Autofriedhof Bästnäs

Gegründet von zwei Brüdern in der Mitte des letzten Jahrhunderts, diente das Areal primär der Demontage von Gebrauchtfahrzeugen und dem gewinnbringenden Verkauf von Ersatzteilen über die nahe Staatsgrenze. Durch den Automangel und den Zollbeschränkungen im Nachbarland florierte das Geschäft und es parkten hier zu Spitzenzeiten über 2.000 Fahrzeuge.

Nach jahrzehntelangem Betrieb wurde der Verwertungsstandort in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts schrittweise aufgegeben, auch weil das Nachbarland die Vorschriften änderte. Ein Großteil der Karosserien verblieb unberührt auf dem Waldgelände. Das Gelände wird unter minimalem Eingriff geduldet. Die Natur erobert die Fahrzeugsubstanz kontinuierlich zurück, während die Infrastruktur dem Verfall überlassen bleibt.

Das Areal erstreckt sich über mehrere Hektar dicht bewaldeten Terrains. Schätzungsweise 800 bis 1.000 Fahrzeugwracks aus den 1940er bis 1970er Jahren. Hier lagern überwiegend europäische Klassiker (u.a. Volvo, Saab, Opel, Ford, VW, Fiat) sowie vereinzelte US-Modelle. Neben den Fahrzeugen existieren verfallene Werkstatt- und Lagergebäude in Holz- und Backsteinkonstruktion samt historischem Werkzeug und Demontage-Equipment.