Das Schloss am Turm.
Da wir immer mal wieder hier vorbei kommen, guckten wir noch einmal rein (2016). Viel neues konnten wir nicht entdecken. Aber was auch gut ist, die Zerstörungen halten sich auch in Grenzen.
Das Schloss am Turm.
Da wir immer mal wieder hier vorbei kommen, guckten wir noch einmal rein (2016). Viel neues konnten wir nicht entdecken. Aber was auch gut ist, die Zerstörungen halten sich auch in Grenzen.
Die Reste einer großen Druckerei in einer ehemaligen DDR-Bezirksstadt. 1889 von Carl Warnecke gegründet, wurden Druckerzeugnisse produziert. Unter anderem wurden hier im Laufe der Jahre Plakate, Werbeschriften, Bildpostkarten und Verpackungen hergestellt. Bis zum Ende der DDR wurde unter dem Namen VEB Gravo Druck produziert. 1992 ging das Unternehmen in Insolvenz.
Hier sind Bilder aus den ehemaligen Produktionsgebäuden zu sehen. Die Vandalen und Sprayer haben das Gebäude schon lange für sich entdeckt. Aber viele Räume und verwinkelte Etagen, ließen uns doch immer wieder einige Motive finden.
Hier amüsierten sich früher die Kinder der Werktätigen eines VEB.
Welcher das war, konnten wir leider nicht in Erfahrung bringen.
Es konnte im nahen See gebadet werden, man saß zusammen unter den Bäumen, spielte Tischtennis. Beliebt war auch die Freiluftkegelbahn. Die ganz Kleinen spielten am Klettergerüst oder schaukelten.
Dann aß man zusammen im Speiseraum und schlief ruhig ein um den neuen Tag anzugehen.
Ende 2015 guckten wir noch einmal kurz vorbei.
Ein ehemaliges Pionierlager des VEB Schwermaschinenbau „Heinrich Rau“. Das Gelände ist in Privatbesitz und stark verfallen. Die Reste des Lagers sind noch zu erahnen, das Haupthaus ist nur noch eine Ruine und stark einsturzgefährdet.
scheint einmal ein Sportschießplatz gewesen zu sein. Es war alles da, was zum Vergnügung dienen konnte. Auch eine Sauna mit Entspannungsbecken durfte nicht fehlen. Eine Selbstbautoilette und mehrere Bänke für das gemütliche Zusammensein waren vorhanden. Ein gab ein paar kleine Schießbahnen mit Schießscheibenanlagen.
War einmal ein kaiserlicher Schießplatz. Was genau dort später von den Sowjettruppen gemacht wurde, war schwer zu erraten. Als sich Anfang der 2000er Jahre dort ein Schießplatz ansiedeln wollte, gab es groß angelegte Bürgerproteste und das Projekt wurde fallen gelassen.
Hier wurde im von 1936 bis 1945 ein Werk zur Produktion von Flugmotoren errichtet. Ende 1943 arbeiteten knapp 15.000 Menschen in diesem Werk. Ein düsteres Kapitel ist dabei auch der Einsatz von Zwangsarbeitern und die damit verbundene Außenstelle des KZ Ravensbrück. Bombenangriffe, Demontagen und Sprengungen nach dem Krieg zerstörten dieses Werk, zu sehen sind jetzt nur noch Reste davon im Wald.
Ab 1951 wurden dann die Industriewerke Ludwigsfelde aufgebaut die zu Beginn Motorroller fertigten. Ab 1965 begann dann eine LKW Produktion der Typen W50 und später L60. Nach der Wende wurden die Industriewerke aufgesplittet und beherbergen jetzt verschiedenste Unternehmen.
Ein paar verlassene Anlagen finden sich auf dem weitläufigen Areal.
DDR Parolen an einer Fabrikhalle:
„Die DDR Regierung unternimmt alles für gute nachbarliche Beziehungen!“ und „Gemeinsam bannen wir die Kriegsgegner“


An diesem Standort gab es eine 60-jährige Kraftwerkstradition.
Als Braunkohlekraftwerk in Betrieb genommen, wurden die Anlagen aber als Reparationsleistungen in die Sowjetunion geschafft.
Anfang der 1950er Jahre wurde dann der Wiederaufbau begonnen und sogar erweitert. Die Leistung betrug jetzt 12 x 36 MW. Eine weiter Erweiterung erfolgte 1971. Ein Gasturbinen-Kraftwerk mit 6 x 27 MW wurde errichtet.
1994 wurde das Braunkohlekraftwerk stillgelegt, die 4 – 140 m hohen Schornsteine sind 2001 und die beiden verbliebenen vom Gaskraftwerk, sind 2013 gesprengt worden.
Noch ein Schwung Bilder
12-2024
Zur letzten Tour des Jahre ging es zu einem alten Bekannten, bei den beiden vorherigen Besuchen schafften wir es ja nie in die Schaltzentrale. Heute ist alles offen aber dieser schöne Raum hat auch schon gelitten, weil Vandalen sich hier ausgetobt haben.
Der Rest ist immer noch weitestgehend unberührt und wir verbringen den ganzen Tag hier um diese Bilder zu schießen.
Ein Handyvideo von dort.
Mitten im Wald befand sich einmal ein Treibstofflager der DDR Regierungsfliegerstaffel. Es gibt 2 sehr große Tanks, die sich in der Erde befinden. Dazu noch ein paar kleinere Gebäude, die scheinbar nach der Wende renoviert wurden. Aber das blieb in den Kinderschuhen stecken und das Gelände verwaist. Jüngst wurde in der Presse von einem Vorhaben gesprochen, das Gelände touristisch zu nutzen.
Anfang 2015 erfolgte ein erneuter Besuch des Lagers mit weiteren Bildern, auch vom Inneren der Tanks!
Eine Audioaufnahme in einem der großen Tanks, zeigt wie es darin hallt!
Hier noch Bilder und ein Video eines erneuten Besuches 2017. Zum großen Teil wurde der Tank hinter der eigentlichen Wand umrundet. Ja ich bin nicht der goße Filmer 😉
Früher wurden hier Spanplatten hergestellt und am Ende Dämmplatten.
Dieses Heeresbekleidungsamt wurde von 1939 bis 1942 erbaut und bis zum Ende des 2. Weltkriegs von der Wehrmacht zur Herstellung und Lagerung von Armeezubehör und Kleidung benutzt.
Danach wurde es von der GSSD als Nachschub- und Versorgungsdepot betrieben. Hier lagerte Armeebekleidung, Armeezubehör und Ersatzteile. Auch wurde Kleidung repariert und gewaschen. Zudem war eine Transporteinheit stationiert und die zentrale Feldpostverteilstelle befand sich ebenfalls hier.
Das etwa 20 Hektar große Areal besteht aus 8 bogenförmig angeordneten, zweistöckigen Klinkerbauten. Ausgeführt in moderner Stahlbetonskelettbauweise besaßen sie große Fensterflächen und Walmdächer aus freitragenden Stahlbetonbindern. Die Nutzfläche betrug etwa 65.000 m².
Seit dem Abzug der Sowjetarmee 1991 steht das Gelände leer. Ein Verein versucht die historische Bausubstanz zu erhalten.