Archiv der Kategorie: Freizeit

Kulturhaus der tanzenden Mädels

Damals war dieses Haus ein beliebter Treffpunkt und so manche tolle Feier wurde hier abgehalten. Der kleine Saal lud zu Tanzveranstaltungen ein. Unscheinbar von außen merkt man drinnen schnell, das es hier gemütlich werden konnte.
Besonders fanden wir die in vielen Farben angestrichene Kassettendecke der Bar. Auch bei der Decke des Saales hat man sich besondere Ornamente ausgedacht.

Seit über 20 Jahren steht das Kulturhaus jetzt leer und der Besitzer hat kein Interesse daran. Keiner will es haben auch die Gemeinde nicht. So ist die Zukunft ungewiss.

Ferienpark Seeblick

Wer früher Ruhe und Abgeschiedenheit in malerischer Landschaft suchte war hier genau richtig.

War das aber auch der Grund warum der letzte Betreiber des Ferienparks am Ende nicht lange durch hielt? Scheinbar nur eine Saison war hier Betrieb, was waren die Gründe der Schließung? Es gab eigentlich alles für einen gelungenen Familienurlaub, einfach eingerichtete Lauben die idyllisch auf dem Gelände verteilt waren. Eine Gaststätte, wenn man mal nicht selber kochen will. Für Spiel, Spaß und Freizeit war gesorgt. Das Baden im Stausee war für groß und klein gedacht. Rutsche für die Kinder, der Vater konnte Angeln und die Mutter in der Sonne liegen. Es könnte am DDR Schick gelegen haben, der scheinbar nicht mehr angesagt ist.

Leider konnten wir über die frühere Funktion nichts heraus finden.

Das alte Freibad

Pläne der Stadt das alte Freibad zu verkaufen scheiterten an einem weiteren Objekt in der Nähe das sich nicht so leicht umwandeln lässt.
Historisches über das Freibad ist kaum zu lesen, wir fanden Postkarten des Ortes wo es als neu umworben wurde und diese stammen aus dem Jahr 1941. Das überraschte dann doch, da es wie ein Bau aus Zeiten der DDR aus sah.
Dem Anschein nach wurde noch ein Umbruch nach der Wende versucht, aber da die Preise noch in DM aushängen ist hier auch schon fast 20 Jahre nicht mehr gebadet worden.

HO Spezialhandel

HO ist die Abkürzung für Handelsorganisation in der DDR, 37% aller Einzelhandelsunternehmen waren in dieser staatlich geführten Organisation.

Aber was bedeutet jetzt der Zusatz Spezialhandel?

Dieses Unternehmen diente zur Versorgung der sowjetischen Streitkräfte und ihrer Familien in der DDR. Auch DDR Bürger konnten hier im sogenannten „Russenmagazin“ einkaufen.
Dieses Außenlager bestand aus einem großem Lagerhaus mit mehreren Etagen und einer Verwaltung. Es gab auch große Garagen für die Fahrzeuge des Spezialhandels.

Das unvollendete Stasiheim

Kurz vor der Wende wurde hier ein Ferienheim für das Ministerium für Staatssicherheit geplant und gebaut. Der Rohbau war fertig und der Innenausbau sollte folgen. Aber aus der Eröffnung 1990 wurde nichts, da es ja dieses Ministerium nicht mehr gab.

Später wurde das Gebäude an ausländische Investoren verkauft, seit dem ist aber nichts mehr passiert und die Natur hat sich hier schon mächtig viel zurück geholt.

An diesem Tag waren die Lichtverhältnisse sehr schwierig, draußen gleißender Sonnenschein, innen Dunkelheit.
Aber dieses Gebäude hatte seinen Reiz, leider sind auch hier schon viele Schmierfinken und Vandalen am Werk gewesen.

Hotel am See

Wir besuchten ein Hotel am See.

Freibad am Flugplatz

Hier war zuletzt einmal ein großer Standort der GSSD in der DDR. Der Flugplatz wurde bis 1993 genutzt, erbaut aber schon viel früher und Nutzung im 2. Weltkrieg durch die Wehrmacht.
Es gab alles was man für solch einen Betrieb brauchte unter anderem auch was für die Freizeitbeschäftigung.

