Eine leere Fabrikhalle die nichts mehr über sich erzählt.
So können wir hier auch nur die Bilder sprechen lassen.
Archiv der Kategorie: Betriebe
Die Oma
Schon bei der Tour sprachen wir immer von „Der Oma“ und dem einmaligen Graffito dort.
Für die Namensgebung der Location fand ich das sehr passend.
Der VEB nebenan ist leider schon abgerissen, aber dieser Verwaltungsbau blieb stehen.
Trommeln für die Badeanstalt
Hier kommt man ins Schwärmen, die Türen standen offen und wir betraten ein Gebäude mit sehr schöner Architektur. Früher wurde noch Wert gelegt auf gut gestaltete Räume mit Säulen und schönen Verzierungen. Im Dachgeschoss ein weiterer beeindruckender Raum.
Aber es war schwierig etwas über die Geschichte des Geländes heraus zu bekommen.
Jetzt wird hier wieder Hand angelegt, die Räume waren ausgefegt und der Wildwuchs rund herum wurde beseitigt. Was passiert hier in Zukunft, Abriss oder ein neues Projekt? Auch das konnten wir nicht in Erfahrung bringen.
Zur Geschichte:
Erbaut als Badeanstalt, zog hier bereits Anfang des 20. Jahrhunderts ein Industriebetrieb ein. Hier stellte man nun Musikinstrumente her. Es wurden leider ohne Rücksicht auf die schöne Säulenarchitekur Zwischendecken eingezogen, so dass die Säulen in den Räumen nun recht merkwürdig wirken, Kapitelle sich z.B. statt oben auf den Säulen am Boden befinden.
Später in der DDR wurde der Betrieb in einen VEB umgewandelt. Die Schließung erfolgte 1991.
08-2019
Das Gelände wurde vor 4 Jahren an einen Investor verkauft, der hier ein Kulturzentrum aufbauen wollte. Die Arbeiten begannen, die Zwischendecke wurde entfernt und das Ausmaß der Halle kam dadurch wieder zum Vorschein. Aber scheinbar gab es keine Baugenehmigung und die Arbeiten wurden wieder eingestellt. Auch zu einem Brand kam es, der aber gelöscht werden konnte.In diesem Zustand kann das Gebäude den Witterungsbedingungen kaum lange trotzen.
Holzwaren und Kinderwagen
Die Ursprünge dieses Betriebes gehen bis ins Jahr 1846 zurück, zuletzt wurden hier Kinderwagen produziert.
Die Erzeugnisse waren europaweit bekannt. Die Kinder- und Puppenwagen wurden in den gesamten RGW-Raum exportiert, auch Neckermann und Quelle gehörten zu den Kunden. Einst waren hier 2.000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Produktion ist längst ins Ausland verlagert worden.
Betriebsteil 1
Betriebsteil 2
Stein auf Stein, Stein auf Stein …
… das Häuschen wird bald fertig sein.
Natürlich auch in der DDR. Allerdings wurde hier nicht mit den allseits bekannten Lego Steinen in heimischen Kinderzimmern gebaut. Wie so oft, gab es ein eigenes Produkt in der Republik.
Fenster, Türen, Grundplatten und viele weitere Bauteile wurden hier ab Mitte der 1950 Jahre produziert.
Die letzten Zeugen der beliebten Baureihen sind die noch gut erhaltenen Maschinen. Auch Granulatsäcke stehen in rauen Mengen zur Verfügung. Kurz mit dem Besen durch und es kann weiter gehen.
Hochregallager der Klempner
Dieser Betrieb war früher einmal ein VEB für Gas, Wasser und Heizung.
Das Hochregallager diente der platzsparenden Aufbewahrung von Ersatzteilen und Installationsmaterial.
Wann genau der Betrieb eingestellt wurde ist nicht bekannt.
Ein starker Betrieb
Wir betraten ein Firmengelände ohne weitere Informationen darüber. Aber auch die Suche dort konnte keinen Aufschluss über die frühere Bestimmung geben. Der Müll stammt von einer Nachnutzung oder den Nachbarn.
Wie es scheint wurde die Produktion nach der Wende aufgegeben. Der Zustand des Geländes ist ruinös. Aber es war alles vorhanden, was ein Betrieb benötigte: Garagen, ein Heizhaus, Lagerräume und Verwaltung. Die gefliesten Becken und die Holzkonstruktionen daneben, ließen uns spekulieren, was hier einmal produziert wurde.
Zu einem schlüssigen Ergebnis kamen wir nicht.
So dienen diese Bilder nur noch der Dokumentation des Zustands.
Nachtrag:
Ein niederländisches Unternehmen gründete hier um 1870 eine Stärke- und Sirupfabrik. Zuletzt war dann hier der VEB Stärkefabrik ansässig. Das Gelände ist seit ein paar Jahren verkauft und die Stadtentwickler stimmten den Plänen für neue Einkaufsmärkte und einer Wohnbebauung bisher nicht zu, so das dieses Areal immer noch brach liegt.
Danke an Frank für die Informationen
Der Traum vom Baubetrieb
Wir betreten den Ort des geplatzten Traums vom eigenen kleinen Baubetrieb!
Hier wurde scheinbar alles zurück gelassen was einmal dazu diente diesen kleinen Betrieb aufzubauen.
Nach der Wende war überall viel zu tun, also dachte man sich mit einer kleinen Baufirma eine eigene Existenz aufzubauen, um einen kleinen Teil vom großen Kuchen abzubekommen.
Man schaffte sich diverse Geräte an, 2 kleine Transporter, einen Anhänger, auch einen Bauwagen gab es.
Das Büro wurde eingerichtet und eine kleine Küche diente der Verköstigung, während die Büroarbeit erledigt wurde. Viele kleine Aufträge gab es und diese wurden abgearbeitet. Aber warum funktionierte es nicht? Vielleicht zahlte ein großer Bauträger nicht? Das konnten wir nicht erfahren … vielleicht war es aber auch ganz anders.
VEB Dornröschenschlaf
Ein Betrieb im Dornröschenschlaf! Nebenan wird gebaut, aber das stört hier niemanden. Still liegt dieser ehemalige DDR-Betrieb im Wohngebiet und lässt es zu, dass Efeu alles überwuchert.
Leider gibt er auch seine frühere Bestimmung nicht mehr preis, so dass wir leise wieder davon schlichen und diese Bilder mitnahmen.
Die alte Schmiede
Die Erben streiten sich um diese alte Schmiede. Somit passiert nichts und die Natur holt sich langsame dieses schicke Gebäude zurück.
Auch 3 Jahre später nichts neues, der Efeu hat jetzt aber schon viel mehr überwuchert.


























































































































































































































