Diese Kaserne wurde Mitte der 1930er Jahre erbaut. Hier waren verschiedene Einheiten stationiert. Unter anderem auch Kraftfahrabteilungen, Pioniere, Infanterie- und Artillerieregimenter.
Nach dem Krieg übernahm dann die Rote Armee das Gelände. Heute nach jahrelangem Leerstand, haben viele der Gebäude noch keine Nachnutzung erfahren. Die umliegenden Bauten, wie Lagerhäuser, Werkstätten, Tanklager oder Garagen wurden schon vor 20 Jahren abgerissen. Einige frühere militärische Bauten sind heute zivil genutzt.
In diesem dokumentierten Teil waren motorisierte Schützen stationiert, von den 5 verbliebenen Häusern waren nur 2 zugänglich. Einmal das Küchengebäude und das Haupthaus.
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Denkmal der GSSD
An diesen früheren Standort der GSSD erinnert nicht mehr viel. Ein unsaniertes Haus inmitten wieder hergerichteter Wohnblocks. Nur dieses Denkmal ist erhalten geblieben und weitgehend unbeschmiert.
Es liegt versteckt inmitten der anderen Gebäude und ist jetzt auch etwas zugewachsen.
Umspannwerk
Dieses Umspannwerk befand sich einmal in einem großes Backsteingebäude in einem Industriegebiet. Der Kontrollraum mit seiner imposanten Decke war das besondere hier. Weitere Einbauten sind entfernt. In einem Ausbildungsraum, finden wir noch die elektrischen Schaltanlagen. In der großen Halle liefen früher die Dieselmotoren zur Stromerzeugung.
Die Mittelschule
Über die Geschichte dieser Mittelschule ließ sich wenig recherchieren. Einer der typischen DDR Bauten in einem kleinen Ort in Sachsen.
Wahrscheinlich wurde sie nicht mehr gebraucht und deshalb geschlossen. Anfangs wurde noch versucht im Obergeschoss das Wasser aufzuhalten, aber die Natur scheint zu siegen. Überall grünt es jetzt schon in dem Bau. Das lässt auf über 10 Jahre Leerstand deuten, eher mehr.
Die Klassenzimmer sind ausgeräumt und nur noch die Beschriftungen deuten auf die verschiedenen Fächer hin die in den Räumen hauptsächlich gelehrt wurden. Auch Außen ist die Schule schon sehr gut zugewachsen. Die benachbarte Turnhalle wird heute noch genutzt.
Wasserkraftwerk Niezelgrund
Schon im Jahr 1877 wurde hier begonnen die Wasserkraft zu nutzen. Eine Staumauer wurde gebaut um über Riemenantrieb Maschinen einer Schleiferei und einer Pappfabrik anzutreiben.
Kurz darauf wurde das Wehr verbreitert und das Viadukt errichtet. Auf diesem entstand der Mühlgraben. Diese Anlage hat bis heute Bestand.
1910 wurde dann eine Turbine mit 180 kW eingebaut um Strom zu erzeugen. Im Jahr 1932 kam eine zweite dazu, diese hatte dann 80 kW.
In den Jahren 1963 bis 1965 wurden Instandsetzungsarbeiten an den Anlagen vorgenommen.
Aber schon 1969 erfolgte die Stilllegung, fehlende Ersatzteile und die Energiepolitik der DDR waren die Gründe.
Die Anlage wurde sich selbst überlassen und verfiel, Ausrüstungsteile wurden demontiert.
1990 wurde das Gebiet von der Gemeinde gepachtet mit dem Ziel hier wieder Energie zu gewinnen. Jetzt gab es aber juristische Auseinandersetzungen und erst 1998 wurde die wasserrechtliche Genehmigung erteilt.
Im Jahr 2000 begann die die Montage der neuen Turbine mit 215 kW und am 6.9.2000 erfolgte die Zuschaltung und Einspeisung in das öffentliche Netz.
Haftkrankenhaus des MfS
Dieses ehemals einstöckige Gebäude wurde in den 1950er Jahren zu einer Ambulanz und später dann zu einem Krankenhaus umgebaut.
Es befindet sich auf dem Gelände des Untersuchungsgefängnisses des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in Berlin Hohenschönhausen.
Am Ende gab es hier Behandlungs- und Laborräume, einen OP-Saal, eine Röntgenstation und eine Leichenkammer. Hierher kamen Gefangene aus den 17 Untersuchungshaftanstalten des MfS. Die Häftlinge hier waren physisch oder psychisch schwer erkrankt, verletzt, überlebende von Suizidversuchen oder hungerstreikende die hier zwangsernährt wurden. Eine Haftverschonung gab es nicht. In der Zeit von 1959 bis 1989 wurden hier 2.694 Personen medizinisch versorgt.
Der Transport erfolgte in getarnten Barkas Fahrzeugen, die Häftlinge wussten nicht wo sie am Ende untergebracht wurden. Selbst Häftlinge vom Gefängnis gegenüber, brachte man in den Gefangenen-Barkas und fuhr minutenlang über das Gelände um die Häftlinge dann, praktisch gegenüber, abzuliefern. So dachten sie in ein anderes Krankenhaus verlegt wurden.