Das Schwimmbad und ein kleiner Sportplatz fristen jetzt im brandenburgischen Wald ihr Dasein, vergessen von allen.

Ein großer Sprungturm war früher sicher einmal beliebt bei den Badegästen mit seinen 2 Etagen. Das Becken ist schräg aufgebaut, so dass auf einer Seite auch nicht so gute Schwimmer gefahrlos üben konnten. Seltsamerweise ist die Schräge aber nicht in Längs- sondern in Querrichtung konstruiert worden. Obwohl das ja schon wieder viel mehr Sinn macht, die Seite vom Sprungturm ist tief, die andere auf 50 Metern Länge flach. Das ist auf dem ersten Bild der Galerie gut zu erkennen.

Hotel Astoria

Das Hotel Astoria war wohl eines der bekanntesten und größten in Leipzig. Es wird 1915 eröffnet und bis 1996 betrieben. Schwere Beschädigungen im 2. Weltkrieg wurden wieder repariert und das Hotel auch erweitert.
470 Gäste konnten hier Übernachten und auch die Gesellschaft nahm hier im Tanzcafé oder in den Restaurants am Luxus teil. Aber auch in den dunklen Räumen des Hotels wurden hier Touristengruppen abgefertigt, wie wir von ehemaligen Mitarbeitern erfuhren.

Zu DDR Zeiten galt es als eines der modernsten Hotels im Land, alle Zimmer waren individuell und luxuriös ausgestattet. Zur Messe residierten hier Gäste aus der ganzen Welt.

Seit der Schließung stand es leer. Jetzt gibt es wieder einen Investor der es wieder zu altem Glanz verhelfen will. 2020 soll die Wiedereröffnung gefeiert werden.

Wir nutzten die letzte Gelegenheit über eine Fototour, das Innere zu besichtigen.

Leider war diese aber sehr ernüchternd. Weite Teile des Baus gleichen einer Rohbaustelle. Es wurde schon viel heraus gerissen und die untere Etage mit den Restaurants und Sälen ist leer und durch das Verkleiden der Fenster völlig dunkel. Somit blieb nur Keller und Dachboden, wo wir noch etwas Inventar sehen konnten. Insgesamt ist der Bau sehr verwinkelt und verzweigt und ließ uns manchmal ratlos zurück wo wir gerade waren. Aber am Ende konnten wir wieder das Tageslicht erblicken.

Zum Weihnachtsstern

Wer hier in dieser Gegend Erholung sucht ist gut bedient, malerische Landschaften und viel Wasser. Aber wenn der Ausflügler sich stärken möchte ist hier Schluss mit Lustig.
Die meisten Gaststätten sind geschlossen, auch diese hier ist seit ein paar Jahren ohne Betreiber, als die alten in den Ruhestand gingen fand sich keiner der übernehmen wollte. Zu viel hätte wohl investiert werden müssen um wieder konkurrenzfähig zu sein.
So hilft auch die Lage nicht das hier wieder Leben einzieht. Hier gab es schon im 18. Jahrhundert eine Gastwirtschaft, mit diesem historischem Hintergrund ist es schade das es hier am Ende „nur Glühwein ausgeschenkt wurde“ und der falsche Weihnachtsstern als Deko diente.

FDGB Moosteppich

In den 1970er Jahren wurde dieses Ferienheim fertig gestellt und war fortan ein Urlaubsdomizil des FDGB.

Es war ein sehr beliebtes Ferienziel, denn es bot Wassernähe, viele Sportmöglichkeiten, Gaststätte und Cafe für die über 400 Gäste. Selten gab es hier einen Platz für die DDR Arbeiter, die aus allen Bezirken hierher kamen, die es hierher schafften waren froh darüber.

Nach der Wende wurde die Anlage als Urlaubsobjekt weiter betrieben, aber jetzt wollten die Leute lieber das Ausland erobern als hier in der Einsamkeit die schönsten Tage im Jahr zu verbringen. Über 10 Jahre schon steht alles leer und verfällt immer weiter.

Der kleine Waschbär war neugierig was wir hier machen und trottete hinter uns her. Der letzte der sich scheinbar noch für das Objekt interessiert.