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FRAG 411 Badingen

Diese Raketenstellung der NVA, mit dem Namen „Palladium“ wurde 1985 formiert und ging dann 2 Jahre später in Dienst. 1990 übernahm die Bundeswehr das Areal und stellte dann 1992 den Betrieb hier ein.
Hier waren die teuersten Raketensysteme der DDR installiert, das System S-200 Wega. Sie konnten Ziele in großer Entfernung bekämpfen. In der DDR waren nur noch 2 weitere S-200 Systeme stationiert.
Wir waren hierher gekommen und einen Mannschaftsbunker zu erkunden, zu Hause bei der Recherche stellte sich erst heraus welche riesige Anlage hier einmal vorhanden war, so das wir wieder kommen mussten.
Leider sind viele der Stellungen zurück gebaut oder von Vandalismus gekennzeichnet. Aber anhand alter Karten konnte man schon die frühere Bestimmung wieder erkennen. Vieles ist verschüttet und man steht oben auf den Plattformen des Höhenfinders, der Aufhellstation, der Täuschsender, der Richtfunkanlage usw. auch eine FlaK-Stellung zur Abwehr von Luftangriffen war vorhanden.
Der Mannschaftsbunker hatte eine Grundfläche von 700 m² und Schutzklasse E, besonders die Netzersatzanlage hat uns hier gefallen, welche noch relativ gut erhalten war. Beim 2. Besuch fanden wir auch den Gefechtsstand, aber der Zugang war uns dann doch zu riskant. Also erforschten wir das weitere Gelände mit den Feuerstellungen und noch vorhandene Bauten.

Mannschaftsbunker

Außenanlagen

 

Bunker Kunersdorf

Der Bunker diente als abgesetzte Funksendezentrale als Hauptführungsstelle des Ministeriums für nationale Verteidigung. Er ist 2-etagig und war neben der Funktion als Sendezentrale auch Kommunikationszentrale. Nach 1990 wurde das Gelände als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Der Bunker selbst wurde ab 2008 von einem Förderverein übernommen und wird als Denkmal des kalten Krieges erhalten. ´

www.bunker-kunersdorf.de

 

TÜP Bunker

Während einer Erkundungstour auf einem ehemaligen TÜP der NVA und GSSD finden wir diesen Hochbunker. Heute liegt er mitten im Wald und stammt augenscheinlich aus Wehrmachtszeiten. Die Anlage erinnert aber irgendwie an einen Prüfstand, ähnlich der die sich in der Heeresversuchsstelle Kummersdorf befinden. An diesem Standort sind uns aber solche Aktivitäten nicht bekannt. Vielleicht wurde er hier nur gebaut um daran Waffen zu probieren? Die Überreste an Rohren oder Lüftung sprechen aber nicht dafür.
Wir verlassen diesen Ort wieder mit Freude über diesen Fund aber auch mit einigen Fragen.

Bunker Fuchsbau

Diese Bunkeranlage hat eine wechselvolle Geschichte die im Jahr 1941 beginnt. Hier begann die Waffen-SS die Stollenanlagen auszubauen und für Kommunikationsaufgaben zu nutzen.

Ab 1945 erfolgte die Übernahme durch die Rote Armee die hier erfolglos Sprengversuche abhielt. Ab 1957 wurde der spätere Altbau durch das Ministerium des Inneren untersucht und als nachrichtentechnische Anlage genutzt.
der Neubau besteht aus 3 Etagen und lag damit 20m tief und bot dadurch Schutz vor Bombardierungen. Im Kern entstand der große Führungssaal zur Luftüberwachung der DDR. 1990 wurde der Fuchsbau an die Bundeswehr übergeben, welche die Anlage bis 1995 betrieb. Danach wurde der Bunker verschlossen. Ab diesem Zeitpunkt versuchten viele hinein zu gelangen was aber erst 2006 durch den Eigentümer gelang, es musste in mühseliger Kleinarbeit der Schlackebeton aus dem Zugangsstollen entfernt werden. Die Vereinsgründung erfolgte 2007 und es wurden offizielle Führungen angeboten.