Auch mit einem umgebauten Waggon der DR, dem Gefangenensammeltransport kamen die Häftlinge aus der ganzen DDR hierher. Die Transportbedingungen in den kleinen Zellen war oft menschenunwürdig. Dazu kamen die langen Fahrzeiten und die diskriminierende Behandlung durch die 5 Wachleute. (Bild 1 bis 4)
28 Beschäftigte des medizinischen Dienstes des MfS arbeiteten hier. Da sie eng mit den Vernehmern zusammen arbeiteten, wurde die ärztliche Schweigepflicht hier auch nicht so Ernst genommen. Die Verhöre fanden oft direkt am Krankenbett statt. Auch wurde hier oft die Haftfähigkeit fürs MfS oder Gericht festgestellt, auch psychiatrische Gutachten wurden angefertigt.
Vulkanbrauerei
Unter dem Ort gab es durch den Basaltabbau ein riesiges unterirdisches Labyrinth von Felsenkellern, 30m unter der Erde. Hier herrschten gleichbleibende niedrige Temperaturen um die 6-8°C, ideal für die Lagerung und Herstellung von Bier. Später als die Kühlmaschinen erfunden wurde, konnten Brauereien überall gebaut werden.
Die Wölker Brauerei die viele Jahre hier Bier gebraut hatte, stellte 1986 den Betrieb ein. Heute ist diese im Rahmen einer Führung durch die Unterwelt zu besichtigen. Man steigt 153 Stufen hinab und taucht ein in die Welt des Basaltabbaus wo auch gleich die Mühlensteine hergestellt wurden.
Leider nur Handybilder.
Bungalowdorf
Hier in der Nähe eines größeren Sees, befand sich das Feriendomizil des Reifenwerks Dresden.
Es bestand aus ein paar Bungalows Marke DDR, die Sanitäranlagen waren abgesetzt. Scheinbar gab es auch ein Gemeinschaftshaus. Damals war diese Art von Urlaub sehr begehrt, würde aber heute maximal als Abenteuerurlaub für Ferienkinder taugen. Die Wende hat die Ferienanlage nicht überstanden. Keinerlei Modernisierungen wurden vorgenommen. Heute ist es umgeben von Gärten oder anderen schönen Grundstücken.
Bunker Garzau
Wir konnten einen der am besten erhaltenen Atombunker aus der Zeit des kalten Krieges besuchen.
Weiter Informationen findet man hier.
Die Aufgabe dieses BBunkers war die Unterbringung eines Rechenzentrums der NVA.
Er wurde von 1972 bis 1975 gebaut und 1976 an die NVA übergeben. Über die 2 Etagen verfügte der Bunker der Schutzklasse B über 4.000m“ Nutzfläche. Eine 24 stündige Hermetisierung war vorgesehen.
Hier war dann Rechentechnik aus dem RGW-Programm mit dem Namen ESER (Einheitliches System elektronischer Rechentechnik) installiert. Die Aufgabe bestand darin, täglich Meldungen aus allen Teilstreitkräften zu bündeln und dem Ministerium für Nationale Verteidigung zur Verfügung zu stellen.
1993 wurde die Anlage aufgegeben und nach mehrfachem Besitzerwechsel gelangte es dann in die Hände des heutigen Besitzers.
Das Los vieler vergleichbarer Anlagen, die geplündert und zerstört wurden, teilte der Atombunker nicht und steht deshalb heute noch in diesem Zustand da.
Tour nach Sperenberg
An einem trübem Wintertag machten wir uns auf eine Wanderung rund um die Peripherie des Standortes, Flugplatz Sperenberg. Hauptziel war die Suche nach dem Wasserwerk der Kaserne, da wir Bilder gesehen haben und dieses Gebäude bisher noch nicht gefunden hatten.
Dieses liegt auch etwas in der Erde und sehr versteckt. Ein wahres Highlight, die Behälter und einiges an Anlagenteilen ist noch vorhanden.
Aber zuerst ging es zum Tanklager, da wurde ja 2021 einiges abgerissen, die rostigen Tanks sind verschwunden nur noch das Hauptgebäude ist verblieben. Zurück ging es dann über die Munitionsanstalt.















































































































































































































































