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RAW am Hauptbahnhof

In dieser Eisenbahnwerkstatt wurden über 150 Jahre lang Eisenbahnen repariert und gewartet. Vom großem Gelände ist nur noch eine denkmalgeschützte große Halle übrig. Der Rest ist schon verschlungen worden von Neubauten. Geschlossen wurde das Reichsbahn-Ausbesserungs-Werk 1999. In der großen Halle kann man noch den Geist der Arbeiter spüren, obwohl es jetzt wohl deutlich ruhiger ist als früher und man jedes kleine Geräusch wahr nimmt. Trotzdem ein schöner, beschaulicher Ort in einem hektischen Umfeld.

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Café Minsk

Die Errichtung des ehemaliges Nobelrestaurants in der Landeshauptstadt wurde 1971 begonnen, dann aber wegen des  Baus des Palasts der Republik in Berlin auf Eis gelegt. Die neue Städtepartnerschaft mit Minsk ließ das Projekt wieder aufleben, da das gebührend gefeiert werden sollte, wurde das Café auserkoren eine belorussische Folklorestätte zu werden. Der Architekt konnte auf einmal aus dem vollen schöpfen und baute das Café nach seinen Wünschen fertig. 1977 war dann Einweihung.
Nach der Wende wurde das Café Minsk geschlossen und bietet jetzt, in exponierter Lage mit sehr guter Sicht vom Brauhausberg auf die Stadt, einen traurigen Anblick.

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Chemiewerk für Fotoartikel

In diesem VEB  wurden verschiedene Produkte hergestellt. Unter anderem sind hier Röntgenfilme, S/W-Filme, Fotochemikalien und Fotopapiere gefertigt worden.
Ursprung dieses VEBs war ein  fotochemisches Werk das Anfang der 1920er Jahre gegründet wurde.
Nach der Wende erhielt der frühere Besitzer das Werk zurück, aber der Einzug der Digitaltechnik führte schnell zur Schließung.
Die Gebäude  dieses Standortes werden jetzt größtenteils als Wohnungen genutzt. Die Menge an noch vorhandenen Einbauten in den noch vorhandenen Produktionsstätten machen aber dieses Objekt zu einem Traum für Urbexer. Lange wird es das in dieser Form nicht mehr geben.

Ein Wiederbesuch 2017 ließ schlimmes erahnen, weil viele Orte in dieser Stadt rasant den Bach runter gehen.
Wir waren aber positiv überrascht wie es dort aussieht. Es sind viele Graffiti dazu gekommen, in ein paar Räumen hat es auch schon gebrannt und der Vandalismus hat auch hier nicht halt gemacht. Aber scheinbar sind die großen Behälter nichts für Schrottdiebe und verbleiben vor Ort. Deshalb gab es bei diesem Zweitbesuch doch noch einige schöne Motive, auch weil die Sonne den Räumen eine besondere Stimmung gab.

 

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Kabelwerke an der Spree

Dieser Großbetrieb war auf die Herstellung von elektrischen Kabeln und Leitungen spezialisiert. Gegründet wurden diese Werke um 1900 und hatten einmal rund 185.000 m² Produktionsfläche. Teile des Werkes wurden im 2. Weltkrieg zerstört oder sind ausgebrannt. Danach waren die Werke zuerst in sowjetischer Hand um dann 1967 in einen VEB umgewandelt zu werden. Ab 1990 zerfiel das Kombinat und die Produktion wurde teilweise unter anderem Namen und anderen Standorten weiter geführt. Die gezeigten Bilder stammen von dem unter Denkmalschutz stehenden Teil. Beeindruckend waren die riesigen Hallen, die sich die Natur wieder zurück holt.

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Landhaus des Regisseurs

Dieses Landhaus wurde in den 1920er Jahren erbaut. Hier lebte einmal ein Filmregisseur. Dieser verließ Deutschland und das Haus wurde ab da verpachtet, bis es 1995 leer stand und bis heute keine neue Bestimmung finden konnte.

