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VEB Leder

In diesem Ort hatte die Lederindustrie eine lange Tradition. Einige hundert Jahre gab es hier lederverarbeitende Betriebe. Dieser besuchte Traditionsbetrieb wurde in DDR Zeiten zu einem VEB, nach der Wende kam dann die Schließung des Betriebes, weil durch die Marktöffnung viele der früheren Kunden weg brachen . Heute wird seitens der Stadt versucht das Gebiet wieder mit Leben und Gewerbe zu füllen.

Konsumverwaltung

Das war einmal die Verwaltung einer Konsum Genossenschaft. Leider ist diese heute leergeräumt und es gibt hier nicht mehr viel Sehenswertes. Besonders fanden wir die Bleiglasfenster im Treppenhaus.

VEB Landmaschinen

Dieser Landmaschinenbau hat eine lange Tradition, im 19. Jahrhundert gegründet wurden hier neue Produkte erfunden, entwickelt und auch produziert. Nach dem Krieg wurde dann hier noch einige Jahre privatwirtschaftlich für die LPG’s gefertigt und in den 1970er Jahren kam dann die Verstaatlichung als VEB. Der frühere Besitzer übernahm die Leitung des Volkseigenen Betriebs.
Nach der Wende gelang dann die Überleitung in eine GmbH unter Führung eines Nachkommens des Firmengründers.
Es wurde auch investiert und eine moderne Halle gebaut. Aber bald gab dann Umstrukturierungen in der Produktpalette und eine Verlegung des Firmensitzes. So kam es zur Schließung des Standortes vor über 10 Jahren.
Wir finden hier noch viele Hinterlassenschaften aus der DDR Zeit. Auch scheint es in einem der Gebäude nicht so rasch modernisiert worden zu sein, hier sprüht noch der alte DDR Charme aus allen Ritzen.

POS

Diese ehemalige Politeichnische Oberschule wurde um 1980 eröffnet. Ein Feuer zerstörte die alte Schule im Ort und dieser typische DDR Neubau ersetzte diese. Nach der Jahrtausendwende sanken die Schülerzahlen und die Schule musste geschlossen werden. Auch andere Lehrhäuser im Landkreis wurden mit einer Schulreform zusammen gefasst. Diese Änderungen lösten einige Proteste aus, wurden am Ende aber umgesetzt.
Heute ist die Schule dem Vandalismus ausgesetzt und verfällt zusehends, Pläne vor 10 Jahren hier altersgerechtes Wohnen umzusetzen wurden auch nicht umgesetzt.

Führungs- und Lagerbunker

Der GSSD Führungsbunker diente einer Raketenabteilung als Gefechtsstand. Er wurde 1983 gebaut und hatte 160 m² Nutzfläche. Es gab 6 Röhren, in denen damals der Dienst statt fand. Heute sind diese leer und es gibt nur wenig Überbleibsel. Ein in der Nähe befindlicher Lagerbunker konnte auch noch besucht werden. Dieser ist riesig aber auch komplett leer.
Am Ende ist ein Verstärkerpunkt zu sehen, diese wurden für die Fernmeldekabel im gesamten Gebiet der DDR errichtet.

Stütznachrichtenzentrale

Tief in den brandenburgischen Wäldern konnten wir diesen kleinen Bunker besichtigen. Nach einem langen Fußmarsch ist dieser auch schwer zu finden, aber am Ende glückte das Unternehmen. Besonders war der Raum mit den russischen Geräten, welche hier zurück gelassen wurden, eher ein seltener Fund. Deshalb sind wir zufrieden, mit diesen Bildern im Gepäck den Rückweg angetreten.
Was lässt sich darüber sagen? Nicht so viel, es handelt sich hier um eine Stütznachrichtenzentrale der Raketentruppen, die hier unweit stationiert waren.

Ein kleines Video von dort:

Fürstentum Germania

Das Gutshaus wurde Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut. Ein paar Jahre später erfolgten die ersten Umbauten, es erfolgte ein Ausbau und ein Turm wurde angebaut. Die Ortsgeschichte ist eng mit dem Gutshaus verbunden. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Gutshaus wieder vereinfacht und diente der ansässigen LPG als Wirtschaftsgebäude.

Ein kurioses Ereignis in der Geschichte des Hauses fand hier 2009 statt. Es wurde das Fürstentum Germania ausgerufen, Erstaunen unten den wenigen Einwohnern, was hier statt fand. Ein paar Wochen später reagierte der Landtag und das Bauamt ließ das Schloss räumen. Begründet wurde es mit mehreren Verstößen gegen die Bauordnung und vergessenen Anträgen.
Heute liegen die Möbel auf der Straße, das Gutshaus ist leerund es scheint einen Neuanfang zu geben, aber darüber konnten wir nichts heraus finden.

Fotoschloss

Dieses Schloss wurde Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut und nach 1945 wurde der Besitzer enteignet und es wurde wie auch viele andere dieser Gebäude, als Schule und Wohnheim genutzt. Der Leerstand begann mit der Wende, bis es vor 25 Jahren in Privatbesitz geriet. Wie es scheint wurde es dann auch wohnlich eingerichtet, wir finden eine große Bibliothek. Aber es hat auch den Anschein das hier bis zum Ende immer weiter am Schloss gebaut wurde, warum das hier aufgegeben wurde und wann wissen wir leider nicht.
Der letzte Bewohner war augenscheinlich auch ein Fan der Fotografie und hat viele Gegenstände aus diesem Bereich gesammelt und ausgestellt.