Auf dem höchsten Berg der DDR, dem Fichtelberg, finden wir heute die Reste einer Rennrodelbahn. Der SC Traktor war hier ansässig und brachte einige gute Sportler hervor. Die Anlage wurde 1967 gebaut, 1969 in Betrieb genommen und nach der Wende aufgegeben. Die Bahn war 1.100 m lang mit 18 Kurve und hatte oben einen Männerstart, dann etwas weiter unten den Frauenstart. Sie bestand aus Betonfertigteilen und war Naturvereist.
Der Bahnverlauf, Quelle: Google Earth – Visualisierung: Urbex BB
Damals galt sie als modernste Anlage in der DDR. Leider verlor sie aber schon kurz nach der Eröffnung an Bedeutung, da in Oberhof eine weitere entstand die noch moderner war und kunstvereist wurde. Damit gab es dort bessere Trainingsmöglichkeiten von September bis April. Man war dort nicht mehr auf den Frost angewiesen.
Auch der viele Schnee am Fichtelberg führte oft zu langen Räumaktionen, bis diese Bahn befahrbar war. Gegen Ende, Mitte der 1980er Jahre wurde die Rennrodelbahn meistens vom Nachwuchs oder für die Vorbereitung auf große Wettkämpfe genutzt.
Nach der Wende, wurde im Zuge von Liftbauarbeiten die erste Kurve abgebrochen und der ehemalige Herrenstart zu einer Hütte umgebaut.
Diese kleine Gaststätte ist heute leer und man kann schon sagen, entkernt. Im kleinen Saal ist kaum noch Putz an den Wänden. Eine typische Dorfgaststätte, die es fast überall gab, mit Tanzsaal, kleiner Küche und einem Gastraum. Auch hier wurde die Wende scheinbar nicht überstanden und das Haus verfällt immer weiter.
Diese Fabrik ist ein Zufallsfund, gelegen neben einer Tourismusattraktion erregte eher diese alte Fabrik unsere Aufmerksamkeit. Der Zugang war schnell gefunden, aber was war einmal die Bestimmung? Das geht aus der Besichtigung nicht hervor. Es ist nichts mehr vorhanden was Rückschlüsse zulässt, aber ein Teil des Hauses war auch noch gut gesichert.
Auch die Recherche brachte wenig ans Licht, vor 10 Jahren war die Fabrik mal im Gespräch, als Olympiastützpunkt für Sportschützen. Nun, wie es scheint ist nichts daraus geworden, in der Presse wurde das Gebäude auch nur als „Alte Fabrik“ bezeichnet.
Heute wacht der Teddy über die Reste. Wie es scheint wurde auch mal begonnen das Dach zu sichern, neue Balken, ein Gerüst und einige Baumaterialien deuten darauf hin. Die aufwendig gebaute Fassade lässt darauf schließen, das das Gebäude schon rund 100 Jahre alt ist.
Update 2021 In einer Auflistung von VEB Betrieben stoßen wir auf die Fabrik, die wir damals besucht hatte. Hier an diesem Standort wird eine Leichtmetallgießerei erwähnt. Aus der Auto Union hervorgegangen war die Gießerei später ein Bestandteil der VVB IFA und zuletzt wurde dann wohl für die MZ Werke in Zschopau gegossen.
Diese beiden Stretchlimos parken auf einem Hinterhof in einer kleinen Stadt. Warum die hier stehen wissen wir nicht. Wahrscheinlich ist der Limo-Service pleite gegangen oder nie an den Start gegangen und die Autos stehen jetzt hier ungenutzt. Wie es aus sieht, auch schon einige Jahre. Die Reifen sind platt, die Autos eingewachsen und vermoost.
Der weiße ist ein Lincoln Town Car. Das Modell wurde von 1981 bis 2011 gebaut, war schon in Standardausführung 5,47 m lang und kostete um 50.000 $. Diese Modelle wurden dann verlängert und entsprechend ausgestattet.