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Messihaus Alpinist

Dieses Haus inmitten eines Dorfes erzählte nicht mehr viel über seine Bewohner. Eines war klar, es wurde fast alles aufgehoben und gesammelt. Im ganzen Haus herrschte unendliches Chaos, die Bekleidung war auf dem ganzen Boden verstreut. Das Haus hat schon etliche Jahre keine menschlichen Bewohner mehr.

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Kasernenhof Havelaue

Für die neue Luftkriegsschule der Wehrmacht wurden in den Jahren 1935/36 drei Kasernenhöfe errichtet. Nach Kriegsende nutzte die Sowjetarmee das Gelände.
Die noch vorhandenen Gebäude werden saniert und zum Wohnpark umgebaut.

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Heeres Reitschule Krampnitz

Die Kavallerie- und Panzertruppenschule Krampnitz wurde 1935 von Hannover nach Potsdam-Krampnitz verlegt. Grund war u. a. der in der Nähe befindliche Truppenübungsplatz Döberitzer Heide. Das Heeres-Neubauamt begann im Frühjahr 1937 mit den Bauarbeiten.
Seit November 1938 unterstand sie dem „Chef der Schnellen Truppen“, General Heinz Guderian. Im Juni 1941 erfolgte die Umbenennung in „Schule für Schnelle Truppen“, 1943 in „Panzertruppenschule II Krampnitz“. Im Winter 1944 erfolgte die Verlegung der Hauptbestandteile der Panzertruppenschule nach Bergen, nur die berittenen Ausbildungseinheiten verblieben in ihren Kasernen.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Kaserne von der GSSD, bis zum Abzug 1992, genutzt. Danach wurden hier einige Filme gedreht. Politisch entstand Wirbel um das Areal, es ging dabei um Unregelmäßigkeiten beim Verkauf des Geländes.
Auf dem hinteren Teil des riesigen Geländes wird zur Zeit Wohnraum für mehrere tausend Menschen geschaffen.

Bilder aus 2015

01-2020
Seit unserem letzten Besuch ist einiges passiert, eigentlich sollten hier ja jetzt schon welche wohnen, aber so weit ist es noch nicht. Es wurde begonnen Gebäude, die nicht modernisiert werden sollen, abzureißen. Auch wird an einigen Häusern jetzt gebaut. Aber das ganze dauert doch schon einige Jahre und so ein großer Fortschritt ist nicht zu erkennen. In der Presse stand die Tage, das der beabsichtigte Einzug im Jahr 2022 um weitere 2 Jahre verschoben wurde. Hintergründe sind in der Erschließung des Verkehrs genannt worden. Auch soll der vollständige Ausbau dort erst erfolgen, wenn die Straßenbahnanbindung realisiert wurde.

Deshalb nutzten wir noch einmal die Gelegenheit, das Areal weiter zu erkunden. Erstaunlich was man noch so alles findet, so war diesmal auch das Casino offen, leider bot es innen einen trauriger Anblick. Vandalen haben so gut wie alles beschmiert. Wir fanden noch einige Bilder aus der GSSD Zeit, aber alles haben wir immer noch nicht gesehen. Vielleicht gibt es noch eine Erkundung.

Hier noch ein Bild es Deckenmosaiks aus besseren Zeiten, aufgenommen 2010 und zur Verfügung gestellt vom Gastautor Gumpe.

Foto: gumpe 2010

01-2021
Da die Abriss- und Renovierungsarbeiten immer weiter voran schreiten, wollten wir hier im westlichen Teil noch einmal vorbei schauen und auch die Keller und Dachböden besichtigen. Wir beschränkten uns auf 2 Gebäude, da hier jetzt sehr viele Baumaschinen stehen und wir nicht weiter auf das Gelände vordringen wollten. Durch die großflächigen Abrissarbeiten ist in diesem Bereich dann auch keinerlei „Deckung“ mehr vorhanden. Es geht dem Gelände an den Kragen, die Hallen, Garagen und minderwertigen Gebäude sind schon platt gemacht. Wie es scheint bleiben alleine die Wohngebäude stehen um am Ende einer neuen Bestimmung zugeführt zu werden.