Wer mehr Interesse an den technischen Daten hat, hier ein Link.

http://www.bunker-fuchsbau.de

Atomwaffenbunker

Auf diesem riesigen Kasernengelände befinden sich auch 2 Sonderwaffenlager. Bisher konnten wir dort nur Außenbilder machen, da uns der Zugang zu schwierig vorkam. Jetzt war aber der Tag gekommen und mit Hilfe weiterer Mitstreiter konnten wir in einem hinein gelangen. Der andere bleibt weiterhin verschlossen. Das hinein krabbeln erwies sich als umsonst, die Klappe um hinein zu kommen war verschweißt.
Gebaut wurden sie ab 1952 und hatten eine Fläche von 87×10 Metern. Die anderen Bauten für die Soldaten sind heute schon verschwunden. Wir konnten auch eine Abschussplatte einer SS-4 Rakete finden.

Verwaltungsbau

Auf diesem teilweise aufgegebenen Industrieareal waren wir mittlerweile schon einige Male. Dieses Verwaltungsgebäude aber war bisher nicht zugänglich. Wir finden ein großes Durcheinander vor, wichtige Akten sind hier zurück gelassen worden, es gab ein kleines Labor und auch der Betriebsarzt war hier einmal untergebracht. Dazu in den mehretagigen DDR Bau viele Büro- und Konferenzräume.

Filmarchiv

An diesem Standort entstand in den 1960er Jahren ein Archiv der DDR Filme. Aber auch schon früher wurde das Gelände dafür genutzt. Die meisten der unterirdischen Lager sind verschlossen, eines war offen aber unter der Erde kam kein gutes Gefühl auf und wir erkundeten lieber das Laborgebäude, welches noch einige Hinterlassenschaften bot. Auch einen Luftschutz- und Vorführraum gab es hier.

Nachrichtenkaserne

An diesem Standort befand sich seit Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1950er Jahre ein Vorwerk eines Landwirtschaftlichen Betriebes und es war ein Ort der Erziehung Jugendlicher. Später wurde dann eine NVA Kaserne errichtet mit den typischen Bauten. Stationiert war hier ein Nachrichtenregiment. Die älteren Gebäude stammen aus der früheren Zeit und erweitert wurde die Liegenschaft mit 2 DDR Neubauten und allen nötigen Anlagen, wie Kraftwerk, Kantine und Garagen. Die meisten der Gebäude werden heute nachgenutzt, nur wenige sind ungenutzt und offen.
Das was wir sehen konnten war zudem auch leergeräumt. Der einsetzende Verfall macht dann doch was her.

Sporthalle der FDJ

Diese DDR typische Sporthalle wurde hier an einer FDJ Schule gebaut und nach Schließung in den 1990er Jahren aufgegeben. Oft waren wir hier und nie kam man hinein. Aber heute war der Tag gekommen um den Verfall im Inneren zu sehen.

Bunker Ladeburg

Der zweietagige Bunker mit 1.600 m² Nutzfläche und über 60 Räumen wurde von 1982 bis 1986 für den automatisierten Gefechtsstand der 41. Fla-Raketenbrigade „Hermann Duncker“ gebaut. Von hier konnten im Ernstfall bis zu 14 Flugabwehrraketenabteilungen geführt werden.

Im Jahr 1990 von der Bundeswehr übernommen, wurde der Bunker 1992 außer Dienst gestellt, anschließend die Einrichtung zurückgebaut und das Bauwerk verschlossen. Nachdem der Tierschutzverein Niederbarnim e.V. das Gelände kaufte, wurde der Bunkereingang wieder freigelegt. Seit Mai 2002 werden Führungen durch das Bauwerk angeboten, Stück für Stück die Einrichtung rekonstruiert und eine Ausstellung wurde aufgebaut.

Quelle: https://bunker-ladeburg.de/

Hier mehr Details über den Bunker.

Geschichte des Bunkers