

Dieses schöne Schloss wurde vor über 200 Jahren an einem Pilz errichtet. Dieser ist noch heute zu bestaunen  😉

Es hatte mehrere Schlossherren, bis nach dem Krieg die DDR das Gebäude als Ferienlager und Schule nutzte. Nach der Wende konnte, auch wegen der Denkmalschutzauflagen, keine weitere Nutzung gefunden werden.

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Ziegelei zum Hirsch

Seit über 20 Jahren liegt diese ehemalige Ziegelei verlassen am Ortsrand. Auch weil sie sich fernab vom Publikumsverkehr befindet, hat sich hier auch ein kleines Biotop an Pflanzen und ein Rückzugsort für Tiere entwickelt.
Pläne, das Gelände zu einem Solarpark zu machen, scheiterten unter anderem auch daran.

Wann dieser Betrieb gegründet wurde, konnten wir nicht heraus finden.

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Der rumänische Bauernhof

Dieses Herrenhaus und Rittergut wurde Anfang des 17. Jahrhunderts errichtet. Besonderheiten waren Öfen aus Meißener Porzellan und Wohnräume mit gewölbten Decken. Später erfolgte der Umbau zu einem barocken dreiflügeligen Schloss.Schlösser_DrB (33)

Zu DDR Zeiten wurde die Anlage als LPG genutzt. Die Jahre hinterließen ihre Spuren aber alles war noch intakt. Die Treuhand verkaufte Anfang der 1990er Jahre das Objekt an einen Investor, der Pläne für eine Zuchtanlage hatte. Aber wie die Kommunen im Osten Deutschlands leider viel zu oft erleben mussten, folgten den großspurigen Plänen keine Taten.

Ein Hochwasser vertrieb die letzten Bewohner und ließ das Anwesen ruiniert zurück. Die Fluthilfe wurde nur zum Flicken der Löcher verwendet. Viele historische Gegenstände verschwanden bald darauf aus den Gebäuden.

Ein Freundeskreis kümmert sich im Moment um das Schloss und führt die notwendigsten Arbeiten aus.

Ein befreundeter Fotograf meinte, dass es hier aussieht wie auf einem rumänischen Bauernhof. Dem war nichts hinzu zu fügen. Wir können nur hoffen, dass es bald bergauf geht. Aber die zu investierende Summe ist gewaltig und die nächste Flut kommt bestimmt.

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VEB Textilbetrieb

Dieser ehemalige Textilbetrieb erzählte nicht mehr viel über seine Geschichte. Hier wurden Kordeln für die Reifenproduktion gefertigt.
Das Gelände ist verwahrlost und wird teilweise von den Nachbarn als Müllkippe genutzt.
Übrig geblieben sind die Mauern, eingestürzte Gebäude, ein wunderbares Mädchen und dieses Bilder.

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Jagdschloss im Wald

Wir betraten einen verwilderten Park mit meterhohem Gestrüpp und großen Bäumen. Hier muss doch irgendwo das Schloss sein? Aber keine Spur davon. Ein Blick auf die Karte wies uns dann aber doch den Weg und aus dem Wald tauchte plötzlich der Schlossturm auf. Das Gebäude war sehr baufällig und wir bewegten uns vorsichtig, um den Zustand zu dokumentieren.

Zur Geschichte kann man folgendes sagen:
Dieses Schloss wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut. Es diente dem Fremdenverkehr zur Übernachtung und Beköstigung. Ziel war es Militärangehörige in dieses Jagdschloss zu locken, um hier Festlichkeiten abzuhalten.

Nach der Wende kaufte ein dubioser Millionär das Anwesen. Es gab großspurige Pläne zum Umbau zu einem luxuriösen Tagungsgelände, die aber scheiterten. Bald verschwand der Besitzer und er überließ das Schloss samt Park seinem Schicksal.

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Färberei

Diese Färberei wurde um 1900 gegründet. Einige Erweiterungen folgten, unter anderem wurde eine Füllstoffherstellung aufgebaut. In den 1970er Jahren erfolgte dann Verstaatlichung und der Betrieb wurde in die VEB Tuchfabriken eingegliedert.
Das eigentliche Färbereigebäude war aber schon baufällig und musste kurzer Zeit später abgerissen werden.
Nach der Wende erfolgte dann die Rückübertragung und der Verkauf. Ein Teil des Geländes wurde zum Baumarkt und der Rest schlummert vor sich hin und bildet mittlerweile einen kleinen Wald in der Stadt, in dem die alten Gebäude vor sich hin rotten.
Auffällig war hier die Vielzahl an alten Waagen die hier noch stehen, der Rest der Anlagen wurde entwendet oder zerstört.

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Hochregallager der Klempner

Dieser Betrieb war früher einmal ein VEB für Gas, Wasser und Heizung.
Das Hochregallager diente der platzsparenden Aufbewahrung von Ersatzteilen und Installationsmaterial.
Wann genau der Betrieb eingestellt wurde ist nicht bekannt.

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Avellis Heizkraftwerk

Das ist ein ehemaliges, privat errichtetes Heizkraftwerk auf Kohlebasis des Tuchfabrikanten Avellis.
Am Tag des offenen Denkmals konnte es besichtigt werden, ein Verein kümmert sich gearde darum. Diesmal ein positives Beispiel der Nachnutzung.

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