06-2021
Noch einmal konnten wir einige Gebäude in offizieller Mission besuchen. Die Bauarbeiten sind sehr weit fort geschritten, fast alle Wege und Straßen sind in irgend einer Form bearbeitet oder gerade in Bau. Gewerkelt wird an allen Ecken und Enden. Der Charakter eines Lost Place ist nicht mehr vorhanden. Wir konnten zum wahrscheinlich letzten Mal das Deckenmosaik ablichten. Das wurde in von jemanden gereinigt, der lilane Tag ist fast verschwunden und einige Teile, die früher übermalt waren sind wieder zum Vorschein gekommen. Ein paar Tage später wurde es abgedeckt.

2025
Die Bauarbeiten und auch die Abrissarbeiten auf dem Gelände gehen weiter voran, scheinbar aber nicht in der Geschwindigkeit wie vorgesehen.
Mittlerweile kann man dort mit dem Auto umher fahren, das einem neue Ansichten ermöglicht. Es ist ein komisches Gefühl sich hier „frei“ zu bewegen, wenn man bedenkt was hier früher für ein Versteckspiel mit dem Sicherheitsdienst statt fand.
Die Vegetation war damals unser Verbündeter, heute ist hier weithin alles überschaubar. Wir besuchten noch offene Gebäude, aber auch bekanntes. In den Kellern oder Dachböden findet sich immer noch einiges der alten Bewohner.

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Fliegertechnische Schule

Als  Schule der deutschen Verkehrsflieger wurde sie 1933 zur Tarnung gegründet, da Deutschland zu diesem Zeitpunkt aufgrund der Versailler Verträge von 1919 keine Luftwaffe besitzen durfte. Schnell waren hier 1.500 Schüler untergebracht. Die Bauten wurden wahrscheinlich bis 1935 errichtet, genaues ist nicht bekannt, da dieses unter strengster Geheimhaltung geschah. Ab 1935 gab sich die Einrichtung als solche zu erkennen. Anfang 1940 wurde die Schule nach Warschau verlegt und an diesen Ort zog eine „Höhere Fliegertechnische Schule“. Die Aufgaben waren die Schulung des technischen Personals mit den Neuerungen der Luftwaffe. Als nach dem 2. Weltkrieg die sowjetische Armee die Anlage übernahm, war sie weitgehend unbeschädigt. Sie richtete hier ein Schulungszentrum für Offiziere der Panzertruppen und Artillerie ein.

Ein erneuter Besuch (2016)  brachte neue Perspektiven und Motive sowie  eine insgesamte ruhigere Begehung. Ein entspannter Sommerabend auf dem großen Gelände. Wie immer bei diesen Liegenschaften entdeckt man wieder was neues.

04-2020
Auch hier schauten wir mal wieder vorbei, 1-2 Häuser waren diesmal offen und konnten besichtigt werden. Auch alt bekanntes wurde wieder begutachtet. Am Ende der Gallerie noch ein paar Drohenbilder vom Juni 2020 und auch aus 2023.

10-2021
Zum Abschluss einer kleinen Tour besuchten wir die Fliegerschule um 2-3 Wandbilder zu suchen. Die Hinweise waren richtig gedeutet und wir fanden das Wandbild mit dem Ritter und ein paar Sportlersymbole an der Außenmauer. Da heute die Sonne schien sind diese Bilder leider nicht so schön geworden, so das wir diese nochmals ablichten werden.

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Lager mit Fahrschule

Hier befand sich einst ein sowjetisches Ersatzteildepot. In einem Gebäude war eine Fahrschule unter gebracht. Diese war nur noch mit äußerster Vorsicht zu betreten. Der Boden teilweise schon durch gefault, ließ Blicke auf die darunter liegenden Räume zu. Das Depot wirkt nicht besonders groß, wenn man es aber gründlich erkundet, findet man immer mehr Gebäude im Wald. Es sind viele viele unterschiedliche Motive zu entdecken.

06-2021
Auf dem Rückweg von einer anderen Location, hielten wir hier auch nochmals an. Mittlerweile ist das Gelände richtig zugewachsen und verfällt immer weiter. Eine Sauna die beim ersten Besuch übersehen wurde, fanden wir ganz gut. Die Wandbilder haben aber auch schon sehr gelitten. Das Fahrschulgebäude ist, abseits der Steintreppen, kaum noch zu betreten.

 

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