Alle Beiträge von

Rittergut Wasserburg

Das Rittergut wurde erstmals im 18. Jahrhundert erwähnt. Es lässt sich relativ wenig über die Geschichte finden. Früher gab es hier wohl mal eine Wasserburg, wegen Umbaumaßnahmen an den umliegenden Seen ist der Standort heute aber nicht mehr mit Wasser umgeben. Das Herrenhaus des alten Rittergutes wurde auf den Resten dieser Burg errichtet. Das erfolgte gegen Ende des 19. Jahrhunderts. In Zeiten der DDR war hier ein Kindergarten untergebracht.
Heute ist das Haus in Privatbesitz und leer. Es sind keine Zeichen einer Nutzung zu erkennen, es wächst langsam zu und verfällt.

Haus Heinemann

Am Rande der Stadt steht dieses kleine Haus. Man erkennt es kaum von der Straße, es ist fast komplett zugewachsen. Wie es scheint lebte hier zuletzt eine alte Frau. Die Einrichtung und die Kleidung lassen darauf schließen. Der Fernseher ist ein schwarz-weiß Gerät aus der DDR Zeit. Ob die Jahre kurz nach der Wende auch die Zeit des Verlassens ist, wissen wir nicht. Wir finden aber nur alte Zeitungen und Schriftstücke die bis zu diesen Jahren datiert sind. Auf dem Dachboden liegt ein Haushaltsbuch aus dem Jahr 1947 und weiter viele alte Dinge.

Gasthof Chicago

Dieses Gasthaus mit langer Tradition musste hier, nach fast 100 Jahren Betrieb, zu Beginn der 1990er Jahre schließen und steht seit dem leer. Zuerst war es ein Familienbetrieb, später dann ein Haus der HO in der DDR.
Einst ein stolzer Gasthof mit schönem Saal und einem Sommergarten und es fanden hier viele Veranstaltungen statt. Ein paar Jahre war hier außerdem eine Fleischerei mit integriert.
In DDR Zeiten war das Haus auch weiterhin beliebt und es wurden auch Konferenzen mit dem entsprechenden Kulturprogramm abgehalten. Im Ort war es unter den Bürgern auch die Nr. 1 für Tanzveranstaltungen und immer gut besucht.
Heute steht das Haus unter Denkmalschutz und ist größtenteils verfallen. Nur kleine Bereiche konnten wir sicher begehen. In diesem Zustand wird nur der Abriss übrig bleiben.

NVA Schwimmhalle

Gegen Ende der 1970er Jahre wurde diese Schwimmhalle für die Armeeangehörigen eröffnet.
Auch zivil konnte die Halle genutzt werden und viele Schüler hatten dort ihren Schwimmunterricht.

Nach dem Ende des NVA Standortes, versuchte die Stadt die Schwimmhalle weiter zu betreiben. Aber seit 1995 ist diese jetzt geschlossen und heute abrissreif.
Beim Schwimmbecken sind die Scheiben zerschlagen und die Wände beschmiert, zum Glück blieb der Technikbereich davon verschont und bot doch noch einige Motive.

Lokwerkstatt

Im nahe gelegenen Bahnbetriebswerk herrschte irgendwann Platzmangel , deshalb wurde in der Nähe diese Lokwerkstatt errichtet.
Da die Fahrzeuge gedreht werden musste, wurde auch hier eine Drehscheibe installiert um die Loks vor der Einfahrt in die richtige Richtung zu bewegen. Früher wurden hier die Dampflokomotiven, später dann auch Dieselloks repariert.
Die Drehscheibe und die Gleise sind heute zurück gebaut und es ist davon nichts mehr zu sehen. Auch das gesamte Gelände ist vollkommen überwachsen und zugewuchert. Nur der Lokschuppen hat überlebt und wird in den folgenden Bildern gezeigt.