Vor 3 Jahren wurde das Hauptgebäude dieser Spinnerei abgerissen. Warum die Nebengebäude hier verblieben sind wissen wir nicht, man ließt von einem Abriss trotz Denkmalschutz. Aber die beiden Gebäude sind ja nun nicht mehr die besonder erhaltungswürdigen Häuser.
Erbaut wurde die Fabrik schon vor 180 Jahren. Die Zahl der Beschäftigten stieg im Laufe der Jahre weiter an, in Höchstzeiten bis auf rund 300 Mitarbeiter. Die Energie für die Maschinen wurde vom naheliegenden Bach entnommen, mit dem Bau einer Schmalspurbahn im Tal kam auch ein Gleisanschluss dazu. Die Spinnerei boomte und die Garne wurden weltweit vertrieben.
Nach dem Krieg wurde der Betrieb enteignet und in Volkseigentum überführt. Jetzt wurden die Hallen als Strickerei und Lager genutzt. Ein Heizhaus und ein Sozialgebäude wurde hier noch errichtet. Der Betrieb endete schnell nach der Wende.
Diese Baumwollspinnerei wurde zu Beginn des 20. Jahrhundert hier errichtet. Mit der politischen Wende erfolgte dann die Abwicklung. Heute ist das ortsauffällige, 3-stöckige Gebäude denkmalgeschützt und weitestgehend ausgeräumt. Aber auch leere Hallen bieten einige Motive, Verfall findet sich dann doch in einigen Ecken.
Dieses kleine Haus fanden wir einsam in den Bergen, es hatte eine angeschlossene Tischlerwerkstatt.
Die einfache Ausstattung legt den Schluss nahe, das hier bis zum Ende ein Mann wohnte, der nicht sehr vermögend war. In seiner kleinen Werkstatt betrieb er eine Tischlerei.
Diese Villa ist heute denkmalgeschützt und wurde vor rund 100 Jahren gebaut. Es gibt ein aufwendig gebautes Treppenhaus und viele getäfelte Räume mit Parkettboden. Auch ein sehr schönes Bleiglasfenster ist dort eingebaut. Wie es scheint war hier früher einmal eine DDR Organisation untergebracht, auf dem Dachboden sind noch typische DDR Hinterlassenschaften, wie Plakate zum 1. Mai oder das Banner „Klubhaus der Textilarbeiter“ zu finden.
Auch ein Zimmer mit Honecker Bild ist noch vorhanden.
Zuletzt war hier ein Rechtsanwalt und eine EDV Firma ansässig.
Gegen Ende der Besichtigung merkten wir, das sogar der Strom noch angestellt ist und das Licht funktioniert.
Wir können wenig bis gar nichts über dieses Hotel mitten im Ort heraus bekommen. Es wurde kaum etwas zurück gelassen, bis auf das Klavier auf der Bühne und eine Bar ist es leer. Da einige Teile des Gebäudes schon eingestürzt sind und die Feuchtigkeit es auch schon bis ins Erdgeschoss geschafft hat, gehen wir von mindestens 20 Jahren Leerstand aus.
Der kleine Saal ist in Teilen auch noch in gutem Zustand, die Bühne sieht noch sehr schick aus mit den schönen Wandmalereien, aber auch hier ist der Boden schon vermodert. Es gab nur wenige kleine Zimmer hier. Wahrscheinlich war das Hauptgeschäft in diesem Haus, das Restaurant und Veranstaltungen im Saal.
Dieser Bauernhof ist weitestgehend verfallen, viele Jahre lang wird er scheinbar nicht mehr beachtet. Ein alter Wartburg 311 in der Scheune war dann fast das einzige lohnende Motiv hier. Ein Regenschauer ließ dann auch kaum Bilder von außen zu.
Der Wartburg 311 wurde von 1955-1965 in Eisenach hergestellt. Knapp 250.000 Einheiten wurden produziert. Es gab einige Modelle und auch im nichtsozialistischen Ausland konnten die Fahrzeuge verkauft werden. Die 2-Takt Motoren hatten zu Beginn 900 cm³, später dann 992 cm³ bei 37/45 PS. Betankt wurden die Fahrzeuge mit einem 2-Taktgemisch. Verbrauch 9-10 l/100km.