VEB Brauerei

Die Brauerei begann hier schon Mitte des 19. Jahrhunderts zu brauen.
Es folgten bis zu ihrer Schließung Anfang der 1990er Jahre weitere Eigentümer und Namenswechsel. Anfang der 1970er erfolgte die übliche VEB Eingliederung.
Die Jahre nach der Wende überstand die Brauerei nur kurz. Heute sind nur kleine Teile des Areals verlassen und zugänglich. Zum Glück auch noch ein Gärbehälter.

03-2024
Eine zweite Erkundung, ein paar Jahre später hatte das Ziel weitere Teile des Areals zu sehen. Es gelang uns die hinteren Bereiche der Brauerei zu sehen, hier ist es aber schon sehr gefährlich, da viele Gebäude eingestürzt sind und man sich über Geröll und Dornen den Weg suchen muss. Auch ist es entkernt und wenig von damals erhalten.

 

Das vergessene Militärlager

Ein Lager der Bundeswehr für Fahrzeuge und anderem Material.

2024
Jetzt im Winter hier gewesen. Viel hat sich nicht verändert, scheinbar ist kaum Bewegung auf dem Schrottplatz.

VEB Kleinlastkraftwagen

Die industrielle Produktion begann hier schon Ende des 19. Jahrhunderts.
Zuerst wurden hier eine Textilmaschine hergestellt, später dann Fahrräder und Motorräder. Dem Fahrzeugbau blieb man treu und fertigte ab 1912 PKW, der aber floppte.

15 Jahre später dann der umstieg auf kleinere Lastkraftwagen bis 1t Nutzlast. Weitere Typen mit etwas höherer Zuladung folgten.

In den Zeiten des 2. Weltkrieges erfolgte wieder die Herstellung von Leichtkrafträdern.

Danach erfolgte die Demontage durch die Sowjetunion. Die DDR baute den Betrieb wieder auf und begann wieder leichte LKW zu produzieren. 1957 dann die Gründung des VEB mit Angliederung anderer Fertigungsstätten die z.B. Karosserieteile und Motoren lieferten. Es entwickelte sich ein Spitzenbetrieb der Fahrzeugproduktion in der DDR. Leider begann, schon 10 Jahre vor Ende der DDR, der Zerfall. Die Produktionsanlagen waren verschlissen und die Stückzahl und Qualität sank. Zur Wende war dann dieses Werk in einem hoffnungslosem Zustand und tausende Menschen verloren ihren Arbeitsplatz, die Fahrzeugherstellung endete dann etwas später 1991.

Heute sind die Anlagen ausgebaut und die leeren Hallen verfallen und bieten kaum noch Motive, da auch hier durch Vandalismus ganze „Arbeit“ geleistet wurde.

Die Alte Tischlerei

Diese Tischlerei am Ortsrand ist seit 1997 nicht mehr in Betrieb. Jedenfalls zeugen die Kalender an der Wand von diesem Datum, da sie ab dieser Zeit nicht mehr weiter gestellt wurden.
Hier ist dann auch kaum noch was übrig, was von der früheren Tätigkeit zeugt. Ein alte Kreissäge steht hier noch und etwas Material liegt noch in den alten Werkhallen. Teile der Gebäude sind auch hier schon eingestürzt und nicht mehr zu betreten.

Die Milchviehanlage

Das ist eine der modernsten Milchviehanlagen die in der DDR errichtet wurden. Erbaut wurde die Anlage Mitte der 1980er Jahre. Beeindruckend die 15 Silos in denen das Futter für die Wintermonate gelagert wurde. Vermutlich über 2.500 Milchkühe standen hier einmal in Zeiten der Nutzung. Wann genau diese endete wissen wir nicht. Die Einbauten in der Anlage sind entfernt, auch das große Melkkarussel lässt sich nur noch in seinen Dimensionen erahnen. Die meisten Wände sind heute mit Graffiti besprüht, ein kleiner Teil des Geländes wird noch genutzt. Mal sehen was aus dem Rest wird.